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Agartha

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Agartha (hindustanische Form) oder Agarthi (mongolische Form) ist ein fiktiver Ort, der in Esoterik und Okkultismus als vielleicht im Erdinneren gelegenes, meist „arisches“ Weltzentrum betrachtet wird, von dem aus Gänge in alle Weltgegenden führen.

Popularisierung durch Ferdynand Ossendowski

Agarthi wurde durch das 1922 erschienene Buch Tiere, Menschen und Götter von Ferdynand Ossendowski bekannt, der während eines Aufenthaltes in Zentralasien mongolische Erzählungen über ein unterirdisches Reich gehört haben will. Dieses Reich liege unterhalb des Himalayas und werde von einem „König der Welt“ regiert. Dieser König stehe mit allen bedeutsamen Menschen (Könige, Priester usw.) in Verbindung und lenke deren Geschicke, abhängig davon, ob sie sich gottgefällig verhalten. Im Agartha-Mythos spiegele sich das theosophische Muster eines allumfassenden Prinzips, der Einheit der Menschen und eines obersten Herrschers wider.

Ossendowskis Werk wurde scharf angegriffen. So versuchte Sven Hedin nachzuweisen, dass Ossendowski nicht am Koko-Nor und in Tibet gewesen sein könne und die Erzählung dem Werk des französischen Okkultisten Alexandre Saint-Yves d’Alveydre entnommen, mithin ein Plagiat sei.

Ossendowskis Adepten, beispielsweise René Guénon, brachten den Agharta-Mythos mit der Gralslegende in Verbindung und konstruierten eine chiliastische Vorstellung, in der der „König der Welt“ die guten gegen die bösen Menschen in den Kampf führen wird.

Rezeption

Ab Mai 1975 strahlte die ARD im Vorabendprogramm eine 14-teilige Serie mit dem Namen Sie kommen aus Agarthi[1] aus, die als frühe deutsche Mystery-Serie begriffen werden kann. Regie führte Hagen Müller-Stahl, die Rollen waren u. a. mit Günter Lamprecht, Herbert Stass und Monika Gabriel besetzt. Im Mittelpunkt der Handlungen steht ein junges Ehepaar, das in rätselhafte Vorgänge verwickelt ist, die einem Volk von Agarthi zugeschrieben werden.

Miles Davis benannte sein Live-Album Agharta aus dem Jahr 1975 nach der mythologischen Stadt. Die entsprechende grafische Gestaltung des Albums übernahm der japanische Künstler Tadanori Yokoo.

Im 1997 veröffentlichten Abenteuerroman Indiana Jones und das Geheimnis von Thule von Max McCoy ist Agartha identisch mit Thule.

In seinem 2011 entstandenen Anime-Film Children Who Chase Lost Voices (deutscher Fernsehtitel: Die Reise nach Agartha) erzählt Makoto Shinkai die Geschichte eines Mädchens, das nach Agartha reist.

Auch in dem Disney-Comic Das ewige Imperium spielt Agartha eine Rolle. Eine diktatorische Weltmacht versucht, sich der fortschrittlichen Technik des Reiches zu bemächtigen und so die Welt zu erobern.[2]

Auf TikTok verbreiteten sich im Jahr 2025 verschwörungstheoretische und rechtsextreme Inhalte über Agartha.[3]

Siehe auch

  • Theorie der hohlen Erde

Literatur

  • Ekkehard Hieronimus: Okkultismus und phantastische Wissenschaft. In: Peisl/Mohler (Hrsg.): Kursbuch der Weltanschauungen. Ullstein, Berlin/Frankfurt/Wien 1980.
  • Sven Hedin: Ossendowski und die Wahrheit. Brockhaus, Leipzig 1925.
  • Ferdinand Ossendowski: Tiere Menschen Und Götter. Frankfurt am Main 1923.

Einzelnachweise

  1. ↑ Artikel auf fernsehserien.de
  2. ↑ Das ewige Imperium. In: Duckipedia. Abgerufen am 11. Mai 2026.
  3. ↑ Martin Seng: Argatha und Red Shambala: Ein unterirdischer Social-Media-Trend. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Januar 2026, abgerufen am 13. April 2026. 



