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Gerard Croiset

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026
Gerard Croiset 1976

Gerard Croiset, eigentlich Gerard Boekbinder, (* 10. März 1909 in Laren (Noord-Holland), Holland; † 20. Juli 1980) war ein niederländischer Parapsychologe und angeblicher Hellseher.

1977 wurde Croiset, der zu dem Zeitpunkt als einer der europaweit bekanntesten Hellseher galt, von zwei deutschen Sonderermittlern in Utrecht aufgesucht, um bei der Suche nach dem entführten Hanns Martin Schleyer zu helfen.[1]

Die Verbrechensaufklärung bzw. die Suche nach vermissten Personen war das Spezialgebiet von Gerard Croiset. In den Niederlanden wurde er mehrfach von der Polizei zu Rate gezogen, um beim Auffinden vermisster Personen behilflich zu sein. Seine Erfolge dabei wurden unterschiedlich beurteilt. Da nie die gesuchte Person selbst, sondern nur Gegenstände, die im Zusammenhang mit ihr standen, gefunden wurden, sprachen Skeptiker von Zufallsfunden beliebiger Gegenstände.

Bekannt wurde Croiset in Deutschland vor allem durch das sogenannte Platz-Experiment, das die Parapsychologen Hans Bender und W.H.C. Tenhaeff im Juni 1953 mit ihm durchführten.

Literatur

  • Hans Bender: Praekognition im qualitativen Experiment. Zur Methodik der „Platzexperimente“ mit dem Sensitiven Gerard Croiset. In: Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. Jg. 1 (1957/58), ISSN 0028-3479, S. 5–35.
  • Hans Bender: Unser sechster Sinn, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1971, ISBN 3-421-02228-3, S. 71 und S. 81–85.

Weblinks

Commons: Gerard Croiset – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Kriminalpolizei, Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei Hellseher und polizeiliche Ermittlungsarbeit, abgerufen am 4. April 2024.
Normdaten (Person): GND: 1142185990 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | VIAF: 282397178 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Croiset, Gerard
ALTERNATIVNAMEN Boekbinder, Gerard
KURZBESCHREIBUNG niederländischer Parapsychologe und angeblicher Hellseher
GEBURTSDATUM 10. März 1909
GEBURTSORT Laren
STERBEDATUM 20. Juli 1980



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Gerard Croiset aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Edgar Dacqué

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Edgar Dacqué (* 8. Juli 1878 in Neustadt an der Weinstraße (damals Neustadt an der Haardt); † 14. September 1945 in München) war ein deutscher Paläontologe, Geologe und Naturphilosoph. Er gilt als Erneuerer der idealistischen Morphologie und vertrat eine teleologische Evolutionstheorie.[1]

Herkunft

Sein Vater Eugen Dacqué (* 5. April 1848; † 30. März 1922) war Bankier. Seine Mutter Martha (* 18. September 1851; † 15. Dezember 1887) war eine Tochter des Theologen Hermann Victor Andreae und eine Nichte des Geologen Achilles Andreae.

Leben

Dacqué kam 1897 nach München, um dort Paläontologie und historische Geologie zu studieren. 1903 wurde er bei Karl Alfred von Zittel promoviert und 1914 als (außerordentlicher) Professor für Paläontologie an die Ludwig-Maximilians-Universität München berufen. In dieser Funktion übernahm er zudem die Leitung der Paläontologischen Sammlung des bayerischen Staates. 1926 gab er die Lehrerlaubnis und den Professorentitel zurück.

Aufgrund seiner metaphysischen und esoterischen Schriften, die auch Adolf Hitler las, fand er die Unterstützung von Rudolf Heß, der sich um einen Lehrstuhl an der Universität München für ihn bemühte und ihn zum Abteilungsleiter im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung machte.[2] Laut den Akten der Münchner Universität wurde der Vorstoß von Ernst Schulte Strathaus, im Stab von Heß zuständig für Kulturfragen, Dacqué einen Lehrauftrag für Naturphilosophie zu verschaffen, von der Dozentenschaft abgelehnt.[3]

Werk

Dacqués Werk lässt sich in zwei Perioden untergliedern: eine erste rein naturwissenschaftliche und eine zweite (ab 1924), in der er sich auch naturphilosophisch-metaphysischen und religionsphilosophischen Fragen zuwendete.[4]

Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in der ersten Periode waren die Paläontologie der Wirbellosen und die Paläogeographie.[4] Der hypothetische Südkontinent Gondwana leuchtete ihm auf Grund der Verbreitung wichtiger Pflanzen- und Tiergruppen (fossil und rezent) besonders ein. Da die 1915 von Alfred Wegener publizierte Kontinentaldrift-Hypothese noch wenig bekannt war und nicht plausibel erschien, nahm Dacqué entsprechend der herrschenden Landbrücken-Hypothese den Einsturz riesiger Landbrücken (etwa zwischen Afrika, Indien und Australien) im Erdmittelalter an.

Die evolutionstheoretischen Ansätze Lamarcks und Darwins betrachtete Dacqué als einseitig und ergänzungsbedürftig.[4] Er ergänzte sie daher, indem er die Idealistische Morphologie des frühen 19. Jahrhunderts aufgriff und eine „Metaphysik des Stammbaums“ konzipierte. Die Idealistische Morphologie war eine von Johann Wolfgang von Goethe entwickelte Methode, mit welcher dieser die ersten Grundlagen der vergleichenden Morphologie legte.[5][6] Sie führte die Ähnlichkeiten der Organismen auf einen ideellen „Typus“ zurück. In Dacqués evolutionstheoretischen Entwürfen ging es vor allem um die Abstammung des Menschen und um seine Stellung in der Natur.[4] Er betrachtete den Menschen teleologisch zugleich als Urform und als Ziel der Evolution.[1] Die gesamte Evolution des Lebens deutete er als „Offenbarung der Entelechie des Menschen“.[7] „In aller naturhistorischen organischen Entwicklung liegt der Mensch – grundsätzlich und von Anfang an.“[7]

Dacqués Religionsphilosophie handelte vom Abfall des Menschen von Gott und seiner Erlösung durch Christus.[4] Darin finden sich Einflüsse des Mystikers Jakob Böhme und der Philosophen Arthur Schopenhauer und Friedrich Wilhelm Schelling. Entsprechend der Bedeutung, die er dem Menschen für die ganze Natur zuschrieb, betrachtete Dacqué die Evolution allen Lebens als „Wille zur dämonischen Selbstverwirklichung“, als einen entweihten Zustand, der nach der Erlösung durch die „sich selbst entäußernde[n] Liebe Gottes“ verlange.[7]

Rezeption

Dacqués Vergleichende biologische Formenkunde der fossilen niederen Tiere (1921) gilt als einer der bedeutendsten Beiträge zur vergleichenden Anatomie fossiler Tiere.[8] Sein typologischer Ansatz beeinflusste etwa Adolf Remane und Otto Schindewolf in hohem Maße.[8] Daneben verfasste er einige der erfolgreichsten populären Darstellungen der Naturgeschichte seiner Zeit.[8]

Seine metaphysischen Ansichten wurden in der Wissenschaft allgemein abgelehnt.[4] Dacqué stand in Korrespondenz mit Hanns Hörbiger, dem Vertreter der Welteislehre. Eine bedeutende Resonanz fand er bei Thomas Mann, der im Vorspiel seines Romans Joseph und seine Brüder (1933) Dacqués Ideen aufgriff und schon 1929 in einem Vortrag klar für dessen Anliegen Stellung bezogen hatte.[9] Auch Ernst Jünger[10] und Gottfried Benn[11] beschäftigten sich mit Dacqué.

