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Chinesischer Volksglaube

Noir24admin Naturreligionen 21. Juni 2026
Daoistische Zeremonie in einem Ahnenschrein in Chaoyang, Shantou.
Ein konfuzianischer Tempel für den Gott der Kultur, Kunst und Inspiration.

Als chinesischen Volksglauben (chinesisch 中國民間信仰 / 中国民间信仰,[1] auch als chinesische Volksreligion oder Shenismus bekannt)[2] bezeichnet man das Gemisch aus teils religiösen und teils nicht-religiösen Praktiken, das in den von Chinesen bewohnten Gebieten verbreitet ist. Dieser Glaube besitzt keine eigene Theologie, es gibt keinen Klerus und keine Organisation, der Familienvater zelebriert die Riten mit der Großfamilie wie beispielsweise Hochzeitsriten, Neujahrsriten usw.[3][4][5]

In der breiten Bevölkerung – vor allem auf dem Land – besteht die Vorstellung, es existiere eine unsichtbare Sphäre der Gottheiten oder Geister (shén, 神),[6][7][8][9] die verschieden mächtig sind. Dieser Glaube ist vielfältig und lässt sich von anderen in Asien verbreiteten Religionen und Weltanschauungen nicht eindeutig abgrenzen. Er vereint Elemente von Ahnenverehrung, lokalen Kulten (etwa mandschurischer Schamanismus im Nordosten), Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus, Volksglauben und chinesische Geomantie (Fengshui) in sich (siehe auch: Synkretismus und Drei Lehren). Es gibt sehr viele geographische Variationen und Besonderheiten.[3]

Prozession mit einem lokalen Gott in Taiwan.

Das Jenseits gilt als mit dem Diesseits verwoben und ähnelt ihm stark. In die von Nützlichkeitserwägungen geprägte Glaubenswelt der Chinesen hat später auch kommunistisches und kapitalistisches Gedankengut Eingang gefunden. Konfuzianismus (und heute Kapitalismus und Kommunismus) dienen für gewöhnlich als Anleitung für das tägliche Leben, Daoismus ist bei Exorzismus und Läuterung sinnvoll, für Begräbnisse wendet man sich an buddhistische Priester.[3][9]

In den Riten und Praktiken lassen sich religiöse Vorstellungen, Philosophie oder einfach Respekt gegenüber den Vorfahren nicht genau unterscheiden, der chinesische Volksglaube ist deshalb keine Religion im westlichen Sinne. Die Praktiken und Überzeugungen, die den chinesischen Volksglauben ausmachen, gehören zu den Grundlagen der chinesischen Kultur. Es ist deshalb fast unmöglich, Anhängerzahlen zu nennen, denn viele Menschen, die von sich selbst angeben, nicht religiös zu sein, verehren dennoch ihre Vorfahren und nehmen an Riten teil. Die Chinese Society of Purdue University gab 2010 folgende Schätzungen aufgrund einer weitreichenden Befragung ab:[3][10]

  • 754 Mio. Menschen praktizieren irgendeine Form der rituellen Ahnenverehrung
  • 362 Mio. Menschen haben innerhalb eines Jahres Wahrsagerei u. ä. betrieben
  • 215 Mio. Menschen glauben an Ahnengeister
  • 145 Mio. Menschen haben innerhalb eines Jahres Fengshui angewandt
  • 141 Mio. Menschen glauben an den Gott des Reichtums

Im Zentrum des chinesischen Volksglaubens steht die Verehrung der Vorfahren (Ahnenkult) und lokaler Gottheiten. Die Ehrung der Vorfahren in China muss jedoch nicht notwendigerweise religiös begründet sein, sondern kann auch einfach aus Respekt geschehen. In vielen chinesischen Haushalten, speziell auf dem Land, gibt es an einem zentralen Platz einen Tisch oder Schrank, auf welchem Bilder oder Statuen der Ahnen, von Gottheiten oder wichtigen Personen des öffentlichen Lebens stehen. In der Volksrepublik China können dazu auch Bilder von Mao Zedong oder Deng Xiaoping gehören. Den Ahnen werden z. B. Früchte und andere Opfergaben dargebracht. Auf dem Land gibt es zudem häufig Ahnenhallen (ci, 祠),[11][12][13][14][15][16] wo Namen und Bilder wichtiger Vorfahren angebracht sind. Diese Ahnenhallen waren in der Volksrepublik zeitweilig nicht mehr anzutreffen, ihre Bedeutung nimmt aber mittlerweile wieder stark zu, besonders in Dörfern, wo ein Großteil der Bewohner dieselben Vorfahren hat.