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Agartha aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Akasha-Chronik

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Akasha-Chronik bezeichnet in Teilen der Esoterik, vor allem in der modernen oder anglo-indischen Theosophie und in der Anthroposophie, die deterministische[1] Vorstellung von einem übersinnlichen „Buch des Lebens“, das in immaterieller Form ein allumfassendes Weltgedächtnis enthält. Es existieren auch ältere Vorstellungen eines solchen „Weltgedächtnisses“ (so im Neuplatonismus, in der christlichen Überlieferung[2] und in der vor-modernen Esoterik), der Begriff „Akasha-Chronik“ (engl. akashic records) ist in dieser Form jedoch modern-theosophischen Ursprungs. Im deutschen Sprachraum wurde er vor allem durch Rudolf Steiner geläufig. Esoteriker wie Steiner nahmen für sich in Anspruch, in der Akasha-Chronik „lesen“ zu können.

Etymologie

Der Begriff Akasha (Sanskrit: आकाश ākāśa, auch akascha, akasa und akaça; Pāḷi: ākāsa) steht für Himmel, Raum oder Äther; in der hinduistischen Philosophie und im Ayurveda bezeichnet Akasha (‚Äther‘) neben Prithivi (‚Erde‘), Vata (‚Luft‘), Agni (‚Feuer‘) und Ap (‚Wasser‘) eines der fünf Elemente (vgl. Vaisheshika). Im Buddhismus findet sich ākāsa als Bezeichnung für den begrenzten Raum (ākāsa-dhātu) oder unbegrenzten Raum (ajatākāsa).[3][4]

Begriffsgeschichte

Die Vorstellung eines Weltgedächtnisses hat in Europa eine lange Tradition und findet sich etwa bei Plotin (ca. 205–270), Marsilio Ficino (1433–1499) und Paracelsus (1493–1541) sowie in Ansätzen auch bei Agrippa von Nettesheim (1486–1535), Éliphas Lévi (1810–1875) und Eduard von Hartmann (1842–1906). Laut dem Indologen und Religionswissenschaftler Helmuth von Glasenapp ist sie originär abendländischen Ursprungs und ungeachtet der Verwendung des Sanskrit-Wortes akasha dem traditionellen indischen Denken fremd.[5]

Helena Petrovna Blavatsky (1831–1891), die Begründerin der modernen Theosophie, sprach im ersten Band ihres 1877 erschienenen Werks Isis Unveiled (Isis entschleiert) von „metaphysischen Tafeln“, „Daguerreotypen, auf dem Astrallicht gedruckt“, in die Aufzeichnungen „von allem was war, ist oder je sein wird“ eingeprägt seien und die „dem Auge des Sehers und Propheten als ein lebendes Bild hingestellt“ würden.[6]

Die Verwendung der Bezeichnung „Akasha-Chronik“ (akashic records) ist erstmals nachgewiesen bei dem Theosophen Charles W. Leadbeater (1847–1934) in seiner 1899 publizierten Schrift Clairvoyance.[7] Unter anderen Bezeichnungen (etwa „Astralprojektionen“ oder „Astralvisionen“) waren Zugriffe auf ein imaginiertes Weltgedächtnis seit dem späten 19. Jahrhundert in der Theosophischen Gesellschaft und in ihrem Umfeld (Hermetic Order of the Golden Dawn) ein beliebter Gegenstand esoterischer Lehren.[8]

Anthroposophie

Rudolf Steiner (1861–1925), damals Leiter der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft Adyar, verwendete den Begriff hauptsächlich in der zwischen 1904 und 1908 erschienenen Aufsatzserie Aus der Akasha-Chronik. Die damit verbundene Vorstellung, vergangene Ereignisse übersinnlich wahrnehmen zu können, blieb auch später wesentlich für sein Denken, etwa als „nach rückwärts gerichtete[r] hellseherische[r] Blick“.[9] Das Berichten einiger faktischer Details betrachtete er als eine ergänzende Art dessen, was sich aus der „Akasha-Chronik-Forschung“ ergeben habe.[10] Vorrangig ging es ihm nicht um „äußere tatsächliche Geschichte“, sondern um das „Übersinnliche“ selbst.[11] So wollte er in Aus der Akasha-Chronik eine Art Geschichte der Seele schreiben,[12] und er beanspruchte, die innere Wahrheit („Geist-Erkenntnis“) des Christentums geschaut zu haben.[13] Die Inspiration der Bibel verstand er so, „dass sie jemand geschrieben haben muss, der auch in die Akasha-Chronik zu schauen vermag.“[14]

