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Klassische Mythologie

Noir24admin Mythologie 21. Juni 2026

Unter dem Begriff klassische Mythologie fasst man üblicherweise die griechische Mythologie und die römische Mythologie zusammen. Diese Zusammenfassung erklärt sich aus der Interpretatio Romana, dem Umstand, dass die Römer viele Gottheiten der Griechen übernahmen.

Hier einige Beispiele:

Griechische Mythologie Römische Mythologie Beschreibung
Hera Juno Gattin und gleichzeitig die Schwester von Zeus
Ares Mars Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und Massakers
Hephaistos Vulcanus Gott des Feuers und der Schmiedekunst
Aphrodite Venus Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde
Poseidon Neptunus Gott des Meeres, Bruder des Zeus und eine der zwölf olympischen Gottheiten
Athene Minerva Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes, der Kunst, des Handwerks und der Handarbeit
Dionysos Bacchus Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase
Demeter Ceres Göttin für die Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und die Jahreszeiten
Hermes Mercurius Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten, andererseits auch der Gott der Diebe
Pluton (Hades) Pluto Gott der Totenwelt in der Erdtiefe
Hestia Vesta Göttin des Familien- und Staatsherdes, des Herd- und Opferfeuers
Apollon Apollo Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste
Artemis Diana Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und des Mondes sowie die Hüterin der Frauen und Kinder
Eros Amor Gott der begehrlichen Liebe
Nike Victoria Siegesgöttin
Pan Faunus Hirtengott, ein Mischwesen aus Menschenoberkörper und Widder oder Ziegenbock
Eos Aurora Göttin der Morgenröte
Tyche Fortuna Göttin des Schicksals, der glücklichen (oder bösen) Fügung und des Zufalls
Hebe Iuventas Göttin der Jugend, „die Göttin mit den Rosenwangen“
Selene Luna Mondgöttin
Kronos Saturnus Der jüngste Sohn der Gaia (Erde) und des Uranos (Himmel), Anführer der Titanen und Vater von Zeus
Persephone Proserpina Toten-, Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin
Gaia Tellus Die personifizierte Erde und eine der ersten Gottheiten
Palaimon Portunus Der in eine Meergottheit verwandelte Melikertes, der Sohn der Ino, der Amme des Dionysos
Rhea Ops Tochter der Gaia und des Uranos sowie die Gemahlin ihres Bruders Kronos
Dike Justitia Personifikation der Gerechtigkeit
Eris Discordia Göttin der Zwietracht und des Streites
Peitho Suada Göttin der erotischen Überredung

Literatur

  • Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Artemis-Verlag, Zürich 1981–1999, ISBN 3-7608-8751-1 (9 Bde.)
  • Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. 17. Aufl. Dtv, München 2003, ISBN 978-3-423-32508-0.
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. Anaconda Editorial, Köln 2008, ISBN 978-3-86647-211-2.
  • Mark P. O. Morford, Robert J. Lenardon, Michael Sham: Classical Mythology. Elfte Auflage. Oxford University Press, Oxford 2018, ISBN 9780190851644

Weblinks

Portal: Mythologie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Mythologie
Wikisource: Griechische und römische Mythologie – Quellen und Volltexte
  • Mythologie Lexikon (deutsch)
  • sehr ausführliches Onlineglossar (englisch)
  • Einführung in die antike Mythologie



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Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Klassische Mythologie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae

Noir24admin Mythologie 21. Juni 2026
Das Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae im Bücherregal.

Das Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC) ist ein umfassendes Nachschlagewerk zur antiken Mythologie unter dem Gesichtspunkt ihrer bildlichen Darstellung (Ikonografie). Behandelt werden neben der griechischen auch die römische und etruskische Mythologie einschließlich ihrer Erscheinungsformen in den von ihnen beeinflussten mediterranen Kulturen (periphera orientalis und periphera occidentalis).

Inhalt

Die Kenntnis der antiken Mythen allein aus der Literatur – Epos, Lyrik und Tragödie – bleibt lückenhaft. In vielen Fällen bietet aber die bildliche Überlieferung mit ihren verschiedenen Gattungen wie Skulptur, Vasenmalerei, Wandmalerei sowie das Kunsthandwerk zahlreiche ergänzende Informationen etwa zu Sagenversionen und zu Datierungen. Diese Werke setzen noch vor Homer in der Mykenischen Zeit ein und reichen, in manchen Zeiten in reicher Fülle, bis in die Spätantike. Diese Quellen werden im LIMC in teilweise sehr ausführlichen Artikeln zu Sagenfiguren wie Göttern, Heroen, Personifikationen und Motiven wie etwa dem Parisurteil behandelt. Alle Sagenbilder sind in motivischer Ordnung in den Tafelbänden reproduziert.

