Der Aufhocker (niederdeutsch Huckup, sorbisch Bubak) ist in der Mythologie ein koboldartiger Druckgeist, der Wanderern, die nachts noch unterwegs sind, auf die Schultern oder den Rücken springt und mit jedem Schritt schwerer wird.
Der Wanderer ist wie gelähmt, leidet unter Beklemmung und ist unfähig sich umzuwenden. Der Aufhocker bleibt auf dem Wanderer sitzen, bis dieser durch das heraufbrechende Licht, ein Gebet oder Glockenläuten von ihm erlöst wird (Friedrich Ranke).
Oft spielt sich das albtraumhafte Erlebnis des Aufhockens in drei Phasen ab.
Der Wanderer wird zunächst von einem unheimlichen Wesen angesprochen oder begleitet, dann wächst der dämonische Begleiter zu übernatürlicher Größe an und schließlich springt er seinem Opfer auf den Rücken. Um solch einen Aufhocker handelt es sich auch bei dem Hackestüpp von Düren, der seine Opfer zunächst als verspieltes Hündchen begleitet, ihnen dann auf den Rücken springt, sich nicht mehr abschütteln lässt und von Schritt zu Schritt schwerer wird.
Das Aachener Bahkauv erlebte in der mythischen Tradition eine Transformation vom Untoten zu einem Tier.
Typische Spukorte wie Bäche, Brücken, Seen, Wälder, Gräben, Wegkreuzungen, Hohlwege, Kirchhöfe und Mord- oder Richtstätten sind die übliche Stelle für eine Begegnung mit dem Aufhocker, die für den Wanderer körperliche und seelische Krankheiten und manchmal sogar den Tod zur Folge haben kann. Das Bahkauv („Bachkalb“) ist eine Aachener Sagengestalt, die nachts betrunkene Männer erschrecken und sie auffordern soll, sie auf ihren Schultern zu tragen.
Manchmal treten die Aufhocker zunächst als mitleiderregende alte Frauen in Erscheinung; sie können aber auch Tiergestalten wie Bär, Kalb (wie beim Bahkauv), Werwolf (wie beim Stüpp) oder Hund (wie beim Sürthgens Mossel) annehmen. Auch Elementarwesen wie Wassermänner oder Irrlichter betätigen sich als Aufhocker. Entscheidend ist eher nicht die Gestalt des Aufhockers, sondern das Beklemmende der Situation. Ein Aufhocker in der Gestalt eines alten Manns ist auch aus der orientalischen Märchensammlung Tausendundeine Nacht überliefert, in der er „Sindbad dem Seefahrer“ auf einer einsamen Insel begegnet.
Seine Ursprünge hat der Glaube an den Aufhocker jedoch in der Furcht vor dem Wiedergänger, dem Untoten. Die ältesten Berichte über Aufhocker sprechen eindeutig von „aufhuckenden Leichen“ und nicht von Kobolden oder Gespenstern. Im Gegensatz zum Nachzehrer, der sein Grab nicht verlassen musste, wenn er den Lebenden Schaden zufügen wollte, stiegen andere Untote ähnlich den Vampiren heraus und raubten den Menschen die Lebenskraft. Das konnte sinnlich-konkret durch das Absaugen von Blut geschehen, aber auch in einer eher abstrahierten Form. Dies trifft, wie neuere Untersuchungen zeigen, auch auf die Vampire zu, denen in den ältesten Berichten eine schädigende Wirkung durch „Würgen“ und „Auszehren“, nicht aber durch Blutsaugen nachgesagt wird. Im Westen Deutschlands verschmilzt der Aufhocker mit dem Werwolf zum Stüpp, einem gefährlichen Unhold, der den Menschen anspringt und sich so lange herumtragen lässt, bis das Opfer an Entkräftung stirbt.
Literatur
Norbert Borrmann: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-88059-998-X
Gerda Grober-Glück: Aufhocker und Aufhocken nach den Sammlungen des Atlas der deutschen Volkskunde. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde, Band 15–16/1965, Seite 117–143
Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 3. Auflage. München 2003, Seite 27–29, ISBN 3-406-49451-X
Peter Kremer: Wo das Grauen lauert. Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur, Düren PeKaDe-Vlg. 2003 ISBN 3-929928-01-9
Peter Kremer: Draculas Vettern. Auf den Spuren des Vampirglaubens in Deutschland, Selbstverlag, Düren 2006 (2., erweiterte Ausgabe)
Friedrich Ranke: Volkssagenforschung, Stuttgart 1935 (mit Grundsatzartikel zum „Huckup“ und zur psychomedizinischen Erklärung des „Aufhockerlebnisses“)
Ruth Schmidt-Wiegand: Der Aufhocker in der pommerschen Volksüberlieferung. In: Baltische Studien N.F. 45 (1958), S. 129–134; N.F. 46 (1959), S. 108–118
Baldanders ist eine überaus wechselhafte Fabelgestalt, welche die Eigenschaften eines Chamäleons und des Proteus zu besitzen scheint.