Das „Lesen“ in der Akasha-Chronik setzt nach Steiner einen Aufstieg in die Sphäre der „Intuition“ voraus – bei Steiner die höchste von drei Stufen der übersinnlichen Erkenntnis. Es umfasst Erinnerungen an frühere Inkarnationen und bedeutet ein Sich-Hineinversetzen in ein „Bewusstsein, das über das eines einzelnen Menschen hinausgeht“.[15] Anknüpfend an frühere Formen kollektiver Erinnerung könne so ein biografisches Gedächtnis zu einem Menschheitsgedächtnis erweitert werden. Dies werde „zur Möglichkeit, den der Menschheitsgeschichte zugrunde liegenden Entwicklungsimpuls zu verstehen“ und Verantwortung für die zukünftige globale Entwicklung zu übernehmen.[16]

Steiners Berichte sind der anthroposophischen Auffassung zufolge allgemeinverständliche Schilderungen einer – erst nach meditativer Schulung zugänglichen – übersinnlichen Realität. In seinen Schriften Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten (1904) oder Die Geheimwissenschaft im Umriss (1910) erhob Steiner den Anspruch, diesen Erkenntnisweg prinzipiell jedermann zugänglich machen zu können.

Sonstige Verwendung

Neben Leadbeater gaben weitere englischsprachige Theosophen an, in der Akasha-Chronik lesen zu können, darunter Levi H. Dowling (1844–1911),[17] Annie Besant (1847–1933) und Alice Bailey (1880–1949). Weitere einflussreiche „Leser“ der Chronik waren der Rosenkreuzer Max Heindel (1865–1919) und der „schlafende Prophet“ Edgar Cayce (1877–1945). Auch im New Age wurde die Bezeichnung „Akasha-Chronik“ öfters aufgegriffen, so von Shirley MacLaine in Out on a Limb (1983), von Janet und Stewart Farrar in The Witches' Way (1984), von Marian Green in Experiments in Aquarian Magic (1985) und von Henry Reed in Edgar Cayce on Mysteries of the Mind (1989).[18] Neuere Interpreten sind Penny McLean und Ulla von Bernus.

Im Englischen sind heute viele Bücher auf dem Markt, die Informationen aus der Akasha-Chronik anbieten oder Anleitungen bereitstellen wollen, um selber in dieser Chronik zu lesen. Im Gegensatz zur hauptsächlichen traditionellen Begriffsverwendung, etwa bei Steiner, wird das „Lesen“ in der Akasha-Chronik bei heutigen Esoterikern auch auf die Zukunft bezogen, etwa zur Begründung von Wahrsagen oder als Hintergrund indischer Palmblattbibliotheken, in denen die Lebensgeschichten all ihrer zukünftigen Besucher aufbewahrt sein sollen.[19]

Kritische Einordnung

Nach der Auffassung des Religionswissenschaftlers Hartmut Zinser sind vermeintliche Erkenntnisse über die und aus der Akasha-Chronik Glaubensaussagen im religiösen Sinn, deren Glaubenscharakter aber geleugnet werde, indem diese als objektive Tatsachen ausgegeben werden. Damit unterlägen Esoteriker wie Rudolf Steiner „einem der erkenntnistheoretischen Grundfehler des modernen Okkultismus: nicht, jedenfalls nicht hinreichend, zwischen Wahrnehmung (hier: den Seelenerlebnissen) und Deutung (als übersinnliche Welt) zu unterscheiden.“[20]

Laut Rudolf Steiners Lesungen in der Akasha-Chronik habe es bereits im Jahre 7227 v. Chr. eine „urindische Kulturepoche“ gegeben, die ab 5067 v. Chr. von einer „urpersischen Kulturepoche“ und ab 2907 v. Chr. von einer „ägyptisch-chaldäischen Kulturepoche“ abgelöst worden sein soll. Die Religionswissenschaftlerin Julia Iwersen hält diese Zusammenfassung für unrealistisch, da die Kulturentwicklungen in Ägypten und Mesopotamien sehr unterschiedlich waren und es keine Nachweise für Hochkulturen vor 3000 v. Chr. gibt. Die von Steiner propagierte „urindische Kulturepoche“ hält Iwersen für eine Verlegenheitslösung Steiners, der sein Geschichtsbild von Blavatskys Angaben aus den Stanzen des Dzyan übernommen hatte, weil Blavatsky in ihren Schriften im Laufe der Zeit den Ursprungsort der esoterischen Weisheit von Ägypten nach Indien verlegt hatte.[21]

