Als Energiekörper oder Aura (zu altgriechischαὔρα‚Lufthauch‘) eines Menschen wird in verschiedenen esoterischen Publikationen eine Ausstrahlung bezeichnet, die für psychisch oder anderweitig entsprechend empfindsame („synästhetische“ oder „sichtige“) Menschen als Farbspektrum, das den Körper wolken- oder lichtkranzartig umgibt, wahrnehmbar sein soll.
Nach Ansicht der meisten Vertreter der Energiekörperlehre besteht dieser aus mehreren Schichten, die eng mit den Chakren des Menschen verknüpft sind und mit den Überlegungen zur Feinstofflichkeit in Bezug stehen. Häufig ist daher die Ansicht, die Aura des Menschen bestehe aus sieben Schichten, die den sieben Hauptchakren entsprechen. Manche Schichtenkonzepte weichen davon ab. So gibt es verschiedene Systeme, in denen drei bis neun Schichten beschrieben werden.
Naturwissenschaftlich lassen sich solche Energiekörper und deren behauptete Wirkung nicht darstellen. Auch die angenommene Ausstrahlung eines Lichtkranzes, die manchmal mittels Kirlianfotografie abgebildete Koronaentladung, ist nicht naturwissenschaftlich nachgewiesen. Allerdings kann bei lebenden Wesen, Tieren wie Pflanzen, eine ultraschwache Photonen-Emission nachgewiesen und „fotografiert“ werden.[1][2]
Die Geistheilerin Barbara Ann Brennan beschreibt die Aura als System von neun Körpern.[3] Der Begriff Aura findet sich auch in der Anthroposophie.[4]
Astralleib in der vedischen Philosophie
Im Verständnis der Vedanta gliedert sich der Mensch in drei Körper und fünf Hüllen (Pancha Koshas Sanskritपञ्चpañca, deutsch ‚fünf‘ und Sanskritकोशkośa, deutsch ‚Behältnis’ ‚Eimer‘ ‚Gefäß‘ ‚Schatztruhe‘ ‚Faß‘‘) auf.
Die Körper und die beinhaltenden Hüllen:
physischer Körper (Sthula Sharira), das ist die Nahrungshülle (Annamaya Kosha).
Astralkörper (Sukshma Sharira bzw. Linga Sharira), besteht aus der Energiehülle (Pranamaya Kosha), der geistig-emotionalen Hülle (Manomaya Kosha) und der intellektuellen Hülle (Vijnanamaya Kosha oder Buddhimaya Kosha)
Kausalkörper (Karana Sharira), bestehend aus der Wonnehülle (Anandamaya Kosha)
Dabei sind Lingasharira (zu Sanskritलिङ्गशरीरliṅga-śarīra, deutsch ‚strahlend, leuchtender Körper‘), eine weitere Bezeichnung ist Sukshma Sharira (Sanskritसूक्ष्मशरीरsūkṣma-śarīra, deutsch ‚feinstofflicher Körper‘) Teil eines im Umfeld der vedischen Philosophie bzw. Religionen geteilten Vorstellung eines Modells der drei Körper und deren fünf Hüllen (Koshas, siehe auch Geschichte des Hinduismus).
In dieser Vorstellung scheidet sich der physische, grobstoffliche Körper (Sthula Sharira Sanskritस्थूलशरीरsthūla-śarīra) von einem feinstofflichen Körper oder Astralkörper (Sukshma Sharira bzw. Linga Sharira) und den Kausalkörper Karana Sharira (Sanskritकारणशरीरkāraṇa-śarīra) ab.[5]
Reiki
Im westlichen Reiki werden meist die vier Ebenen ätherische Aura (Ätherkörper), emotionale Aura (Emotionalkörper, Gefühlskörper oder Astralleib), mentale Aura (Mentalkörper) und spirituelle Aura (spiritueller Körper, Kausalkörper) unterschieden. Im älteren japanischen Reiki wird mit dem dreiteiligen Dantian-/Hara-Modell gearbeitet.
Siehe auch
Astralleib
Synästhesie
Literatur
Ralph Skuban: Der Energiekörper. Die Aktivierung der feinstofflichen Kraftzentren. Grafing 2014
Alice Bailey: Telepathie und der Ätherkörper. Lucis Verlag, 3. Auflage (1989), ISBN 978-2-88289-046-7.
Arthur E. Powell: Der Astralkörper. Aquamarin, 2002, ISBN 978-3-89427-224-1.
Barbara Ann Brennan: Licht-Arbeit: Heilen mit Energiefeldern. Goldmann Verlag, München 1998, ISBN 978-3-442-14151-7.
Walter E. Butler: Die Aura sehen und deuten. Aurinia-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-937392-58-5.
