Portrait des Baron du Potet (1852)Grabstein von DUPOTET de SENNEVOY (Baron du Potet) auf dem Friedhof Montmartre
Baron du Potet (Geburtsname Jules Du Potet de Sennevoy; * 12. April 1796 in Sennevoy-le-Haut; † 1. Juli 1881 in Paris) war ein französischer Anhänger des Mesmerismus und Esoteriker.[1]
Leben und Werk
Er wurde in als Sohn von Charles Jean-Baptiste du Potet (* 1763, Ricey-le-Haut; † 1832, Paris), Herr von La Chapelle und Sennevoy, und dessen Frau Simone Pierrette Babeau geboren. Er erwarb einen Doktorgrad der Literatur. Ausgebildet im Mesmerismus wurde er von Joseph Philippe François Deleuze und Abbé Faria und praktizierte danach in Krankenhäusern. 1819 führte der katalanische Zahnarzt Martorell in Paris die erste Zahnextraktion an einem „mesmerierten“ Patienten durch. Martorell entfernte die Zähne und führte weitere Behandlungen an Patienten durch, die von du Potet erfolgreich hypnotisiert worden waren. Seine frühe Entdeckungen betrafen die tranceauslösenden Eigenschaften eines „Zauberspiegels“ und die Wirkung einer abstrakten Symbolik auf Patienten in Trancezuständen. Es dauerte nicht lange, bis er den Ruf eines äußerst effektiver „Magnetiseurs“ erworben hatte. Als Henri-Marie Husson, Leiter des Hôtel Dieu in Paris, jemanden suchte, der ihn bei seinen Experimenten zum induzierten Schlafwandeln unterstützen sollte, fiel die Wahl auf ihn. Ab 1826 bot er der Öffentlichkeit kostenlosen Unterricht an und leitete eine freie Schule für Mesmerismus. Seine Beobachtungen dokumentierte er in der 1827 von ihm gegründeten Zeitschrift „Le Propagateur du Magnétisme animal“, die bis 1845 erschien. Angesichts der zunehmenden Zahl von Menschen, die diese Praktiken praktizierten, beauftragte die „l’Académie royale de médecine“ 1826 eine Untersuchung des tierischen Magnetismus. René Laennec wurde Vorsitzender der Kommission; allerdings war er sehr krank (und verstarb auch im gleichen Jahr), sodass er nicht in der Lage war, diese Untersuchung selbst zu leiten. An seiner Stelle kam Henri-Marie Husson zu einem positiven Untersuchungsergebnis. Doch zehn Jahre später forderte die Akademie 1837 eine neue Untersuchung an, deren Leitung sie Frédéric Elionor Dubois anvertraute. Diese Untersuchung ließ Zweifel an der gesamten objektiven Realität der angeblich beobachteten Phänomene aufkommen.
1837 wanderte er mit seiner Praxis für Tiermagnetismus nach England; er demonstrierte am University College Hospital London die Existenz des Magnetismus. Hier unterwies er den englischen Arzt John Elliotson und bildete ihn zum „Magnetiseur“ aus. Aufgrund des Drucks seiner Kollegen musste Elliotson seine Professur aber aufgeben und die Krankenhäuser, in denen er praktiziert hatte, verlassen. Er gründete daraufhin zwei Kliniken in Edinburgh und Dublin, die er „Mesmeric Hospitals“ nannte. Als homöopathischer Arzt praktizierte Du Potet auch in London; am North London Hospital soll er erfolgreich ein Mädchen mit epileptischen Problemen behandelt haben.
1845 begann er in Paris mit der Veröffentlichung des „Journal du Magnétisme“, das bis 1861 erschien und später von Hector Durville herausgegeben wurde. Damit baute er in Frankreich und im Ausland ein großes Netzwerk von Magnetiseuren auf. Nach der endgültigen Ablehnung des Magnetismus durch die Akademie der Medizin im Jahr 1842 wandte er sich okkultistischen, spiritistischen und schließlich theosophischen Kreisen zu (seine Schriften wurden häufig von Helena Blavatsky zitiert) und entwickelte eine spiritualistische Auffassung, in der der Magnetismus mit der Lebenskraft des Universums gleichgesetzt wurde. Er wandte sich gegen die medizinische und religiöse Elite, die diese „magnetische Offenbarung“ nicht nutzen wollte. Obwohl er ein überzeugter Antiklerikalist war, ist sein gesamtes Werk dennoch von religiösen Motiven geprägt. Er bezeichnete sich selbst als Prophet einer Wahrheit, die sich nur langsam durchsetze.
1852 veröffentlichte er in Paris das Buch La Magie dévoilée - ou principes de science occulte (dt. „Enthüllte Magie oder Prinzipien der okkulten Wissenschaft“). Das Werk war mit einem Porträtstich und mit vom Autor entworfenen Figuren illustriert. Diese Originalausgabe war nicht im Handel erhältlich und wurde nur in begrenzter Auflage gedruckt. Sie war Eingeweihten vorbehalten, und du Potet verlieh sie für die enorme Summe von 100 Francs in Gold und einen schriftlichen Eid, sie nicht preiszugeben oder ihre Geheimnisse zu verraten.[2] Er gründete in der Mesmerianischen Gesellschaft auch die Forschergruppe „La Chaîne Magnétique“, zu der auch Allan Kardec gehörte. Seine hohe Anerkennung führten manche auf den Verlust des Daumens seiner rechten Hand (!) zurück. Sein Ruf war offenbar so groß, dass ein wegen Mordes angeklagter Mann aufgrund der Beweise des „Sehers von Baron du Potet“ verurteilt und hingerichtet wurde.
Zu seinen letzten Handlungen gehörte die Organisation von Ferienkonferenzen zum Thema Mesmerismus. Zu den Interessierten zählten Alphonse de Lamartine, Honoré de Balzac, Alexandre Dumas und Jean Baptiste Henri Lacordaire.
Ehrungen/Positionen
Mitglied der Theosophischen Gesellschaft
1852: Ehrenpräsident der 1844 gegründeten Pariser Gesellschaft für Mesmerismus
Privates
Er heiratete zweimal, das erste Mal am 21. November 1833 in Paris Aglaia (Aglaé) Saunier. In zweiter Ehe heiratete er Marie Isaure Hérault. Er wurde zusammen mit seiner zweiten Frau und seinen Schwiegereltern Alexandre Hérault und Palmyre Desparanches auf dem Friedhof Montmartre in einem Mausoleum begraben, das eine Stele mit einer Marmorbüste von Guglielmo Bracony (1828–1921) enthielt.
Englische Ausgabe: Magnetism and magic. G. Allen & Unwin, London 1927.
Deutsche Ausgabe: Die entschleierte Magie. Mit dem Porträt des Verfassers und 19 Abbildungen. Max Altmann, Leipzig 1914 (Nachdruck: Ed. Geheimes Wissen, Graz 2008, ISBN 978-3-902640-12-3).
Manuel de l'étudiant magnétiseur, ou Nouvelle instruction pratique sur le magnétisme: Fondée Sur 30 Années d'Observation (2e Édition, Corrigée Et Très Augmentée). (Dt. Titel Handbuch für Magnetisierer oder Neue praktische Anleitung zum Magnetismus, basierend auf 30 Jahren Beobachtung) Hachette Livre BNF 2013, ISBN 978-2-01-185837-5.
Anne Jeanson: De la thérapeutique au spiritualisme: le baron du Potet de Sennevoy (1796–1881), prophète du magnétisme à Paris. In: La Révolution française, 2023, 24 (24) (zugleich Diss. Du magnétisme à la magie: le baron Jules du Potet de Sennevoy (1796–1881) an der Université Paris sciences et lettres).
Otto Wilhelm Barth (geboren am 25. September 1882 in Leipzig; gest. nach 1930) war ein deutscher Verleger und Herausgeber esoterischer Schriften. Er war Mitbegründer des heute noch existierenden, nach ihm benannten Otto Wilhelm Barth Verlags.
Leben und Wirken
Barth war der Sohn eines Leipziger Buchhändlers. Er war künstlerisch interessiert, beschäftigte sich mit Philosophie, Religion und Theosophie, und war Mitglied der Internationalen Theosophischen Verbrüderung in Leipzig. Bei deren Veranstaltungen erscheint er bis 1908 als „Schauspieler des Leipziger Schauspielhauses“, wo er bei musikalischen Vortragsabenden Dante, Goethe und Byron rezitierte.[1]
In den folgenden Jahren hatte Barth einen Bühnenvertrieb und einen Verlag in Leipzig, in dem unter anderem die Reihe Das Theater – eine Sammlung dramatischer Werke erschien.[2] Ein Otto Wilhelm Barth-Verlag (Inhaber Ernst Rainer Wunderlich) ist bis 1931 in Leipzig nachweisbar. Vermutlich hatte Barth seinen Verlag beim Umzug nach München verkauft.[3]
Etwa 1920 zog Barth um nach München, wo er ab 1921 mehrere Firmen gründete, nämlich den Jati-Verlag, in dem vorwiegend astrologische Schriften und Ephemeriden erschienen, sowie die Buchhandlung Asokthebu als „Spezialbuchladen für Okkultismus, Astronomie, Astrologie, Theosophie, Mystik, Religionsphilosophie“, der dann auch Verlagsbuchhandlung und Geschäftsstelle der 1921 von Heinrich Tränker gegründeten Lotus-Gesellschaft war und in dem auch die Lotus-Blätter erschienen, die den Mitgliedern der Lotus-Gesellschaft alte und neue geheimwissenschaftliche Literatur durch Neudruck und Herausgabe zugänglich machen sollten.[4] Ab 1923 verlegte er Pansophia – Urquellen inneren Lebens. Zum Heile der Welt neu kundgegeben von einem „Collegium Pansophicum“, eine Schriftenreihe aus dem Umfeld der Pansophischen Gesellschaft.[5]
Nebenbei führte Barth 1922 auch Regie in dem Stummfilm Das Blut der Schwester, einem „okkulten Sensationsfilm in 5 Akten“, für den Ernst Schertel das Drehbuch schrieb.
