Mit Orenda wird in der ethnischen Religion der nordamerikanischen Irokesen eine alles durchdringende mythische Lebenskraft benannt, die Menschen, Tiere und deren Geister (Oyaron) – als allein beseelte Wesen – besitzen. Durch Orenda ist jedes Lebewesen mit allen Elementen verbunden; dennoch ist Orenda mal kleiner, mal größer, denn es erscheint auch als Fähigkeit der Lebewesen, die es mehr oder weniger „ausüben“. So ist das Orenda eines Medizinmannes, eines erfolgreichen Jägers oder eines Bären – mehr noch eines wütenden Bären oder eines Sturmes – besonders mächtig. Ein religiöser Spezialist hat großes Orenda, ein guter Jäger hat ein dem Orenda des Tieres überlegenes Orenda oder ein Sänger zeigt sein Orenda. Orenda kann von Menschen angesammelt werden wie materieller Reichtum. Es kann durch Träume, Visionen und Gebete vermehrt werden, um etwa Geisterbeschwörer oder Heiler zu werden. Die Übertragung geschieht in der Weise, dass der Mensch sein Orenda zeitweilig „niederlegt“, wenn er mit den Oyaron kommuniziert. Er versucht dadurch Mitleid bei den Geistern zu erzeugen, um von ihnen Orenda übertragen zu bekommen.[1]
Während das „Manitu“ der Algonkin sowohl die Geister als auch ihre Kräfte bezeichnet, steht Orenda nur für die spirituellen Kräfte. Zudem kann Manitu auch „von Natur aus“ in Pflanzen und unbelebten Gegenständen wohnen; Orenda hingegen kann nur von bestimmten Menschen darauf übertragen werden. Werden Teile von solchen Objekten, in denen Orenda mächtig gewirkt hat, ausgewählt und aufbewahrt, dienen sie als „Medizin“, in der die geheimnisvolle, transzendente Kraft wohnt und den Menschen beschützen kann.[2][1]
Menschen, Hexen- und Medizingeister, Tiere und ihre Geister haben eine physische und eine geistige Essenz; das gibt ihnen einen freien Willen und macht sie unberechenbar. Sonne, Mond, Erde, Sterne, Wind und Pflanzen haben demgegenüber nur eine physische Essenz und der Schöpfer hat nur eine geistige Essenz, die sich in einem freien Willen ausdrückt, der nur Gutes tun kann.[1]
Orenda – „das große Geheimnis der Irokesen“ – ist in der Kosmologie dieser Menschen die Kraft, die das Gleichgewicht zwischen den polaren Gegensätzen des Universums erhält. Ist die Balance gestört, ist das möglicherweise die Ursache für eine Krankheit.[3]
Im heutigen Panindianismus wird der Begriff häufig mit „Großer Geist“ übersetzt und synonym mit ähnlichen Konzepten anderer Stämme als Schöpfergott im Sinne des christlichen Gottes mit „indianischer Prägung“ verwendet. Diese Wandlung ist bereits historisch bezeugt und geht wahrscheinlich auf den Einfluss der Mission zurück.[4]
Einzelnachweise
↑ abcChristian F. Feest: Beseelte Welten – Die Religionen der Indianer Nordamerikas. In: Kleine Bibliothek der Religionen, Bd. 9, Herder, Freiburg / Basel / Wien 1998, ISBN 3-451-23849-7. S. 77–79.
↑Konrad Theodor Preuss: Die Eingeborenen Amerikas. Band 2 der religionswissenschaftlichen Lesebücher von Alfred Bertholet (Hrsg.), Auflage, Mohr/Siebeck, Tübingen 1926. S. 33–35.
↑Heide Göttner-Abendroth: Gesellschaft in Balance. Gender, Gleichheit, Konsens, Kultur in matrilinearen, matrifokalen, matriarchalen Gesellschaften. Dokumentation des 1. Weltkongresses für Matriarchatsforschung 2003 in Luxemburg. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018603-5. S. 269–270.
↑Wolfgang Lindig, Mark Münzel: Die Indianer. Kulturen und Geschichte der Indianer Nord-, Mittel- und Südamerikas. dtv, München 1978, ISBN 3-423-04317-X. S. 103.
Religiöses Symbol des Volkes der Zhuang. Es ist ein Abbild des Gottes Bu Luotuo.
Der Moismus (Mo) (chinesisch 摩教, Pinyin Mó jiào), gelegentlich Zhuang-Shigongismus (chinesisch 壮族师公教, Pinyin Zhuàngzú shīgōng jiào) genannt, ist die Mehrheitsreligion der Zhuang, der größten ethnischen Minderheit in China. Sie ist in Guangxi sehr präsent. Es gibt nicht nur einen höchsten Gott, den Schöpfer Bu Luotuo (布洛陀),[1] Auch mehrere andere Gottheiten werden verehrt. Sie beruht auf einer Theorie der drei Elemente (Himmel, Erde und Wasser).[1] Mo ist animistisch und glaubt, dass Geister in allem vorhanden sind.[2]
Mo entwickelte sich aus dem prähistorischen Glauben des Zhuang-Volkes;[2] hat Ähnlichkeiten mit der Chinesischen Volksreligion,[3] Sie haben Lehren entwickelt, die mit dem Buddhismus und dem Daoismus verwandt sind, nachdem sich diese Religionen in der Zhuang-Kultur vereinigt hatten.[4][5] Die chinesische Kulturrevolution schwächte Mo,[2] dennoch hat die Religion seit den 1980er Jahren ein Wiederaufleben erlebt.[6][7] Mo variiert von Region zu Region.[2]
Überzeugungen
Mo beruht auf einer Theorie der drei Elemente (Himmel, Erde und Wasser).[1] Die Religion ist animistisch und glaubt, dass Geister allgegenwärtig sind.[2] Die Geister gelten als unsterblich.[2] Mo zeigt Totemismus und Fruchtbarkeitskult.[2]
Gottheiten
In den Mo gilt Bu Luotuo Luotuo als oberster Gott und Schöpfer und als Gründer der Mo-Religion.[1]
Mutter Blume, Me Hoa, gilt als die Schöpferin der Menschheit, da sie die Frau von Bu Luotuo ist. Als Göttin der Fortpflanzung herrscht sie über einen großen Garten mit goldenen (Mädchen) und silbernen Blumen (Jungen). Diejenigen, die sich mit gutem Sinn und guten Gefühlen verhalten, werden mit guten Blumen (guten Kindern) beschenkt, während diejenigen, die sich schlecht verhalten, schlechte Blumen erhalten. Familien haben Altäre für sie.[2]
Weitere Götter sind Tudigong, der als Beschützer der Dörfer gilt, She Shen, der Schutzgeist der Dörfer, der Shan Shen ("Gott der Berge") und der Drachenkönig.[8] Reis wird als wichtig angesehen, daher gibt es einen Gott der Felder und einen weiteren Gott, der für Reis zuständig ist.[2]
Kosmologie
In Mo glaubt man, dass Geister allgegenwärtig sind und dass sogar unbelebte Gegenstände wie Wasser eine Seele haben. Zu den Mo-Geistern gehören Gottheiten und Ahnen, aber auch Dämonen.
