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Nationalrat des haitianischen Voodoo

Noir24admin Voodoo 21. Juni 2026

Der Nationalrat des haitianischen Voodoo (Haitianisch-Kreolisch Konfederasyon Nasyonal Vodou Ayisyen, kurz: KNVA) ist eine zivile Organisation aus Haiti, die die Praktiken des Voodoo vor Verfolgung und Verleumdung schützen will. Den Vorsitz hatte Max Beauvoir inne, der auch ein Houngan des Voodoo war. Er gründete die Organisation 2005 als Federasyon Nasyonal Vodou Ayisyen und benannte sie 2008 um.[1] Nach Beauvoirs Tod am 12. September 2015 wurde Alcénat Zamor am 10. Dezember 2015 dessen Nachfolger.[2]

Die Organisation beklagte, dass im Zuge der Choleraepidemie in Haiti ab 2010 in den Dörfern rund um Jérémie 45 Voodoopriester vom Mob getötet und verbrannt wurden, weil sie für den Ausbruch der Cholera verantwortlich gemacht wurden.[1]

Weblinks

  • Vodou Haiti. In: Konfederasyon Nasyonal Vodou Ayisyen. Abgerufen am 28. Dezember 2010 (haitianisches, kreolisch). 

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Hans-Ulrich Dillmann: Ermordet und verbrannt. In: die tageszeitung. 27. Dezember 2010, abgerufen am 28. Dezember 2010. 
  2. ↑ Passing away of the New Grand Chief Voodoo of Haiti. Haiti Libre vom 31. Dezember 2015.



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Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Nationalrat des haitianischen Voodoo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Hounfour

Noir24admin Voodoo 21. Juni 2026

Hounfour (franz. Oufo) ist die kreolische Bezeichnung für die Tempel des haitianischen Voodoo. Er dient der Verehrung der Loa, der mächtigen Geistwesen im Voodoo-Glauben, häufig mit Opferungen verbunden. Die Sosyete ist die einem bestimmten Tempel zugehörige Gemeinschaft von Voodoogläubigen.

Aufbau

Architektonisch handelt es sich bei einem Hounfour um eine Rotunde oder einen anderen Zentralbau, in dessen Mitte sich ein senkrechter Pfosten, der poteau-mitan, befindet. Dieser symbolisiert die Kommunikation zwischen den Gläubigen und den Loa. Der Altar wird rund um den Mittelpfosten errichtet. Er ist unter anderem mit Kerzen, individuellen Loa-Symbolen und, falls es sich um einen Tempel der synkretistischen Richtung des Voodoo handelt, mit katholischen Heiligenbildern geschmückt.[1] Jeder Hounfour ist außen von einem péristyle genannten, überdachten und wandlosen Vorbau umgeben; dort können Interessierte, die nicht oder noch nicht der entsprechenden Sosyete (Tempelgemeinschaft) angehören, den Zeremonien im Tempelinneren zusehen.[2]

Leitung

Abhängig von der individuellen Spiritualität des Priesters wird der Tempel von einem Houngan (Weißmagier), einem Bocor (Schwarzmagier) oder einer Mambo (weiß- oder schwarzmagische Priesterin) geleitet und dient der Anrufung entweder der friedfertigen Rada-Loa oder der kriegerischen Petro-Loa. Die Loa der Nachon Ghede, die als Beschützer der verstorbenen Vorfahren gelten und neutral zwischen dem Rada und dem Petro stehen, werden hingegen meist auf Friedhöfen verehrt.[3] Den jeweiligen Geistlichen im Hounfour stehen Hounsis, Religionsstudenten, als Messdiener zur Seite;[1] der Assistent des Houngan ist der Hounganikon.[4] Die einzelnen Zeremonien sind sehr unterschiedlich und hängen in der Gestaltung sowohl von der einzelnen Sosyete als auch von den angerufenen Geistwesen ab. Allen gemeinsam ist, dass weißmagische Zeremonien durch Anrufung von Legba, schwarzmagische durch Anrufung von Kalfu eingeleitet werden; diese dienen den anderen Loa als Türöffner zur materiellen Welt.[3]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b B. A. Robinson: Vodun (a.k.a. Voodoo) and related religions. Religious Tolerance, 7. Februar 2010
  2. ↑ Google Books: Michael R. Hall: Historical Dictionary of Haiti, S. 133. Scarecrow Press, Lanham, Januar 2012
  3. ↑ a b Jan Chatland: Descriptions of Various Loa of Voodoo. Webster University, Frühjahr 1990
  4. ↑ Papa Nemo: Der Weg des Voodoo – Von den Grundlagen zur Praxis, Fachverlag für Esoterische Philosophie, Siegburg 2003, ISBN 3-936830-01-0.