Publikation

Initiatorin und verantwortliche Herausgeberin des Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae war die Archäologin Lilly Kahil. Die Erarbeitung und Publikation des Lexikons wurde getragen von der Stiftung Fondation pour le Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae mit Sitz in Basel, bestehend aus Stiftungsrat, internationalem wissenschaftlichen Komitee und Redaktionskomitee. Die Erarbeitung des Gesamtwerkes erfolgte unter der Koordination einer Zentralredaktion in Basel mit Forschungsstellen in Frankreich am LIMC CNRS in Paris sowie in Deutschland an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Artikel des Lexikon Iconographicum Mythologiae Classicae stammen von Wissenschaftlern aus mehr als 40 Ländern. Der internationale Charakter zeigt sich auch darin, dass die Artikel in unterschiedlichen Sprachen erschienen, nämlich auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.

Die Stiftung wurde 2014 aufgelöst, das LIMC-Archiv wird von der Universität Basel weitergeführt. Eine Datenbank der einschlägigen Literatur, die nach Abschluss der jeweiligen Artikel erschienen ist, wurde in Heidelberg geführt.

Das Lexikon erschien von 1981 bis 1999 in neun Bänden im Artemis Verlag Zürich/München. Acht Bände umfassen die Artikel und Abbildungen, wobei sie jeweils in zwei Teilbände (einen Textband und einen Tafelband) gegliedert sind. Der neunte Band, der ebenfalls aus zwei Teilbänden besteht, beinhaltet die Indizes. 2009 erschien ein Ergänzungsband Supplementum 2009, wiederum in zwei Teilbänden.

Bibliographische Angaben

Fondation pour le Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (Hrsg.): Lexicon iconographicum mythologiae classicae (LIMC). Artemis & Winkler Verlag, Zürich/München 1981–1999, ISBN 3-7608-8751-1:

  • Band I: Aara – Aphlad (1981)
  • Band II: Aphrodisias – Athena (1984)
  • Band III: Atherion – Eros / Amor, Cupido (1986)
  • Band IV: Eros (in Etruria) – Herakles (1988)
  • Band V: Herakles – Kenchrias (1990)
  • Band VI: Kentauroi et Kentaurides – Oiax (1992)
  • Band VII: Oidipous – Theseus (1994)
  • Band VIII: Thespiades – Zodiacus et Supplementum (1997)
  • Indexband:
    1. Museen, Sammlungen, Orte (1999)
    2. Literarische und epigraphische Quellen zu nicht erhaltenen Werken. Mythologische Namen (1999)
  • Supplementum 2009 (Text- und Tafelband, Artemis Verlag, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-538-03520-1)

Weblinks

  • Das Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC) auf der Webseite des Departement Altertumswissenschaften der Universität Basel
  • Frei zugängliche Datenbanken des LIMC: Digital LIMC
  • Ergänzungsbibliographie zu den LIMC-Bänden I–VIII
  • LIMC-France: die Datenbanken LIMCicon (ikonographische Denkmäler), LIMCbiblio (Literaturnachträge), LIMCabrev (Abkürzungen)
  • Digitalisat Band I–VIII



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Familienroman (Psychoanalyse)

Noir24admin Mythologie 21. Juni 2026

Der Familienroman ist ein von Sigmund Freud und Otto Rank geprägter Terminus, der die Abwandlung der realen Familiengeschichte einschließlich der Wertschätzung realer kindlicher Bezugspersonen im Rahmen von Tagträumen oder Phantasmen bezeichnet. Dieser Wandel entspricht nach Auffassung von Freud unterschiedlichen kindlichen Wunschvorstellungen in verschiedenen Entwicklungsstadien und der dafür charakteristischen Wertschätzung der Beziehung zu den Eltern (vgl. Primärprozess und Sekundärprozess). Der Begriffsbestandteil „Roman“ bringt eine gewisse Abweichung von der Realität in ähnlicher Weise zum Ausdruck wie auch beim Konzept der Deckerinnerung. Der „Roman“ nimmt damit eine objektale Sichtweise ein. Er geht von der Annahme realer Bezugspersonen des Kindes bzw. des Jugendlichen und seiner realen Lebensgeschichte aus. Im Vergleich mit den vermeintlichen Bezugspersonen und der phantasierten Lebensgeschichte wird auf eine Beteiligung unbewusster Wunschvorstellungen geschlossen. Die „Romanhandlung“ gestaltet sich bisweilen so, dass die Eltern in diesen Phantasien durch sozial höherstehende Personen ersetzt werden, teilweise zeigt sich aber auch eine gegenteilige Tendenz der Zurücksetzung gegenüber diesen Bezugspersonen, indem diese abgewertet werden, ja sogar ihr Leben verlieren.[1] Der Sinn solcher Abwandlung besteht nach Freud darin, dass die ersten Kinderjahre von einer großartigen Überschätzung und Idealisierung der Eltern beherrscht sind. Dementsprechend bedeuten König und Königin in Traum und Märchen nach Freud auch immer nur die Eltern. Diese Einstellung der Überschätzung mache später während des Sekundärprozesses einer kritischeren Haltung Platz.[2]