Im Dezember 1924 schließlich gründete er zusammen mit Fritz Werle (1899–1977), zuvor Lektor des Wolkenwanderer-Verlags in Leipzig, den Otto Wilhelm Barth-Verlag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Als Gesellschaftsanteile brachte Werle 4000 und Barth 1000 Reichsmark auf, der Anteil von Barth bestand allerdings nur aus verrechneten Verlagsrechten des Asokthebu-Verlags. Im Juni 1925 kam Hermann von Glenck als weiterer Gesellschafter hinzu.
Offenbar konnte Barth, der außer dem Barth-Verlag ja noch mehrere weitere Unternehmungen leitete, Zeitschriften herausgab etc., seinen Verpflichtungen als Geschäftsführer des Barth-Verlags nicht in erwarteter Weise nachkommen, denn am 3. Januar 1926 kündigten die beiden anderen Gesellschafter ihm unter anderem mit Verweis auf das Wettbewerbsverbot: „Weiterhin erfuhren wir, dass Sie anderweitige Dienste leisten. Sie haben deshalb die Ihnen nach § 60 HGB obliegende Verpflichtung verletzt. Auch in diesem Sinne gilt unsere Kündigung.“ Differenzen scheint es auch in Hinblick auf das Verlagsprogramm gegeben zu haben, da der hauptsächlich an Astrologie interessierte Werle wenig Sinn für Pansophie und Ähnliches hatte (Bart über Werle: „Pansophiegegner von Anfang an“[6]).
Im März 1926 hatte Barth den nach ihm benannten Verlag verlassen bzw. war dazu gezwungen worden. Der O. W. Barth Verlag in München-Planegg besteht bis heute und ist einer der renommierteren deutschen Esoterik-Verlage. Eine Namensänderung des Verlags durchzusetzen gelang Barth nicht.
1927 startete Barth das ehrgeizige Unternehmen einer alchemistischen Fachzeitschrift, die unter dem anspruchsvollen Titel Alchemistische Blätter. Erstes deutsches Fachblatt für alle Gebiete der Alchemie. Monatsschrift für das Gesamtgebiet der Hermetischen Wissenschaften in alter und neuer Zeit. Organ verschiedener Alchemistischer Gesellschaften, Logen, Schulen erschien.[7] Es gelang Barth, respektable Autoren für seine Zeitschrift zu gewinnen, dazu gehörten François Jollivet-Castelot, Ernst Darmstaedter, Albert Herba (d. i. Hermann Baumann), Ferdinand Maack, Alfred Müller-Edler, Dr. Franz Spunda (1890–1963) und Oswald Wirth (1860–1943). Auch Gershom Scholems Aufsatz Alchemie und Kabbala erschien hier erstmals.
Trotz solcher Autoren war das Unternehmen nicht erfolgreich. Bereits nach dem ersten Jahrgang setzte das Erscheinen zwei Jahre lang aus. Auch sonst waren die Zeiten für Barth wirtschaftlich schwierig. Den Verlag Asokthebu hatte er seiner Frau überschrieben, dennoch ging er 1927 in Konkurs. Barths finanzielle Situation muss desolat gewesen sein, denn 1928 schrieb Eugen Grosche an Martha Küntzel: „[Barth] zieht jedenfalls aus einem möblierten Zimmer in das andere und befindet sich in so schlechten Verhältnissen, dass er sogar auf der Strasse bei einem Schnellphotographen Dienst tut.“[8] Im gleichen Jahr aber gelingt es Barth, eine neue Anstellung als „Manager“ der Zeitschrift Neue Wege zu finden[9] und 1930 kann er den zweiten (und letzten) Jahrgang der Alchemistischen Blätter herausbringen.
In dessen ersten Heft erscheint unter der Rubrik „Notizen aus der Bewegung“ ein Hinweis auf eine Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“, hinter der Barth steht, und es heißt über diese: „Die Gemeinschaft ist absolut unpolitisch und unparteiisch. Jeder ‚Suchende‘ ohne Unterschied des Geschlechts und seiner sozialen Stellung ist willkommen.“ Als Programmschrift dieser Reichsarbeitsgemeinschaft dient eine von einem Johannes Täufer[10] verfasste Schrift mit dem vielversprechenden Titel „Vril“ Die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis.[11]
Die im Text angegebene Anschrift des „Zentralbüros“ der Reichsarbeitsgemeinschaft stimmt mit der Verlagsaddresse von Barth überein, unter der dieser das Deutsche Verlagshaus für Naturopathie und den Otto Wilhelm Barth-Verlag Berlin betrieb.[12]
Im gleichen Jahr erschien eine weitere von der Reichsarbeitsgemeinschaft herausgegebene Schrift unter dem Titel Weltdynamismus. Streifzüge durch technisches Neuland an Hand von biologischen Symbolen.[13] und als Beilage des 2. Heftes der jetzt Archiv für alchemistische Forschung benannten Alchemistischen Blätter die einzige Ausgabe der als offizielles Organ der Reichsarbeitsgemeinschaft gedachten Zeitschrift für Weltdynamismus. Zur Einführung in die Bio-Technik. In dieser wird das Vorhaben der Reichsarbeitsgemeinschaft wie folgt dargestellt:
„Die Reichsarbeitsgemeinschaft ‚Das kommende Deutschland‘ macht es sich nunmehr zur Aufgabe, das deutsche Volk über alle Angelegenheiten aufzuklären und wird dies durch große Massenversammlungen, laufend erscheinende Flugblätter, Druckschriften und das vorliegende offizielle Organ bewerkstelligen.
Es ergeht der Ruf an alle gutgesinnten Menschen, die willens sind, aus den bestehenden, unhaltbaren wirtschaftlichen und ethischen Verhältnissen herauszukommen, sich unserer Bewegung anzuschließen. Die neue Technik erbringt der Menschheit vollkommene Naturbeherrschung. Die Urkraft ist mit keiner der gegenwärtigen bekannten Energien gleichzusetzen, da sie die Kraft aller Kräfte darstellt, mit denen wir heute in der Technik arbeiteten. Sie ist die psychophysische Universalenergie und als solche vitalschöpferisch.“[14]
Obwohl eine „vitalschöpferische Universalkraft“ offenbar eine fabelhafte Sache ist, fanden sich nur eine Handvoll Interessierter, weshalb die geplanten Massenveranstaltungen nicht realisiert werden konnten. Einer der wenigen vom Vril Begeisterten war der Verleger Frank Glahn (1865–1941), der in seiner Zeitschrift Astrale Warte einen flammenden Aufruf von Rudolf Sieber veröffentlichte, in dem dieser Barth als den „Geschäftsführer des Kommenden Deutschland“ bezeichnete. Im Oktober 1930 erschien dann noch in der gleichen Zeitschrift ein Zweites Flugblatt der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Dies war wohl die letzte publizierte Äußerung der Gruppe, allerdings nicht deshalb, weil die Arbeit mit der Urkraft nun im Geheimen fortgesetzt worden wäre, sondern weil die Gruppe zerbrach. Johannes Täufer wurde als Hans Janik enttarnt, der die Vril-Kraft dem eigentlichen Erfinder Carl Schappeller gestohlen hätte. Barth sei dabei ebenfalls getäuscht worden und habe dabei für „Bureaumiete, Druckkosten und sonstigen Unkosten etwa 1000 M Schaden erlitten“.[15]
In der Folge verlieren sich die Spuren der Tätigkeit Barths. Über Zeitpunkt und Umstände seines Todes ist nichts bekannt.
Von der Reichsarbeitsgemeinschaft war in den folgenden drei Jahrzehnten ebenfalls nichts mehr zu hören, bis sie in den 1960er Jahren in phantastisch ausgeschmückter Form als Vril-Gesellschaft in einem Buch von Louis Pauwels und Jacques Bergier erschien.[16]
Literatur
Volker Lechler: Die kurze Geschichte der Reichsarbeitsgemeinschaft. In: Gnostika. Zeitschrift für Symbolsysteme. 17. Jahrgang, Heft 52, Mai 2013, S. 59–77 und Heft 53, November 2013, S. 43–55, online.
↑Lechler: Die kurze Geschichte der Reichsarbeitsgemeinschaft. In: Gnostika 17, Nr. 52 (2013), Fußnote 14.
↑Lotus-Blätter. Organ der Lotus-Gesellschaft in München. Asokthebu, München 1921–1925, ZDB-ID 347482-3.