Mo sagt, dass die Menschen nach dem Tod drei Seelen haben: eine geht in den Himmel, die andere auf den Friedhof und die dritte kehrt zur Familie des Verstorbenen zurück. Die Seelen der Toten gehen in andere Welten, können aber den Lebenden weiterhin beistehen.[8] Nach der Mo-Religion können Menschen, die durch Gewalt gestorben sind, zu bösen Geistern werden.[8]
Feste
Die Anhänger von Mo feiern die folgenden Feste chinesischen Ursprungs: das Frühlingsfest, das Qingming-Fest, das Duanwu-Fest, das Mondfest und das Dongzhi-Fest.[2] Festgelegte Rituale werden bei traditionellen, im Jahreskalender vorgeschriebenen Festen durchgeführt.
Sanyuesan ist ein Fest, das am 3. Tag des 3. Monats des Mondkalenders gefeiert wird und als ebenso wichtig gilt wie Qingming.[2] Am selben Tag, bevor das Fest stattfindet, werden den Ahnen Opfer dargebracht.[2]
Kühe werden als heilig angesehen. Das Fest der Seele der Kuh wird am achten Tag des vierten Mondmonats gefeiert, dem Tag, an dem die Mo-Anhänger glauben, dass die Kuhkönigin geboren wurde.[2] An diesem Tag gehen die Gläubigen zu ihren Ställen und lassen die Kühe frei.[2]
Das Froschfest wird im ersten Mondmonat gefeiert, wenn die Menschen um Regen und eine gute Ernte beten.[2]
Das Geisterfest dauert mehrere Tage und wird in dem Glauben gefeiert, dass die Verstorbenen als Geister oder andere paranormale Formen Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen können.[2] Die Familien reinigen ihre Häuser sorgfältig und treffen andere Vorbereitungen; dann sind Geister willkommen.[2] Zum Schluss verabschieden sich die Familien von den Geistern und verbrennen Gegenstände, damit sie im kommenden Leben gut aufgehoben sind.[2]
Literatur
He Qimin. "Self-understanding and Awareness of the Moment: Some Thoughts on the Position of Zhuang's Baeuqlugdoz Culture in Chinese Society." Study of Ethnics in Guangxi, 2011-03.
He Zhengting. "Discussion on Culture of Zhuang's Mo Religion." Study of Ethnics in Guangxi, 2005-03.
Huang Guiqiu. "The Protection of Buluotuo Culture and the Building of Harmonious Society for Zhuang Nationality." Guihai Tribune, 2006-05.
Liao Yuling. "On Formation Conditions and Development Trend of Folk Beliefs in Modern Guangxi." Journal of Baise University, 2008-01.
Mo Youzheng. "Exploration on Confucianism in the Scriptures of the Zhuang Shigong Religion." Journal of Nanning Teachers College, 2009-01a.
Mo Youzheng. "On the Deities' Relationships in the Shigong Religion of Zhuang Nationality." Journal of Guangxi Teachers Education University, 2011-02.
Mo Youzheng. "On the Value of the Scriptures of the Zhuang's Shigong Religion." Journal of Guangxi Teachers Education University, 2010-02.
Mo Youzheng. "Thoughts about the Ceremony of Releasing Souls from Purgatory of the Zhuangs' Shigong Religion and Its Culture." Journal of Hechi University, 2009-01b.
Qin Cong. "Achievement, Unique Value and Trend of Research on Folk Beliefs of Zhuang Nationality." Study of Ethnics in Guangxi, 2011-01.
Qin Yanjia. "The Study of Shigong Religion in the Center of Guangxi under the Micro Perspective and Latitude Dimensions." Study of Ethnics in Guangxi, 2010-04.
Qing Minlu. "An In-depth Study of Buluotuo Culture and Customs from the Perspective of Cultural Inheritance." Sports Research and Education, 2012-02.
Yang Shuzhe. "An Analysis of the Methods Employed by Shigongs Among the Zhuangs Living Along the Hongshui River Valley to Communicate With the Spiritual Beings." Journal of Guangxi Normal University, 2004-04.
Yang Shuzhe. "On the Implements Used in the Ritual of Zhuang's Shigong Folk-religion and their Deification." Journal of Guangxi Teachers College, 2001-03.
Yang Shuzhe. "Shigong Religion, the Zhuang People's Folk Belief." Journal of the Central University For Nationalities, 2001-04.