Ursprünglich eine literarische Schöpfung Hans Sachs’ (1494–1576), wurde Baldanders in erster Linie durch den phantastischen Schelmenroman Simplicius Simplicissimus (1668) von Grimmelshausen bekannt. Darin stößt der Protagonist in einem Wald auf eine Steinfigur, die einen Gott aus einem alten germanischen Tempel darstellt. Als er die Figur mit dem Finger berührt, sagt sie, sie sei Baldanders („jedesmal ein anderer“) und nimmt nacheinander die Gestalt eines Menschen, einer Eiche, einer Sau, aparterweise auch einer Wurst, einer mit Klee bewachsenen Wiese, einer Blume, eines Wandteppichs und etlicher anderer Dinge an. Am Ende wird Baldanders wieder zum Menschen, um Simplicius in verschiedenen Fertigkeiten – unter anderem auch darin, mit leblosen Dingen zu sprechen – zu unterrichten.
Auch Jorge Luis Borges führt in dem von ihm 1974 herausgegeben Bestiarium El libro de los seres imaginarios einen Baldanders auf.
Basierend auf Hans Sachs’ Schöpfung komponierte die Gruppe Ougenweide das Lied Bald anders, in der die Figur Baldanders die Hauptrolle spielt. Baldanders symbolisiert den stetigen Wandel, dem die Welt und somit die Menschen unterliegen. Weiterhin stellt das Lied die Veränderung des Einzelnen dar, die mit dieser Veränderung einhergeht. Als Kernaussage drückt das Lied die positiven Hoffnungen aus, die mit einem Wandel verbunden sind. Das Lied wurde 2011 von ASP gecovert.
Literatur
Norbert Borrmann: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen. Berlin 2000. ISBN 3-89602-233-4
Die Befana (italienisch; Verballhornung von Epifania, dem Kirchenfest der Epiphanie, „Erscheinung des Herrn“) ist im italienischen Volksglauben eine alte Frau, die die Kinder in der Nacht auf den 6. Januar beschenkt. Die Weihnachtshexe Befana wird meist lächelnd und rittlings auf einem Besen dargestellt, trägt einen schwarzen Schal und ist rußbedeckt, weil sie durch den Schornstein ins Haus gelangt. Sie trägt eine Tasche, einen Sack oder einen Korb.
Den braven Kindern bringt sie Süßigkeiten oder Geschenke, die sie in eine Socke legt, ähnlich wie in manchen Gegenden der Nikolaus am 6. Dezember in deutschsprachigen Ländern und Gebieten. Kindern, die sich schlecht benommen haben, hinterlässt sie Kohle, die heutzutage aus Zuckermasse hergestellt wird.
Der Sage nach soll die Befana von den Hirten die Frohe Botschaft gehört haben. Der Stern von Betlehem sollte sie zur Krippe führen. Da sie jedoch zu spät aufbrach, verpasste sie den Stern.
Sie stellt eine Parallelgestalt zur alpenländischen Perchta und der mitteleuropäischen Frau Holle dar.
Befana fascista
Während des Italienischen Faschismus wurde anlässlich des Dreikönigsfests ab 1928 die Befana fascista gefeiert. Dabei handelte es sich um eine von der Nationalfaschistischen Partei organisierte Wohltätigkeitsveranstaltung, bei der Geschenke an arme Kinder verteilt wurden. Dieser Brauch setzte sich auch während des Zweiten Weltkrieges und in der Italienischen Sozialrepublik (Repubblica di Salò) fort. 1928 hat der italienische Komponist Ottorino Respighi im vierten Satz (La Befana) seiner sinfonischen Dichtung Feste Romane (dt. ‚Römische Feste‘) die Dreikönigsnacht auf der Piazza Navona in Rom musikalisch verarbeitet.
Literatur
Stephan Sigg: Ein Besen für die Weihnachtshexe Befana. Kaufmann Verlag, Lahr 2008, ISBN 978-3-7806-0848-2.
Thomas Hauschild: Weihnachtsmann. Die wahre Geschichte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-030063-8.
Die Blemmyer (griechisch: Βλέμμυες oder Βλέμυες; altägyptisch: brhm; bohairisches Koptisch Ⲃⲁⲗϩⲙⲱⲟⲩ) waren ein antiker Nomadenstamm in Nubien.