↑Pansophia – Urquellen inneren Lebens. Hrsg. von Heinrich Tränker. Barth, München / Pansophia-Verlag, Leipzig 1923–1925, ZDB-ID 2103850-8. 6 Bände erschienen.
↑Postkarte von O. W. Barth an Max Staack (Mitglied der Fraternitas Saturni) vom 20. Januar 1926.
↑Titel im 2. Jahrgang: Archiv für alchemistische Forschung. Berlin-Charlottenburg, 1927 & 1930, ZDB-ID 526573-3.
↑Brief von Grosche an Martha Küntzel vom 6. Juni 1928. Zitiert in: Lechler: Die kurze Geschichte der Reichsarbeitsgemeinschaft. In: Gnostika 17, Nr. 52 (2013).
↑Möglicherweise die seit 1906 in Zürich erscheinenden Neue Wege: Blätter für religiöse Arbeit.
↑Der eigentliche Name von Johannes Täufer war Hans Janik (* 27. Juli 1892 in Nikolsburg). Man sagt ihm nach, dass er Suggestion und Hypnose beherrsche, vor 12.000 Jahren ein Oberpriester gewesen sei und in Tibet Opferaltäre errichtet habe. Janik meinte von sich, es sei seine Mission, Deutschland zu retten. Vgl. A. Frank Glahn (Hrsg.): Astrale Warte. Naturwege der Erkenntnis. 6. Jg., Heft 9 (Dezember 1930), S. 309.
↑Johannes Täufer [d. i. Hans Janik]: „Vril“ Die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis. Hrsg. im Auftr. d. Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Astrologischer Verlag Wilhelm Becker, Berlin-Steglitz 1930, 56 S. Nachdruck: Schleierwelten-Verlag, Wyk auf Föhr 2. Aufl. 2008, ISBN 978-3-937341-38-5.
↑Weltdynamismus. Streifzüge durch technisches Neuland an Hand von biologischen Symbolen. Hrsg. von der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Barth, Berlin 1930, 31 S, PDF. Neuausgabe: Johannes Täufer [d. i. Hans Janik]: Weltdynamismus. Beigefügt: Vril, die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis. Hesper, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-9813262-4-6.
↑Zeitschrift für Weltdynamismus. Offizielles Organ der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Nr. 1, Berlin 1930, S. 15 f.
↑Brief von Max Staack an A. Frank Glahn vom 1. November 1930. Zitiert in: Lechler: Die kurze Geschichte der Reichsarbeitsgemeinschaft. In: Gnostika 17, Nr. 52 (2013).
↑Louis Pauwels, Jacques Bergier: Le matin des magiciens. Introduction au réalisme fantastique. Gallimard, Paris 1960. Deutsch: Aufbruch ins dritte Jahrtausend. Von der Zukunft der phantastischen Vernunft. Scherz, Bern u. a. 1962.
Ein modernes Horoskop: Geburtshoroskop von Barack Obama
Als astrologische Zwillinge bezeichnet man in der Astrologie zwei Menschen, die zum selben Zeitpunkt geboren wurden.[1]
Der Geburtszeitpunkt ist nach Auffassung von nahezu allen Astrologen für den „Lebensplan“ (Anlagen, Chancen, Charakter, Schicksal) der betroffenen Person von entscheidender Bedeutung. Nach ihrem Mythos wird der neu geborene Mensch einem Energiefeld ausgesetzt, das ihm seinen „Lebensplan“ vorgibt. Personen mit demselben Geburtszeitpunkt sollten daher in der Konklusion den gleichen Lebensplan, also gleiche Anlagen, gleiche Chancen, gleichen Charakter und das gleiche Schicksal erfahren.
Astrologische Zwillinge – in der angelsächsischen Literatur als astro-twins oder time twins bezeichnet – sind nach Auffassung der Kritiker der Astrologie der definitive Test für die Fähigkeiten der Astrologie, da dabei mögliche Fehler oder Unsicherheiten bei der Interpretation der Planetenkonstellationen – also des Horoskopes – vermieden werden.[2]
Definition
Es gibt keine einheitliche Definition von astrologischen Zwillingen. Die Spanne reicht von „an einem Tag an einem beliebigen Ort“ bis zu „innerhalb von 5 Minuten am selben Ort“. Der Astrologe John Addey, der 1967 eine sehr umfangreiche Studie über astrologische Zwillinge anfertigte, geht davon aus, dass wirklich außergewöhnliche Ähnlichkeiten in Lebensweg und Wesensart nur bei solchen Personen zu finden sei, die nahezu zur gleichen Zeit [innerhalb weniger Minuten] und an der gleichen Lokalität geboren seien. Dennoch hält er die Tendenz zu Ähnlichkeiten, die bei einer Geburt am gleichen Tag auftreten, für signifikant genug näher untersucht zu werden.[3][2]
Die Häufigkeit astrologischer Zwillinge
Die statistische Häufigkeit von astrologischen Zwillingen ist hoch. Die Verteilung der Geburtsdaten in großen Populationen folgt einer Poisson-Verteilung. Mathematisch leitet sich daraus ab, dass in einer Stadt mit 1 Million Einwohnern etwa 4000 astrologische Zwillingspaare pro Jahr in einem Zeitintervall von fünf Minuten und weniger geboren werden. Bei 10 Millionen Einwohnern steigt die Zahl auf 100.000 an. Die gleiche Zahl an astrologischen Zwillingspaaren wird in einer Stadt mit 1 Million Einwohnern erreicht, wenn das Zeitintervall auf 60 Minuten und kleiner erweitert wird.[2]
Geschichte
Augustinus von Hippo
Augustinus von Hippo (354–430) äußert sich in seiner in den Jahren 413 bis 426 verfassten Schrift De civitate Dei (Vom Gottesstaat) im 5. Buch, Kapitel 2, über astrologische Zwillinge (ein Auszug daraus):
“Quod enim conantur efficere de intervallo exiguo temporis, quod inter se gemini dum nascerentur habuerunt, propter caeli particulam, ubi ponitur horae notatio, quem horoscopum vocant, aut non tantum valet, quanta invenitur in geminorum voluntatibus actibus moribus casibusque diversitas, aut plus etiam valet, quam est geminorum vel humilitas generis eadem vel nobilitas, cuius maximam diversitatem nonnisi in hora, qua quisque nascitur, ponunt. Ac per hoc si tam celeriter alter post alterum nascitur, ut eadem pars horoscopi maneat, paria cuncta quaero, quae in nullis possunt geminis inveniri; si autem sequentis tarditas horoscopum mutat, parentes diversos quaero, quos gemini habere non possunt.”
„Denn die zwischen der Geburt von Zwillingen verlaufende kurze Spanne Zeit, die herhalten muß wegen des Teilchens am Himmel, wo die Stunde einzutragen ist, was man Stellung des Horoskops nennt, macht entweder nicht soviel aus, daß sie die bedeutende Verschiedenheit zu erklären vermöchte, die sich im Wollen, Handeln, Gebaren und im Schicksal von Zwillingen findet, oder aber sie macht sogar mehr aus, als daß sie den gleichen Geburtsstand von Zwillingen zu erklären vermöchte, da man ja den gewaltigen Unterschied zwischen niederer und vornehmer Abkunft, der sich bei Zwillingen nicht findet, ausschließlich auf die astrologische Stunde der Geburt zurückführt. Und demnach müßten Zwillinge, wenn sie so rasch nacheinander zur Welt kommen, daß das Horoskop in der gleichen Stellung bleibt, in allem einander gleich sein, was doch niemals der Fall ist; oder sie müßten, wenn sich die Ankunft des einen so sehr verzögert, daß sich unterdessen das Horoskop ändert, verschiedene Eltern haben, was dem Begriff „Zwillinge“ widerstreitet.“[4][5][6]
Für Kritiker der Astrologie sind Augustinus’ Argumente auch über 1500 Jahre später immer noch valide.[7]
König Georg III.
Die historisch gesehen bekanntesten astrologischen Zwillinge sind der wohlhabende Eisenwarenhändler Samuel Hemmings und Georg III., König von Großbritannien. Über beide wurde berichtet, dass sie dieselbe Geburts- und Todesstunde gehabt hätten. Auch hätte es eine Vielzahl weiterer Parallelen, wie beispielsweise die Heirat am selben Tag, gegeben.[8]
Eine genauere Untersuchung der zeitgenössischen Dokumente konnte allerdings nur den zeitgleichen Tod der beiden bestätigen.[9][2]
Astrologische Zwillinge in der Literatur
König Eduard VII.
Erich Kästner beschreibt in seinem Roman Das doppelte Lottchen (1949) im ersten Kapitel[10] das astrologische Zwillingspaar König Eduard VII. und seinen Doppelgänger, einen Schneider.[11]
Literatur
S. Ertel, G. Dean: Are personality differences between twins predicted by astrology? In: PaID, 21/1992, S. 449–54
M. Pottenger (Editor): Astrological Research Methods. Band 1, International Society for Astrological Research (Los Angeles 1995), ISBN 0-9646366-0-3
W. Hübner: Die Astrologie der Antike. In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte. 8/1985, S. 7–24.
↑Astrologie-Lexikon: Astrologische Zwillinge (Memento des Originals vom 23. Oktober 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cortesi.ch, abgerufen am 9. November 2007
Out of Body Experience ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Album der Band Degradead siehe Out of Body Experience (Album).