Yang Shuzhe. "The Basic Tenets and Doctrines of Shigong Religion." Journal of Guangxi Normal University, 2002-04.
Ansammlung schamanischer Symbole in Chingeltei bei Ulaanbaatar (2007)Der Obo – hier in der Inneren Mongolei – ist immer noch ein wichtiges Symbol im Volksglauben (2016)Tempel des Sülde Tengri in Uxin-Banner, Innere Mongolei (2010)
Der Mongolische Schamanismus ist eine traditionelle ethnische Religion in der Mongolei. Oft wird auch die Bezeichnung Mongolische Volksreligion oder Gelber Schamanismus benutzt. Es gibt Einflüsse durch den klassischen Schamanismus aus Sibirien. Diese Einflüsse wurden durch die nomadische Lebensweise der Mongolen und die damit verbundenen Kontakte zu anderen Volksstämmen begünstigt. Die traditionelle Religion war mit der Gesellschaft in der Mongolei eng verknüpft. Nach der Theorie von Julie Steward (1963–2006) besteht außerdem eine unmittelbare Beziehung zum Tengrismus.
Merkmale
Der mongolische Schamanismus konzentriert sich auf die Verehrung von vielen verschiedenen Göttern („tngris“). Der am meisten verehrte Gott ist neben anderen „Tenger“ (Himmel; Gott des Himmels) und wird auch manchmal als „munkh khukh tengri“ bezeichnet, was „ewig blauer Himmel“ bedeutet.
Ein komplexes System aus Medizin, Naturverehrung, Götterverehrung und Ahnenkult zeichnen die mongolische Volksreligion aus. Zur Kommunikation mit den Göttern und der Geisterwelt wurden Schamanen beauftragt. Doch wie im tibetischen Bön konnten auch einfache Menschen mit Geistern oder Göttern in Kontakt treten.[1]
Tngri, Tengri oder Tegri ist die Bezeichnung für die „Götter“ oder höchsten geistigen Wesen. Wie viele von diesen Wesen es gibt, wird verschieden interpretiert. Einigen Autoren zufolge gibt es ein hierarchisches System mit über 100 Wesen, an deren Spitze der Qormusta Tengri steht. Der Ursprung des Namens Qormusta wird teilweise in dem iranischen Ahura Mazda gesehen.[2] Gemäß den alten mongolischen Überlieferungen ist Dschingis Khan eine, wenn nicht sogar die Verkörperung des höchsten Tengri.[3]
Klaus Hesse beschreibt ein komplexes spirituelles System aus 99 höchsten mythischen Wesen und vielen anderen Geistern. Dazu kommen mächtige oder wichtige Ahnen verschiedener Clans und Naturgeister. Des Weiteren gibt es Familienschutzgeister die über nahestehende Familienmitglieder wachen und diese bei Not unterstützten oder ihnen Ratschläge geben.[4]
Weitere Informationen
Julie Steward (Ihre Mutter stammte aus der Mongolei, ihr Vater war Deutscher und sie wurde in den USA geboren) hat ihre eigene Version des mongolischen Schamanismus entwickelt, der nach ihrer eigenen Interpretation mit dem Tengrismus verbunden war. Zudem versuchte sie die „alte Religion“ wiederzubeleben und – den allgemeinen Trend zur Esoterik nutzend – Anhänger dafür zu gewinnen.[5]
Durch das Christentum und den Buddhismus wurde der Schamanismus bekämpft und unterdrückt. Im Laufe der Zeit bildete sich eine eigene religiöse Strömung heraus, die sowohl Elemente des Schamanismus als auch des Buddhismus enthielt. So entstanden die Begriffe des Gelben Schamanismus und des Schwarzen Schamanismus, wobei der letzte als die nicht vom Buddhismus beeinflusste Richtung gilt.[6]
Literatur
Walther Heissig, Giuseppe Tucci: Die Religionen Tibets und der Mongolei (= Die Religionen der Menschheit. Band 20). Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1970, DNB 457921137.
Klaus Hesse: On the History of Mongolian Shamanism in Anthropological Perspective. In: Anthropos. Band 82, Nummer 4–6, 1987, S. 403–413 (englisch).
↑Klaus Hesse: A Note on the Transformation of White, Black and Yellow Shamanism in the History of the Mongols. In: Studies in History. Band2, Nr.1, Februar 1986, ISSN 0257-6430, S.17–30, doi:10.1177/025764308600200102.
↑Julian Baldick: Animal and Shaman: Ancient Religions of Central Asia. I. B. Tauris 2012, Seite 106
↑John Man: Genghis Khan: Life, Death and Resurrection. Bantam Press, London 2004. ISBN 978-0-553-81498-9, S. 402–404
↑Klaus Hesse: On the History of Mongolian Shamanism in Anthropological Perspective. In: Anthropos. Band82, Nr.4/6, 1987, S.403–413, JSTOR:40463470.
↑Ippei Shimamura: Yellow Shamans (Mongolia). In Walter, Mariko Namba; Neumann Fridman, Eva Jane. Shamanism: An Encyclopedia of World Beliefs, Practices, and Culture. 2004, 1. ABC-CLIO. S. 649–651. ISBN 978-1-57607-645-3.