E.G. Milán, O. Iborra, M. Hochel, M.A. Rodríguez Artacho, L.C. Delgado-Pastor, E. Salazar, A. González-Hernández: Auras in mysticism and synaesthesia: A comparison. Consciousness and Cognition, 2012; 21 (1): 258 doi:10.1016/j.concog.2011.11.010, PMID 22197149
↑V. Salari, V. Seshan, L. Frankle, D. England, C. Simon, D. Oblak: Imaging Ultraweak Photon Emission from Living and Dead Mice and from Plants under Stress. In: The Journal of Physical Chemistry Letters. Band16, Nr.17, 1. Mai 2025, S.4354–4362, doi:10.1021/acs.jpclett.4c03546.
↑Barbara Ann Brennan: Licht-Arbeit. 1998. S. 88 ff.
↑Rudolf Steiner: Die Aura des Menschen. In: Diane von Weltzien (Hrsg.): Das große Praxisbuch der Aura- und Chakra-Arbeit. Goldmann TB, München 1993, S. 109–123
↑Eintrag Körper. Yogawiki [1] abgerufen am 7. August 2021
Die vier Versprechen (Originaltitel: "The Four Agreements: A Practical Guide to Personal Freedom") ist ein Selbsthilfebuch des mexikanischen Autors Miguel Ángel Ruiz, das 1997 in den Vereinigten Staaten erschien. Das Werk basiert auf der Weisheitslehre der Tolteken, eines indigenen Volkes aus dem präkolumbischen Mesoamerika, und zählt heute zu den meistverkauften spirituellen Ratgebern weltweit.[1]
Inhalt und Aufbau
Das Buch gliedert sich in zwei Hauptteile:
eine Einführung in die toltekische Weltanschauung sowie
die Darstellung der vier zentralen Lebensprinzipien, die Ruiz als „Versprechen“ (agreements) bezeichnet. Überzeugungen, die man mit sich selbst schließt und die das eigene Handeln, Denken und Fühlen grundlegend prägen.
Ruiz argumentiert, dass Menschen von Kindheit an durch Konditionierung, oder auch „Zähmung“ (domestication), ein System von Glaubenssätzen internalisieren, das Leiden, Selbstzweifel und Konflikte erzeugt. Dieser kollektive Traum der Gesellschaft, den er als El sueño del Planeta (den Traum des Planeten) bezeichnet, halte Menschen in einem Zustand der Unfreiheit gefangen. Die vier Versprechen sollen einen Ausweg aus diesem Traum bieten.
Die vier Versprechen
1. Sei tadellos mit deinem Wort (Be impeccable with your word)
Das erste und nach Ruiz grundlegende Versprechen fordert, ausschließlich Wahres und Wohlwollendes zu sprechen. Sowohl gegenüber anderen als auch gegenüber sich selbst. Worte besitzen nach toltekischer Auffassung eine schöpferische Kraft. Klatsch, Lügen und Selbstkritik werden als Formen schwarzer Magie verstanden, die Schaden anrichten. Tadellos zu sein bedeutet demnach, das Wort im Dienst von Wahrheit und Liebe einzusetzen.
2. Nimm nichts persönlich (Don’t take anything personally)
Das zweite Versprechen basiert auf der Einsicht, dass das Verhalten anderer Menschen primär Ausdruck ihrer eigenen Realität und ihrer inneren Welt ist und nicht der des Gegenübers. Wer nichts persönlich nimmt, ist immun gegen Meinungen, Kritik und Handlungen anderer und befreit sich von unnötigem Leiden. Ruiz fasst dies in dem Satz zusammen: „Was andere über dich sagen und tun, ist eine Projektion ihrer eigenen Realität.“
3. Mache keine Annahmen (Don’t make assumptions)
Das dritte Versprechen ermutigt dazu, offen nachzufragen, anstatt Situationen und Absichten anderer vorschnell zu interpretieren. Falsche Annahmen führen zu Missverständnissen, Drama und emotionalem Schmerz. Die Alternative ist klare oder auch direkte Kommunikation. Dies erfordert jedoch manchmal Mut.
4. Tue stets dein Bestes (Always do your best)
Das vierte Versprechen relativiert die drei vorherigen. Das „Beste“ variiert je nach Tagesform, Gesundheitszustand und Lebensumständen. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern das aufrichtige Bemühen im jeweiligen Moment. So vermeidet man Selbstverurteilung und Reue.