Die Gottheiten des chinesischen Volksglaubens sind Personen männlichen oder weiblichen Geschlechts, die es wirklich einmal gegeben hat und denen besondere Kräfte oder Taten nachgesagt werden. Diese Gottheiten sind von ihrer Macht her nicht mit Buddha oder Guanyin (der Göttin des Mitgefühls) zu vergleichen, sondern sind zuständig für beschränkte Bereiche wie etwa den Ofen, das Haustor oder den Krieg. Auch Mao Zedong wird teilweise als eine Person betrachtet, die bereits in den Olymp der chinesischen Gottheiten eingegangen ist.[3]

Gelegentlich sieht man auch im Westen Statuen der sogenannten „Drei Gestirne“ (Fu Lu Shou, 福禄寿).[17]

Nach der Vorstellung von Gläubigen können diese Gottheiten Wünsche erfüllen oder bei der Lösung von Problemen helfen. Der Gläubige betet dabei zur Statue oder zum Bild der jeweiligen Gottheit und hält dabei ein oder mehrere Weihrauchstäbchen in der Hand. Das Gebet enthält die Bitte und auch das Versprechen einer (symbolischen) Gegenleistung. Das Gebet wird dabei im Knien oder unter ständigen Verbeugungen ausgeführt und dadurch beendet, dass die Weihrauchstäbchen in zu diesem Zweck aufgestellte Gefäße gesteckt werden. Hat der Gläubige das Gefühl, dass sich die Gottheit dieses Wunsches annehmen wird, wird ein Opfer dargebracht, indem Lebensmittel dargeboten oder bestimmte Opfergabe als Imitat in Papierform verbrannt werden. Bei Gedenkfesten an Verstorbenen wird beispielsweise auch „Totengeld“ (mingchao)[18] verbrannt. Hat der Gläubige das Gefühl, dass die Gottheit sich für den Wunsch nicht zuständig fühlt, kann er es immer noch bei einem anderen Gott versuchen. Teilweise werden gleichzeitig Buddha-Statuen aufgestellt.

Daoistischer „Tempel des Glücks und der Langlebigkeit“[19] in Xinjiang.

Ein zentraler Punkt im chinesischen Volksglauben ist auch die Krankenheilung. Die Heiler haben in der Regel keine Ausbildung, noch gibt es irgendein Merkmal, das sie von anderen Bürgern unterscheidet. Zum Zwecke der Krankenheilung wird manchmal Geisteraustreibung, manchmal das Gestehen von Sünden und manchmal das Verabreichen von Kräutern eingesetzt. Auf dem Land, wo es keine Ärzte gibt, die nach traditioneller chinesischer Medizin oder nach westlicher Medizin behandeln, ist diese Art der Heilkunst manchmal der einzig mögliche Ausweg. Andernfalls kann die Heilkunst nach Volksglauben auch komplementär zu anderen Behandlungsmethoden eingesetzt werden.[3]

Literatur

  • Richard Gunde: Culture and Customs of China (= Culture and customs of Asia). 1. Auflage. Greenwood Press, Westport CT, London 2002, ISBN 0-313-30876-4 (englisch, archive.org). 