Moderne Darstellung einer Variante einer außerkörperlichen Erfahrung.
Außerkörperliche Erfahrung (AKE), englischout-of-body experience (OBE oder seltener OOBE), ist ein Erlebnis, bei dem sich die Betroffenen nach eigenen Angaben außerhalb ihres eigenen Körpers befinden, manche[1] können dabei ihren eigenen ruhenden Körper betrachten (eine Variante einer Autoskopie).
Das AKE-Phänomen kann bei Übermüdung oder bei Klarträumen[2] auftreten, in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen und auch unter Einfluss von psychotropen Substanzen. AKE konnten künstlich und wiederholbar im Labor erzeugt werden, sowohl durch eine bestimmte Verfälschung der Wahrnehmung durch multimediale Simulationen als auch durch gezielte physikalische Beeinflussung der Nervenaktivität des Gehirns von außen.
In der Neurowissenschaft werden krankhafte AKE-Erlebnisse den dissoziativen Störungen zugeordnet, die etwa durch Unfälle oder vorübergehendes Kreislaufversagen hervorgerufen werden können oder durch geringere Einschnitte wie Müdigkeit oder Stress zustande kommen. Auch über Auftreten bei Migräne oder epileptischen Anfällen wurde berichtet. Außerkörperliche Erfahrungen können zudem eines der Symptome einer Depersonalisationsstörung sein.[3][4] Diese wird in Deutschland sehr selten diagnostiziert,[5] und zwar nur wenn die Betroffenen in klinisch bedeutsamer Weise darunter leiden.[6]
Erscheinungsformen
AKE-Erlebnisse sind von unterschiedlicher Länge und Intensität außerhalb eines Gefühls für Raum und Zeitdauer. Typisch sind Gefühle von Loslösung vom Körper, Vollständigkeit (inklusive eigentlich amputierter Körperteile), Schmerzlosigkeit, umfassende Beweglichkeit durch schwereloses Schweben und Vorwärtsgleiten, Unsichtbarkeit und veränderte Wahrnehmungszustände wie eine „360°-Umsicht“ und „geistiges Erfühlenkönnen“ von Gegenständen, aber keinerlei körperliches Erfühlen, dafür müheloses Durchdringenkönnen von Türen, Gegenständen, Lebewesen, Mauern oder der Zimmerdecke.
Das AKE-Phänomen kann bei Übermüdung,[7] beim Meditieren, beim Einschlafen (vgl. Hypnagogie)
oder während des Träumens (vgl. Klartraum)[2] sowie bei Migräne, epileptischen Anfällen und vaskulären Hirnschädigungen auftreten.[8] Das AKE-Phänomen wird oft von Menschen geschildert, die sich in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen, beispielsweise unter Hypnose, in Trance oder Ekstase oder in Todesnähe (Nahtod-Erfahrung) befanden. Außerkörperliche Erfahrungen wurden ferner auch unter intensivem Einfluss von psychotropen Substanzen beobachtet, hauptsächlich bei Anwendung von Ketamin (vgl. Agitated emergence, K-Hole),[3] jedoch auch beim Gebrauch von LSD, Cannabis, Psilocybin, Salvinorin A oder Meskalin.[3] Manche Menschen können AKE ihrer Aussage nach auch willentlich herbeiführen.[9]
Individuelle Verarbeitung
Außerkörperliche Erfahrungen werden in der Regel subjektiv als völlig reale Vorgänge erlebt und in der Rückschau zumeist idealisiert. Bei einem Teil der Betroffenen haben sie erhebliche psychologische Veränderungen zur Folge. Für einige der Personen liefern sie den Beweis für ein Leben nach dem Tod.[10]
In einer Befragung gaben circa 10 Prozent der Befragten an, in ihrem Leben außerkörperliche Erfahrungen gemacht zu haben.[7] Der Philosoph Thomas Metzinger schätzte, dass etwa 8–15 Prozent der Weltbevölkerung schon einmal in ihrem Leben eine entsprechende Erfahrung gemacht haben.[11]
Der Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie Carl Gustav Jung erlebte 1944 einen Herzinfarkt mit Todesnähe und außerkörperlicher Erfahrung"[12]. In seiner 1962 erschienenen Autobiographie »Erinnerungen, Träume, Gedanken« schildert er ausführlich dieses Erlebnis:[13]
„Es schien mir, als befände ich mich hoch oben im Weltraum. Weit unter mir sah ich die Erdkugel in herrlich blaues Licht getaucht. Ich sah das tiefblaue Meer und die Kontinente. Tief unter meinen Füßen lag Ceylon, und vor mir lag der Subkontinent von Indien. Mein Blickfeld umfaßte nicht die ganze Erde, aber ihre Kugelgestalt war deutlich erkennbar, und ihre Konturen schimmerten silbern durch das wunderbare blaue Licht. (…) Später habe ich mich erkundigt, wie hoch im Raume man sich befinden müsse, um einen Blick von solcher Weite zu haben. Es sind etwa 1500 km! Der Anblick der Erde aus dieser Höhe war das Herrlichste und Zauberhafteste, was ich je erlebt hatte.(…)“
– C.G. Jung: Erinnerungen, Träume, Gedanken (1962), ab S. 293
Erklärungsmodelle
Naturwissenschaftliche Untersuchungen
Neurologisch wird das Phänomen als Dissoziation zwischen Ich und Körper beschrieben, welche aufgrund eines Integrationsmangels von propriozeptiven, taktilen und visuellen Informationen des Körpers in Zusammenhang mit einer zusätzlichen vestibulären Dysfunktion entsteht.[8] Die Bedeutung der multisensorischen Mechanismen für die Entstehung von AKE wurde in den vergangenen Jahren durch verschiedene neurobiologische und hirnphysiologische Studien belegt, die mit Hilfe künstlicher Stimulation zur Klärung der Abläufe und der dabei beteiligten Hirnstrukturen beigetragen haben. Dabei wurden unter anderem folgende Beobachtungen gemacht:
Durch Stimulation einzelner Gehirnregionen mithilfe implantierter Elektroden[14] gelang es, ein „zeitlich abschaltbares“ AKE-Erlebnis hervorzurufen, allerdings wurde dieses Ergebnis noch nicht wiederholt und verifiziert. Der Neurologe Bruce Greyson von der University of Virginia beschwichtigte, dass der Versuch nicht notwendigerweise beweise, dass alle außerkörperlichen Erfahrungen derartige Illusionen wären. Es wäre noch immer möglich, dass einige außerkörperliche Erfahrungen auf andere Weise erfolgen[15]. Olaf Blanke, einer der Wissenschaftler, der den Versuch durchführte oder darüber berichtete, räumt ein, die Forscher hätten nicht in vollem Umfang den neurologischen Mechanismus verstanden, der außerkörperliche Erfahrungen verursache[15].
Untersuchungen wiesen AKE bei der Stimulation des an der Großhirnrinde befindlichen Gyrus angularis nach.[16]
Auch eine Stimulation des Schläfenlappens ruft Forschungen zufolge AKE hervor. Beteiligt an diesen Vorgängen sind einer Untersuchung nach auch andere mit dem Gedächtnisprozess beteiligte Strukturen im limbischen System, so der Mandelkern und der Hippocampus. Dieser These zufolge führt der Stress im Todesprozess zur Freisetzung von Neuropeptiden und Neurotransmittern, insbesondere von Endorphinen, die auch das oft im Nahtod-Zusammenhang zu beobachtende Glücksgefühl hervorrufen.[17]
Auch das Anästhetikum Ketamin kann diese Erscheinungen in Gang setzen.[18][19][20]
Während einer Gehirnoperation im Wachzustand verursachte eine gezielte Stimulation der weißen Substanz des linksseitigen temporoparietalen Übergangskortex wiederholt eine AKE. Der Patient erlebte dabei jedes Mal, wie er über dem Operationstisch schwebte und auf sich selbst herunter blickte.[21]
Psychiatrische und psychologische Forschung
Außerhalb der Religionswissenschaft und der vergleichenden Kulturforschung werden AKE-ähnliche Erlebnisse in der psychiatrischen und psychologischen Forschung als Autoskopie- und Doppelgänger-Phänomen diskutiert.[22] Erst in den letzten Jahrzehnten ist das AKE-Phänomen unter verschiedenen anderen wissenschaftlichen Gesichtspunkten untersucht worden, so denen der Neurowissenschaften und der Physiologie.
Wissenschaftlich werden außerkörperliche Erfahrungen als Illusionen, Flugträume, luzide Träume oder Halluzinationen erklärt.[23] Diesem Erklärungsmuster zufolge wären die Erfahrungen Folge einer (wie auch immer gearteten) psychischen oder physiologischen Desorganisation des menschlichen Gehirns. Danach wäre die AKE eine Fehlinterpretation kognitiver Prozesse, die in Form einer Nervenreaktion auf reale Reize (bzw. Restreize im Sterbezustand) zu als real empfundenen Erlebnissen und wiedererlebten Erinnerungen führt.