Des Weiteren bemängeln Kritiker, dass viele Behauptungen bereits bei hermeneutischer Textanalyse Widersprüche aufweisen oder mit dem gesicherten Stand entsprechender Fachwissenschaften unvereinbar seien. Levi H. Dowling etwa leitete aus der Akasha-Chronik unplausible Aussagen über Jesus Christus ab: er soll ausgedehnte Reisen getätigt haben, über die sowohl nach historisch-kritischer Exegese als auch allgemeiner Geschichtswissenschaft nichts bekannt ist. Somit könne der Wert derartiger Publikationen nur an ihrer poetischen Leistung, nicht aber an ihrem Realitätsgehalt gemessen werden.

Literatur

  • Daniel Meurois-Givaudan: Essener-Visionen. Neue Offenbarungen aus der Akasha-Chronik. Hugendubel, München 1999, ISBN 3-89631-267-7
  • Andreas Neider: Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung. Lesen in der Akasha-Chronik. Freies Geistesleben, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7725-1752-5
  • Rudolf Steiner: Lesen in der Akasha-Chronik. Ausgewählte Texte. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 2008, ISBN 978-3-7274-5378-6
  • Kevin J. Todeschi: Edgar Cayce on the Akashic Records. The Book of Life. ARE Press, Virginia Beach 1997, ISBN 0-87604-401-1
  • Siglinda Oppelt: Akasha-Chronik. Dein Buch des Lebens. EchnAton Verlag, Ramerberg 2019, ISBN 978-3-96442-022-0

Einzelnachweise

  1. ↑ Ist das Ende des Lebens vorbestimmt oder ein zufälliges Ereignis?, von Hugo Stamm, Watson 30. Juli 2022.
  2. ↑ beispielsweise in der Missa pro defunctis aus dem Missale curiale von 1472 oder auch dem Missale Romanum von 1570 der römisch-katholischen Kirche. Zu den Vorstellungen eines „Buchs der Werke“, in dem alle Taten für das Weltgericht aufbewahrt seien, sowie einer Vorsehung vgl. auch Andreas Neider: Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung, Stuttgart 2008, S. 21f.
  3. ↑ ākāsa aus Kurzgefasstes Handbuch der buddhistischen Lehren und Begriffe von Nyanatiloka
  4. ↑ ākāsa aus Manual of Buddhist Terms and Doctrines von Nynatiloka
  5. ↑ Helmuth von Glasenapp: Das Indienbild deutscher Denker, Stuttgart 1960, S. 199f. Zur europäischen Tradition des Begriffs siehe Heinz Robert Schlette: Weltseele – Geschichte und Hermeneutik, Frankfurt/Main 1993
  6. ↑ H. P. Blavatsky: Isis entschleiert; S. 178–185
  7. ↑ Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945, Göttingen 2007, S. 623
  8. ↑ Zander, S. 622f
  9. ↑ Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Forschung. Das fünfte Evangelium – Vortrag in Kristiana (Oslo), 2. Oktober 1913; GA 148, S. 23
  10. ↑ Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Forschung. Das fünfte Evangelium – Vortrag in München, 8. Dezember 1913, S. 243ff.
  11. ↑ Rudolf Steiner: Lesen in der Akasha-Chronik – Ausgewählte Texte; Dornach: Rudolf Steiner Verlag, 2008, S. 30
  12. ↑ Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik (= GA 11), Dornach 1969, S. 24
  13. ↑ Rudolf Steiner: Mein Lebensgang; GA 28, 9. Aufl. Dornach 2000, S. 365f
  14. ↑ Rudolf Steiner: Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien (GA 112); zitiert nach: Lesen in der Akasha-Chronik, S. 38f
  15. ↑ Andreas Neider: Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung. Lesen in der Akasha-Chronik. Freies Geistesleben, Stuttgart 2008, S. 42, 164.
  16. ↑ Andreas Neider: Die Evolution von Gedächtnis und Erinnerung. Lesen in der Akasha-Chronik. Freies Geistesleben, Stuttgart 2008, S. 30, 168, 182, 184.
  17. ↑ siehe dessen Wassermann-Evangelium Jesu Christi (1908), Volltext unter Sacred Texts
  18. ↑ Angaben nach Wouter J. Hanegraaff: Esotericism in the Mirror of Secular Thought, Leiden 1996, S. 255
  19. ↑ Z. B. Annett Friedrich: Wege des Schicksals – Phänomen Palmblattbibliotheken, 2. A. 2004
  20. ↑ Hartmut Zinser: Rudolf Steiners „Geheim- und Geisteswissenschaft“ als moderne Esoterik, Vortragsmanuskript (Memento vom 20. Juli 2009 im Internet Archive) (PDF; 180 kB), 2006, S. 7
  21. ↑ Julia Iwersen: Wege der Esoterik – Ideen und Ziele. Herder, Freiburg 2003, ISBN 3-451-04940-6. S. 159.