↑Carole Pegg: Mongolian Music, Dance, & Oral Narrative: Performing Diverse Identities. University of Washington Press, 2001, ISBN 978-0-295-98112-3 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Die Mandschu-Schamanismus ist die ethnische Religion des größten Teils des Mandschu-Volkes, des größten der Tungusischen Völker, in China und die traditionelle Mandschu-Religion, das Wort Schamane stammt aus dem Tungusischen šamán („Mann des Wissens“),[1] die später von vielen westlichen Menschen auf ähnliche religiöse Praktiken in anderen Kulturen angewandt wurden.[2] Es handelt sich um ein Pantheon mit dem Glauben an einen universellen Gott namens Apka Enduri („Gott des Himmels“) als allgegenwärtige Quelle allen Lebens und aller Schöpfung.[3] Die Gottheiten (enduri) beschwören jeden Aspekt der Natur herauf, und die Verehrung dieser Götter soll dem Gläubigen Glück, Gesundheit und Wohlstand bescheren.[4] Viele der Gottheiten waren zunächst die Vorfahren der ursprünglichen Mandschus, da die Menschen mit demselben Nachnamen von demselben Gott gezeugt worden sein sollen.[5]
Religiöse Riten
Die traditionellen religiösen Riten der Mandschu wurden vom Kaiser Qianlong (1736–96) im Mandschu-Opferritual für die Götter und den Himmel (Manjusai wecere metere kooli bithe) standardisiert, einem Handbuch, das 1747 in der
Mandschurischen Sprache und 1780 in Chinesisch (Manzhou jishen jitian dianli) veröffentlicht wurde.[5][6] Mit der Eroberung der kaiserlichen Macht in China (Qing-Dynastie) durch die Mandschus übernahmen sie allmählich die chinesische Sprache und wurden in die Traditionelle Han-Religion assimiliert. Die traditionelle Mandschu-Religion bleibt jedoch für das Mandschu-Volk ein Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Gesamtheit der Religionen in China.
Tempel und Gottheiten
Die Gottesdienste der Mandschu wurden ursprünglich an Schreinen gefeiert, die „tangse“ (chinesisch: 堂子 „tángzi“, „Halle“; oder 谒庙 „yèmiào“, „Besuchstempel“) genannt wurden.[7] aber spätestens 1673 wurden alle „tangse“ der Gemeinschaft mit Ausnahme des kaiserlichen Kultgebäudes verboten. Die Häuser führten ihre Rituale weiterhin an privaten Altären durch, die „weceku“ genannt wurden.[8]
Die Volkskulte nahmen nach und nach chinesische Gottheiten in das tungusische Pantheon auf. Guwan mafa (关帝 Guāndì, Divus Guan), dessen kriegerischer Charakter bei den Mandschu besonders war, wurde zu einer ihrer beliebtesten Gottheiten. Ein weiterer populärer Kult war der der Göttin (娘娘 Niángniáng).[9]
Das Wort manito in Cree-Silbenschrift (sowohl auf Cree als auch auf Ojibwe)Kitchi-Manitu in Cree-Silbenschrift: Kicemanito (Neues Testament auf Cree 1876), Kisemanitô (Bibel auf Cree 1862), Kisemanitow (Neues Testament auf Cree 1908), Kishemanito (Neues Testament auf Ojibwe 1988), Chisamanitu (Neues Testament auf Naskapi 2007)
Manitu, Manito, Manitou oder Manit ist in den Algonkin-Sprachen Nordamerikas ein zentraler Begriff aus der traditionellen Religion der algonkinsprachigen Indianer. Sinngemäß bedeutet Manitu das Allumfassende Geheimnis bzw. die Große Kraft, die in allen Wesen, Dingen, Tätigkeiten und Erscheinungen enthalten ist. Wenn eine Wolke oder ein Gebrauchsgegenstand als Manitu bezeichnet wird, so deshalb, weil der Geist (vorübergehend) diese Form angenommen hat oder in ihr wohnt (siehe auch: Animismus). Viele Aufzeichnungen belegen, dass diese Vorstellung immer dann assoziiert wurde, wenn alltägliche Dinge über herausragende oder ungewöhnliche Eigenschaften verfügten. Bei vielen Gruppen wurde der Begriff sowohl im Singular – für die „eine, höchste Macht“ – als auch im Plural – für die übernatürlichen, persönlich gedachten „Eigner“ von Wesen oder Gegenständen – verwendet.[1]
Die übergeordnete „Summe aller Kräfte“ wird als Kitchi Manitu bezeichnet. Dies wird zumeist als eine pantheistisch den gesamten Kosmos durchdringende – nicht persönliche, „körperlich wahrnehmbare“ – Hochgottheit oder „Weltseele“ vorgestellt.[2]
Ursprünglich bezeichnet (Kitchi) Manitu also weder eine „bewusstlose“ naturgesetzliche Macht noch einen persönlich gedachten, anthropomorphen Gott.[3] Die schnelle Adaption des christlichen Gottes macht es jedoch wahrscheinlich, dass das Manitu-Konzept durchaus ursprünglich auch als „höchstes Wesen“ angesehen wurde. Bei den nördlichen Algonkin gab es etwa den Ausdruck „Herr des Lebens“. Der deutsche Ethnologe Werner Müller geht davon aus, dass Manitu vormals sowohl höchstes Wesen als auch Summe alles Übernatürlichen gewesen sei. Im heutigen Panindianismus wird der Begriff häufig mit „Großer Geist“ übersetzt und synonym mit ähnlichen Konzepten anderer Stämme als Schöpfergott im Sinne des christlichen Gottes mit „indianischer Prägung“ verwendet.[1]
Missionare – insbesondere bei den Cree und Anishinabe – setzten Kitchi Manitu jedoch in der Regel mit der christlichen Gottesvorstellung gleich, belegten so den Begriff neu und verbreiteten diese vom ursprünglichen Konzept abweichende Vorstellung auch im englisch- und französischsprachigen Raum. Die Unterscheidung der Begriffe Kitchi Manitu (Großer Manitu), Mino Manitu (Guter Manitu, der christliche Gott) und Matchi Manitu (Böser Manitu, der Teufel) bezeugt jedoch, dass die Gottesvorstellungen der Algonkin und der Christen früher unterschiedlich waren.[1]