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Houngan

Noir24admin Voodoo 21. Juni 2026

Houngan ist die Bezeichnung für einen weißmagischen männlichen Hohepriester im haitianischen Voodoo; das weibliche Pendant sowohl zum Houngan als auch zum Bocor heißt Mambo.

Hintergrund

Im Voodoo existieren drei Begriffe für Geistliche:

  • Mambos, Priesterinnen, die sich teils auf weiße Magie beschränken, teils auch oder nur schwarze Magie praktizieren
  • Houngans, die sich ausschließlich mit weißer Magie befassen und sich auf die Verehrung der friedfertigen Rada-Loa und – im Rahmen des Ahnenkults – der neutralen Ghede-Loa[1] beschränken
  • Bocore, die sich auch oder nur mit schwarzer Magie beschäftigen; ihre Arbeit ist anders als bei Houngans und weißmagischen Mambos oft entgeltlicher Natur[2]

Die inhaltliche Ausrichtung auf bestimmte Nachons oder einzelne Loa findet nur bei den männlichen Geistlichen Ausdruck in der Bezeichnung.

Begriff

Das Fon-Wort ist aus houn (andere Schreibweisen oun, hun, „Geister“) und gan („Chef“, „Oberhaupt“) zusammengesetzt.[3]

Aufgaben

Houngans sind die höchste Form von Klerus in dieser Religion, deren Verantwortlichkeit es ist, die Rituale und Lieder zu bewahren und die Beziehung zwischen den Geistern und der Gemeinschaft als ganzes zu erhalten (obwohl für einiges davon die gesamte Gemeinschaft verantwortlich ist).

Sie sind damit betraut, den Dienst aller Geister ihres Geschlechtes zu führen. Manchmal können sie zugleich Bocore sein, d. h. „gemietete“ Priester oder Zauberer mit der Fähigkeit zur Schwarzen Magie.

Begriffe

Der oberste Gehilfe eines Houngan wird als Hounganikon, der Tempel des Houngan als Hounfour und die rituelle Rassel des Houngan als Asson bezeichnet.[4]

Trivia

Ein Houngan ist Monster in My Pocket Figur #109.

Weblinks

  • Ein Houngan stellt sich vor (Memento vom 22. Juli 2005 im Internet Archive) (französisch)

Einzelnachweise

  1. ↑ Jan Chatland: Descriptions of Various Loa of Voodoo. Webster University, Frühjahr 1990
  2. ↑ Google Books, Textprobe aus Emmanuel Felix junior: Understanding Haitian Voodoo, S. 191. Xulon Press 2009, ISBN 9781607914877
  3. ↑ Leslie Anne Brice: Nou La, We Here: Remembrance and Power in the Arts of Haitian Vodou. (Dissertation) University of Maryland, 2007, S. 73
  4. ↑ Papa Nemo: Der Weg des Voodoo – Von den Grundlagen zur Praxis, Fachverlag für Esoterische Philosophie, Siegburg 2003, ISBN 3-936830-01-0.