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Uwe Albrecht (Autor)

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Uwe Albrecht (* März 1966 in Berlin) ist ein deutscher Autor und Geschäftsführer der „innerwise Shop GmbH“[1]

Uwe Albrecht

Leben

Uwe Albrecht studierte bis 1994 an der Humboldt-Universität zu Berlin Humanmedizin. Im Jahre 1996 machte er sich mit seiner eigenen Praxis in Neuenhagen selbständig und begann seine Methode innerwise zu entwickeln. Fachliteratur zu den Methoden liegt nicht vor.

Auf seinem Blog und der Videoplattform Youtube nimmt er zum Thema Impfung Stellung. Dabei vertritt Albrecht gängige Verschwörungstheorien, Impfungen seien aufgrund von „Aluminium-Verbindungen“ schädlich.[2]

Kritik

Albrechts Tätigkeiten waren auch Gegenstand einer Kurzdokumentation des Recherchezentrums Correctiv für das RTL-Nachtjournal[3]. Dabei analysiert der Beitrag, wie „innerwise“ ein esoterisches System mit fragwürdigen Heilversprechen und pseudowissenschaftlichem Anstrich ist. Die Angebote sind geprägt von sehr hohen Versprechen – unter anderem wird suggeriert, man könne tiefgreifende gesundheitliche und seelische Probleme durch energetische „Harmonisierung“ lösen. Kritiker werfen Albrecht und „Innerwise“ vor, auch schwerwiegende Krankheiten wie Krebs in den Kontext dieser Methoden zu stellen, was ethisch und medizinisch höchst bedenklich ist.

Werke

Seine Werke beschäftigen sich überwiegend mit der von ihm entwickelten Methode namens innerwise, Sie sind der Esoterik zuzuordnen.

  • Inner Wise Heilapotheke: Werde Dein eigener Heiler. Allegria-Ullstein, Berlin 2011, ISBN 978-3-7934-2212-9
  • Ja/nein - So einfach kann das Leben sein: Der Armlängentest als Entscheidungshilfe in jeder Situation. Ullstein, Berlin 2011, ISBN 978-3-548-74535-0
  • Der Heilatem - Atme Dich frei. Atme Dich gesund. Atme Dich glücklich. Schirner, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-8434-1040-3
  • Ein Kurs im Heilen: Energetische Medizin für uns alle. Allegria-Ullstein, Berlin 2012, ISBN 978-3-548-74566-4
  • Besser schlafen, besser leben: Mit InnerWise zu einem guten Schlaf Allegria, Berlin 2014, ISBN 978-3-548-74610-4
  • Integrity is my way: Der ehrliche Weg zum Glück Knaur MensSana HC, München 2014, ISBN 978-3-426-65752-2
  • Intuitive Diagnostik: Die evolutionäre innerwise-Methode Knaur MensSana HC, München 2015, ISBN 978-3-426-65766-9
  • innerwise-Heilmeditationen Knaur MensSana HC, München 2015, ISBN 978-3-426-87709-8
  • Imago - Mache das Unsichtbare sichtbar innerwise Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-9818229-0-8
  • Intuitive Heilung incl. DVD: Die evolutionäre innerwise-Methode Knaur MensSana HC, München 2016, ISBN 978-3-426-65766-9