Die zum Teil voneinander abweichenden Beschreibungen in ethnographischen Texten beruhen auf Fehlinterpretationen (vor allem bei Missionaren) und Übersetzungsfehlern, aber auch auf durchaus unterschiedlichen Vorstellungen bei den weit verstreuten Algonkin-Stämmen.[1]
Wortstamm in den Algonkin-Sprachen
Es heißt auf Massachusett manit,[4] Narragansett manìt,[5]Pequot-Moheganmanto,[6] Mi’kmaq mntu[7] (heute negativ besetzt, s. u.), Cree manito oder manitow[8] und Ojibwe manidoo,[9] jeweils mit der Bedeutung „Gott“ oder auch „Geist“. In der Unami-Sprache der Lenni Lenape heißen die zahlreichen nicht-menschlichen Geister manëtu[10] (ältere Schreibweise Manétto;[11] Mehrzahl manëtuwak)[12][13][14] und auf Shawneemanito.[15] Auf Cheyenne heißt „Gott“ oder „All-Vater“ dagegen Maheo[16][17] und „Geist“ màtasooma.[18]
Im Sinne von „Großer Geist“, „Großer Gott“ (Cree kihci-manito, Ojibwe gichi-manidoo) wird das Wort mit gichi (Ojibwe)[19] bzw. kisci oder kihci (Cree)[20] „groß“ kombiniert. Semantisch entsprechende Bildungen auf Cheyenne sind Maxemaheo und Maxemàtasooma.[16][17] In der Unami-Sprache der Lenape ist der Name des „Großen Geistes“ aus drei Wörtern kontrahiert zu Kètanëtuwit, aus ket- „groß“, manëtu „Geist“ und -wi-t „seiend“.[21][22]
Die Shawnee kennen dagegen keinen entsprechenden „großen Geist“, sondern verehren „Unsere Großmutter“ Kohkumthena oder Kuhkoomtheyna, eine weibliche Schöpfergottheit, die durch die Geister (manitowak, Einzahl manito) mit den Menschen kommuniziert.[15] Es gibt aber einen „guten Geist“ Wishemenetoo.[23]
Ortsnamen
Der Name der kanadischen Provinz Manitoba und der gleichnamige See haben ihren Ursprung im Namen Manitoowapaaw („Straße des Manitu“, „Kanal des Manitu“) in der Sprache der Cree.[24] Der Name der Insel Manitoulin geht auf den Ojibwe-Namen Manitoowaalink („im Schlupfwinkel des Manitu“)[25] zurück, wobei die Insel heute auf Ojibwe Manidoo-minis oder Manidoo-minising („Insel der Geister“, „Insel des Manitu“) heißt.[26]
Entsprechung bei den Dakota
Bei den Dakota und Lakota, deren Sioux-Sprachen nicht mit dem Algonkin verwandt sind, gibt es ähnliche Vorstellungen von einem Großen Geist, der in der Dakota-[27] und der Lakota-Sprache Wakan Tanka heißt. Zu beachten ist die beim Lakota gegenüber dem Algonkin umgekehrte Reihenfolge von Substantiv und Adjektiv: wakan heißt „Geist“ oder „geheimnisvoll“ und tanka „groß“.[28]
Entsprechung bei den Irokesen
Die Irokesen und Huronen bezeichnen eine ähnliche mythische Wirkmacht in allen Lebewesen und Dingen als Orenda.[29]
Manitu bei den Algonkin
Sie erachten Manitu weder als positiv noch als negativ. Manitus können in Träumen erscheinen und speziellen Schutz, spezielle Kräfte oder Fähigkeiten verleihen. Kranke Algonkin-Indianer baten Manitu um Hilfe. Laut Paul Radin und I. Hallowell handelt es sich um eine immer personenbezogene Kraft, die belebten oder unbelebten Wesen durch Personen (die sowohl menschlich als auch nicht menschlich sein können) auferlegt wurde. Dabei kann es sich um die Person oder einen Teil der Person selbst handeln, die eine andere Gestalt angenommen hat, oder einen Teil der Kraft dieser Person.[30] Ähnlich dem Hinduismus verstand sich Manitu nicht als „Obergott“, sondern war die Flora und Fauna selbst, während ein Krieger seinen eigenen Manitu-Schutzgeist erhielt und auch andere Naturgewalten verehren durfte.[31][32][33]
Gichi-Manidoo / Kitchi-Manitu und die christliche Gottesvorstellung
In den Bibelübersetzungen ist der Name Gottes auf Cree Kice-Manito: Hier der Beginn des Johannesevangeliums (Joh 1,1-6 EU), Gott (Kice-Manito) ist gelb hervorgehoben.
Gichi-Manidoo bzw. Kitchi-Manitu bezeichnet bei den Cree, Ojibwe, Algonkin (im engeren Sinne), Odawa, Potawatomi, Naskapi und Innu (Montagnais) das höchste spirituelle Wesen, das über sämtlichen übrigen Geistwesen stand. Dies wurde bereits im 17. Jahrhundert von christlichen Missionaren benutzt, um die Vorstellung ihres Gottes zu erklären und weiter zu verbreiten. Mit dieser Erklärung konnten sie bei vielen Stämmen Erfolge verzeichnen. In den Bibelübersetzungen und Katechismen – seien sie nun katholisch oder von einer der zahlreichen protestantischen Kirchen – ist Kicemanito (Neues Testament 1876),[34]Kisemanitô (Bibel 1862),[35]Kisemanitow (Neues Testament 1904)[36] auf Cree und Kishemanito (Neues Testament 1856[37] und Neues Testament 1988),[38]Kesha-Muhnedoo (Neues Testament 1854)[39] oder Gesha-Muhnedoo (Neues Testament 1937)[40] auf Ojibwe, Kije Manido (Neues Testament 1998)[41] auf Algonkin, Kshe'mune'to (Matthäusevangelium 1844)[42] auf Potawatomi, tshishe Manitu (katholischer Katechismus 1767)[43] auf Innu (Montagnais) und Chisamanitu (Neues Testament 2007)[44] auf Naskapi die Bezeichnung für Gott.