Kognitionswissenschaft
Forschergruppen aus der Schweiz und Schweden haben 2007 experimentell demonstriert, dass sich AKE-artige Phänomene als Illusion einer AKE durch einfache technische Versuchsanordnungen mithilfe von Datenbrillen und Virtual Reality künstlich hervorrufen (simulieren) lassen.[24]
Andere Erklärungsversuche
Die Einbettung des AKE-Phänomens in mythische und religiöse Bezugssysteme führte in der Vergangenheit dazu, dass AKE überwiegend in spirituellen Zusammenhängen – etwa bei der Frage nach der Möglichkeit der Wiedergeburt der Seele, dem ewigen Leben, Bilokation, Levitation und dämonischer Beeinflussung – behandelt wurde. Ferner werden AKE-Phänomene in der Literatur zur Sterbeforschung beschrieben.
Spirituelle, transzendente und metaphysische Deutungssysteme aus der christlichen Mystik, der zeitgenössischen Esoterik oder aus den Überlieferungen esoterischer Schulen verschiedener Kulturareale, wie „höhere Schwingungslevel“, feinstoffliche Ebenen, ein Astralleib oder Seelenreisen bzw. Astralprojektionen, werden mangels intersubjektiv erbringbarer Nachweise von Naturwissenschaftlern abgelehnt.[9][25]
In der Parapsychologie wird AKE wie Hellseherei oder Telepathie als außersinnliche Wahrnehmung eingeordnet. Auch hier fehlen wissenschaftliche Belege.
Traditionen der Seelenvorstellung
Eine vergleichende Untersuchung von mehr als 50 Kulturarealen aus dem Jahr 1979 zeigte, dass in den meisten die Vorstellung existierte, der Geist oder die Seele könne den Körper verlassen.[26] Dies wurde in Verbindung gebracht mit der Beobachtung, dass auch die Erscheinungsformen außerkörperlicher Erfahrungen sich weltweit ähnlich waren. Allerdings war die Interpretation dieser Erfahrungen wesentlich vom jeweiligen religiösen Umfeld abhängig.[9] Diese Trennung von Körper und Seele führte in der Religionswissenschaft und der Ethnologie auch zu dem Konzept der Freiseele. Aus methodischen Gründen ist es schwierig, religiöse Vorstellungen von Berichten über AKE-Erlebnisse abzugrenzen.
Geschichte der „AKE-Anschauungen“
(im Sinne von Anschauungen nach Immanuel Kant)
Von der Antike zur Neuzeit
Freiseele in Gestalt des Ba-Vogels im Ägyptischen Totenbuch
Der griechische Philosoph Platon (* 428/427 v. Chr.; † 348/347 v. Chr.) berichtet im zehnten Buch seines Werks „Der Staat“ von einem in einer Schlacht scheinbar Getöteten, der vor der Leichenverbrennung wieder zum Leben erwachte. Dieser erzählte von Erlebnissen, die außerkörperlichen Erfahrungen entsprechen[27].
Abraham Abulafia (1240–1291/92), Mystiker, Philosoph und Begründer der Prophetischen Kabbala beschrieb Meditationstechniken, die zu außerkörperlichen Erfahrungen führen sollten.[28]
Das Phänomen der außerkörperlichen Erfahrung fand als Vorstellung der Seelenreise oder Freiseele Erwähnung in der ägyptischen Mythologie, bei Pythagoras und Platon und dem Neuplatonismus sowie Plinius dem Älteren und manifestierte sich in verschiedenen Glaubensströmungen (vgl. Theurgie und Chaldäische Orakel und Erlösung), wurde aber intensiver erst ab dem Zeitalter der Aufklärung und vermehrt seit dem 19. Jahrhundert diskutiert.[29] Auslöser waren unter anderem Berichte über die AKE von Schamanen und anderen Geisterbeschwörern nicht-schriftlicher Kulturen. Doch vor allem das Interesse an esoterischem Okkultismus, bei dem besondere Medien in Séancen Verbindung zu „übernatürlichen Wesen“ wie Verstorbenen im Jenseits aufnahmen oder dabei selbst auf Seelenreise gingen,[30] nährten fortwährend das Interesse am Thema. Unter den Bezeichnungen „Astralprojektionen“ oder „Astralvisionen“ waren Zugriffe auf ein imaginiertes Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik seit dem späten 19. Jahrhundert in der Theosophischen Gesellschaft und in ihrem Umfeld (Hermetic Order of the Golden Dawn) ein beliebter Gegenstand esoterischer Lehren.[31]
Die britische Theosophin Annie Besant stellte in ihrer 1896 erschienenen Schrift Man and His Bodies einen feinstofflichen Ätherleib als einen Teil des physischen Körpers vor, der sich im Schlaf vom physischen Körper ablöse (mehr dazu siehe dort).
Anschauungen in der Visionsliteratur
Die Seele verlässt den Körper (Illustration, 1808)Sterbender (Holzschnitt 15. Jahrhundert)
In der antiken und religiösen Visionsliteratur scheinen zahlreiche Berichte oder Visionen von Himmelsreisen und Jenseitsreisen mit „im Jenseits geschauten Orten“ wie etwa dem Paradies oder Entrückung in einen anderen Raum oder durch Raum und Zeit auf, beispielsweise
die Himmels- oder Jakobsleiter: Die biblische Erzählung in Gen 28,11 EU beschreibt eine Traumvision des Jakob mit Auf- und Abstieg zwischen Erde und Himmel.
die Apokalypse des Paulus (NHC): Darin wird vom Aufstieg des Apostels Paulus durch verschiedene Sphären des Himmels berichtet.
Vom Prophet Mohammed ist eine Himmelfahrt beschrieben, bei der Mohammed die früheren Propheten getroffen und Paradies und Hölle erblickt haben soll. (Hauptartikel Himmelfahrt Mohammeds)
die Visio Thurkilli: eine Vision eines Beschützers aus dem Jenseits für den einfachen Bauern Thurkill; jener trennt die Seele Thurkills von dessen Körper, der in Starre zurückbleibt (siehe auch Schlafparalyse) jedoch weiteratmet und reist mit ihm ins Jenseits.
die Visio Tnugdali: die Vision, dass die Seele des Ritters Tnugdalus von einem Engel durch die Hölle und den Himmel geführt wird.
die Visio Godeschalci: die Vision, dass der Rodungsbauer Gottschalk ins Jenseits wanderte und wieder in die irdische Welt zurückkehrte."
Vertreter von „AKE-Anschauungen“ der 1960er und 1970er Jahre
Robert A. Monroe und Charles Tart
1971 publizierte der US-Amerikaner Robert A. Monroe sein erstes Buch Journeys Out Of The Body (in Deutsch erschienen unter dem Titel Der Mann mit den zwei Leben – Reisen außerhalb des Körpers). Er schildert darin (gottgläubig, aber konfessionslos) seine AKE-Erlebnisse und seine Forschungen dazu, diese künstlich herbeizuführen. Zusammen mit seinem Forscherkollegen Charles Tart machte er den Begriff „außerkörperliche Erfahrung“ („out-of-body experience“) in den 1960ern populär, da ihnen der geschichtliche Begriff „Astralprojektion“ zu okkult und unwissenschaftlich war.[32]
Nach seiner Darstellung trennt sich ein „zweiter Körper“ eines Menschen oder Tiers während des REM-Schlafes vom Körper, „lernt“ währenddessen auf höheren Bewusstseinsebenen, kann örtlich und zeitlich unbegrenzt reisen und kehrt wieder zum schlafenden Körper zurück, bloß verhindert ein kultureller Schutzmechanismus (Angst) das Erinnern daran. Monroe entwickelte[33] und verbreitete im von ihm gegründeten „The Monroe Institute (TMI)“ die sogenannte Hemi-Sync-Methode, mit der er Tiefenentspannung und erinnerbare AKE-Erlebnisse für jedermann versprach. Wissenschaftliche Belege für derartige Effekte fehlen. TMI ist bei der internationalen „Association for Transpersonal Psychology“ gelistet. Seine Forschungen wurden vom US-amerikanischen Militär unter dem Projektnamen "STARGATE" aufgegriffen.[34][35][36]
Raymond Moody
Die Diskussion über AKE wurde auch durch das 1975 erschienene Buch Life After Life (Leben nach dem Tod) des amerikanischen Arztes Raymond Moody angefacht, der darin zahlreiche Berichte seiner Patienten verarbeitet hat und eine umfassende Verbreitung des Phänomens forderte.[37] Fachwissenschaftler reagierten auf das Buch überwiegend skeptisch.[38]
Elisabeth Kübler-Ross
Die Psychiaterin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross veröffentlichte intensiv zum Thema AKE, speziell (aber nicht nur) in der Ausprägung der Nahtod-Erfahrungen, die sie in ihren zahlreichen Büchern ansprach. Nach 1975 löste sie mit der Behauptung, ein Leben nach dem Tod wissenschaftlich beweisen zu können, heftige Kontroversen aus.[39]
Carlos Castaneda
Der US-amerikanische Anthropologe und Schriftsteller Carlos Castaneda beschreibt in seinem Buch Die Lehren des Don Juan: Ein Yaqui-Weg des Wissens den Gebrauch von psychoaktiven Pflanzen und Pilzen (z. B. Peyote), um Zugang zur nichtalltäglichen, schamanisch interpretierten Wirklichkeit zu erlangen. Sein zunächst als Dissertation veröffentlichtes Buch erfuhr jedoch später in ethnologischen Fachkreisen keinen Rückhalt mehr, Kritiker bezeichneten das Werk als Fälschung.[40][41][42] Später distanzierte sich Castaneda ausdrücklich vom Gebrauch von psychotropen Substanzen, die unwiederbringlich seine Leber geschädigt hätten. In späteren Büchern, wie z. B. Die Kunst des Träumens, berichtet er über luzides Träumen und außerkörperliche Erfahrungen.