Hintergrund
Miguel Ángel Ruiz (* 27. August 1952 in Mexiko) stammt aus einer Familie von Heilern und Schamanen in der Tradition der Tolteken. Er studierte zunächst Medizin und war als Chirurg tätig, bevor ein schwerer Autounfall ihn dazu brachte, sich intensiv mit dem spirituellen Erbe seiner Mutter, einer Heilerin (Curandera), auseinanderzusetzen. Unter der Führung eines Nagual (eines toltekischen Meisterschamanen) erlangte er eine tiefere Kenntnis der Tolteken-Lehren, die er fortan in Büchern und Seminaren verbreitete. Ruiz lebt heute in den USA und gibt regelmäßig Workshops und Retreats.[2]
Rezeption
Das Buch erschien 1997 im Verlag Amber-Allen Publishing und entwickelte sich zu einem internationalen Bestseller. Es wurde in über 45 Sprachen übersetzt, weltweit wurden mehr als 10 Millionen Exemplare verkauft. Die deutsche Übersetzung erschien unter dem Titel „Die vier Versprechen“ und erlangte besonders im deutschsprachigen Raum in der New-Age- und Selbsthilfe-Szene große Popularität.[3]
Oprah Winfrey empfahl das Buch mehrfach in ihrer Sendung und trug maßgeblich zu seiner Verbreitung in den USA bei. Das Werk steht seit Jahren auf der New York Times Bestsellerliste.[4]
Kritiker hingegen bemängeln, dass die Prinzipien zwar eingängig formuliert, aber inhaltlich zu vereinfacht sind. Die historische Verbindung zu toltekischer Tradition wird von einigen Religionswissenschaftlern und Kulturhistorikern als freie Interpretation gewertet, die wenig mit dem tatsächlichen, überlieferten Wissen über die Tolteken gemein habe.[5][6]
Mit Direkte Schrift wird eine okkultistische oder esoterische Technik bezeichnet, mit der ein durch ein Medium herbeigerufener Geist eine Nachricht an die Anwesenden ohne körperliche Mitwirkung eines Anwesenden direkt übermitteln können soll.
Unterschied zur „automatischen Schrift“
Die direkte Schrift wurde, genau wie die Automatische Schrift im 19. und frühen 20. Jahrhundert in spiritistischen Kreisen als Möglichkeit gesehen mit den Geistern Verstorbener Kontakt aufzunehmen. Der grundlegende Unterschied zwischen beiden Praktiken besteht darin, dass die direkte Schrift ohne die Einwirkung eines Mediums vonstattengehen soll, sodass der zuvor angerufene Geist direkt seine Botschaft aufschreibt.
Praxis der direkten Schrift
Nach der Anrufung der Geister, mit denen Kontakt aufgenommen werden sollte, gab es verschiedene Möglichkeiten der Darstellung der Nachricht: Max Dessoir berichtet von einem Besuch bei dem Medium Henry Slade, bei dem dieser ein Stück Schiefer zwischen zwei Tafeln gelegt hatte, diese zusammendrückte und an das Ohr Dessoirs hielt, damit er die Schreibgeräusche im Inneren hören konnte. Nach einiger Zeit wurden die Tafeln wieder aufgeklappt und es war ein französischer Text lesbar. Eine zweite Variante besteht darin, eine Tafel mit einem Stück Schiefer unter den Tisch zu drücken, um den sich die Gruppe versammelte, auf die Schreibgeräusche und deren Beendigung zu warten und anschließend die Nachricht zu lesen.[1]
Wissenschaftliche Untersuchungen
Der Physiker und Astronom Karl Friedrich Zöllner war einer der ersten Wissenschaftler, der sich mit der Untersuchung von paranormalen Erscheinungen befasste. Er führte in den Jahren 1877 und 1878 in Leipzig zusammen mit dem amerikanischen Trickbetrüger Henry Slade mehrere Versuche durch, diese wurden von den Physikern Gustav Theodor Fechner und Wilhelm Eduard Weber und dem Mathematiker Wilhelm Scheibner wissenschaftlich begleitet. Zöllner beschrieb später mehrere derartige Versuche, die in der Wohnung seines Freundes O. v. Hoffmann stattfanden.[2] Er erwähnte darin, dass das Medium in eine Volltrance verfällt, die Zuschauer um einen kleinen Tisch herum saßen und dabei ihre Hände lose übereinanderlegten. Diese Beschreibung ist der des Tischrückens ähnlich. Auf dem Tisch selbst soll sich ein Bleistift, der von einem Ektoplasmaschleier umgeben war, zum selbstständigen Schreiben angesetzt haben. Für Versuchsaufbau und die Interpretation wurde Zöllner zwar stark kritisiert, löste aber trotzdem mit seiner Beschreibung eine Welle der Begeisterung für Spiritismus aus, vor allem in und um Leipzig und bei den dort beheimateten Verlagen.
Einzelnachweise
↑Priska Pytlik, Okkultismus und Moderne, Ein kulturhistorisches Phänomen und seine Bedeutung für die Literatur um 1900, Paderborn 2005, S. 81.
↑Corinna Treitel: A Science for the Soul – Occultism and the Genesis of the German Modern, Johns Hopkins University Press, Baltimore und London 2004, S. 3–17
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur Erzählung von E. T. A. Hoffmann siehe Der Elementargeist.
Der 1903 eingeweihte Undine-Brunnen im Kurpark Baden. Der Bildhauer Josef Valentin Kassin ließ sich von Friedrich de la Motte Fouqués Kunstmärchen Undine (1811) inspirieren, einer der bekanntesten literarischen Verarbeitungen des Elementargeistermotivs.