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Im Bann des Voodoo

Noir24admin Voodoo 21. Juni 2026

Die drei ??? – Im Bann des Voodoo ist ein deutscher Jugendkriminalroman von André Minninger aus dem Jahre 1998. Es handelt sich um den 79. Band der Reihe Die drei ??? und die zweite von Minninger dafür verfasste Geschichte. In dieser helfen die jugendlichen Protagonisten Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews einem erfolgreichen Musikproduzenten, der durch ihm zugespielte Voodoo-Puppen bedroht wird. Das gleichnamige Hörspiel erschien im selben Jahr beim Label Europa.

Handlung

Bob Andrews befindet sich in einer öffentlichen Sauna, in der einer der Gäste plötzlich keine Luft mehr bekommt. Als Bob ihn nach draußen schafft, normalisiert sich dessen Lage wieder, der Betroffene schlägt den Vorschlag, einen Arzt zu holen, aus. Bob erfährt, dass es sich bei dem Mann um Al Parker, einen sehr erfolgreichen Musikproduzenten handelt, der vor allem durch die bekannte Boyband Wet Boys bekannt ist. Diese gilt als eine der angesagtesten Hip-Hop-Gruppen in den Vereinigten Staaten und hat neulich mit ihrem Lied „It's all on the surface'“ einen großen Knaller gelandet. Parker geht auf Bobs Nachfrage, was genau in der Sauna geschehen ist, nicht näher ein, bietet dem Jungen aber an, ihn als Dank für seine Hilfe einmal mit seinen Freunden in seinem Musikstudio besuchen zu dürfen. Als Bob danach sein Handtuch aus der Sauna holt, stößt er dort auf eine unheimliche Puppe, deren Gesicht sichtlich dem von Al Parker nachempfunden wurde.

In der Zentrale berichtet Bob seinen beiden Detektiv-Kollegen Justus Jonas und Peter Shaw davon, die beide sowohl Interesse an dem Fall als auch an einem Besuch in Parkers Studio, einem der modernsten in ganz Kalifornien, haben. Sie machen einen Termin aus und besuchen am nächsten Tag Parker, der in einem Haus in Thousand Oaks wohnt. Dort zeigen sie ihm die merkwürdige Puppe, die Parker sogleich in helle Panik versetzt. Nachdem er sich wieder beruhigt hat, berichtet er davon, dass er in letzter Zeit immer wieder solche Puppen zugespielt bekommt, die bei ihm Atembeschwerden und Herzrasen auslösen. Genau dies habe sich auch in der Sauna ereignet. Es handele sich dabei um Voodoo-Puppen, wie er von Jessica Stevens erfahren hat, einer Frau in der Nachbarschaft, die Professorin für Anthropologie und Expertin für afroamerikanische Religionen ist. Jemand versucht damit offensichtlich, Parker fertigzumachen; dieser kann sich jedoch nicht vorstellen, wer dahinter stecken könnte: Er habe – wie viele in der Branche – zwar Neider, aber keine wirklichen Feinde. Die Jungen eröffnen ihm, dass sie Detektive sind, und Parker beauftragt sie damit, sich des Falles anzunehmen.

Sie informieren sich über Voodoo auf Haiti und erfahren, dass Zauberei in dieser Religion nur wirkt, wenn der Betroffene daran glaubt. Dies trifft auf Parker aber nicht zu, der von sich selbst sagt, dass er bis zu den jüngsten Vorfällen all das als lächerlich abgetan hat. Bei einem weiteren Besuch beim Musikproduzenten können die Jungen einen Fototermin mit den Wet Boys miterleben, sind jedoch sehr enttäuscht, da die drei jungen Rap-Künstler sehr eitel und überheblich auftreten. Als sie im Studio etwas mit Parker besprechen, hören die Jungen sie über das Mischpult ab und bekommen mit, dass einer der Wet Boys mehr Geld will, weil er sonst ein Geheimnis ausplaudern könnte. Joan, ihre Visagistin, bemerkt das Abhören jedoch und stellt die drei Detektive zur Rede; sie erzählt ihnen daraufhin die Hintergründe: Es ginge um neue Autogrammkarten, denn auf den alten befinde sich ein schlimmer Fehler: Bei einem der Jungen ist der dunkle Haaransatz zu erkennen, obwohl die Wet Boys ihrer Anhängerschaft gegenüber immer beteuert haben, alle natürlich blondes Haar zu haben. Da der Fototermin sich deutlich in die Länge zieht, brechen die drei Fragezeichen auf.