Siehe auch

  • Religion in der Volksrepublik China

Einzelnachweise

  1. ↑ Zhongguo minjian xinyang (chinesisch 中國民間信仰 / 中国民间信仰, Pinyin Zhōngguó Mínjiān Xìnyǎng, kantonesisch Zung1gwok3 Man4gaan1 Seon3joeng5) ist die allgemeine Bezeichnung für den „Chinesischen Volksglauben“, auch als Shenismus bekannte, Volksreligion in China.
  2. ↑ Fanfan Chen u. Markus Porsche-Ludwig: Religion in China, erschienen in: Markus Porsche-Ludwig, Jürgen BellersZhōngguó M(Hrsg.)X Handbuch der Religionen der Welt. Bände 1 und 2, Traugott Bautz, Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-727-5. S. 1037–1038.
  3. ↑ a b c d e f Richard Gunde: Culture and Customs of China. Culture and customs of Asia. 1. Auflage. Greenwood Press, Westport CT u. a. 2002, ISBN 0-313-30876-4, S. 50 ff. (englisch, Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 23. Mai 2023]). 
  4. ↑ 中国的民间信仰 – „Der chinesische Volksglaube“. In: wuwo.org. 道教网 – Daojiaowang, 25. Mai 2014, abgerufen am 3. Februar 2022 (chinesisch). 
  5. ↑ Henri Doré: Recherches sur les superstitions en Chine – „Researches into Chinese superstition“ – „Forschung zum chinesischen Volksglaube“ – 中国民间信仰研究. In: shuge.org. 25. Mai 2014, abgerufen am 3. Februar 2022 (chinesisch, E-Book auf Französisch). 
  6. ↑ Der Begriff shen (chinesisch 神, Pinyin shén, Jyutping san4 – „Gott“) steht im Chinesischen allgemein für ein übernatürliches Wesen, eine Gottheit, ein Geistwesen oder der Geist.
  7. ↑ Begriff shen − 神. In: zdic.net. Abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, deutsch, englisch, französisch). 
  8. ↑ Begriff shen − 神. In: dict.leo.org. LEO GmbH, abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, deutsch). 
  9. ↑ a b Caroline Blunden u. Mark Elvin: Weltatlas der alten Kulturen: China. Geschichte Kunst Lebensformen. 2. Auflage, Christian Verlag, München 1985, ISBN 3-88472-091-0, S. 188.
  10. ↑ Zbigniew Wesolowski (Autor) in Barbara Hoster, Dirk Kuhlmann, Zbigniew Wesolowski (Hrsg.): Rooted in Hope: China – Religion – Christianity / In Der Hoffnung Verwurzelt: China – Religion – Christentum. Taylor & Francis, New York 2017, ISBN 978-1-138-71811-1. S. 124.
  11. ↑ Der Ahnenschrein (祠, cí, Jyutping ci4, auch 宗祠, zōngcí, Jyutping zung1ci4) oder die Ahnenhalle (祠堂, cítáng, Jyutping ci4tong4) ist eine zentrale Stätte für Versammlungen bei Zeremonien und Festlichkeiten in einem traditionellen chinesischen Dorf.
  12. ↑ Begriff ci − 祠. In: zdic.net. Abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, englisch, französisch). 
  13. ↑ Begriff ci − 祠. In: dict.leo.org. LEO GmbH, abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, deutsch). 
  14. ↑ Begriff zongci − 宗祠. In: dict.leo.org. LEO GmbH, abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, deutsch). 
  15. ↑ Begriff citang − 祠堂. In: dict.leo.org. LEO GmbH, abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch, deutsch). 
  16. ↑ Begriff citang − 祠堂. In: xh.5156edu.com. Xinhua-Wörterbuch, abgerufen am 1. Februar 2022 (chinesisch). 
  17. ↑ Die „Drei Gestirne“ (三星, Sān Xīng, Jyutping Saam1 Sing1 – „drei Sterne“) verkörpern die drei populären Gottheiten für „Glück“, „Wohlstand“ und „ein langes Leben“ in der chinesischen Volksglaube. Im Alltag werden sie allgemein daher auch nach deren Zuständigkeit für „Glückseligkeit – fu (福)“, „Reichtum – lu (祿)“ und „Langlebigkeit – shou (壽)“ im Leben als Fulushou (福祿壽 / 福禄寿, Fú Lù Shòu, Jyutping Fuk1 Luk6 Sau6, kantonesisch Fu Luk Sau – „Glück, Wohlstand, Langlebigkeit“) genannt.
  18. ↑ Das „Totengeld“, „Höllengeld“, selten auch „Geistergeld“ (冥鈔 / 冥钞, míngchāo, Jyutping ming4caau1, alternativ 冥幣 / 冥币, míngbì, Jyutping ming4bai6 oder 陰鈔 / 阴钞, yīnchāo, Jyutping jam1caau1, gelegentlich auch 陰司紙 / 阴司纸, yīnsīzhǐ, Jyutping jam1si1zi2 – „Geld des Jenseits, Geld der Unterwelt, Geld Hades“) ist eine Opfergabe im chinesischen Volksglauben für die Verstorbenen im Totenreich. Das traditionelle Brauchtum wird heute noch bei verschiedenen Völkern Asiens praktiziert, wie beispielsweise das japanische Obon-Fest in Okinawa auf den Ryūkyū-Inseln oder das Geisterfest in China, Korea und Vietnam.
  19. ↑ Der daoistoscher „Fushou-Tempel“ (福壽觀 / 福寿观, Fúshòuguān, Jyutping Fuk1sau6gun3 – „Tempel der Glückseligkeit und Langlebigkeit“) nahe dem Tianchi-See (天池, Tiānchí, Jyutping Tin1ci4 – „Himmelssee“, uig. بوغدا كۆلى, ⊙43.88602777777888.132388888889) am Tian-Shan-Gebirge in Xinjiang bei Fukang im uigurischen Changji Autonomiegebiet der Hui.



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Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Chinesischer Volksglaube aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Church of All Worlds

Noir24admin Naturreligionen 21. Juni 2026
Dearinth – Das offizielle Zeichen der Church of All Worlds, Inc.

Die Church of All Worlds (CAW) ist eine neopaganistische, US-amerikanische religiöse Gruppierung, die sich der Erweckung von Gaia verschrieben hat. In den Worten der Selbstpräsentation der Organisation: "The mission of the Church of All Worlds is to evolve a network of information, mythology and experience that provides a context and stimulus for reawakening Gaia and reuniting Her children through tribal community dedicated to responsible stewardship and the evolution of consciousness."