1663 hatte John Eliot in seiner Bibel in der Massachusett-Sprache[45] noch fast durchgehend das englische Wort God[46] und nur ausnahmsweise das Algonkin-Wort Manit verwendet, so etwa zweimal im ersten Vers des Johannesevangeliums,[47] im zweiten Vers jedoch wieder God. Johannes Campanius verwendete dagegen in seiner Übersetzung des Kleinen Katechismus von Martin Luther in die von ihm so genannte „amerikanisch-virginische Sprache“ in Neuschweden (erschienen posthum 1696), bei der es sich um Delaware-Pidgin handelte,[48] konsequent den Gottesnamen Manétto.[49] Der Herrnhuter Missionar David Zeisberger nennt Gott auf Delawarisch wiederum in seiner 1806 fertiggestellten, aber erst 1821 posthum erschienenen Lenape/Munsee-Übersetzung der „Geschichte Jesu Christi“ – einer Zusammenfassung aller vier Evangelien von Samuel Lieberkühn – Getanittowit[50] („Großer Geist“, moderne Schreibung Kètanëtuwit – die etymologische und semantische Entsprechung von Kitchi-Manitu –, in einer Neubearbeitung des Werks durch den baptistischen Pastor I. D. Blanchard von 1839 Kejrlumwrt).[51] Daneben wird Gott von den Herrnhutern auf Delawarisch auch Patamawos (von pataman „[an]beten“)[52] genannt, so in Abraham Luckenbachs Auszügen aus dem Alten Testament.[53] Auch in den spärlichen Texten der Mohegan wird Manto als christlicher Gottesname verwendet – so in den Tagebüchern der letzten Pequot-Mohegan-Muttersprachlerin Fidelia Fielding Ende des 19. Jahrhunderts –, während Gladys Tantaquidgeon Káwtántowit (vgl. Getanittowit) als Schöpfer und Manto als „unseren Besitzer“ nennt.[54]
Bei den Übersetzungen des Neuen Testaments (und Teilen des Alten Testaments) in andere Algonkin-Sprachen – komplette Bibelübersetzungen gibt es dort (noch) nicht – hat es keine Verwendung des Begriffs Manitu gegeben, jedoch sind andere Algonkin-Begriffe auf das christliche Gotteskonzept übertragen worden, so auf Shawnee Tapalamalikwa,[55][56] auf Muhheconnuk (Muh-he-con-neok = Mahican, Stockbridge, nicht Mohegan)[57]Pohtomnowwaus[58][59] („zu dem/der wir beten“, entsprechend dem delawarischen Patamawos),[60] auf Mi’kmaq Nikscąm,[61]Nĭkskam[62] bzw. Niskam[63] (traditionell „Geist“, vgl. Kji-Niskam „Großer Geist“)[64] und dementsprechend auf Malecite-Passamaquoddy (Maliseet) Nukskam,[65] auf Abenaki Kchi Niwaskw[66] oder ktchi-Niwaskw („Großer Geist“),[67] auf Cheyenne Maheo[68] bzw. Ma'heo'o (All-Vater),[69] auf Arapaho Hejavaneauthau[70] und auf Blackfoot Ap'isto-tok-iu-a.[71]
Matchi-Manitu (Teufel) in Cree-Silbenschrift: Macemanito (Neues Testament auf Cree 1876), Macemanitô (Bibel auf Cree 1862), Michiminitu (Neues Testament auf Naskapi 2007)
Mntu als Teufel bei den Mi’kmaq
Bei den Mi’kmaq übertrugen katholische Missionare die Bedeutung des Algonkin-Wortes für „Geist“ mntu (Wortgleichung von Manitu) auf den Teufel,[72] und in diesem Sinne findet man es in der Form mundo auch in einer Übersetzung des Johannesevangeliums von 1854 durch die protestantische Micmac Missionary Society[73] und als mǔndoo in Silas Rands Übersetzung des Matthäusevangeliums 1871.[74] Dies wird als ein erhebliches Hindernis für eine Wiederbelebung der Mi’kmaq-Kultur gesehen, da Gläubige, darunter Stammesälteste, fürchten, durch Anbetung des Teufels mntu in die Hölle zu kommen und deshalb eine Rückbesinnung auf alte Werte der Indigenen ablehnen.[72]
Maji-Manidoo / Maci-Manito
Der Ausdruck „Böser Geist“, auf Cree macimanito[75] und Ojibwe maji-manidoo,[76] eine Kombination des Wortes manito mit maci bzw. maji „böse“, bezeichnet in vielen Bibelübersetzungen den Teufel. So heißt der Teufel Macemanito (Neues Testament 1876)[34] oder Macemanitô (Bibel 1862)[35] auf Cree, Mvjimanito (Neues Testament 1856)[37] auf Ojibwe und Michiminitu (Neues Testament 2007)[44] auf Naskapi, außerdem Miceminato auf Shawnee[55] sowie in den kontrahierten Formen Mattannit auf Massachusett (Bibel 1663)[77] und Machtando auf Lenape/Munsee („Geschichte Jesu“ 1821,[78][79] moderne Schreibung auf Unami mahtan'tu,[80] kontrahiert aus machti-manitto).[81]
Adaptation in der englisch- und deutschsprachigen Literatur
Jesse Edgar Middleton verwendete den Ausdruck Gitchi Manitou für Gott 1926 in seiner englischen Version des kanadischen Weihnachtslieds Jesous Ahatonhia (Jesus, he is born), das bereits im 17. Jahrhundert von dem Jesuitenmissionar Jean de Brébeuf in der huronischen Sprache der Wyandot verfasst wurde. Im huronischen Original tritt das Wort allerdings nicht auf, denn das Wyandot gehört nicht zu den Algonkin-Sprachen, sondern zu den Irokesischen Sprachen. Der englische Text weicht inhaltlich und in seinen Bildern von der Weihnachtsgeschichte, der huronischen Vorlage und den religiösen Vorstellungen der Wyandot ab.[82]