Bei ihrem nächsten Besuch wollen die drei Detektive Parker zur Rede stellen, da ihnen die Geschichte von Joan seltsam vorkam: Es war eindeutig zu verstehen, dass es um Geld geht und nicht um die Zahl neu gedruckter Autogrammkarten. Da der Musiker jedoch übermüdet ist, verzichten sie vorerst darauf. Sie bemerken plötzlich, dass auf dem Herd ein Topf mit Wasser kocht, obwohl diesen niemand draufgestellt hat, und finden dort im Wasser eine weitere Puppe, sogleich setzen bei Parker wieder die gewohnten Symptome ein. Der Puppe ist diesmal eine handschriftliche Drohung beigefügt. Die drei Detektive sprechen nun auch Parker auf den Vorfall gestern im Studio an, als plötzlich Mrs. Stevens, die Frau aus der Nachbarschaft, erscheint. Da ihr Mann gestorben kürzlich gestorben ist, trägt sie einen schwarzen Trauerflor, da sie zudem vor Jahren bereits ihren Kehlkopf verloren hat, hat sie ein technisches Gerät bei sich, das ihren Kehlkopf ersetzt, die Stimme ist jedoch nicht mehr sehr menschenähnlich. Sie meint, dass es jemand auf Parkers Leben abgesehen hat, er habe vermutlich irgendjemand geschadet, der sich nun an ihm rächen will. Parker kann sich jedoch nicht vorstellen, wer dahinter stecken könnte. Mrs. Stevens meint auch, dass der Unbekannte bereits seht weit gegangen ist und daher bald zum endgültigen Stich mit einer Nadel ins Herz übergehen wird. Nachdem Mrs. Stevens fort ist, klingeln drei etwas heruntergekommen wirkende Jungen bei Parker, der ihnen zuerst nicht aufmachen will. Er stellt sie den drei Fragezeichen als Background-Sänger vor, die die Wet Boys bei der Aufnahme unterstützen. Da er vermutet, dass sie mit ihm über ihr Gehalt reden möchten, sollen Justus, Peter und Bob später wiederkommen.

Da Mrs. Steven zuvor meinte, Parker könne seine Wohnung mit Stolperdraht auslegen, wenn er denke, dass es sich um keine übernatürliche Sache handelt, beschließen die drei Jungen, diesen zu besorgen und die Nacht ins Parkers Haus zu verbringen. In der Nacht kommt es erneut zu einem Vorfall: Eine dunkle Gestalt schleicht sich in Parkers Schlafzimmer und wirft diesem eine Puppe in das Bett. Die Stolperdrähte am Boden stellen für sie kein Hindernis dar. Peter setzt im Dunkeln, da der Fremde die Sicherung herausgedreht hat, zur Verfolgung an, stolpert jedoch über einen der Drähte, sodass der Angreifer entkommen kann. Die Jungen folgern daraus, dass der Fremde sich sehr gut im Haus auskennen muss, wenn er sogar weiß, wo der Sicherungskasten ist und auch die Fallen ihm nichts ausmachen.