Als Elementargeist, Elementarwesen oder Elemental[1] wird ein Geistwesen bezeichnet, das in einem der vier Elemente leben bzw. wirken soll. Die Begriffe „Elementargeist“, „Naturgeist“ und „Naturdämon“ werden häufig synonym gebraucht.[2][3] Die Vorstellung von Elementargeistern stammt ursprünglich aus dem spätantiken Neuplatonismus und wurde von frühneuzeitlichen Naturphilosophen wieder aufgegriffen. Besonders die Elementargeisterlehre des Paracelsus erreichte große Popularität und hatte Einfluss auf spätere literarische Werke, insbesondere der Romantik.
Elementargeister sind Gestalten der Naturphilosophie und der Literatur, in Volksglauben und Volkserzählungen kommen sie nicht vor. Dennoch wird der Begriff in der Volkskunde zuweilen als Sammelbezeichnung für Wesen benutzt, die als mit den Elementen verbunden gelten, etwa für Wassergeister wie Nixen und Najaden.[4]
Elementargeister spielen auch in verschiedenen Formen von Neuheidentum und moderner Esoterik eine Rolle, etwa in der Anthroposophie.
Elementargeister in der Philosophie
Im Epinomis, einem griechischen Werk aus dem 4. Jh. v. Chr., wird der Kosmos den Elementen entsprechend in Sphären eingeteilt, in denen verschiedene Wesen leben sollten. Von oben nach unten sind dies Feuer (Götter), Äther (Daimones), Luft und Wasser (Halbgötter) sowie Erde (Menschen, Tiere, Pflanzen).[5] Die eigentliche Idee der Elementargeister wurde schließlich in der Spätantike durch Iamblichos von Chalkis entworfen und durch Proklos weiterentwickelt. Diese Neuplatoniker gingen davon aus, dass es über den Stoffdämonen, die in Tieren und Pflanzen leben, auch Elementardämonen gebe, die sich in Elementen wie Feuer, Wasser, Erde und Luft aufhalten.[6] Die stoicheia, vor denen Paulus im Galaterbrief warnt, werden teilweise als „Elementargeister“ übersetzt.[7]
Johannes Trithemius versuchte in seinem Buch von den acht Fragen (Liber octo questionum, 1515), die Elementargeisterlehre mit der mittelalterlich-christlichen Dämonologie zu verbinden. Er entwirft eine Systematik, in der die gefallenen Engel beim Höllensturz in den verschiedenen Elementen hängenbleiben, und unterscheidet entsprechend sechs Geschlechter der „bösen Geister“: Igneum, Aerum, irdische Teufel, Aquaticum, Subterraneum und Lucifugium.[8] Bei Agrippa von Nettesheim ist die humanistische Entdämonisierung der Elementargeister schon weit fortgeschritten. In seinem Werk De occulta philosophia (1531) unterscheidet er die vier Klassen der Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdgeister. Als Herrscher über die Elemente und ihre Geister verortet er die vier Engel Seraph/Nathaniel (Feuer), Tharsis (Wasser), Cherub (Luft) und Ariel (Erde).[9][10]
Die Vorstellung von Elementargeistern ist vor allem durch Paracelsus populär geworden, der mit seinem Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris, et de caeteris spiritibus (1566) eine umfassende Systematik vorgelegt hatte.[11]
Systematik der Elementargeister nach Paracelsus[12][13]
Element („Chaos“)
Name der Elementargeister
Wahrer Name der Elementargeister
Missgestaltete Varietät („Monstra“)
Wasser
Nymphen
Undinen
Sirenen, Meermönche
Luft
Sylphen
Sylvesteres („Waldleute“)
Riesen
Erde
Pygmäen
Gnomen
Zwerge
Feuer
Salamander
Vulcani
Irrlichter
Paracelsus weist jedem der vier klassischen Elemente (von ihm in esoterischer Neubesetzung Chaos genannt[14]) eine Art von Geistern zu. Für jede der vier Arten nennt er einen angeblich bekannten Namen, den eigentlich wahren Namen und eine missgestaltete Abart. Tatsächlich handelt es sich bei vielen dieser Namen um von ihm erfundene Neologismen bzw. um bewusste Neubesetzungen klassischer Bezeichnungen. Terminologie, Systematik und Inhalt dieser Geisterlehre stellen weitgehend eine Eigenkreation des Paracelsus dar, es gibt nur wenige Anknüpfungspunkte an die Bibel, die antike Überlieferung, zeitgenössische Gelehrte und den mittelalterlichen Volksglauben.[15] Eine Parallele besteht insbesondere zu Agrippa von Nettesheim: Genau wie dieser, aber anders als die zeitgenössischen Autoren Trithemius und Martin Luther erklärt Paracelsus die Elementargeister nicht mehr als Teufel, sondern verortet sie positiv als von Gott geschaffene Wesen.[16][17][18] Sie erfüllen ihm zufolge eine Reihe von Funktionen, helfen etwa den Menschen bei der Gotteserkenntnis, bewachen die Schätze der Natur und dienen als Vorboten.[19] Der Liber de nymphis kombiniert dadurch naturphilosophische und theologische Ausrichtungen.[20]