CAW wurde 1962 von Oberon Zell-Ravenheart (geboren: Timothy Zell), dem Primat der Kirche, Richard Lance Christie und einigen Freunden gegründet; eine der Inspirationen der Freundesgruppe war der Roman Stranger in a Strange Land von Robert A. Heinlein, dessen Protagonist eine Kirche desselben Namens gründet; der Roman wurde zu der Zeit in den USA breit gelesen und wird stark mit Tendenzen der Hippie-Bewegung in Verbindung gebracht. Bald stieß auch die spätere Frau Oberon Zell-Ravenhearts zu CAW, Diana Moore alias Morning Glory Zell-Ravenheart, die das Wort Polyamory eingeführt haben soll (die Praxis wird in Heinleins Roman beschrieben, aber nicht mit diesem Wort benannt) und zu einer Priesterin innerhalb der Kirche wurde.

Im Roman sammelt der Protagonist "Wasserbrüder" um sich; parallel nennen die Mitglieder der CAW sich "Waterkin". Zudem organisiert sich CAW, wie die Kirche in der literarischen Vorlage, in "Nestern"; auch werden die im Roman verwendeten Ausdrücke "Thou art God" and "Drink Deep" in CAW-Publikationen gerne benutzt. Heinlein selbst war nie Mitglied der Kirche, hat aber mit Zell-Ravenheart korrespondiert und war Abonnent des offiziellen Organs der Kirche, "Green Egg".

CAW wurde 1968 als erste „Naturreligion“ (Earth Religion) offiziell als 501(c) organization in den USA anerkannt und besteht bis heute.

Weblinks

  • CAWeb – The Official Website of the Church of All Worlds, Inc.
  • Church of All Worlds: A Brief History aus The Pagan Library
  • CAW Florida – an example of a CAW Nest
  • The Church of All Worlds Australia Inc.
  • Offizielle Website des Magazins Green Egg



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Bärenkult

Noir24admin Naturreligionen 21. Juni 2026

Als Bärenkult (oder Bärenfest bzw. Bärenzeremonie[1]) bezeichnet man religiöse Rituale, in denen Bären eine besondere Verehrung zukommt. Im gesamten schamanistisch geprägten Kulturareal Sibirien und Paläo-Sibirien sowie über Korea bis hin zu den Ainu, aber auch im nordamerikanischen Kulturareal Subarktis[2] wurde oder wird der Bärenkult ausgeübt. Die Abstammung des Menschen vom Bären wird in den dortigen ethnischen Religionen allgemein angenommen und der „Herr der Tiere“ – die wichtigste Gottheit animistischer Wildbeuter – wohnt tief in der Taiga und hat Bärengestalt. Der Kult umfasst verschiedene rituelle Handlungen bei der Bärenjagd, dem Bärenschmaus und der Behandlung seiner Überreste sowie spezielle Lieder, Darbietungen oder Spiele.[3] Selbst bei den nordeuropäischen Samen – insbesondere bei den Skoltsamen nordöstlich des Inarisees – hat sich ein Teil des früheren Bärenkultes trotz der jahrhundertelangen Zwangschristianisierung erhalten.[4] Besonders bedeutend und bekannt ist das Bärenfest iyomante der Ainu auf Hokkaidō (Japan).

Bären beeindrucken Menschen seit langem, Grizzly, USA

Der Terminus bezeichnet aber auch eine im 20. Jahrhundert populäre Theorie von Religionswissenschaftlern wie Mircea Eliade und Joseph Campbell, nach der bereits so genannte Frühmenschen (Angehörige heute ausgestorbener Arten der Gattung Homo) Jagdmagie und einen Bärenkult praktiziert hätten. (vgl. Religion im Paläolithikum)

Der Bär in der Mythologie

Bären sind nicht nur eindrucksvolle und für jagende und Höhlen aufsuchende Menschen mitunter auch gefährliche Säugetiere. Aufgerichtet wirken sie zudem auch menschenähnlich, sie bewohnen bzw. besetzen Höhlen und treten sowohl einzeln wie auch in kleineren Familienverbünden auf.

Eine entsprechend wichtige Rolle nehmen sie in der Mythologie vor allem jagender Völker und auch in den Erzählungen moderner Gesellschaften bis heute ein. Die Diskussionen um den Abschuss des Bären Bruno in Bayern im Juni 2006 oder um das Überleben des Eisbärjungen Knut in Berlin Anfang 2007 zeigen die emotionale Wirkung des Tieres auch in der Gegenwart auf.