Justus, der inzwischen weiß, was gespielt wird, konfrontiert Parker nun mit der Wahrheit: Die drei angeblichen Background-Sänger sind in Wirklichkeit die echten Wet Boys, die Jungen im Studio hingegen sind nur Fotomodelle, die bei Auftritten nur ihre Lippen auf der Bühne bewegen. Parker bestätigt dies niedergeschlagen und erklärt, dass dies die Idee der Plattenfirma war, um die Erwartungen von Jugendlichen besser zu erfüllen. Er gibt schließlich zu, dass die drei Jungen und ihre Visagistin ihn seit einiger Zeit damit erpressen und immer höhere Geldforderungen vorbringen. Justus sieht auch einen Zusammenhang zu den Voodoo-Puppen, denn Mrs. Stevens hatte den drei Jungen an der Türe gefragt, ob sie die Wet Boys seien, dieselbe Frage hatte sie auch in der Küche zuvor schon den drei Fragezeichen gestellt. Dass es sich bei ihr um keine echte Anthropologin handeln kann, weiß Justus, da sie bei ihren Ausführungen Vishnu als Hauptgott der afroamerikanischen Religionen bezeichnete, obwohl dieser aus dem indischen Pantheon stammt und nichts mit Voodoo zu tun hat. Parker fällt nun plötzlich siedendheiß ein, wer hinter all dem stecken könnte: William Needle, ein Bekannter von ihm, der behauptet, dass er am zweiten Album der Wet Boys großen Anteil hatte, und erstreiten wollte, für seine angebliche Mitarbeit entsprechend vergütet zu werden – es ging um nicht weniger als 250.000 US-Dollar. Obwohl die Plattenfirma sich hinter Parker stellte, wurde beschlossen, das entstandene Werk nicht zu veröffentlichen, da Needle sonst eine einstweilige Verfügung erwirken hätte können, dass das Album bis zur Klärung der genauen Rechtslage vom Markt genommen wurde. Needle, so Parker, sieht in ihm offenbar jemanden, der ihn um sehr viel Geld gebracht habe. Parker muss schließlich auch feststellen, dass das Masterband der damaligen Produktion gestohlen worden ist.

Die drei Fragezeichen suchen Needle auf, der jedoch gerade im Aufbruch begriffen ist und ankündigt, dass er nun auf dem gerichtlichen Weg das ihm zustehende Geld erhalten wird. Die Jungen brechen mit Peters Dietrich in dessen Wohnung ein und sehen ihren Verdacht einer Beziehung zwischen dem Voodoo-Zauber und Needle bestätigt: Sie finden nicht nur Jute-Materialien, aus denen die Puppen hergestellt werden, sondern auch die schwarze Verkleidung und das Stimmgerät: Bei Mrs. Stevens handelt es sich um niemand anderen als den verkleideten Needle. Sie finden auch ein Nachtsichtgerät, das erklärt, wie Needle es schaffte, sich im dunklen Haus trotz Stolperdraht zu bewegen. Die drei Detektive finden auch das Masterband wieder, Justus macht zudem eine erschreckende Entdeckung: Needle benutzt Panipharm, ein Mittel, das die Herzpumpe wieder in Schwung bringt. Ist die Dosis zu hoch, bekommt man davon kurzzeitig starkes Herzrasen. Dies hat Needle eingesetzt, um die Wirkung bei Parker hervorzurufen, wenn dieser die Puppen erhält. Da der Produzent sehr genaue Teezeiten besitzt, die er kleinlich einhält, konnte Needle genau berechnen, wann er die Puppen erscheinen lassen muss.

Die Jungen klären ihren Auftraggeber darüber auf und beschließen, Needle eine Falle zu stellen. Als dieser gegen Mittag im Studio auftaucht, um seine Forderung nochmals zu wiederholen, bietet Parker diesem einen Tee an. Needle schüttet eine große Dosis Panipharm in einem günstigen Augenblick hinein und zieht dann eine Puppe und eine Nadel hervor, um Parker dazu zu bringen, eine Abtrittserklärung zu unterzeichnen. Parker hatte jedoch die Teetassen vertauscht, sodass nun Needle die Wirkung des Medikaments heftig zu spüren bekommt. Die Jungen informieren daraufhin die Polizei. Al Parker verkündet anschließend, dass er nun gedenkt, den Schwindel um die Wet Boys auffliegen zu lassen und mit den richtigen Musikern ein neues Projekt ins Leben zu rufen. Spaßeshalber meint er, dass er diese neue Gruppe „Die drei ???“ nennen könnte, doch Justus erwidert daraufhin, dass sie auf diesen Namen lebenslänglich ein Copyright besitzen.