Zur Entstehung des Begriffs

Otto Rank erhielt durch die Freuds Schrift Gelegenheit, psychoanalytische Thesen anhand von Mythologien zu bestätigen. Dies tat er vor allem durch die Dokumentation von Geburtsberichten bzw. durch Berichte über königliche oder göttliche Eltern und die spätere Aussetzung von Heldenfiguren. Dabei wurden die Geburt von Herakles, Paris, Ödipus, Romulus, Lohengrin, Sargon von Akkad, Moses, Kyros II. und Jesus miteinander verglichen. Durch das Einbeziehen von göttlichen bzw. von religiösen Themenbereichen werden entsprechende Fragestellungen über den Ursprung der Religion gefördert. Freuds Thesen beziehen sich auf die bereits in „Totem und Tabu“ dargelegten sozialpsychologischen Auffassungen.[3] In seiner späteren Schrift „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ greift Freud dieses Konzept wieder auf.[2]

Unterschiede der Geschlechterrollen

Die Unterschiede in den Geschlechterrollen werden bei Freud primär im Sinne einer biologisch orientierten Sozialforschung gedeutet. Kulturell bedingte Unterschiede erscheinen nur von sekundärer Bedeutung. So beschreibt Freud die Mutter als persona „certissima“. Sie erscheint als statistisch in der Elternrolle am meisten „gesicherte“ bzw. als am häufigsten bei der Pflege und Erziehung des Kinds präsente Person. Der Vater wird als „pater semper incertus“ betrachtet, d. h. als „immer nur sehr unsicher“ zu bestimmender Elternteil sowohl in biologischer als auch in rechtlicher und erzieherisch-faktischer Hinsicht.[1] Die hauptsächlich biologisch bedingte Elternrolle kommt auch in anderen Schriften Freuds zum Ausdruck.[4][5] Die ambivalente Wertschätzung der Eltern resultiert also nach Freud schon aus den gegensätzlichen biologischen Gegebenheiten. Eine Mutter kann ihre Schwangerschaft nicht so einfach verbergen. Hierbei erschwert paradoxerweise die dauerhafte reale Präsenz der Mutter u. U. gerade ihre Idealisierung. Die Abwesenheit des Vaters dagegen kann zu einer Idealisierung geradezu beitragen.

Rezeption

Ähnlich wie Otto Rank hat auch Carl Gustav Jung das Konzept des Familienromans für die Deutung mythologischer und mythennaher Erzählungen gewürdigt. Auch Eugen Drewermann ist als solcher Autor zu nennen. Er bezieht sich auf die Psychologie Jungs und seine Methode der Deutung auf der Subjektstufe, die sich von der Freudschen Arbeitsweise unterscheidet. Die Frage der Zentrierung mythologischer Darstellungen auf die tragende Figur der jeweiligen Erzählung, eines Märchens oder eines Mythus. Obwohl oft die Hauptfigur einer Erzählung festzustehen scheint, ist es meist nicht so einfach, sie herauszufinden. Die Vielzahl von Personen innerhalb der Handlung eines Märchens kann bedingt sein durch ein einziges Prinzip, das sich als Individuationsprinzip im Wechselspiel mit einander gegensätzlichen Kräften beschreiben lässt. So etwa das häufig in Mythen und Märchen wiederkehrende Versatzstück der Geschichte eines kranken Königs, der seine drei Söhne aussendet, um Heilung zu finden. Figuren wie „König“, „Vater“ und „Gott“ stehen hier nach Jung auch stellvertretend für das Bewusstsein, die Söhne für die Ichkräfte.[6]