Quellen
Die antiken Quellen über die Blemmyer sind spärlich. Sie werden möglicherweise bereits in der Zeit Ramses’ IX. erwähnt.[2] Sicher greifbar sind sie erst ab dem Zeitpunkt, als Ägypten römische Provinz geworden war (30 v. Chr.). Unter den griechischen Autoren erwähnen sie unter anderem Strabon[3] und Claudius Ptolemäus.
In Qaṣr Ibrîm wurden bei Ausgrabungen Briefe gefunden, welche die Blemmyer betreffen, so ein Brief des römischen Statthalters von Ägypten an den König von Nubien und ein Brief des Phonen, König der Blemmyer, an Aburni, König der Nobaten. Letzterer ist in schlechtem Griechisch verfasst und stammt aus der Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. Eine Siegesinschrift des Silko aus Talmis (Kalabscha) berichtet von drei siegreichen Feldzügen gegen die Blemmyer. Der oströmische Gesandte Olympiodorus besuchte die Blemmyer um 423 n. Chr. und berichtet in seinem Geschichtswerk, dass sie fünf Städte besetzt hielten: Phoinikon (el-Laqeita), Khiris (bisher nicht identifiziert), Thapis (Taifa), Talmis (Kalabscha) und Prima (Qirta). Zu dieser Zeit waren sie zumindest teilweise sesshaft und bildeten einen eigenen Staat.
Der Bericht des Priskos (um 475) mit Nachrichten über die Blemmyer ist in zwei Exzerpten für den byzantinischen Kaiser Konstantin VII. aus dem 10. Jahrhundert überliefert (Excerpta de legationibus Romanorum und Excerpta de legationibus gentium). Eine anonyme Blemmyomachia ist nur in wenigen Fragmenten erhalten.
Heimat
Nach Strabon waren die Blemmyer Wanderhirten (17, 53) und wohnten am rechten Nilufer, unterhalb von Meroe gegenüber den Nubiern und waren den Aithiopiern untertan, während die Troglodyten an der Küste des Roten Meeres ansässig waren (17,2). Von Claudius Ptolemäus wurden sie östlich des Tanasees lokalisiert.
Die Blemmyer sind archäologisch nur schwer fassbar. Die in Unternubien gut belegte X-Gruppe, nach dem Fundort Ballana auch Ballana-Kultur genannt, wird meist mit dem Land Nobatia in Verbindung gebracht. Es ist vermutet worden, dass es sich bei den Blemmyern zur Zeit ihrer Staatengründung um nur eine kleine herrschende Gruppe gehandelt habe.[4]
Geschichte
Antike
Bis um die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. treten die Blemmyer in den griechischen Quellen vor allem als Räuber und Plünderer auf, die die römische Provinz Ägypten, das Königreich Meroe und die dortigen Handelswege gefährdeten, zeitweilig als Verbündete Palmyras (siehe Reichskrise des 3. Jahrhunderts). Eine große Rolle beim Aufstieg der Blemmyer zu einer politischen Macht in Nubien hat das Dromedar gespielt, das die Blemmyer zu Operationen in der Wüste nutzten.
In der Zeit des Kaisers Probus eroberten sie zeitweilig Koptos und Ptolemais Hermeiou in Oberägypten, bevor sie 279 von römischen Truppen geschlagen wurden. Dass Kaiser Diokletian ihnen Jahrgelder zahlte, hielt sie nicht von weiteren Raubzügen ab. Schließlich sah sich Diokletian sogar gezwungen, Teile der bedrohten Provinz aufzugeben; die Grenze wurde zum ersten Katarakt zurückverlegt und zusätzlich durch Festungen gesichert, außerdem wurde bald darauf ein spezielles Militärkommando geschaffen. Die Region Dodekaschoinos wurde von den Blemmyern und den Nobaten, die ebenfalls Raubzüge unternommen hatten, übernommen.
Wahrscheinlich 336 n. Chr. brachte der römische Offizier Abinnaeus eine Gruppe blemmyischer Flüchtlinge nach Konstantinopel zu Kaiser Konstantin. Ihre Anwesenheit dort ist auch durch Eusebius von Caesarea (Vita Constantini 4.7.1) bezeugt. Auf Befehl des Kaisers brachte er sie in ihr Land zurück und verbrachte dort selbst drei Jahre.[5] Die Episode klingt nach einem lokalen Machtkampf, der durch römisches Eingreifen zugunsten der ursprünglich unterlegenen Partei entschieden wurde. Der Aufenthalt des Abinnaeus, den der Kaiser zum ducenarius. ernannt hatte, diente wahrscheinlich zur Sicherung der neuen Ordnung und dazu, sich mit den dortigen Zuständen vertraut zu machen. Die Blemmyer waren schließlich die wichtigste Macht am südlichen Roten Meer, wo die Römer in den Häfen von Myos Hormos und Berenike Troglodytica den ertragreichen Handel mit Indien kontrollierten.