Sonstige
Die 1965 in den USA von Paul Twitchell als „Wissenschaft der Seelenreise“ entwickelte neue Religion Eckankar beinhaltet Übungen mit ausserkörperlichen Erfahrungen als Bestandteil der Religionspraxis.[43]
Der brasilianische Mediziner und Autor Waldo Vieira rief die Bewusstseinswissenschaft aus, bei der neue Erkenntnisse gerade mit künstlich herbeigeführten außerkörperlichen Erfahrungen als Methode erforscht werden sollen. Er sieht das Bewusstsein in drei Erscheinungsformen, im physischen Körper für die physische Dimension, im Psychosoma (Astralkörper) für die nicht-physische Dimension und als Mentalsoma (Mentalkörper) für die geistige Dimension.[44]
Literarische und audiovisuelle Verarbeitung
im Roman Wenn ich bleibe (verfilmt als Wenn ich bleibe)
in den Spielfilmen Enter the Void, Ein himmlischer Irrtum und In deiner Haut
in den amerikanischen Fernsehserien One Tree Hill (Film Nr. 77), Charmed und Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau (Folge 55)
im Computerspiel Primal
Album Crack the Skye (2008–2012) der Metalband Mastodon
Les Voyages de l'Âme (franz. für Die Reisen der Seele) ist der Name des dritten Studioalbums der französischen Blackgaze-Band Alcest, das am 6. Januar 2012 über Prophecy Productions veröffentlicht wurde.
Weitere Autoren
(in zeitlicher Reihenfolge der Geburtsjahre)
der Autor Hector Durville (1849–1923)
der Schriftsteller Oliver Fox (1885–1949)
der Autor Sylvan Muldoon (1903–1969)
der Autor Emil Stejnar (* 1939)
der Autor Johannes von Buttlar (* 1940)
der Autor Herbie Brennan (1940–2024)
der Kardiologe Pim van Lommel (* 1943)
der Neurochirurg Eben Alexander (* 1953)
der Autor Michael Talbot (1953–1992)
der Kardiologe Sam Parnia (promovierte 2006)
Literatur
Wissenschaft
Olaf Blanke, Nathan Faivre, Sebastian Dieguez: Leaving Body and Life Behind: Out-of-Body and Near-Death Experience. In: Steven Laureys, Olivia Gosseries, Giulio Tononi: The Neurology of Consciousness: Cognitive Neuroscience and Neuropathology, 2. Auflage, Academic Press, Amsterdam 2015, ISBN 978-0-12-801175-1, S. 323–347 (englisch). online (abgerufen am 14. Juni 2016).
Michael Nahm: Außerkörperliche Erfahrungen. In: Gerhard Mayer, Michael Schetsche, Ina Schmied-Knittel, Dieter Vaitl: An den Grenzen der Erkenntnis. Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik, Schattauer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7945-2922-3, S. 151–163.
Jane E. Aspell, Bigna Lenggenhager, Olaf Blanke: Multisensory Perception and Bodily Self-Consciousness: From Out-of-Body to Inside-Body Experience. In: M. M. Murray: The neural bases of multisensory processes. CRC Press, Boca Raton 2012, ISBN 978-1-4398-1217-4 (englisch)., chapter 24 (englisch). online (abgerufen am 13. Juni 2016).
Hans-Otto Karnath, Peter Thier: Außerkörperliche Erfahrungen. In: Dieselben: Kognitive Neurowissenschaften, 3. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer, Berlin 2012, ISBN 978-3-642-25527-4, S. 198–200.
Allan Hobson: Außerkörperliche Erfahrungen. In: Derselbe: Das optimierte Gehirn: wie wir unser Bewusstsein reparieren, manipulieren, ruinieren, Klett-Cotta, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-608-94361-0, S. 196–198.
Susan Blackmore: Beyond the Body: An investigation into out-of-body experiences (with new postscript). Academy Chicago, Chicago 1992, ISBN 0-89733-344-6 (englisch).
Anschauungen
Hans Peter Duerr: Die dunkle Nacht der Seele. Nahtod-Erfahrungen und Jenseitsreisen. Insel, Berlin 2015, ISBN 978-3-458-17631-2.
Robert Monroe: Journeys Out of the Body. Anchor, Garden City 1977, ISBN 0-385-00861-9.
dt.: Der Mann mit den zwei Leben – Reisen außerhalb des Körpers. Droemersche Verlagsanstalt Knaur, München 1986, ISBN 3-426-04150-2 (parapsychologische Veröffentlichung) (Leseproben, abgerufen am 18. Juni 2016).
Raymond Moody: Life After Life. Mockingbird, Covinda 1975.
dt.: Leben nach dem Tod. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1977 u.ö, ISBN 3-498-04252-1.
Sylvan Muldoon, Hereward Carrington: Die Aussendung des Astralkörpers. Bauer, Freiburg im Breisgau 1983, ISBN 3-7626-0073-2 (zuerst englisch 1929)
Robert Peterson: Praxis der außerkörperlichen Erfahrung. Mit 25 Übungen und detaillierter Anleitung. Omega, Düsseldorf 1998, ISBN 3-930243-12-1.
Frank Lowinsky: Astralwanderungen und luzide Träume. Das Handbuch für Traumreisende. Omega, Aachen 2014, ISBN 978-3-930243-70-9
Kenneth Ring: Life at Death. Coward, McCann & Geoghegan, New York 1980.
dt.: Den Tod erfahren, das Leben gewinnen. Scherz, München 1985, ISBN 3-404-60233-1.
Pim van Lommel, Bärbel Jänicke: Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung. Patmos, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-8436-0013-2.
Waldo Vieira: Projectiology: A Panorama Of Experiences Of The Consciousness Outside The Human Body. IAC 2002, ISBN 85-86019-58-5.[45]
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↑Textzitat aus »Erinnerungen, Träume, Gedanken« online einsehbar bei [1] (private Webseite).
↑O. Blanke, S. Ortigue, T. Landis, M. Seeck: Stimulating illusory own-body perceptions. In: Nature. Band 419, Nummer 6904, 2002, S. 269–270, doi:10.1038/419269a, PMID 12239558. Hirnforscher rufen „Out-of-Body“-Erfahrungen hervor. Auf: wissenschaft.de vom 19. September 2002. Das Schweizer Forschungsteam Blanke/Seeck erhielt für seine diesbezüglichen Arbeiten 2005 den international renommierten Schweizer Pfizerpreis im Bereich Neurologie, PDF (Memento vom 27. März 2018 im Internet Archive) und PDF (Memento vom 27. März 2018 im Internet Archive).
↑S. Bünning, O. Blanke: The out-of body experience: precipitating factors and neural correlates. In: Progress in brain research. Band 150, 2005, S. 331–350, doi:10.1016/S0079-6123(05)50024-4, PMID 16186034 (Review).
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↑siehe die jeweiligen Abschnitte zum Forschungsstand der in den Einzelnachweisen aufgeführten Literatur sowie: L. Levitan/S. LaBerge: Other Worlds. Out-Of-Body Experiences and Lucid Dreams (Memento vom 28. Februar 2009 im Internet Archive). In: Nightlight. 3:2-3, 1991, S. 4–11; S. J. Blackmore: OBEs, lucid dreams and imagery. Two surveys. In: Journal of the American Society for Psychical Research. 76:4, 1982, S. 301–317 (PDF); S.J. Blackmore: Spontaneous and deliberate OBEs: a questionnaire survey. In: Journal of the Society for Psychical Research. 53 (1986), S. 218–224 (PDF).
↑B. Lenggenhager u. a.: Video Ergo Sum: Manipulating Bodily Self-Consciousness. In: Science. 317, No. 5841 v. 24. August 2007, S. 1096–1099 (Abstract); H.H. Ehrsson: The Experimental Induction of Out-of-Body Experiences. In: Science. 317, No. 5841 v. 24. August 2007, S. 1048 (Abstract); dazu: „Außerkörperliche Erfahrung“ im Labor induziert (Memento vom 3. September 2007 im Internet Archive). In: aerzteblatt.de. v. 24. August 2007; siehe auch Video. (unter Weblinks).
↑D. Shells: A Cross-Cultural Study of Beliefs in Out-of-Body Experiences. In: Journal of the American Society for Psychical Research. 49 (1978), S. 697–741.
↑Englischer Originaltext: „Plato included in the 10th book of The Republic a rather detailed account of the case of Er, who was apparently killed in battle but revived before of the cremation of his body. He narrated experiences that corresponded in many ways to reports of what parapsychologiasts today called out-of-the-body experiences.“ in: Ian Stevenson: Research into the evidence of man's survival after death, The Journal of Nervous and Mental Disease, Vol. 165 Nr. 3, 1977, S. 153, rechte Spalte (PDF (Memento vom 10. Juli 2016 im Internet Archive))
↑Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945, Göttingen 2007, S. 622f.