Tonträger

  • Innerwise Meditationen: Heilatem. Audio-CD, Argon Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-8398-8013-5
  • Innerwise Meditationen: Mutter Erde Audio-CD, Argon Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-8398-8023-4
  • Der Fluss des Lebens: Eine meditative Traumreise Audio-CD, Argon Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-8398-8037-1
  • Innerwise Meditationen: inner yoga Audio-CD, Argon Balance, Berlin 2015, ISBN 978-3-8398-8065-4
  • Ein Kurs im Heilen: Energetische Medizin für uns alle: 2 CDs Audio-CD, Hörbuch Hamburg, Hamburg 2015, ISBN 978-3-89903-568-1

Weblinks

  • Offizielle Webseite innerwise

Einzelnachweise

  1. ↑ Impressum. Abgerufen am 15. Juni 2025. 
  2. ↑ Wir impfen nicht. Abgerufen am 7. Juni 2021. 
  3. ↑ So zocken Geistheiler ihre Patienten ab #DokuCorrectiv mit RTL Nachtjournals. Abgerufen am 9. Juni 2021 (deutsch). 
Normdaten (Person): GND: 1015599761 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | VIAF: 181773185 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Albrecht, Uwe
KURZBESCHREIBUNG deutscher Arzt und Autor
GEBURTSDATUM März 1966
GEBURTSORT Berlin



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Liste von Materia Medica der traditionellen chinesischen Medizin

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026

Dies ist eine Liste von Materia Medica der traditionellen chinesischen Medizin. Eine Standardisierung erfolgt in der Volksrepublik China über die offizielle Zhongyao renmin gongheguo yaodian (Pharmakopöe der Volksrepublik China).[1]

Die Angaben erfolgen in chinesischen Kurzzeichen. Das Ranking entspricht der Anzahl des Auftauchens in verschiedenen verwendeten Quellen der Pharmakopöe:[2]

Übersicht

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Die Materia Medica der traditionellen chinesischen Medizin sind ein sehr weites und kompliziertes Themenfeld, hier sollte entsprechend ergänzt werden. --Reiner Stoppok 04:42, 15. Jul. 2010 (CEST)
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Quellen:[3][1]

Drei

  • Rheum palmatum oder Rheum tanguticum oder Rheum officinale (Dahuang 大黄)
  • Iphigenia indica (Shancigu 山慈菇)
  • Lasiosphaera fenzlii oder Calvatia gigantea oder Calvatia lilacina (Mabo 马勃)
  • Arisaema consanguineum oder Arisaema amurense oder Arisaema heterophyllum (Tiannanxing 天南星)
  • Arca inflata oder Tegillarca granosa oder Arca subcrenata (Walengzi 瓦楞子)
  • Rhus chinensis oder Rhus potaninii oder Rhus punjabensis var. sinica (Wubeizi 五倍子)
  • Cimicifuga foetida oder Cimicifuga dahurica oder Cimicifuga heracleifolia (Shengma 升麻)
  • Hirudo nipponia oder Whitmania pigra oder Whitmania acranulata (Shuizhi 水蛭)
  • Glycyrrhiza uralensis (Gancao 甘草)
  • Pyrrosia lingua oder Pyrrosia sheareri oder Pyrrosia drakeana oder Pyrrosia petiolosa oder Pyrrosia davidii (Shiwei 石韦)
  • Lilium brownii oder Lilium pumilum oder Lilium longiflorum (Baihe 百合)
  • Stemona japonica oder Stemona sessilifolia oder Stemona tuberosa (Baibu 百部)
  • Phyllostachys nigra var. henonis (Zhuru 竹茹)
  • Fritillaria pallidiflora (Yibeimu 伊贝母)
  • Tetradium ruticarpum, (syn. Evodia ruticarpa, Euodia ruticarpa) (Wuzhuyu 吴茱萸)
  • Ostrea rivularis oder Ostrea gigas oder Ostrea talienwhanensis (Muli 牡蛎)
  • Baphicacanthus cusia oder Indigofera tinctoria oder Isatis tinctoria oder Persicaria tinctoria (Polygonum tinctorium) (Qingdai 青黛)
  • Prunus japonica oder Prunus humilis (Yuliren 郁李仁)
  • Asarum heterotropoides var. mandshuricum oder Asarum sieboldii (Xixin 细辛)
  • Pteria margaritifera oder Pteria martensii (Zhenzhu 珍珠)
  • Amomum villosum oder Amomum xanthioides (Sharen 砂仁)
  • Clematis chinensis (Weilingxian 威灵仙)
  • Curcuma zedoaria (Ezhu 莪术)
  • Codonopsis pilosula (Dangshen 党参)
  • Solenognathus hardwickii oder Syngnathoides biaculeatus oder Syngnathus acus (Hailong 海龙)
  • Aesculus chinensis oder Aesculus wilsonii (Suoluozi 娑罗子)
  • Akebia quinata oder Akebia trifoliata oder Akebia trifoliata var. australis (Yuzhizi 预知子)
  • Ootheca mantidis (Sangpiaoxiao 桑螵蛸)
  • Coptis chinensis oder Coptis deltoidea oder Coptis omeiensis oder Coptis teetoides (Huanglian 黄连)
  • Polygonatum sibiricum oder Polygonatum cyrtonema oder Polygonatum macropodium oder Polygonatum kingianum oder Polygonatum cirrhifolium (Huangjing 黄精)
  • Periostracum serpentis (Shetui 蛇蜕)
  • Ephedra sinica oder Ephedra equisetina oder Ephedra intermedia (Mahuang 麻黄)
  • Lithospermum erythrorhizon oder Arnebia euchroma oder Onosma paniculatum (Zicao 紫草)
  • Citrus tangerina (Juhong 橘红)
  • Moschus moschiferus (Shexiang 麝香)