Mitgliedschaften

Edgar Dacqué wurde noch im Gründungsjahr 1912 Mitglied der Paläontologischen Gesellschaft.[12] Er war außerdem Mitglied der Theosophischen Gesellschaft.[13]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Der Descendenzgedanke und seine Geschichte vom Altertum bis zur Neuzeit. Ernst Reinhardt, München 1903 (Digitalisat im Internet Archivehttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dbub_gb_Q6kTAAAAYAAJ~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3DDigitalisat%20im%20Internet%20Archive~PUR%3D)
  • Die fossilen Schildkröten Ägyptens (= Geologische und palaeontologische Abhandlungen Band 14, Heft 4 = Neue Folge Band 10, Heft 4). Verlag von Gustav Fischer, Jena 1912 (Digitalisat). 
  • Grundlagen und Methoden der Paläogeographie. Verlag von Gustav Fischer, Jena 1915 (Digitalisat im Internet Archivehttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dbub_gb_Xk1MAAAAMAAJ~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3DDigitalisat%20im%20Internet%20Archive~PUR%3D)
  • Geographie der Vorwelt (Palaogeographie). B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1919 (Digitalisat im Internet Archivehttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dbub_gb_PoQ_AAAAIAAJ~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3DDigitalisat%20im%20Internet%20Archive~PUR%3D)
  • Geologie: 1: Allgemeine Geologie. De Gruyter, Berlin und Leipzig 1927 (3. Auflage).
  • Geologie: 2: Stratigraphie. De Gruyter, Berlin und Leipzig 1920.
  • Vergleichende biologische Formenkunde der fossilen niederen Tiere. 1921.
  • Urwelt, Sage und Menschheit. 1924, zahlreiche Neu-Auflagen (Digitalisat).
  • Natur und Seele. 1927
  • Leben als Symbol. Metaphysik einer Entwicklungslehre. 1928.
  • Die Erdzeitalter. 1930.
  • Natur und Erlösung. 1933.
  • Vom Werden des Erdballs. 1934.
  • Organische Morphologie und Paläontologie 1935.
  • Das verlorene Paradies. Zur Seelengeschichte des Menschen. 1938.
  • Die Urgestalt. Der Schöpfungsmythus neu erzählt. 1940.
  • Aus den Tiefen der Natur. 1944.

Literatur

  • Werner Quenstedt, Manfred Schröter: Dacqué Edgar Viktor August. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 3. Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 465–467 (deutsche-biographie.de). 
  • Kay Meister: „Metaphysische Konsequenz – die idealistische Morphologie Edgar Dacqués“. In: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie – Abhandlungen. Band 235, Heft 2, 2005, S. 197–233. 

Weblinks

  • Literatur von und über Edgar Dacqué im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Dacqué, Edgar. Lexikon der Biologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 (online).
  2. ↑ Eric Kurlander: Hitler's Monsters: A Supernatural History of the Third Reich. Yale University Press, 2017, ISBN 978-0-300-19037-3, S. 200. 
  3. ↑ Helmut Lethen, Annegret Pelz: Beobachtung aufzeichnen. V&R Unipress, 2016, ISBN 978-3-8470-0527-8, S. 93. 
  4. ↑ a b c d e f Werner Quenstedt, Manfred Schröter: Dacqué Edgar Viktor August. In: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 465–467 (online).
  5. ↑ Idealistische Morphologie, in: Lexikon der Biologie, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 (online).
  6. ↑ Siehe auch Kay Meister: Metaphysische Konsequenz – die idealistische Morphologie Edgar Dacqués, in: Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie – Abhandlungen, Band 235, Heft 2, S. 197–233 (2005).
  7. ↑ a b c Zitiert nach Werner Quenstedt, Manfred Schröter: Dacqué Edgar Viktor August. In: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 465–467 (online)
  8. ↑ a b c Georgy S. Levit und Uwe Hoßfeld: A bridge-builder: Wolf-Ernst Reif and the Darwinisation of German paleontology. Historical Biology 25, S. 297–303 (2013), hier S. 303.
  9. ↑ Dierk Wolters: Zwischen Metaphysik und Politik. Thomas Manns Roman »Joseph und seine Brüder« in seiner Zeit. Max Niemeyer, Tübingen 1998, S. 94–99.
  10. ↑ Norman Kasper: Episteme des "Ur" bei Ernst Jünger: Paläontologie und Vorgeschichte. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2020, ISBN 978-3-11-067218-3. 
  11. ↑ Marcus Hahn: Gottfried Benn und das Wissen der Moderne: 1905 - 1932. Wallstein Verlag, 2012, ISBN 978-3-8353-2190-8. 
  12. ↑ Paläontologische Zeitschrift 1, Heft 1, März 1914
  13. ↑ J. Sherry: Carl Gustav Jung: Avant-Garde Conservative. Springer, 2010, ISBN 978-0-230-11390-9. 
Normdaten (Person): GND: 116011564 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n87814442 | VIAF: 41923081 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Dacqué, Edgar
KURZBESCHREIBUNG deutscher Paläontologe und Naturphilosoph
GEBURTSDATUM 8. Juli 1878
GEBURTSORT Neustadt an der Weinstraße
STERBEDATUM 14. September 1945
STERBEORT München



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Werner Christmann

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026
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Werner Christmann (* 5. Juli 1957 in Olesno Śląskie) ist ein deutscher Sozialarbeiter und Buchautor, der über drei Jahrzehnte lang die Resozialisierung (Hilfeverbund Don-Bosco-Haus) für junge Haftentlassene in Siegburg leitete.