↑Far Journeys. Doubleday, New York 1985, ISBN 0-385-23182-2. Deutsch: Der zweite Körper – Expedition jenseits der Schwelle. Heyne, München 2007, ISBN 3-453-70061-9. S. 13.
↑Patent US5213562A: Method of inducing mental, emotional and physical states of consciousness, including specific mental activity, in human beings. Angemeldet am 25. April 1990, veröffentlicht am 25. Mai 1993, Anmelder: Interstate Industries Inc, Erfinder: Robert A. Monroe.
↑Hyman, Ray (1996). "Evaluation of the Military's Twenty-year Program on Psychic Spying". Skeptical Inquirer 20: 21–26.
↑Jacobsen, Annie (2017). Phenomena: The Secret History of the U.S. Government's Investigations into Extrasensory Perception and Psychokinesis. Little, Brown and Company. ISBN 978-0-316-34936-9.
↑Raymond A. Moody: Life After Life. Covinda 1975; dt.: Leben nach dem Tod. Reinbek 1977.
↑Robert Todd Carroll: The Skeptic's Dictionary: A Collection of Strange Beliefs, Amusing Deceptions, and Dangerous Delusions, John Wiley & Sons, New Jersey (USA) 2003, S. 251, ISBN 0-471-27242-6, online (abgerufen am 15. Juni 2016).
↑Elisabeth Kübler-Ross. In: Jessica Bendiner, Elmer Bendiner: Biographical dictionary of medicine. Facts on file, New York/Oxford 1990, ISBN 0-8160-1864-2.
↑Jane Holden Kelley: Yaqui Women: Contemporary Life Histories. University of Nebraska Press, 1978, ISBN 978-0-8032-0912-1, S.24–25 (englisch).
↑Larry Baron: Slipping inside the Crack between the Worlds: Carlos Castaneda, Alfred Schutz, and the Theory of Multiple Realities. In: Journal of Humanistic Psychology. Band23, Nr.2, 1983, S.52–69, doi:10.1177/0022167883232007 (englisch, Online).
↑Edward H. Spicer: Review: The Teaching of Don Jaun: A Yaqui Way of Knowledge. In: American Anthropologist. Band71, Nr.2, April 1969, S.320–322 (englisch).
↑Michael Hozzel: Magie und Bewusstseinswandel in anthropologischer Sicht, Heidelberg, 1977.
↑Waldo Vieira: Projectiology: A Panorama Of Experiences Of The Consciousness Outside The Human Body. 1. Auflage. International Institute of Projectiology and Conscientiology, Rio de Janeiro 2002, ISBN 85-86019-58-5 (englisch, Projektiologie Online [PDF] Originaltitel: Projeciologia: Panorama das experiências da consciência fora do corpo humano. pt).Projektiologie Online (Memento vom 18. Dezember 2018 im Internet Archive)
↑Waldo Vieira: Projections of the Consciousness. 3. Auflage. International Academy of Consciousness, 2007, ISBN 978-1-93407950-8 (englisch, [IAC:Projections of the Consciousness (Memento vom 1. März 2012 im Internet Archive) Online] – Originaltitel: Projeções da Consciência. pt).Projections of the Consciousness (Memento vom 1. März 2012 im Internet Archive)
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Die Bach-Blütentherapie ([ˈbætʃ…] ⓘ oder [ˈbaχ…] ⓘ[1]) ist ein in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach ([ˈbætʃ] ⓘ) (1886–1936) begründetes und nach ihm benanntes alternativmedizinisches Verfahren ohne nachgewiesene pharmakologische Wirksamkeit. Laut Bachs zentraler These beruht jede körperliche Krankheit auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung.[2] Die Ursache dieser Störung sah er in einem Konflikt zwischen der unsterblichen Seele und der Persönlichkeit, und eine Heilung könne nur durch eine Harmonisierung auf dieser geistig-seelischen Ebene bewirkt werden.[3]
Bach beschrieb zunächst neunzehn Gemütszustände, erweiterte das Repertoire dann aber auf „38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur“. Diesen ordnete er Blüten und Pflanzenteile zu, die er in Wasser legte oder kochte und die so ihre „Schwingungen“ an das Wasser übertragen sollten. Aus diesen Urtinkturen wurden anschließend durch starke Verdünnung die sogenannten Blütenessenzen hergestellt.[4] Die Bach-Blütentherapie leitet sich von der Homöopathie ab, unterscheidet sich aber von dieser.[5]
Mehrere randomisierte kontrollierte Studien lieferten keine Hinweise auf eine tatsächliche pharmakologische oder medizinische Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie, diese geht nicht über den Placeboeffekt hinaus.[6] Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Bach-Blütentherapie als unplausibel eingestuft.[7] Die ihr zugrunde liegenden Konzepte gelten als pseudowissenschaftlich.[8]
Geschichte
Bach entwickelte seine Therapie in den 1930er Jahren. Als Anhänger der Lehren von Carl Gustav Jung wählte er die Pflanzen nach eigenen Angaben „intuitiv“ danach aus, welche „positiven archetypischen Seelenkonzepte“ sie verkörpern. Nach seinem Tod 1936 verschwand die Therapie zunächst in der Bedeutungslosigkeit.
Ende der 1970er Jahre wurde die Bach-Blütentherapie dann wieder durch den Esoterikjournalisten Wulfing von Rohr vertreten und in der Folge von der Hamburger Heilpraktikerin Mechthild Scheffer vermarktet. Weitere Popularitätsschübe erfuhr sie im deutschsprachigen Raum seit Mitte der 1980er Jahre durch Berichte in der Boulevard- und Regenbogenpresse und durch eine Vorstellung in drei aufeinanderfolgenden Ausgaben der damals sehr populären Sat.1-Talkshow Schreinemakers Live im Juni 1995.[9] In den Tagen nach der Ausstrahlung der Sendungen stieg die Nachfrage nach Bach-Blütenessenzen in Apotheken auf das Drei- bis Zehnfache an. Das Dr. Edward Bach Center in Hamburg verzeichnete nach eigenen Angaben statt der zuvor üblichen 1000 Anfragen nach der Ausstrahlung der Sendungen 80.000 schriftliche Anfragen pro Monat.[10]
Quälende Gedanken hinter einer Fassade von Fröhlichkeit
2
Aspen
Espe / Zitterpappel
Angst vor unbekannten Dingen
3
Beech
Rotbuche
Intoleranz
4
Centaury
Tausendgüldenkraut
die Unfähigkeit, „nein“ zu sagen
5
Cerato
Bleiwurz
Mangel an Vertrauen in die eigenen Entscheidungen
6
Cherry Plum
Kirschpflaume
Angst davor, innerlich loszulassen
7
Chestnut Bud
Rosskastanienknospe
Unfähigkeit, aus Fehlern zu lernen
8
Chicory
Wegwarte
Besitzergreifende Persönlichkeit
9
Clematis
Gewöhnliche Waldrebe
Tagträumerei
10
Crab Apple
Holzapfel
Gefühl innerlicher und äußerlicher Unreinheit, „Reinigungsblüte“
11
Elm
Englische Ulme
Gefühl, einer Aufgabe nicht gewachsen zu sein
12
Gentian
Herbstenzian
Skepsis, Zweifel, Entmutigung
13
Gorse
Stechginster
Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung
14
Heather
Schottisches Heidekraut
Selbstbezogenheit
15
Holly
Europäische Stechpalme
Hass, Eifersucht, Misstrauen
16
Honeysuckle
Geißblatt
Sehnsucht nach Vergangenem
17
Hornbeam
Hainbuche
Müdigkeit, aufschieben von Dingen, die getan werden müsse
18
Impatiens
Drüsiges Springkraut
Ungeduld
19
Larch
Europäische Lärche
Mangel an Selbstvertrauen
20
Mimulus
Gefleckte Gauklerblume
spezifische Ängste, die benannt werden können
21
Mustard
Ackersenf
nicht zu erklärende Melancholie
22
Oak
Eiche
der niedergeschlagene, erschöpfte Kämpfer, der nie aufgibt
23
Olive
Ölbaum
totale Erschöpfung von Körper und Geist
24
Pine
Schottische Kiefer
Schuldgefühle
25
Red Chestnut
Rote Kastanie
übertriebene Sorge um andere
26
Rock Rose
Gelbes Sonnenröschen
akute Angstzustände, Panikgefühle
27
Rock Water
Fels-Quellwasser
Selbstverleugnung, unterdrückte Bedürfnisse
28
Scleranthus
einjähriger Knäuel
Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
29
Star of Bethlehem
Doldiger Milchstern
Nachwirkungen körperlicher oder seelischer Schocks
30
Sweet Chestnut
Esskastanie / Edelkastanie
tiefste Verzweiflung
31
Vervain
Eisenkraut
Übereifer, Raubbau an den eigenen Kräften
32
Vine
Weinrebe
Dominanz und Rücksichtslosigkeit
33
Walnut
Walnuss
Schutz vor Veränderungen und ungewollten Einflüssen
34
Water Violet
Wasserfeder
Stolz und Überlegenheitsgefühle
35
White Chestnut
Weißblühende Rosskastanie
unaufhörlich kreisende Gedanken
36
Wild Oat
Waldtrespe
Unbestimmtheit der eigenen Ambitionen
37
Wild Rose
Hecken-Rose
Teilnahmslosigkeit, Apathie, Resignation
38
Willow
Gelbe Weide
Selbstmitleid und Verbitterung
Bach ordnete den von ihm postulierten negativen Seelenzuständen, die für alle Leiden und Krankheiten verantwortlich sein sollen, jeweils eine „Essenz“ zu, die eine „Harmonisierung“ fördern soll. Traditionell tragen die nummerierten Essenzen englische Namen und sind unterschiedlichen Anwendungsgebieten zugeordnet. Im Gegensatz zum Simile-Prinzip in der Homöopathie sollen diese Essenzen als positiver Gegenpol eine Harmonisierung negativer Seelenzustände direkt bewirken. Kritiker führen an, dass der moralisierende Charakter dieses Konzeptes seelischen Druck auf Erkrankte ausüben kann, da das eigene, persönliche Verhalten als ursächlich für Krankheiten angesehen wird.[13]
Die Bach-Blütentherapie wird üblicherweise nicht zur Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gezählt. Die verwendeten Pflanzenteile sind in der Regel keine bekannten Heilpflanzen und wurden von Edward Bach auch nicht als solche ausgewählt.[14]
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche „neue Essenzen“ auf dem Markt erschienen, die sich bezüglich ihrer Herstellung an die Bach-Blüten anlehnen, allerdings nicht im Kanon von Bach enthalten sind.