Unterschiede zwischen Buch und Hörspiel

Das Hörspiel folgt der Buchvorlage sehr genau, entfernt wurden allerdings die Verlegung des Stolperdrahts, die Übernachtung der Jungen in Parkers Haus sowie das gestohlene Masterband.

Der Hit der Wet Boys heißt im Buch „It's all on the surface“, im Hörspiel wurde daraus „Mehr Sein als Schein“ – diese Übersetzung wurde bereits im Buch genannt. Das Lied ist auch im Hörspiel zu hören und wurde von der Gruppe Fettes Brot eingespielt, die Mitglieder sprachen zudem die Rap-Musiker Bart, Luke und Frank.

Trivia

  • Beim „Film mit Jodie Foster, in dem sie in einem dunklen Keller von einem Mann verfolgt wurde, der sie trotz absoluter Finsternis immer wieder aufspüren konnte“, wie Peter es beschreibt,[1] handelt es sich um die Romanverfilmung Das Schweigen der Lämmer von 1991.

Ausgabe

  • André Minninger: Die drei ??? – Im Bann des Voodoo, Kosmos, Stuttgart 1998.

Weblinks

  • Offizielle Produktinformation von Kosmos

Einzelnachweise

  1. ↑ André Minninger: Die drei ??? – Im Bann des Voodoo, Kosmos, Stuttgart 1998, S. 117.



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Indiana Jones and the Army of the Dead

Noir24admin Voodoo 21. Juni 2026

Indiana Jones and the Army of the Dead ist ein 2009 veröffentlichter Abenteuerroman von Steve Perry, der zehn Jahre nach dem letzten Indiana-Jones-Roman erschien. In diesem begibt sich der Archäologe und Abenteurer Indiana Jones im Auftrag des OSS während des Zweiten Weltkriegs nach Haiti, um dort auf einer Insel das Herz der Finsternis, eine faustgroße schwarze Perle, die ursprünglich aus Westafrika stammt, zu finden, ehe diese in die Hände der Japaner oder Deutschen fällt. Der Roman wurde bisher nicht ins Deutsche übersetzt.

Handlung

1943: Indiana Jones, der inzwischen immer wieder für den OSS arbeitet und zuletzt in Europa eingesetzt war, begibt sich gemeinsam mit seinem Kollegen George „Mac“ McHale auf den Weg nach Haiti, wo sie auf einer kleinen Insel, die als Insel der Toten bezeichnet wird, das Herz der Finsternis suchen wollen. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich aus Westafrika stammende, etwa faustgroße schwarze Perle, die von einer längst ausgestorbenen Austernart stammt und von unschätzbarem Wert ist. Sie soll nicht den Achsenmächten in die Hände fallen, da diese damit ihre Kriegsmaschinerie weiter finanzieren könnten. Die beiden suchen Marie Arnoux, eine Einheimische, die auf dem Festland studiert hat, auf und heuern sie wegen ihres Kenntnisse des Landes als Führerin an.

Auf der Insel der Toten angekommen decken sie sich in dortigen Dorf in einem Laden mit Vorräten ein, dabei fällt Jones und Mac auf, dass es dort auffällig viel Munition für Schusswaffen gibt. Am Abend wird ihnen auch der Grund klar, denn sie erleben mit, wie eine Gruppe von Zombies im Dorf auftaucht. Diese können nur abgewehrt werden, weil Marie, die eine Voodoo-Priesterin ist, diese mit ihrer Magie vertreibt.