Werdegang und soziales Wirken

Christmann wurde Olesno Śląskie, Polen, geboren. 1981 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über. Er studierte Theologie, Philosophie, Soziologie und Sozialarbeit. 2007 promovierte er über die Effizienz der Resozialisierung in Einrichtungen freier Träger.

Von 1992 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand führte er die Resozialisierungseinrichtung des SKM (Katholischer Verein für Soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis).[1]

In seiner Forschung und seinen Publikationen befasst sich Christmann vor allem mit der Gefängnisnachsorge und setzt sich kritisch mit den klassischen Strukturen der Straffälligenhilfe auseinander. Außerdem verfasste er spirituelle Werke.

Publikationen

  • In der Sackgasse? Resozialisierung außerhalb von Gefängnismauern – Eine kritische Analyse der Ressourcenverteilung nach der Haftentlassung, Verlag RabenStück 2013. ISBN 978-3-935607-62-9.
  • Auswege aus der Sackgasse... – Lösungsstrategien und alternative Ansätze für die Praxis, Verlag RabenStück 2020. ISBN 978-3-935607-87-2.
  • Engel heute ohne Glasur. Becker, 2014. ISBN 978-3-88372-082-1.
  • Alles ist Schwingung. Nach Trismegistos, Jesus und Hawkins. Becker, 2014 ISBN 978-3-88372-226-9.

Weblinks

  • Literatur von und über Werner Christmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

  1. ↑ Werner Christmann leitet seit 25 Jahren die Resozialisierungsarbeit des SKM. In: Kölnische Rundschau. 19. Mai 2017, abgerufen am 6. Juni 2026.
Normdaten (Person): GND: 1061157512 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | VIAF: 312620147 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Christmann, Werner
KURZBESCHREIBUNG deutscher Sozialarbeiter und Buchautor
GEBURTSDATUM 5. Juli 1957
GEBURTSORT Olesno Śląskie



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Clustermedizin

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Die Clustermedizin ist ein vom deutschen Heilpraktiker Ulrich-Jürgen Heinz entwickeltes alternativmedizinisches Verfahren. Sie nutzt Elemente der ebenfalls alternativmedizinischen Spagyrik.[1] und soll dem Behandler bei der Auswahl passender therapeutischer Mittel helfen.

Die medizinische Wirksamkeit der Clustermedizin ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Analyse

Für die clustermedizinische Analyse werden zunächst verschiedene Proben von Blut, Urin und anderen Körperflüssigkeiten kristallisiert. Anschließend wird aus den dabei entstandenen Kristallisationsmustern ein Code gebildet, der laut Heinz die gesamte Persönlichkeit der jeweiligen Person darstelle.

Er behauptet, dass in den Zellen eines Menschen dessen gesamte seelische und körperliche Vergangenheit in einer bestimmten Verschlüsselung enthalten ist, die sich so ablesen lasse. Auch zukünftige Erkrankungen einer Person sollen dadurch erkannt werden können.[2]

Behandlung

Ausgehend von diesem „Code“ wird über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten eine nach den Regeln der Spagyrik hergestellte Rezeptur aus Wasser mit Pflanzen, Metallen und Körpersubstanzen verordnet, die den Körper zur Selbstheilung anregen soll.[1] Parallel dazu werden laut Behauptungen der Anwender die Selbstheilungskräfte durch Schallcluster und individuelle Ernährungsvorschläge aktiviert.