Systematik
Bach postulierte 37 Essenzen aus 37 Blüten und eine Essenz aus Fels-Quellwasser (Rock Water) ohne Zugabe von Blüten. Zusätzlich bestimmte er eine Kombination aus fünf Essenzen die sogenannten Notfalltropfen („Rescue Remedy“), die Angst und Stress entgegenwirken sollen.[12] Die 38 Essenzen ordnete er in jeweils bestimmte Gemütszustände bzw. psychische Zustände ein, die die Hauptursache für die jeweilige Krankheit seien.[12]
Die Essenzen sollten damit bei der Überwindung dieser Gemütszustände helfen. Beispiele für einzelne verwendete Blüten sind Gemeiner Odermennig (Agrimony), Lärche (Larch), Ackersenf (Mustard), Weinrebe (Vine) oder Heckenrose (Wild Rose). Der Gemeine Odermennig soll bei Angst vor Konflikten, bei Unehrlichkeit oder Überspielen persönlicher Probleme mit Verdrängung sowie bei Verspannungen und Verkrampfungen eingesetzt werden. Die Lärche hingegen helfe bei Minderwertigkeitsgefühlen, Schüchternheit und Zaghaftigkeit. Die Heckenrose helfe bei Personen, die an Antriebslosigkeit, Resignation und „krankhafter Schicksalsergebenheit“ litten.[7][15]
Herstellung
Die einzelnen Blüten werden heute noch an den ehemals von Bach festgesetzten Standorten gesammelt und nach den von Bach beschriebenen Potenzierungsmethoden rituell verarbeitet. Ursprünglich sammelte Bach Tautropfen von Blüten und konservierte sie zunächst in Alkohol (Brandy). Er ging davon aus, dass die in den Blütenblättern innewohnenden Heilkräfte in den auf ihnen liegenden Tautropfen übergingen, wenn sie von der Morgensonne beschienen würden.[12]
Die Methode wurde später verändert: Bei der Sonnenmethode werden die Blüten etwa drei bis vier Stunden lang in eine mit (Quell)wasser gefüllte Schale gelegt und diese in die Sonne gestellt. Bei der Kochmethode werden die Pflanzenteile (Blüten mit dem ganzen Zweig)[12] eine halbe Stunde in Wasser erhitzt. Die letztere Methode wird für holziges Pflanzenmaterial oder bei Pflanzen angewendet, die zu einer sonnenarmen Jahreszeit blühen.
Laut Bach sollen die Pflanzen ihre „Schwingungen“ als „heilende Energie“ an das Wasser abgeben, nicht die pharmakologischen Eigenschaften der Blüten für eine Wirkung verantwortlich seien.[14] Das Wasser wird anschließend mit einem gleich großen Anteil Alkohol als Konservierungsmittel versetzt. Diese Urtinktur wird 1:240 verdünnt, um die eigentlichen Blütenessenzen herzustellen, und ähnelt in diesem Punkt der Homöopathie, mit der Bach sich intensiv beschäftigt hatte. Aus fünf Litern Wasser, in welche die Blüten gelegt wurden, entstehen nach Hinzufügen von fünf Litern Alkohol und anschließender Verdünnung schließlich 2.400 Liter Blütenessenz. Im Gegensatz zur Homöopathie wird aber nicht weiter verdünnt oder verschüttelt.[12]
Wirksamkeit
In klinischen Studien zeigte sich keine über den Placeboeffekt hinausgehende Wirksamkeit von Bach-Blütenessenzen.[4][6][16][17]
Für eine gezielte Behandlung von Krankheiten ist gemäß Stiftung Warentest die Bach-Blütentherapie nicht empfehlenswert.[18]
Die Kosten einer Behandlung werden von einigen deutschen Krankenkassen übernommen. Dies wird jedoch mit Kundenfreundlichkeit und nicht mit der Wirksamkeit der Bach-Blütentherapie begründet.[19] Der IGeL-Monitor des MD Bund (Medizinischer Dienst Bund) hatte zuletzt 2015 die Studienlage der Bach-Blütentherapie bezüglich einer möglichen, positiven Beeinflussung verschiedener Krankheiten mit „unklar“ bewertet.[20] Zwar zeige sie selbst keine direkten Nebenwirkungen, wirke aber nicht besser als eine Scheinbehandlung. Zudem warnt der IGel-Monitor vor sogenannten indirekten Schäden, die entstehen könnten, wenn beispielsweise sinnvolle und notwendige Behandlungen unterbleiben.[20]
Literatur
Edzard Ernst, M. Pittler, B. Wilder (Hrsg.): The Desktop Guide to Complementary and Alternative Medicine. 2. Auflage. Elsevier 2006, ISBN 0-7234-3383-6.
↑Bachblütentherapie, die. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache. Abgerufen am 25. Juli 2025.
↑Edward Bach: Heile Dich selbst. Die geistige Grundlage der Original-Bach-Blütentherapie. Übersetzt von Karl Friedrich Hörner. 2000, ISBN 3-7205-2119-2.
↑Theodor Dingermann u. a. (Hrsg.): Pharmazeutische Biologie. Molekulare Grundlagen und klinische Anwendung. Springer, 2002, ISBN 3-540-42844-5, S. 12.
↑ abEdzard Ernst: “Flower remedies”: a systematic review of the clinical evidence. In: Wiener Klinische Wochenschrift. Band114, Nr.23–24, 30. Dezember 2002, S.963–966, PMID 12635462 (englisch).
↑Edzard Ernst: Heilung oder Humbug?: 150 alternativmedizinische Verfahren von Akupunktur bis Yoga. 1. Auflage. Springer, Berlin 2020, ISBN 978-3-662-61708-3, S.108–110, doi:10.1007/978-3-662-61709-0.
↑ abEdzard Ernst: Bach flower remedies: a systematic review of randomised clinical trials. In: Swiss Medical Weekly. Band140, 2010, S.w13079, doi:10.4414/smw.2010.13079, PMID 20734279 (englisch).
↑ abEdzard Ernst, M. Pittler, B. Wilder (Hrsg.): The Desktop Guide to Complementary and Alternative Medicine. 2. Auflage. Elsevier, 2006, S. 306.
↑Richard Monvoisin: [Bach flower remedies: a critic of the pseudoscientific, pseudomedicinal concepts and philosophical postures inducted by Dr Bach theory]. In: Annales Pharmaceutiques Francaises. Band63, Nr.6, November 2005, S.416–428, doi:10.1016/s0003-4509(05)82310-7, PMID 16292234 (französisch).
↑Mechthild Scheffer: Die Original Bach-Blüten-Therapie für Einsteiger. Hugendubel, 2002, ISBN 3-7205-2330-6.
↑ abcdefEdzard Ernst: Lexikon der Homöopathie. In: Homöopathie - die Fakten [unverdünnt]. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-54945-2, S.137–141, doi:10.1007/978-3-662-54946-9_11.
↑Krista Federspiel: Bach-Blütentherapie (Memento vom 24. Juli 2008 im Internet Archive) 2002. Informationsblatt der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, abgerufen am 13. August 2012.
↑ abC. Jänicke, J. Grünwald, B. Brendler: Handbuch Phytotherapie. Indikationen – Anwendungen – Wirksamkeit – Präparate. Stuttgart 2003, ISBN 3-8047-1950-3.
↑Alternative Medizin. In: Der Brockhaus. F. A. Brockhaus, Mannheim 2008, ISBN 978-3-7653-3291-3.
↑Kylie Thaler et al.: Bach Flower Remedies for psychological problems and pain: a systematic review. In: BMC Complement Altern Med. Band9, 2009, S.16, doi:10.1186/1472-6882-9-16, PMID 19470153, PMC 2695424 (freier Volltext) – (englisch).