Als sie sich weiter auf den Weg machen, das Herz der Finsternis zu suchen, heften sich auch in der Karibik befindliche Deutsche und Japaner an ihre Fersen. Beide Gruppen, die sich als Niederländer bzw. Chinesen ausgeben, sind daran interessiert, eine alte Formel zu finden, mit der es möglich ist, nahezu schmerzunempfindlich zu werden. Beide Seiten erhoffen sich daraus einen entscheidenden Vorteil im Krieg. Aufmerksam geworden auf die Suche ist auch Boukman, der mächtigste Zauberer Haitis, der bereits um die zweihundert Jahre alt ist. Er weiß zwar noch nicht, was die verschiedenen Fremden suchen, lässt sie aber durch seine Zombies, die er selbst erschaffen hat und befehligt, beobachten. Sollte eine der ausländischen Gruppen auf etwas stoßen, das auch für ihn von Interesse ist, würde er rasch handeln und es sich holen.

Die Gruppe um Jones findet schließlich nach einer beschwerlichen Reise durch den Dschungel jenen Ort, wo sich der Schatz befindet, und gräbt eine Holzschachtel aus, in der tatsächlich das Herz der Finsternis liegt. Als sie es herausnehmen, wird Marie kurzzeitig ohnmächtig, da sie die darin enthaltene, sehr starke Energie wahrgenommen hat. Dies nahm auch Boukman wahr, der nun erkennt, dass es sich bei der Perle um einen Gegenstand mit sehr mächtiger Energie handelt, und diese für den weiteren Ausbau seiner Macht nutzen will. Hätte er das Herz der Finsternis, so könnte er viel mehr Zombies erschaffen, als es ihm derzeit möglich ist. Er befiehlt seinen Zombies, dass sie den Fremden den Gegenstand abnehmen sollen, verliert dabei jedoch den Großteil seiner Kreaturen, da inzwischen bemerkt wurde, dass diese getötet werden können, wenn man ihnen in den Kopf schießt oder ihnen das Haupt abschlägt. Da Boukman wiederholt seinen Körper verlassen hat und als Geist umherschwebte, merkt er, dass er sehr erschöpft ist. Um schnell wieder an neue Kraft zu gelangen, ruft er den Loa Papa Legba, den Hüter der Wegkreuzungen an, der ihm zu helfen verspricht, wenn Boukman dafür eine Unterkunft für herumstreunende Hunde errichtet.

Ausgestattet mit neuer Kraft erweckt Boukman viele seiner gefallenen Zombies wieder zum Leben und setzt Jones, Mac und Marie, die inzwischen einzigen Überlebenden ihrer Gruppe, nach. Auf der Flucht vor ihren Verfolgern sehen sie sich gezwungen, in einen Fluss zu springen und sich von diesem forttreiben zu lassen, dabei verlieren sie jedoch Marie, die schließlich in Boukmans Hände gerät. Jones und Mac verstecken, als sie wieder an Land gelangen, das Herz der Finsternis in einem hohlen Baumstumpf, werden dabei aber von den Resten der deutlich ausgedünnten deutschen und japanischen Expeditionen, die sich inzwischen zusammengeschlossen haben, beobachtet. Sie nehmen die Kiste an sich, werden jedoch von den Zombies verschleppt.

Boukman bringt neben Marie auch Jones und Mac in seine Gewalt, ebenso mit Dr. Gruber und Dr. Yamada die inzwischen einzigen Überlebenden der beiden Expeditionen. Nun beabsichtigt der Magier, sie alle für das Ritual, bei dem er die Macht der nun in seinen Händen befindlichen Perle auf sich selbst übertragen will, zu opfern. Da Yamada ein Messer im Stiefel versteckt hat, das übersehen wurde, gelingt es den Gefangenen, sich zu befreien. Boukman erzürnt durch das anschließende Chaos die heraufbeschworene Gottheit und wird von dieser schließlich getötet. Er gelangt vor das Tor der Anderswelt, wo Papa Legba seine Enttäuschung darüber deutlich macht, dass die versprochene Unterkunft für Hunde nicht gebaut worden ist. Er meint, dass man sich darüber später mit ihm unterhalten wird, erst einmal würden auf der anderen Seite aber einige Personen mit Boukman sprechen wollen, wobei er anmerkt, dass einige von ihnen nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen sind. Als Boukman das Tor passiert, breitet sich in ihm große Furcht aus.