Im Norden der kretischen Halbinsel Akrotiri ist diese Grotte nach einem bärenförmigen Stalagmiten benannt, der Panagia Arkoudiotissa (Heilige Jungfrau von der Bärenhöhle) geweiht, oder Arkoudospilios, für die Höhle der Bärin. Es gibt Hinweise für eine Nutzung der Höhle in neolithischer und minoischer Zeit zu kultischen Zwecken.[5] In der Antike wurde hier die Göttin Artemis verehrt.[6] Links vom Höhleneingang befindet sich eine kleine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert, in der sich Elemente des antiken Kultes erhalten haben.

In der griechischen Mythologie ist der Bär das Attribut mehrerer Gottheiten, vor allem der Artemis, der Göttin der Jagd. Das Artemis-Heiligtum von Brauronia (dem heutigen Vraona, unweit von Athen) ist der mythischen Überlieferung zufolge errichtet worden, um die Tötung eines Bären, der ein Kind gefressen hatte, zu sühnen. In dem Heiligtum wurden vom 6. Jahrhundert an bis in die hellenistische Epoche in einem fünfjährlichen Turnus zur Frühlingszeit Feierlichkeiten zu Ehren der Artemis vollzogen, an deren Ende die Opferung einer Bärin stand.[7] Junge Mädchen, die im Heiligtum der Artemis erzogen wurden, nannte man Arktoi: „(kleine) Bärinnen“.

Der Mythos von Atalante, die einigen Autoren zufolge als einzige Frau am Argonautenzug teilnahm, erzählt, dass sie von einer Bärin aufgezogen worden sei, nachdem ihr Vater Jasos, König von Arkadien, seine Tochter auf dem Berg Parthenion hatte aussetzen lassen.

Auch Paris, der Sohn des Priamos und der Hekabe, soll von einer Bärin aufgezogen worden sein: Vor seiner Geburt hatte Hekabe geträumt, dass sie kein Kind, sondern eine Fackel zur Welt bringen werde, die Troja in Brand stecken werde. Priamos wollte sich daraufhin des Neugeborenen entledigen und schickte einen seiner Diener aus, um Paris in einem Wald zu töten. Der Diener hatte Mitleid mit dem Kind und ließ es auf dem Berg Ida zurück, wo eine Bärin sich seiner annahm. Später wurde Paris dann von Hirten aufgezogen.

Die griechische Mythologie kennt auch Fälle geschlechtlicher Verbindungen zwischen Bär und Mensch, so etwa im Mythos von Polyphonte, die zu Ehren Artemis’ ein Keuschheitsgelübde abgelegt hatte, das Aphrodites Zorn heraufbeschwor. Sie führte Polyphonte auf vielerlei Arten und Weisen in Versuchung und machte ihr Geschenke. Doch Polyphonte blieb standhaft, was Aphrodites Rachsucht provozierte, so dass sie Polyphonte in Leidenschaft für einen Bären entbrennen ließ. Aus der Vereinigung Polyphontes mit dem Bären gingen Agrios (der Wilde) und Oreios (der Bergbewohner) hervor, zwei Wesen von gewaltiger Kraft, die weder Menschen noch Götter fürchteten. Zeus verlangte daher von Hermes, sie zu töten. Doch Ares, ein Ahne Polyphontes, hatte Mitleid mit der Mutter und ihren beiden Söhnen und verwandelte sie alle drei in Vögel, eine Eule und zwei Geier. Der mythische Jäger Kephalos, berühmt wegen seiner außerordentlichen Schönheit, litt an seiner Kinderlosigkeit. Er befragte daher das Orakel von Delphi, welches ihm riet, sich mit dem ersten weiblichen Wesen zu vereinigen, dem er auf dem Rückweg begegnen würde. Er traf eine Bärin, vereinte sich mit ihr, und diese gebar ihm den Arkeisios, zu dessen Nachfahren Odysseus zählte.

In der keltischen Mythologie ist der Bär das Attribut der Göttin Artio. Eine 1832 in Muri bei Bern gefundene Votivfigur (aus dem 2. Jahrhundert) zeigt die Göttin mit einem Bären.[8]

Mit dem Mythos von Juan Oso, dem Sohn eines Bären und einer von ihm entführten Frau, sowie dem Tanz der Bären (ukuku) bei den Quechua in Cusco hat der Bärenkult auch heute noch einen Platz in der Mythologie und Folklore indigener Völker in Lateinamerika.

Der Bärenkult bei den Ainu

Iyomante um 1930

Nicht der einzige, aber der mit Abstand berühmteste Bärenkult stammt von den Ainu, den Ureinwohnern der heute zu Japan gehörenden Insel Hokkaidō.