Im populären Indianerbild im deutschen Sprachraum wird, insbesondere aufgrund des vielfältigen Gebrauchs in den Romanen Karl Mays, unter „Manitu“ oft fälschlich eine zentrale Gottheit der Indianer Nordamerikas angenommen; tatsächlich waren viele Zuschreibungen Mays dem christlichen Gott entlehnt. Die Mescalero-Apachen, deren fiktiver Häuptling Winnetou der Hauptheld ist, stehen bei Karl May im Fokus. Tatsächlich gibt es aber in der Religion der Apachen keinen dem Gichi-Manidoo bzw. Manito der Algonkin entsprechenden „Großen Geist“. Hauptgottheit ist vielmehr der „Schöpfer aller Dinge“ und „Lebensgeber“ bzw. genauer – da weder männlich noch weiblich – das „alles Erschaffende, Leben Gebende“, Ussen, Usen, Yus'n oder Ysun, bei den Mescalero Yusn,[83] der im Gegensatz zu darunter stehenden Gottheiten wie den Berggeistern Ga'n, Gan oder Gah'e kaum angebetet wurde.[84] Das Thema wird auch in einem Bericht über die heutigen Mescalero-Apachen in der „ZEIT“ aufgegriffen, wo der interviewte Medizinmann sagt (allerdings von der Benennung her abweichend): „Manitou? Unser Schöpfer heißt Bik’egu’in Dán. In eurer Sprache: Der uns Leben schenkt.“[85]Bik’ehgo’ihi’nań ist auch der Name für Gott, der in der West-Apache-Übersetzung des Neuen Testaments verwendet wird.[86]
Einzelnachweise
↑ abcdChristian F. Feest: Beseelte Welten – Die Religionen der Indianer Nordamerikas. In: Kleine Bibliothek der Religionen, Bd. 9, Herder, Freiburg / Basel / Wien 1998, ISBN 3-451-23849-7. S. 74–77.
↑Nils Olav Breivik: Høygud og Kulturbringer. Til Werner Müllers förståelse av de sentrale skogsindianeres religioner. In: Religionsvidenskabeligt Tidsskrift. Nr. 12, 1988, S. 3–24, insbesondere 5–6.
↑Thomas Schweer: Stichwort Naturreligionen. Heyne, München 1995, ISBN 3-453-08181-1. S. 56.
↑John Eliot: The Indian grammar begun: or, An essay to bring the Indian language into rules, for the help of such as desire to learn the same, for the furtherance of the Gospel among them. Cambridge (Massachusetts) 1666: Manit, God. (pl.:) Manittòg, S. 9.
↑Roger Williams: A Key into the Language of America: or, An help to the Language of the Natives in that part of America, called New-England. Gregory Dexter, London 1643: manìt, manittówock - God, gods, S. 114.
↑Nehiyaw Masinahikan / Online Cree Dictionary: Manito ᒪᓂᑐ N The Creator, God. (MD); manito ᒪᓂᑐ NA Sacred power or God; the basic mysterious quality in the universe. (Northern). Alt. manitow (Plains). (AE); manito ᒪᓂᑐ NA God The great positive good force in the universe (abbreviation) (EC); manitow ᒪᓂᑐᐤ NA the basic mysterious quality in the universe (EC); manitow ᒪᓂᑐᐤ NA spirit, spirit being; God (CW); manitow ᒪᓂᑐᐤ NA Sacred power or God; the basic mysterious quality in the universe. (Plains). Alt. manito (Northern). (AE)
↑Chief Robert Red Hawk Ruth, Lenape Nation of Pennsylvania: Stories of the Lenape People, with translations in the Lenape language (Memento des Originals vom 14. April 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swarthmore.edu (PDF; 922 kB). The Creation of Names (Transcribed and translated into Lenape by Julie Ershadi), S. 8.
↑John Bierhorst: Mythology of the Lenape: Guide and Texts. University of Arizona Press, 1995. S. 8
↑Edward J. Lenik: Making Pictures in Stone: American Indian Rock Art of the Northeast. University of Alabama Press, 2009. S. 6.
↑Allen W. Eckert: The Frontiersmen. Jesse Stuart Foundation, 2011. Ohne Paginierung, am Ende des Buches. Vgl. hieraus entnommen Glossary of Shawnee words and phrases: Wishemenetoo: the Great Spirit or Good Spirit (vgl. kitche „groß“, wishe „gut“).
↑Übersetzung von Gott mit Wakantanka in der Bibel im Dakota der Santee-Sioux: Dakota Wowapi Wakan. The Holy Bible in the language of the Dakotas. Translated by Thomas S. Williamson and Stephen Return Riggs into the Santee dialect. American Bible Society, 1879. 1304 Seiten. Vgl. Johannes 1,1-9 (Joh 1,1 EU) auf Worldscriptures.org.
↑Marcel Mauss: Soziologie und Anthropologie: Band 1: Theorie der Magie / Soziale Morphologie. Reihe: Klassiker der Sozialwissenschaften, 1. Auflage, VS-Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17002-2. S. 145–146.