Weblinks

  • textlog Freuds Schrift online

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Sigmund Freud: Der Familienroman der Neurotiker. (1909) in: Gesammelte Werke (aktuelle Ausgabe). Bd. VII, S. 225–231; ursprünglich (1909) in: Otto Rank: Der Mythus von der Geburt des Helden. Leipzig und Wien 1909, S. 64–68 (2. Aufl. 1922, S. 82–86)
  2. ↑ a b Sigmund Freud: Der Mann Moses und die monotheistische Religion. (1939) Philipp Reclam jun., Stuttgart 2010; ISBN 978-3-15-018721-0; S. 101*29; (Seitenangabe*Zeilenzahl)
  3. ↑ Elisabeth Roudinesco, & Michel Plon: Wörterbuch der Psychoanalyse. Namen, Länder, Werke, Begriffe. Springer, Heidelberg/New York 2004 (Originaltitel: Dictionnaire de la psychoanalyse (1997), übersetzt von Christoph Eissing-Christophersen), ISBN 3-211-83748-5; Wb.-Lemma: „Familienroman“, S. 230 f.; online
  4. ↑ Sigmund Freud: Einige psychische Folgen des anatomischen Geschlechtsunterschieds. (1925) GW Bd. 14, S. 19–30 online
  5. ↑ Sigmund Freud: Über die weibliche Sexualität. (1931) GW 14; S. 517–537 online
  6. ↑ Eugen Drewermann: Tiefenpsychologie und Exegese 1. Die Wahrheit der Formen. Traum, Mythos, Märchen, Sage und Legende. dtv Sachbuch 30376, München 1993, ISBN 3-423-30376-X, © Walter-Verlag, Olten 1984, ISBN 3-530-16852-1; zu den Stw. „Zentrierung“ und „Familienroman“: S. 213, 198, 200, 379, (393 f.)



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Encyclopedia Mythica

Noir24admin Mythologie 21. Juni 2026

Die Encyclopedia Mythica ist eine englischsprachige internetbasierte Enzyklopädie für Folklore, Mythologie und Religion. Sie umfasst die Mythologien der Welt und ist in sechs geographische Abschnitte aufgeteilt: Afrika, Amerika, Asien, Europa, dem Nahen Osten und Ozeanien. Sie wurde als eine Website mit etwa 300 Einträgen im Juni 1995 gegründet. Seit Januar 2013 bietet sie mehr als 7000 Artikel. Gründer und Herausgeber ist der Niederländer Micha F. Lindemans. Nach den Angaben auf der Website liefern weitere fünf Autoren Beiträge.

Weblinks

  • Website der Encyclopedia Mythica, (englisch; unsichere Verbindung beim Originallink)
  • Encyclopedia Mythica auf der Seite der Universität Regensburg
  • Encyclopedia Mythica auf der Seite der University of Washington, (englisch)



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Eurynome (Göttin)

Noir24admin Mythologie 21. Juni 2026

Eurynome (altgriechisch Εὐρυνόμη Eurynómē) war die Urgottheit der Pelasger, die sie als die „Große Göttin aller Dinge“ verehrten. Ihr Name bedeutet die „Universelle“, die „weithin Geltende“ bzw. die „in-die-Weite-Wandernde“.[1]

Als Protagonistin im pelasgischen Ursprungsmythos herrschte sie schon in vorgriechischer Zeit auf dem Olymp[2].

Mythos

Als erste Göttin in der Mythologie der Pelasger entsprang Eurynome nackt dem Ur-Chaos und trennte zuallererst den Himmel von den Wassern. Über das Urmeer tanzend schied sie das Licht von der Dunkelheit. Als sie ziellos über den Urozean wanderte, wurde Boreas, der Nordwind, auf sie aufmerksam und drängte sie, sich mit ihm zu vereinen. Sie rieb ihn zwischen ihren Händen, bis er sich zur Schlange Ophion verdichtete. Nachdem sie sich miteinander vergnügt hatten, nahm Eurynome die Gestalt einer Taube an und legte auf einer kleinen Insel das Weltenei. Im Schlaf zerbrach sie versehentlich die Schale und alles floss heraus: Erde, Sonne und Mond sowie die Planeten.[3][4] Auf diese Weise hatte Eurynome alle Dinge der Welt „geboren“.[5]

Nach dem Schöpfungsakt regierte sie das Meer,[6] bis sie – so die spätere, griechische Fortsetzung in Lykophrons Alexandra – von der Titanin Rhea besiegt und in den Tartaros gestürzt wurde.

Einzelnachweise

  1. ↑ artedea
  2. ↑ Timothy Gantz: Early Greek Myth. A Guide to Literary and Artistic Sources. Johns Hopkins University Press, Baltimor und London 1993, S. 54, zitiert nach Haarmann, Harald: Auf den Spuren der Indoeuropäer. Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frühen Hochkulturen. C.H. Beck, München 2016, S. 157.
  3. ↑ Harald Haarmann: Auf den Spuren der Indoeuropäer. Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frühen Hochkulturen. C.H. Beck, München 2016, S. 157.
  4. ↑ artedea
  5. ↑ Harald Haarmann: Auf den Spuren der Indoeuropäer. Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frühen Hochkulturen. C.H. Beck, München 2016, S. 157.
  6. ↑ artedea



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  1. Cimone und Efigenia
  2. Bild (Psychologie)
  3. Cambridge Ritualists
  4. Astralgottheit

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» Marlon & Zoe – Wenn die Dunkelheit Code schreibt und Legenden zum Leben erwachen. «


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