Kritik

Nach Angaben von Heinz soll das Verfahren als alleinige Maßnahme auch bei schwerwiegenden Erkrankungen ausreichen. Durch den Verzicht auf eine Behandlung nach der evidenzbasierten Medizin besteht jedoch die Gefahr massiver Folgeschäden, wenn keine gesicherte Diagnose erstellt und auf eine wirksame Therapie verzichtet wird.[1]

Quellen

  1. ↑ a b c Vergebliche Suche nach dem „Universalmittel“ Süddeutsche Zeitung abgerufen am 12. Januar 2011
  2. ↑ Heinz Clustermedizin® / Heinz Clusteranalyse®, Haigerloch 1999–2000. Vortrag von R. Wieltsch in der Wiener Apothekerkammer, 3. April 2000.
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!



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Ida Craddock

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026
Ida Craddock
Ida Craddock, Profilbild

Ida C. Craddock (* 1. August 1857 in Philadelphia, Pennsylvania; † 16. Oktober 1902 in New York City) war eine amerikanische Feministin, Mystikerin und Autorin.[1]

Herkunft

Ida Craddock kam in Philadelphia zur Welt und verlor ihren Vater als Zweijährige. Sie erhielt Hausunterricht von ihrer Mutter und eine an Idealen der Quäker orientierte Erziehung.[2]

Craddock wurde zur Zulassung bei der University of Pennsylvania empfohlen, sie wäre eine der ersten Studentinnen dort gewesen. Die Zulassung wurde ihr 1882 dennoch verweigert.[3] Craddock baute sich mit einem Lehrbuch der Stenographie und Unterricht des Fachs am Giraud College eine Existenz auf. Ende der 1880er Jahre ließ sie ihre quäkerische Prägung hinter sich und interessierte sich nach 1887 zunehmend für okkulte Themen und die Theosophie. Zudem wurde sie bei der American Secular Union aktiv.[4]

Craddock war Unitaristin und beschäftigte sich zudem mit Esoterik und insbesondere den religiösen und erotischen Aspekten des Yoga. Niemals verheiratet, gab sie an, mit einem Engel namens Soph in Beziehung zu stehen.

Ihre Mutter verstieß sie daraufhin und versuchte sie in eine Klinik einweisen zu lassen. Craddock zog nach Chicago und bot in der Dearborn Street eine erotische Beratung für Paare an, die sowohl persönlich als auch über Broschüren- und Buchversand erfolgte. Überregional wurde sie bis zur Jahrhundertwende vor allem durch Artikel zur Verteidigung der Little-Egypt-Bauchtänzerinnen Farida Mazar Spyropoulos, Ashea Wabe und Fatima Djemille bekannt.[5] Aufgrund dessen begann ihre lange Auseinandersetzung mit Anthony Comstock, einem puritanischen Politiker, der sich zur persönlichen Nemesis von Craddock entwickeln sollte.

Schriften

Craddock schrieb einige Traktate und Anleitungen zur menschlichen Sexualität und zur ehelichen Beziehung. Die Werke hatten Titel wie Heavenly Bridegrooms, Psychic Wedlock, Spiritual Joys, The Wedding Night und Right Marital Living.

Der Magier und Okkultist Aleister Crowley rezensierte Heavenly Bridegrooms (Himmlische Brautleute) in seinem Magazin The Equinox als:

„…eines der bemerkenswertesten menschlichen Dokumente überhaupt, welches als Buch ordentlich herausgegeben gehört. Die Autorin behauptet, mit einem Engel verheiratet zu sein. Sie führt die entsprechende Philosophie sehr weit aus….

…Dieses Buch ist von unschätzbarem Wert für jeden Studenten der okkulten Materie. Keine Magick-Bibliothek ist ohne es komplett.“[6]

Die erotischen Anleitungen galten als obszön, ihre Verbreitung durch Craddock wurde geächtet und mehrfach mit Gefängnisstrafen geahndet. Craddocks angebliches Plädoyer für die Freie Liebe wurde zudem mit ihren okkulten Neigungen verknüpft und entsprechend karikiert. Craddock sprach sich allerdings für eine monogame Beziehung zwischen Eheleuten auf Augenhöhe und unter anderem gegen Prostitution, Abtreibung und Masturbation aus.[5] Wesentlich für die Auseinandersetzung mit Comstock und anderen Zeitgenossen war ihr offenes Reden über Sexualität als Frau. Die massenhafte Verbreitung ihres Werkes Right Marital Living („Das rechte Eheleben“) nach einer Veröffentlichung in dem angesehenen medizinischen Fachjournal The Chicago Clinic führte 1899 zu einer Verurteilung. Comstock machte den Versand über den United States Postal Service zur Grundlage eines Verfahrens. Die Schrift selbst wurde den Geschworenen dabei vorenthalten.[5]

1902 wurde sie in New York wegen des Versands der Schrift The Wedding Night (Die Hochzeitsnacht) zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach ihrer Entlassung wurde sie auf Veranlassung Anthony Comstocks, dessen Comstock-Gesetze die vorigen Verurteilungen möglich gemacht hatten, erneut angeklagt.