Paracelsus zufolge seien die Elementargeister den Menschen sehr ähnlich beschaffen: Wie die Menschen besitzen sie einen körperlichen Leib und einen Astralleib. Ihr Körper bestehe allerdings aus einem „subtilen Fleisch“, das es ihnen ermöglicht, sowohl in ihrem Element als auch in der Menschenwelt zu existieren. Anders als etwa bei Agrippa von Nettesheim[21] besteht der Körper von Elementargeistern nach Paracelsus also nicht aus dem jeweiligen Element, sondern ist feinstofflicher, damit die Geister sich durch das Element hindurch bewegen können.[22] Die Elementargeister seien den Menschen zudem nicht nur in Aussehen und Ernährungsweise ähnlich, sondern lebten auch in einer geordneten Gesellschaft und gingen Arbeiten nach.[23]
Der Hauptunterschied zwischen Menschen und Elementargeistern besteht nach Paracelsus darin, dass letztere keine Seele besitzen und damit trotz ihrer Langlebigkeit keinen Anteil am Ewigen Leben haben. Sie können allerdings eine Seele erhalten, wenn sie mit Menschen die, von Paracelsus als Sakrament verstandene, Ehe eingehen und Kinder zeugen. Daher seien die Elementargeister begierig danach, Menschen zu verführen. Insbesondere in seiner Beschreibung der weiblichen Wassergeister schließt er hier an das Erzählmotiv der Mahrtenehe an.[24][25] Paracelsus bespricht ausschließlich die Situation, in der eine Geisterfrau durch einen Menschenmann eine Seele erhält. Die umgekehrte Konstellation wird von ihm zwar nicht ausdrücklich abgelehnt, scheint ihm aber als unmöglich gegolten zu haben.[26] Paracelsus folgte hier wohl einer verbreiteten theologischen Lehre, der zufolge Frauen weniger Ebenbild Gottes seien als Männer und daher Männer als Vermittler zu Gott bräuchten. Über die Ehe mit einer Menschenfrau könne ein Geistermann also keine Seele gewinnen.[27]
In der Folge wurden weitere Elementargeisterlehren von Oswald Croll, Georg Stjernhelm und anderen aufgestellt.[28]
Diese Arten von Rationalisierung verliehen Elementargeistern Plausibilität im wissenschaftlichen Weltbild der Frühen Neuzeit. Mit zunehmendem Fortschritt der Naturwissenschaften wurde der Glaube an sie aber für viele nicht mehr haltbar.[29]
Elementargeister in der Kunst
Insbesondere die Elementargeisterlehre des Paracelsus wurde von späteren Dichtern und Schriftstellern rezipiert. So lässt Goethe in der Studierzimmerszene 1 Faust die vier Geister Salamander, Undene, Sylphe und Kobold beschwören,[30] nachdem er bereits in der Nachtszene den Erdgeist beschworen hatte. Friedrich de la Motte Fouqué beschreibt in seinen Werken Undine (1811) und Sophie Ariele (1825) die Liebe seelenloser Nymphen und Sylphiden zu menschlichen Männern.[31] Auch Eduard Mörike (Die Regenbrüder 1839, Die Historie von der schönen Lau 1853) und Hans Christian Andersen (Die kleine Meerjungfrau 1837) behandeln die Beseelung von Elementargeistern.[32] Dazu kommen ähnliche Geschichten um Wasserfrauen wie Loreley (Lore Lay 1800, Die Lore-Ley 1824) und Melusine. Die Popularität der Elementargeister in der deutschen Literatur um 1800 wurde unter anderem durch den großen Erfolg von Karl Friedrich Henslers 1798 uraufgeführter Oper Das Donauweibchen ausgelöst. Die Geschichten stehen einerseits in einer Kontinuität mit den frühneuzeitlichen Volksbüchern zur Melusinensage, verhandeln andererseits aber auch zeitgenössische Themen.[33]
Zu diesen Themen gehört die Frage danach, was den Menschen als solchen ausmacht. Um 1800 debattierten Philosophen und Naturwissenschaftler darüber, wie der Zusammenhang bzw. die Grenze zwischen Mensch und Natur, Körper und Geist, sowie Materie und Leben beschaffen sei. Den Autoren der Romantik boten sich die Elementargeister als Kontrastfiguren zum Menschen an, da es sich bei diesen um menschenähnliche Wesen handelt, die sowohl mit der geistigen als auch mit der elementaren (d. h. materiellen) Welt verbunden sind. Das Auftreten von Elementargeistern legt nahe, dass der Unterschied zwischen den genannten Begriffspaaren hier nur als graduell, nicht als absolut vorgestellt wird.[34] Besonders deutlich zeigt sich dies in Fouqués Undine: Hier treten Wassergeister auf, die gleichermaßen in Gestalt von Gewässern, Gegenständen, Menschen und Tiere erscheinen können. Erzählt wird außerdem, inwiefern sich Undines Charakter nach dem Erlangen einer Seele ändert und wie nicht. Die menschlichen Protagonisten der Erzählung erscheinen zudem eher passiv und reagieren meist nur auf das durchaus vernunftbasierte Handeln der Elementargeister. Die Landschaft ist hier nicht einfach Kulisse der Erzählung, sondern greift in Form von Elementargeistern aktiv in die Handlung ein.[35]