In der Ainu-Sprache wird der Bär als kamuy bezeichnet, was ebenfalls der Begriff für „Gott“ ist. Im animistischen Glaubenssystem dieses Wildbeutervolkes nehmen die Götter (kamuy) vorwiegend tierische Gestalt an, um die Welt und die Menschen zu besuchen. Junge Bären werden gefangen und bis zum Alter von etwa zwei Jahren als Kamuy-Gesandte großgezogen, bevor sie im Verlauf des Bärenfestes (iyomante oder iomante) zurückgeschickt, d. h. getötet und rituell verehrt werden.

Im Zuge eines neu erwachenden Selbstbewusstseins und auch über die UNO ausgetragenen Ringens um Anerkennung seit den 1970er Jahren gegen die bis dahin vorherrschende Assimilierungspolitik Japans sind Kultur und Religion der Ainu weltweit bekannt geworden.

Der Bärenkult als religionswissenschaftliche Theorie

Die Diskussion darüber, ob Frühmenschen entwickelte Geistesgaben besäßen, Schilderungen der Ethnologie etwa zum Bärenfest der Ainu und Funde von scheinbar ausgerichteten Bärenschädeln und -knochen in mehreren Höhlen, datierbar auf während oder noch vor der Altsteinzeit, führten den Religionswissenschaftler Mircea Eliade zu der Annahme, auch schon der frühe Mensch habe als Jäger einen weltweit verbreiteten Bärenkult gepflegt. Diese These findet sich bis heute in populärwissenschaftlicher Literatur und wurde noch in jüngerer Zeit etwa von Joseph Campbell vertreten.

Genauere Forschungen haben jedoch ergeben, dass die anscheinende Ausrichtung der (keilförmigen) Bärenschädel sehr viel besser durch Wassereinwirkung in den Höhlen als durch Menschen erklärt werden kann, also eher zufällig und scheinbar ist. Auch ist das vergemeinschaftete Auftreten von Höhlenbärenskeletten keine Besonderheit, ziehen sich diese doch zum Ruhen und damit oft auch Verenden gerne in Höhlen zurück.

Daneben spricht aber auch der ethnologische Befund gegen die These von einem verbreiteten Bärenkult etwa schon beim archaischen Homo sapiens. Denn in den bestehenden Glaubenswelten von Wildbeutern spielen Bären zwar eine oft wichtige Rolle, stehen jedoch nicht alleine. Ausnahmslos werden auch andere Tiere, etwa bevorzugte Jagdbeute, verehrt. Entsprechende Ritualplätze rund um andere Tiere sind jedoch für die frühe und mittlere Altsteinzeit nicht belegt.

Auch äußern sich die rezenten Bärenkulte in sehr komplexen Ritualen mit hoher Beteiligung, Opfern und präparierten Stätten, wogegen die mutmaßlichen Erectus-Bärenkult-Fundorte keinerlei Eintrag menschlicher Artefakte verzeichnen.

Aus wissenschaftlicher Sicht muss daher heute die These eines verbreiteten Bärenkultes vor dem Mittelpaläolithikum als widerlegt gelten. Wissenschaftsgeschichtlich interessant bleibt jedoch die Rückwirkung rezenter Trends und Entdeckungen auf die menschheitsgeschichtliche Theoriebildung und der Umstand, dass zeitgenössische Wildbeuter zu vermeintlich starren Hütern von Traditionen über Jahrhunderttausende erklärt wurden, um das innovative Potential früher Menschen zu verteidigen.

UNESCO-Kulturerbe

Bärenfeste in fünf Dörfern in den Pyrenäen (Frankreich und Andorra) wurden 2022 von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[9]

Siehe auch

  • Bärenführen

Literatur

  • Joseph Campbell: Mythologie der Urvölker (= Die Masken Gottes, Bd. 1). dtv, München 1996, ISBN 3-423-30571-1.
  • Mircea Eliade: Geschichte der religiösen Ideen. Bd. I. Von der Steinzeit bis zu den Mysterien von Eleusis. Basel/Freiburg/Wien 1978.
  • Richard B. Lee et al.: The Cambridge Encyclopedia of Hunters and Gatherers. Cambridge University Press 2006 (auch: Ainu, iyomante).
  • André Leroi-Gourhan: Die Religionen der Vorgeschichte: Paläolithikum. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-518-11073-X.
  • Ina Wunn et al.: Die Religionen in vorgeschichtlicher Zeit (= Die Religionen der Menschheit. Band 2). Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-016726-X (Widerlegung).
  • Michel Pastoureau: Der Bär. Geschichte eines gestürzten Königs. Wunderkammer Verlag, Neu-Isenburg 2008, ISBN 978-3-939062-09-7.
  • Åsa Liljenroth: Der Bärenkult. auf den Spuren des Ur-Weiblichen. utzverlag, München 2021, ISBN 978-3-8316-4906-8.