Vier

  • Fritillaria cirrhosa oder Fritillaria cirrhosa var. ecirrhosa (Chuan beimu 川贝母)
  • Gentiana scabra oder Gentiana triflora (Longdan 龙胆)
  • Prunus armeniaca oder Prunus armeniaca var. ansu (Kuxingren 苦杏仁)
  • Curcuma aromatica oder Curcuma longa oder Curcuma zedoaria (Yujin 郁金)
  • Gentiana macrophylla oder Gentiana crassicaulis oder Gentiana tibetica (Qinjiao 秦艽)
  • Fraxinus rhynchophylla oder Fraxinus bungeana oder Fraxinus paxiana (Qinpi 秦皮)
  • Lonicera japonica (Jinyinhua 金银花)

Fünf

  • Dendrobium nobile oder Dendrobium linawianum oder Dendrobium officinale oder Dendrobium moniliforme oder Dendrobium hercoglossum oder Dendrobium aduncum (Shihu 石斛)
  • Citrus tangerina oder Citrus erythrosa (Chenpi 陈皮)
  • Poncirus trifoliata oder Citrus aurantium oder Citrus wilsonii (Zhike 枳壳)
  • Uncaria rhynchophylla oder Uncaria sinensis (Gouteng 钩藤)
  • Hippocampus kelloggi oder Hippocampus histrix oder Hippocampus kuda oder Hippocampus trimaculatus (Haima 海马)
  • Epimedium grandiflorum (Yinyanghuo 淫羊藿)

Sechs

  • Concha haliotidis (Shijueming 石决明)

Gesundheitshinweis

Einige der Materia medica sind toxisch.

Siehe auch

  • Traditionelle chinesische Medizin

Literatur

  • Zhongyao renmin gongheguo yaodian 中华人民共和国药典 (Pharmakopöe der Volksrepublik China)
  • Carl-Hermann Hempen, Toni Fischer et al.: Leitfaden Chinesische Phytotherapie Urban & Fischer, München 2001, 706 Seiten; 2., erweiterte Auflage 2007, ISBN 978-3-437-55991-4.
  • Manfred Porkert: Klinische chinesische Pharmakologie. 2. Auflage. Phainon, Dinkelscherben 1994, ISBN 3-89520-006-9.

Weblinks

  • List of Chinese Herbs (englisch)

Einzelnachweise

  1. ↑ a b 中药材的种类 tcm-resources.com: Zhongyaocai de zhonglei (Memento vom 12. Februar 2007 im Internet Archive)
  2. ↑ nach der 1990er Ausgabe der Pharmakopöe der Volksrepublik China (siehe cintcm.com)
  3. ↑ cintcm.com (Memento des Originals vom 7. September 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cintcm.com (englisch)
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!