Von Heinrich Heine erschien ab 1835 das Essay Elementargeister, in dem er volkstümliche Erzählungen von übernatürlichen Wesen wiedergibt und bespricht. Mehr als die Hälfte des Textes besteht aus direkten und indirekten Zitaten aus den Deutschen Sagen (1816/18), Des Knaben Wunderhorn (1805–8) und anderen Quellen. Diese Geschichten wurden von ihm grob nach der Systematik des Paracelsus geordnet. Er hält dessen System aber für auf den deutschen Volksglauben schlecht anwendbar, weil dieser Glaube weder eine klare Trennung von Wassergeistern (Nixen) und Luftgeistern (Elfen) noch eine Kategorie der Feuergeister kenne. Als Steigerung behandelt er nach den Elementargeistern den Teufel und schließlich Frau Venus. Diese Beschäftigung mit Legenden ermöglichte es Heine, unter dem Druck der staatlichen Zensur dennoch eine aufklärerische Kritik am Christentum üben zu können, dem er vorwarf, die romantische und erotische Gefühlswelt des Heidentums zerstört zu haben.[36]
Paracelsus’ Elementargeisterlehre wurde auch von dem französischen Abt Henri de Montfaucon de Villars für seinen Roman Le Comte de Gabalis (1670) aufgegriffen, ein satirisches Werk über zeitgenössische Geheimlehren. In England wurde der Text allerdings teilweise auch als ernsthaftes Lehrwerk verstanden. So konnte Alexander Pope sich im Vorwort seines satirischen Epos The Rape of the Lock (1712) auf den von ihm als Rosenkreuzer dargestellten Villars beziehen. Pope selbst kombinierte die paracelsischen Elementargeisterlehren mit Vorstellungen John Miltons aus Paradise Lost (1667) und kritisierte aus einer aufklärerischen Perspektive den Glauben an übernatürliche Mächte.[37]
Auch weitere übernatürliche Wesen der Literatur werden in der Fachliteratur als Elementargeister bezeichnet, etwa die Nixe in Goethes Der Fischer und sein Erlkönig.[38][39] Die Vergleichende Literaturwissenschaft behandelt auch gegenwärtige Geschichten von übernatürlichen Wesen als Beispiele für Elementargeistererzählungen.[40]
Elementargeister in der Esoterik
Die Entzauberung der Welt in der Moderne wurde von einigen als Befreiung von der Angst vor Geistern und Magie propagiert, von anderen allerdings als Entfremdung von der Natur wahrgenommen. Der Glaube an Elementargeister und ähnliche Mächte ermöglichte es letzteren, an einem ehrfürchtigen Weltverständnis festzuhalten. Britischen Esoterikern und Okkultisten war das Konzept der Elementargeister vor allem durch den Comte de Gabalis des Villars bekannt geworden, den viele für einen tatsächlichen Adepten hielten. Die Theosophische Gesellschaft wurde u. a. dazu gegründet, Elementargeister zu erforschen. Am Ende des 19. Jahrhunderts berichteten Theosophen davon, selbst Elementargeister gesehen zu haben, und es wurden Rituale entworfen, um diese zu beschwören und zu heiraten.[41]
Rudolf Steiner, ein ehemaliger Theosoph und Begründer der Anthroposophie, verfasste eine Reihe von Schriften über Elementargeister. Diese Ideen spielen heute eine Rolle in der gegenwärtigen Anthroposophie, etwa in Waldorfschulen und der Demeter-Landwirtschaft.[42]
Elementargeister in der Volkskunde
Lutz Röhrich stellt in seinem 1981 für die Enzyklopädie des Märchens erschienenen Artikel Elementargeister fest, dass Konzeption und Terminologie von Elementargeistern der Naturphilosophie, der Dichtung, dem Kunstmärchen sowie der Kunstballade zuzurechnen sind und für Volkssagen, Volksmärchen und Volksglauben (fast) keine Rolle spielen. Entsprechend werde der Begriff in der Forschung nur selten verwendet.[43] Sofern in der Sekundärliteratur Sagengestalten nach den Elementen sortiert werden, stammt diese Einteilung also nicht aus den Quellentexten selbst, sondern ist aus den gelehrten Geistertheorien abgeleitet.[44]
Von Leander Petzoldt erschien 1990 ein Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. In diesem unterscheidet er die Natur- bzw. Elementargeister von den Totengeistern und den Kulturgeistern. Die Personifikation der Elemente soll ihm zufolge auf die Entwicklungsstufe des Animismus zurückgehen.[45] Er fasst zusammen:
„Die Einteilung in „Elementargeister“ nach den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde und Luft verspricht eine scheinbar logische Systematik. Aber ihre Logik entstammt den Spekulationen der Naturphilosophen des 15. und 16. Jahrhunderts, die sich in der naturromantischen Dichtung des 19. Jahrhunderts fortsetzt. Die Sylphen und Najaden, Undinen und Nymphen waren niemals Gestalten des Volksglaubens, sie waren Schöpfungen der vorwissenschaftlichen Naturphilosophen, die ihr Material den spätantiken Dämonenlehren verdankten. Dahinter steht die anthropologische Konzeption einer von geheimnisvollen Wesen und Mächten belebten Natur, wie sie animistischem Denken entspricht.“
In anderen Kulturwissenschaften werden die von Paracelsus postulierten Elementargeister als sog. Zwischenwesen klassifiziert.[47][48] Auch die in der Volkskunde ansonsten fachsprachlich als Elementargeister identifizierten Wesen fallen unter diese Kategorie.