Nach einer Verurteilung zu fünf Jahren Gefängnis beging sie am 16. Oktober 1902, einen Tag vor dem Haftantritt, Suizid. Sie hinterließ eine persönliche Notiz an ihre Mutter und einen offenen (Abschieds-)Brief, der sich insbesondere mit Comstock auseinandersetzte.

Nachwirken

Posthum wurde ihr Werk von Theodore Albert Schroeder aufgearbeitet. Schroeder nahm an, dass Craddock entgegen ihren Aussagen zumindest zwei menschliche Liebhaber hatte[7]. Die von Craddock empfohlenen und beschriebenen sexuellen Techniken fanden unter anderem in Sex Magick von Louis T. Culling[8] Verwendung. Ihr Nachlass ist Teil der Sammlung der Southern Illinois University Carbondale.

Die Auseinandersetzung mit Comstock ist unter anderem Thema des Theaterstückes Smut von Alice Jay und Joseph Adler, welches 2007 in Miami uraufgeführt wurde.

Weblinks

Commons: Ida Craddock – Sammlung von Bildern
  • Reprints von Ida Craddocks Schriften
  • „The Tale of the Wild Cat: A Child’s Game“ in The Journal of American Folklore, Vol. 10, No. 39 (Oct. – Dec., 1897)

Einzelnachweise

  1. ↑ Vere Chappell: Ida Craddock: Sexual Mystic and Martyr for Freedom. Abgerufen am 10. August 2009 (englisch). 
  2. ↑ Inez L Schaechterle: Speaking of Sex: The Rhetorical Strategies of Frances Willard, Victoria Woodhull, and Ida Craddock, OhioLINK / Bowling Green State University, 2005. Abgerufen am 10. August 2009 (englisch). 
  3. ↑ Mark Frazier Lloyd: 1880-1900: Timeline of Women at Penn, University of Pennsylvania Archives. Juli 2001, abgerufen am 10. August 2009 (englisch). 
  4. ↑ Fifty Years of Free Thought: CHAPTER XII. 1 - GOING TO JAIL FOR A PRINCIPLE. The events of 1879. Archiviert vom Original am 9. Mai 2008; abgerufen am 10. August 2009 (englisch). 
  5. ↑ a b c Shirley J. Burton: Women Making a Difference: Ida Craddock, Adelaide Johnson, and Laura Dainty Pelham. Abgerufen am 4. Januar 2011 (englisch). 
  6. ↑ Aleister Crowley (Hrsg.): The Blue Equinox. Band III. Universal Pub. Co., Detroit MI 1919. 
  7. ↑ Theodore Albert Schroeder: Heavenly Bridegrooms. An Unintentional Contribution to the Erotogenetic Interpretation of Religion. Cambridge Scholars Publishing, Cambridge, MA 2009, ISBN 978-0-21-728274-1 (Ursprünglicher Titel: Sex Psychology, Religious Anarchism Philosophy and Religion [Erotogenesis and Religion] Sex and Religion Family. 1918).
  8. ↑ Louis T. Culling: Sex Magick. Llewellyn Publications, St. Paul, MN 1993, ISBN 0-8754-2110-5.
Normdaten (Person): GND: 1015553346 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n2010045163 | VIAF: 267631472 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Craddock, Ida
ALTERNATIVNAMEN Craddock, Ida C.
KURZBESCHREIBUNG amerikanische Autorin und Vorkämpferin der sexuellen Revolution
GEBURTSDATUM 1. August 1857
GEBURTSORT Philadelphia, Pennsylvania, Vereinigte Staaten
STERBEDATUM 16. Oktober 1902
STERBEORT New York City, New York, Vereinigte Staaten



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

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  1. Edgar Cayce
  2. Jean Julien Champagne
  3. Louis Charpentier
  4. Eugène Canseliet

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