Einzelnachweise

  1. ↑ vgl. Wilhelm Koppers: Der Bärenkult in ethnologischer und prähistorischer Beleuchtung, Palaeobiologica V, 47-64; hier S. 47
  2. ↑ Christian F. Feest: Beseelte Welten – Die Religionen der Indianer Nordamerikas. In: Kleine Bibliothek der Religionen, Bd. 9, Herder, Freiburg / Basel / Wien 1998, ISBN 3-451-23849-7, S. 147.
  3. ↑ Käthe Uray-Köhalmi: Sibirische Religionen, erschienen in: Horst Balz et al. (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie, Band 28: „Pürstinger – Religionsphilosophie“. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1997, ISBN 978-3-11-019098-4, S. 236–240
  4. ↑ Ina Wunn: Naturreligionen. In: Peter Antes (Hrsg.): Daran glauben wir – Vielfalt der Religionen. Vollständig überarbeitete Neuauflage, Lutherisches Verlagshaus, Hannover 2012, ISBN 978-3-7859-1087-0, S. 276–277.
  5. ↑ Marija Gimbutas: The living goddesses. University of California Press, 2001, ISBN 978-0-520-92709-4, S. 144 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  6. ↑ Hope B. Werness: The Continuum Encyclopedia of Animal Symbolism in World Art. Continuum International Publishing Group, 2006, ISBN 978-0-8264-1913-2, S. 36 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  7. ↑ Michel Pastoureau: Der Bär. Geschichte eines gestürzten Königs. Wunderkammer Verlag. Neu-Isenburg 2008, S. 41–44.
  8. ↑ Michel Pastoureau: Der Bär. Geschichte eines gestürzten Königs. Wunderkammer Verlag. Neu-Isenburg 2008, S. 48.
  9. ↑ Bear festivities in the Pyrenees. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2022, abgerufen am 25. November 2023 (englisch). 

Immaterielles Kulturerbe Frankreichs

Repräsentative Liste: Prozessionen der Riesen und Drachen in Belgien und Frankreich: Reuze Papa – Fêtes de Gayant – Poulain de Pézenas – Tarasque (2008) | Aubusson-Wandteppiche (2009) | Maloya-Tanz (2009) | Traditioneller Abbund bei Holzbauten (2009) | Compagnonnage-Netzwerk (2010) | Gastronomisches Mahl (2010) | Nadelspitze aus Alençon (2010) | Französische Reitkunst (2011) | Fest-noz (2012) | Reliquienfeiern in Limousin (2013) | Gwoka (Guadeloupe) (2014) | Feuerfeste zur Sommersonnenwende (Pyrenäen) (2015) | Karneval (Granville) (2016) | Parfümherstellung in Pays de Grasse (2018) | Alpinismus (2019) | Hornspiel (2020) | Glasperlen-Kunst (2020) | Uhrmacherkunst und Kunstmechanik (2020) | Falknerei (2021) | Baguette-Kultur (2022) | Bärenfeste (Pyrenäen) (2022) | Glasproduktion (2023) | Traditioneller Holzbootbau in Carriacou und Petite Martinique (2023) | Transhumanz (2023) | Pariser Klempner und Ornamentiker (2024) | Trockenmauerbau (2024)

Gute Praxisbeispiele: Bauhüttenwesen (2020) | Martinique-Yole (2020) | Tocatì (2022)

Dringend erhaltungsbedürftig: Cantu in Paghjella (2009)

Normdaten (Sachbegriff): GND: 4004221-2 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

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Benzhuismus

Noir24admin Naturreligionen 21. Juni 2026

Der Benzhuismus (Chinesisch: 本主崇拜, Benzhuchongbai) ist die Volksreligion der Minderheit Bai in der Volksrepublik China.[1] Die Religion ist polytheistisch und wird stark von der Han-Religion beeinflusst, die aus dem Daoismus stammt. Die Religion umfasst die Verehrung vieler Götter, die sowohl im Himmel als auch in der Natur sein können. Auch die Ahnenverehrung ist wie in vielen anderen religiösen Traditionen Chinas wichtig. Diese übernatürlichen Kräfte werden von den Bai benzhu genannt. Andere Bezeichnungen im Bai sind wuzeng (武增) und lokale Bezeichnungen, die je nach Region variieren können: "wuzengni" (武增尼), "zengni" (增尼) und "dongbo" (东波). Männliche übernatürliche Kräfte werden laogu (老谷) und weibliche laotai (老太) genannt. Obwohl es sich um eine polytheistische Religion handelt, gibt es Bai-Dörfer, die nur einen benzhu verehren.