↑Hallowell, I.: Ojibwa ontology, behaviour and world view. In: Diamond, S. (ed.): Culture in History: Honor of Paul Radin. Columbia University Press, New York, 1960, pp. 19–52
↑dtv Lexikon: Band 11 (Len-Mec) Seite 240 Deutscher Taschenbuchverlag Mannheim und München 1997
↑Meyers großes Taschenlexikon: Band 9 (Grie-Hn) Seite 43 (Eintrag "Großer Geist") Bibliographisches Institut Mannheim, Mannheim 1983
↑Der Brockhaus in drei Bänden: Band 2 (Go-Pah) Seite 607 F. A. Brockhaus Leipzig Mannheim, Leipzig 2004
↑Jean Baptiste de La Brosse: Nehiro-iriniui aiamihe massinahigan: Shatshegutsh, Mitinekapitsh, Iskuamiskutsh, Netshekatsh Misht', Assinitsh, Shekutimitsh, Ekuanatsh, Ashuabmushuanitsh, Piakuagamitsh, Gaie issi missi nehiro-iriniui Astshitsh ka tatjits, ka kueiasku aiamihatjits ka utshi (1767). Vgl. S. 7f.
↑ abGod’s Word in Naskapi. New Testament (PDF; 2,4 MB). The New Testament in Naskapi of Quebec. Naskapi Development Corporation and Wycliffe Bible Translators, 2007. Chisamanitu
↑Mamusse Wunneetupanatamwe Up-Biblum God, naneeswe Nukkone Testament kah wonk Wusku Testament. „The Holy Bible containing the Old Testament and the New, translated into the Indian language.“ Cambridge (Massachusetts) 1661–1663; 2. Auflage 1685. Übersetzer: John Eliot (1. Auflage 1663, 2. Auflage 1685 online auf archive.org).
↑Mamusse Wunneetupanatamwe Up-Biblum God (1663): vgl. den Titel sowie Genesis 1
↑Mamusse Wunneetupanatamwe Up-Biblum God (1685): Johannes 1
↑Ives Goddard: Pidgin Delaware. Sarah G. Thomason (Hrsg.): Contact Languages: A Wider Perspective, S. 43–98. John Benjamins Publishing Company, Amsterdam. S. 44.
↑David Zeisberger: Elekup Nihillalquonk woak Pemauchsohalquonk Jesus Christ. The history of our Lord and Saviour Jesus Christ: comprehending all that the four evangelists have recorded concerning him: all their relations being brought together in one narration, so that no circumstance is omitted, but that inestimable history is continued in one series, in the very words of Scripture. Hrsg.: Samuel Lieberkühn. Daniel Fanshaw, New York 1821. Die ersten Sätze entsprechen dem Beginn des Johannesevangeliums.
↑ abThe Gospel According to Saint Matthew, translated into the Shawanoe Language (Memento des Originals vom 31. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.shawnee-bluejacket.com by Johnston Lykins Missionary of the Amer. Bap. Bd. of For. Missions, Aided in Revising and Comparing with the Greek by James Andrew Chute, M.D. Shawanoe Baptist Mission Press J. G. Pratt, Printer 1842. Owase Opeaticemowa Ceses Kliest, Tapalamalikwa Okwebile Mabew Otiwekiti, Cinstin Liekins Lieipiwekitiki. Ealimapeaskiki, Chena Pinete, Chena Cose, Nieitimiwicke 1842.
↑Translation of John’s Gospel (into the Shawanoe Language) (Memento des Originals vom 31. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.shawnee-bluejacket.com, from the Original Greek e Editionibus Greenfield et Bloomfield by Francis Barker. Missionary of the Amer. Bap. Bd. Of Foreign Missions. Press Of Am. Baptist Bd. of For. Missions Stockbridge, Ind. Ter. 1846. Owase Opeaticemowa. Ceses Kliest, Tapalamalikwa Okwebile, John Otiwekiti Francis Barker Lieipiwekitiki Kiliweheki, Chena Pinete, Chena Cose Nieitimiwicke. 1846.
↑J. E. Luebering (Hrsg.): Native American History. Educational Britannica Educational. Britannica Educational Publishing, 2010. S. 51. Die Autoren weisen an der Stelle darauf hin, dass selbst seriöse Autoren häufig die Mahican mit den Mohegan verwechselten, vgl. „Mohikaner“.
↑Angela Robinson, Bryan D. Cummins, John L. Steckley: Ta'n Teliktlamsitasit (Ways of Believing): Mi'kmaw Religion in Eskasoni, Nova Scotia. Pearson Education Canada, 2004. S. 142.
↑Cape Breton University: Mi'kmaw Spirituality - Ktlamsitasuti (Memento des Originals vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbu.ca. Kji-Niskam (Great Spirit).
↑Jos Laurent, Sozap Lolo: New Familiar Abenakis and English Dialogues. Quebec 1884. S. 13. Kchi Niwaskw, God, The Great Spirit. Niwaskw, Spirit.
↑Im Ave Maria (Memento des Originals vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cowasuckabenaki.com, cowasuckabenaki.com
↑Zemona hoemao maheon-hoestomohestova. Zeēnano ninitaehaman na nivostanevstomanehaman Jesus Maheonxostaanasz (The New Testament in Cheyenne). Translated by Rev. Rodolphe Petter, from the Greek, with careful comparison with the Latin Vulgate, and other versions. American Bible Society, New York 1934. 666 S.
↑Anishinaabemowin: Ojibwe-English Wordlist (Memento des Originals vom 13. November 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/weshki.atwebpages.com: maji- - bad (cf maazhi-); maji-izhiwebizi - he behaves badly; he has bad conduct; maji-manidoo(g) - bad spirit; devil
↑Mamusse Wunneetupanatamwe Up-Biblum God (1685): Lukas 4
↑Delaware Tribe of Indians (Lenape) – Lenape Talking Dictionary: English: devil, Lenape: mahtan'tu (Memento des Originals vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.talk-lenape.org.
↑C. L. Sonnichsen: The Mescalero Apaches. University of Oklahoma Press, Norman (Oklahoma) 1979. S. 30.
↑Jessica Dawn Palmer: The Apache Peoples. A History of all bands and tribes through the 1880s. McFarland & Co. Inc., Jefferson (North Carolina) 2013. S. 131. ISBN 978-0-7864-4551-6