Literatur
Peter Dinzelbacher: Der Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris, et de caeteris spiritibus. In: Albrecht Classen (Hrsg.): Paracelsus im Kontext der Wissenschaften seiner Zeit. Kultur- und mentalitätsgeschichtliche Annäherungen. De Gruyter, Berlin / New York 2010, ISBN 978-3-11-021886-2, S. 21–46.
Anke Kramer: Elementargeister und die Grenzen des Menschlichen. Agierende Materie in Fouqués Undine. In: Christa Grewe-Volpp, Evi Zemanek (Hrsg.): Mensch – Maschine – Tier. Entwürfe posthumaner Interaktionen (= PhiN-Beiheft. 10/2016), S. 104–124. (Onlinezugriff)
Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 5. Auflage. C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-66928-6.
Lutz Röhrich: Elementargeister. In: Kurt Ranke (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Band 3. Walter de Gruyter, Berlin / New York 1981, ISBN 3-11-008201-2, Sp. 1316–1326.
Isabelle Gloria Stauffer: Undines Sehnsucht nach der Seele. Über Paracelsus’ Konzeption der Beseelung von Elementargeistern im Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris, et de caeteris spiritibus. In: Nova Acta Paracelsica. Beiträge zur Paracelsusforschung. Neue Folge. Band 13, 1999, S. 49–100.
von Heinrich Heine, Elementargeister aus: Der Salon. Band III. S. 147–279.
Digitalisat von Paracelsus’ Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris, et de caeteris spiritibus, bereitgestellt von der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt.
Einzelnachweise
↑Mehrzahl Elementale, von englisch elemental. Siehe: Hans Biedermann: Handlexikon der magischen Künste von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert. 3., verbesserte und wesentlich vermehrte Auflage. Band 1. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt Graz, Graz 1986, ISBN 3-201-01303-X, S. 143.
↑Clinton E. Arnold: Returning to the domain of the Powers: Stoicheia as evil Spirits in Galatians 4:3, 9. In: Novum Testamentum. Band XXXVIII, Nr. 1, 1996, S. 55–76, hier: S. 56f.
↑Hans Biedermann: Handlexikon der magischen Künste von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert. 3., verbesserte und wesentlich vermehrte Auflage. Band 1. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt Graz, Graz 1986, ISBN 3-201-01303-X, S. 142 f.
↑Jan R. Veenstra, Karin Olsen: Introduction. In: Jan R. Veenstra, Karin Olsen (Hrsg.): Airy Nothings. Imagining the Otherworld of Faerie from the Middle Ages to the Age of Reason. Essays in Honour of Alasdair A. MacDonald. Brill, Leiden 2014, ISBN 978-90-04-24551-8, S. vii–xvi, hier S. xvi.
↑Gerhard Höhn: Heine-Handbuch. Zeit, Person, Werk. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2004, ISBN 3-476-01965-9, S. 363–367.
↑Zu den Elementargeistern in Le Comte de Gabalis und The Rape of the Lock siehe Jan R. Veestra: Paracelsian Spirits in Pope's Rape of the Lock. In: Jan R. Veestra, Karin E. Olsen (Hrsg.): Airy Nothings. Imagining the Otherworld of Faerie from the Middle Ages to the Age of Reason. Essays in Honour of Alasdair A. MacDonald. Brill, Leiden 2014, ISBN 978-90-04-24551-8, S. 213–239.
↑Janet Hildebrand: An Ecology of Elemental Spirits and Mortals in Goethe's Ballads. In: History of European Ideas. Band 12, Nr. 14, 1990, S. 503–521, hier: S. 505.
↑Elisa Müller-Adams: „De nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris“ – zur Verwendung eines Motivkreises in Texten von Michael Fritz, Julia Schoch und Karen Duve. In: Heike Bartel, Elizabeth Boa (Hrsg.): Pushing at Boundaries. Approaches to Contemporary German Women Writers from Karen Duve to Jenny Erpenbeck. Editions Rodopi B.V., 2006, ISBN 90-420-2051-2, S. 73–88.