Gruber und Yamada haben das Chaos dazu genutzt, sich die leere Holzkiste mit der darauf enthaltenen Formel zu schnappen und damit zu fliehen. An die bisherige Abmachung, dass beiden Nationen die Formel zur Verfügung gestellt wird, will sich nun keiner der beiden mehr halten, Gruber tötet schließlich Yamada. Als er sich mit der Kiste zum Strand durchschlägt, wird er am Ufer von einem Zombie getötet, den er auf die Entfernung irrtümlich für einen einheimischen Fischer gehalten hat.

Marie übergibt Jones schließlich das Herz der Finsternis, dessen Kräfte nun auf sie übergegangen sind. Jones’ Vorschlag, mit ihnen auf das Festland zu kommen, schlägt sie aus, weil sie hier von ihren Leuten gebraucht werde. Als Jones und Mac mit dem Flugzeug Haiti verlassen, sehen sie bei einem Blick nach unten noch einmal Gruber und Yamada, die nun ebenfalls Zombies sind und unter Maries Befehl stehen.

Anmerkungen

Im 1991 veröffentlichten Roman Indiana Jones und die Herren der toten Stadt von Rob MacGregor kam Indiana Jones in Brasilien bereits in Kontakt mit einer anderen afroamerikanischen Religion. Dort erlebt er mit, wie ein Geistwesen in eine Person fährt und durch diese spricht.

Der Roman nimmt erstmals Bezug auf das 2003 erschienene Videospiel Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft. Als Jones vom Herz der Finsternis, einer faustgroßen schwarzen Perle, erzählt, erinnert er sich daran, vor einigen Jahren schon einmal ein Abenteuer erlebt zu haben, bei dem eine solche Perle, wenn auch kleiner, im Vordergrund stand. Damals, so heißt es, waren ebenfalls Nationalsozialisten daran beteiligt und auch ein chinesischer Drache oder zumindest eine gute Illusion sei vorgekommen. Bei letzterem handelt es sich um den Drachen, der dem Spieler im letzten Level begegnet.

Ausgaben

  • Steve Perry: Indiana Jones and the Army of the Dead, Del Rey, New York 2009, ISBN 978-0-345-50698-6.


Indiana Jones
V – D
Filme

Jäger des verlorenen Schatzes (1981) • Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984) • Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989) • Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) • Indiana Jones und das Rad des Schicksals (2023)

Indiana Jones Logo
Fernsehserie

Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (1992–1996)

Spiele

Raiders of the Lost Ark • The Lost Kingdom • The Temple of Doom • Revenge of The Ancients • The Last Crusade • The Fate of Atlantis • The Young Indiana Jones Chronicles • Instruments of Chaos starring Young Indiana Jones • Indiana Jones’ Greatest Adventures • Indiana Jones and His Desktop Adventures • Der Turm von Babel • Die Legende der Kaisergruft • Lego Indiana Jones: Die legendären Abenteuer • Der Stab der Könige • Lego Indiana Jones 2: Die neuen Abenteuer • Adventure World • Der Große Kreis

Bücher

Das Geheimnis der Sphinx • Das Geheimnis von Thule • Das Labyrinth des Horus • Das Schiff der Götter • Das Schwert des Dschingis Khan • Das verschwundene Volk • Der Stein der Weisen • Die Brut des Sauriers • Die Gefiederte Schlange • Die Herren der toten Stadt • The Army of the Dead (Originaltitel) • The Mystery of Mount Sinai (Originaltitel) • The Pyramid of the Sorcerer (Originaltitel)




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  1. Asson (Voodoo)
  2. Bizango
  3. Bondye
  4. Fetischmarkt Akodésséwa

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