Das Pantheon der Bai umfasst auch Götter, Heilige und Buddhas aus dem Daoismus und Buddhismus, was auf die kulturelle Vermischung mit den Nachbarvölkern im Lebensraum der Bai zurückzuführen ist. Zu den wichtigsten benzhu-Kategorien gehören: natürliche benzhu, heroische benzhu, benzhu, die aus vergöttlichten Menschen bestehen, benzhu edler Herkunft, benzhu nicht-baiischer Herkunft und benzhu der Ahnen.

Die Religion wird hauptsächlich in der autonomen Präfektur Dali praktiziert, wo viele Bai leben. Der Tempel ist ein Ort, an dem sich Gläubige versammeln, um die Religion durch Opfergaben und das Lesen heiliger Schriften auszuüben.

Die Dörfer, in denen die Bai leben, veranstalten in regelmäßigen Abständen Prozessionen, an denen fast die gesamte Dorfbevölkerung teilnimmt. Götterbilder werden auf Sänften oder auf dem Rücken durch das Dorf und die Felder getragen. Altargegenstände wie Kerzenständer und Weihrauchgefäße sowie Opfergaben wie Blumen und Reis werden ebenfalls bei der Prozession mitgeführt.

Fünf Grundsätze

Die Fu Lu Shou (Drei-Sterne-Götter) in einem Benzhu-Tempel auf der Insel Jinsuo in Dali

Die Religion hat fünf Grundsätze, denen die Gläubigen folgen sollten:

  1. Jeder Bai sollte sich zu dieser Religion bekennen.
  2. Jedes Benzhu hat seinen eigenen Tempel oder Altar.
  3. Jeder Tempel wird von einer Person oder Organisation verwaltet. Sie leiten die Gläubigen bei öffentlichen Opfern an.
  4. Zusätzlich zu den täglichen Opfern, die in den Tempeln stattfinden, werden zweimal im Jahr Miaohui veranstaltet. Die erste findet während des Chinesischen Neujahrs statt, die andere am Geburtstag oder Todestag eines Benzhu.
  5. Die Opferung erfolgt nach den Regeln der heiligen Schriften von Benzhu (本主经). Die Riten sind dabei von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind Regeln und Moral wichtig. Zu den Opfern gehören Gebete für das Wohlergehen des Landes, Pietät gegenüber Eltern und älteren Verwandten, Respekt vor älteren Menschen und kleinen Kindern, Kraft für harte Arbeit und Befreiung von allem Bösen.

Weblinks

  • Information über den Benzhuismus (chinesisch)

Einzelnachweise

  1. ↑ About: Benzhuismus. Abgerufen am 15. April 2025. 



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Bwiti

Noir24admin Naturreligionen 21. Juni 2026

Bwiti ist eine dezentral organisierte synkretistische Religionsgemeinschaft, die im zentralafrikanischen Gabun und in angrenzenden Gebieten der Nachbarstaaten, vor allem Kamerun, von den Mitsogho und Fang praktiziert wird.

Der Bwiti-Kult entstand in seiner heutigen Form Mitte des 19. Jahrhunderts und vermischt Einflüsse verschiedener traditionell afrikanischer Religionen (→ Ethnische Religionen) mit Lehren des Christentums. Vermutlich entstand Bwiti auch, um die eigene kulturelle Identität in Zeiten der Kolonisation und Missionierung durch Europäer festzulegen und zu schützen.

Zentrale Bedeutung hat das Einführungsritual der Initiation, bei der die Anwärter mitunter große Mengen der Iboga-Wurzel essen, um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Neben der Einnahme der Wurzel kommt bei der Initiation der polyrhythmischen Musik eine besondere Bedeutung zu, die vom Musikbogen mongongo, der Bogenharfe ngombi, einem Bambusstampfer, verschiedenen Rasseln und hölzernen Idiophonen erzeugt wird.[1]

Literatur

  • James W. Fernandez: Bwiti. An Ethnography of the Religious Imagination in Africa. Princeton University Press, Princeton 1982, ISBN 0-6910-9390-3 (englisch; Kapitel 18 online auf ibogaine.desk.nl).

Weblinks

  • Laurent Sazy: Laurent Sazy Exhibits. In: The Ibogaine Dossier. 2003 (englisch, Fotosammlung).

Einzelnachweise

  1. ↑ Uwe Maas, Süster Strubelt: Music in the Iboga Initiation Ceremony: Polyrhythms Supporting a Pharmacotherapy. In: Music Therapy Today. Band 4, Nr. 3, Juni 2003 (englisch; PDF-Datei; 398 kB; 38 Seiten (Memento vom 31. Juli 2013 im Internet Archive) auf wfmt.info).



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  1. Religion und Philosophie beim Volk der Asmat
  2. Atua (Religion)
  3. Bambara-Religion
  4. Animismus (Religion)

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