↑Wouter J. Hanegraaff: Esotericism and the Academy. Rejected Knowledge in Western Culture. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19621-5, S. 227f.
↑Helmut Zander: Die Anthroposophie. Rudolf Steiners Ideen zwischen Esoterik, Weleda, Demeter und Waldorfpädagogik. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 978-3-506-79225-9, S. 142.
↑Jean Pierre Brach: Intermediary Beings III: Renaissance. In: Wouter J. Hanegraaff (Hrsg.): Dictionary of Gnosis & Western Esotericism. Volume II. Brill, Leiden / Boston 2005, ISBN 90-04-14372-6, S. 623–628, hier: S. 626.
Benjamin Creme (* 5. Dezember 1922 in Glasgow; † 24. Oktober 2016[1]) war ein schottischer Esoteriker, Maler und Autor.
Leben und Wirken
Mit 14 Jahren, nach der Lektüre eines Buches über tibetische Mystiker und Zauberer von Alexandra David-Néel, begann sich Creme für das Okkulte zu interessieren. Mit 16 Jahren ging er von der Schule, um Maler zu werden und verließ die Kunstschule in Glasgow ein Jahr später, da sie ihm zu akademisch erschien.[2] Von 1957 bis 1959 war er Vizepräsident der Aetherius Society, einer UFO-Religion auf der Grundlage von Theosophie. Nach einem Treffen mit George Adamski 1958 erklärte sich Creme bereit, persönlich für die Authentizität von Adamskis UFO-Kontakten zu bürgen. Er wurde ein Anhänger der Theosophin Alice Bailey.
Seit 1974 verkündete Creme die Wiederkehr einer Erlösergestalt bzw. eines Weltlehrers. Ab 1977 begründete er eigene Gruppen und behauptete seither, der neue Weltlehrer sei bereits in der Gegenwart, dem Wassermann-Zeitalter, wiedergekommen. Wie zuvor die Theosophen übernahm er dazu die aus der buddhistischen Tradition stammende Bezeichnung des kommenden Buddhas Maitreya für den „wiedergekommenen Christus“, ohne allerdings die damit zusammenhängenden buddhistischen Lehren zu berücksichtigen. Nach eigenen Angaben sah Creme seine eigene Aufgabe darin, ein Klima der Hoffnung und Erwartung zu schaffen, damit der Weltlehrer erscheinen könne, ohne den freien Willen der Menschen zu verletzen.
Zur Weitergabe seiner Ansichten reiste Creme seit den späten 1970er Jahren um die Welt und hielt Vorträge. Im Rahmen dieser Tätigkeit lehrte er auch die so genannte „Transmissionsmeditation“[3], die von ihm als „Meditation für das neue Zeitalter“ bezeichnet wurde. „Transmissionsmeditation ist eine Gruppenmeditation. Die Teilnehmer treffen sich eine oder mehrere Male wöchentlich. Gemeinsam sprechen sie die große Invokation (ein uraltes Mantra) und konzentrieren sich auf das Ajna-Zentrum zwischen den Augenbrauen“[4]. Das Mantra der sog. „großen Invokation“[5][6] stammt von Bailey. In einem Interview im Jahre 2006 erläuterte Creme seine Ansichten zur Bedeutung von Kornkreisen. Erdöl als Energiequelle würde bald der Vergangenheit angehören, und die Kornkreise würden von Passagieren von UFOs stammen, die eine enorme Bedeutung zur Gewährleistung der Sicherheit dieses Planeten auf ökologischer Basis hätten. Der Grund, warum sich so viele Kornkreise in Südengland finden, bestehe darin, dass der Maitreya in London sei.
Auf Cremes Tätigkeiten gehen Organisationen wie Share International, Partage International, Tara-Center und weltweit einige hundert Transmissionsgruppen[7] zurück.
Weiteres
Creme wurde in Bill Mahers satirischem Dokumentarfilm Religulous interviewt. Das Interview wurde nicht in den Film übernommen, sondern ist nur bei den „Extras“ der DVD zu sehen.[8]
Bücher (Auswahl)
Begegnungen mit dem Christus und Weltlehrer Maitreya – Autobiographie einer Reise zurück zu Gott, Günter Schumacher, Verlag Literareon München Juli 2011, ISBN 978-3-8316-1521-6
Maitreya – Christus und die Meister der Weisheit, Edition Tetraeder München, ISBN 3-932400-00-3.
Die große Annäherung, Edition Tetraeder München, ISBN 3-932400-09-7
Maitreyas Mission, Edition Tetraeder München, ISBN 3-932400-02-X
Maitreyas Mission (Band 2), Edition Tetraeder München, ISBN 3-932400-03-8
Maitreyas Mission (Band 3), Edition Tetraeder München, ISBN 3-932400-08-9
Wayne Peterson[9]: „Hinter den Kulissen wird die Welt verändert, Begegnungen eines US-Diplomaten mit Maitreya und den Meistern der Weisheit“ ISBN 3-9806579-2-2