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11:11-Phänomen

Noir24admin Esoterik 22. Juni 2026
11:11:11 Beispiel der Wahrnehmung

Unter 11:11-Phänomen verstehen Esoteriker ein Phänomen aus dem Bereich des Übersinnlichen. Es beschreibt die Wahrnehmung symmetrischer Zahlenfolgen wie bspw. 11:11 (aber auch 22:22, 23:32, 02:20 usw.) in einer Häufung, die mit bloßem Zufall nicht zu erklären sei.[1][2] Dieses Phänomen trete periodisch auf und erzeuge im Betroffenen ein Gefühl von Bedeutsamkeit. Inzwischen ranken sich diverse abergläubische Erklärungsversuche um diese Wahrnehmung.[3][4] Der Künstler Uri Geller und der Philosoph Wilhelm Schmid haben das Thema auch außerhalb der esoterischen Szene bekannt gemacht.[5][6]

Erklärungen

Esoterik

Esoteriker sehen in der vermehrten Wahrnehmung symmetrischer Zahlenfolgen ein bedeutsames „Zeichen“.[7] Das Geschehen wird in der Regel dem Spektrum der Synchronizität zugeordnet.[8][9]

Wissenschaft

Wissenschaftlich gesehen handelt es sich bei subjektiv gehäuften Wahrnehmungen bestimmter Dinge in aller Regel um einen Prozess der selektiven Wahrnehmung. Dieser kognitionspsychologische Vorgang ist im Allgemeinen gut erforscht. Es handelt sich um ein psychologisches Phänomen, bei dem nur bestimmte Aspekte der Umwelt wahrgenommen und andere ausgeblendet werden. Selektive Wahrnehmung kann u. a. durch Priming oder Framing hervorgerufen werden. Sie basiert auf der menschlichen Fähigkeit, Muster wahrzunehmen und zu erkennen. Das Gehirn ist unablässig auf der Suche nach Mustern, um neue Informationen in bereits vorhandene eingliedern zu können. Dabei ist die selektive Wahrnehmung die kontinuierliche Suche nach einem bestimmten Muster. Ein Beispiel für selektive Wahrnehmung ist das Phänomen, dass Argumente, die die eigene Position stützen, stärker wahrgenommen werden als solche, die sie beschädigen.

Eine gesonderte wissenschaftliche Untersuchung des 11:11-Phänomens gibt es bislang nicht, da es aus wissenschaftlicher Sicht zum einen irrelevant und zum anderen durch die gängigen wissenschaftlichen Erkenntnisse abgedeckt ist.

Kulturelle Rezeption

Die Zahlenfolge 11:11 ist aufgrund ihrer esoterischen Bedeutung auch von der Popkultur rezipiert worden, so etwa in den Horrorfilmen 11-11-11 – Das Tor zur Hölle und 11/11/11 – Das Omen kehrt zurück. Ferner tragen zahlreiche Musikstücke und Alben den Titel 11:11, bspw. von Sasha Sökol, Regina Spektor, Cro, Maria Taylor, Rodrigo y Gabriela und Chris Brown.

Siehe auch

  • Numerologie
  • Schnapszahl
  • Beginn der Fasnachtszeit (jeweils am 11.11. um 11:11h)

Einzelnachweise

  1. ↑ George Barnard: The Search for 11:11. A Journey into the Spirit World. 11:11 Publishers, 2004.
  2. ↑ Solara: 11:11. Inside the Doorway. Star-Borne Unlimited, 1992
  3. ↑ 11:11 Phänomen – Der digitale Code unserer Realität, abgerufen am 1. April 2014
  4. ↑ Dualseelen – Mein Atlantis (Memento vom 18. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 1. April 2014
  5. ↑ Uri Geller: The 11:11 phenomenon (Memento vom 17. Februar 2016 im Internet Archive), abgerufen am 1. April 2014
  6. ↑ Wilhelm Schmid: Den Tod überleben. Vom Umgang mit dem Unfassbaren. 1. Auflage. Insel Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-458-64423-1, S. 21. 
  7. ↑ Das 11:11-Phänomen, abgerufen am 1. April 2014
  8. ↑ 11:11 Synchronicity Repetitive Numbers and Their Meaning, abgerufen am 1. April 2014
  9. ↑ How to Manifest Synchronicity, abgerufen am 1. April 2014



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel 11:11-Phänomen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

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