Während der gesamten Spätantike bis in die Zeit Justinians stellten die Blemmyer immer wieder eine Bedrohung für die Südgrenze der Provinz Ägypten dar. Kaiser Theodosius II. teilte 449 die Provinz Thebais und unterstellte die Militär- und Zivilverwaltung einer Person, wahrscheinlich wegen der Angriffe der Blemmyer und Nobadae.[6] Zur gleichen Zeit berichtet Nestorius, der nach Achmim verbannte Patriarch von Konstantinopel, über Übergriffe der Blemmyer und Nobadae. Wenig später scheint es aber zu Auseinandersetzungen zwischen den Blemmyern unter König Ezana und den Nobaten gekommen zu sein.
Der römische dux Florus konnte die Blemmyer schließlich 451 (während der Herrschaft Kaiser Markians) schlagen. Es wurde ein Friedensvertrag geschlossen, wonach die Blemmyer unter anderem Zugang zum berühmten Isis-Tempel auf der Nilinsel Philae erhielten. Nach dem Tod des Unterhändlers Maximinus widerriefen die Stammesoberhäupter (Basiliskoi) jedoch das Bündnis und begannen wieder mit Kampfhandlungen. Dennoch blieb Philae in den folgenden Jahrzehnten wie zuvor ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Römern und Blemmyern; der Tempel war nun das einzige offiziell geduldete pagane Heiligtum im christlichen Imperium Romanum. In der Zeit Justinians wurde der heidnische Kult auf Philae 537 dann allerdings unterbunden und die Insel 577 befestigt.
Nach der Talmis-Inschrift zog Silko dreimal gegen die Blemmyer. Nach dem ersten Feldzug suchten sie, vermutlich durch Eienei, den Bruder des Königs Phonen, um Frieden nach, der aber keinen Bestand hatte. Nach einem zweiten, vermutlich erfolglosen Feldzug besiegte sie Silko in einer dritten Kampagne, nahm ihre Städte ein und besetzte ihr Gebiet.
Mittelalter
Blemmyer aus Schedels Weltchronik von 1493
Bereits Plinius der Ältere hatte im 1. Jahrhundert n. Chr. berichtet, dass die Blemmyer keinen Kopf hätten (Blemmyes traduntur capita abesse, ore et oculis pectore adfixis „Es wird gesagt, dass die Blemmyer keinen Kopf haben und dass ihr Mund und ihre Augen in ihre Brust gesetzt sind“).[7] Durch Isidor von Sevilla tradiert, der sie in Libyen ansiedelt, wird diese Beschreibung von mittelalterlichen Autoren wie Jean de Mandeville, Sebastian Münster und Hartmann Schedel übernommen. Mandeville lokalisiert sie in Indien (siehe hierzu Acephale (Volk)). Direkte Kontakte zwischen den Blemmyern und Europa sind für die Zeit nach der Arabischen Expansion, die die römische Herrschaft in Ägypten 642 beendet hatte, nicht bezeugt.
Von den Kopten[8] und Arabern wurden die Blemmyer Bedscha (Beja) genannt. Die Bedscha waren wohl die Nachfahren der Blemmyer.[9] (Zur nachfolgenden Geschichte siehe dort.)
831 sandte Kalif al-Ma'mūn eine Streitmacht unter 'Abdallah ibn Dschiham gegen die Bedscha, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. 854 töteten sie Bergwerksarbeiter in der nubischen Wüste und überfielen Qina. Muhammed 'Abdullah Ibn Cami schlug sie danach am Gebel Zabara vernichtend.
Herrscher
Phonen, Mitte des 5. Jahrhunderts, sein Sohn war der Phylarch Breeitek
Literatur
Hans Barnard: Sire, il n’y a pas de Blemmyes. A Re-Evaluation of Historical and Archaeological Data. In: J. C. M. Starkey: People of the Red Sea: Proceedings of the Red Sea Project II, held in the British Museum, October 2004 (= Society for Arabian Studies Monographs. Band 3/ BAR International Series. Band 1395). Archaeopress, Oxford 2005, S. 23–40 (frühe Quellen zur Geschichte der Blemmyer) (Volltext als PDF).
Timothy David Barnes: The Career of Abinnaeus. In: Phoenix. Band 39, Nr. 4, 1985, S. 368–374.
Christian Barthel: Eine Origo Gentis Blemmyorum in den Dionysiaka des Nonnos von Panopolis. In: Tyche. - Beiträge zur Alten Geschichte, Papyrologie und Epigraphik. Band 29, 2014, S. 1–15 (Volltext als PDF).
Étienne Bernand: Nouvelles versions de la campagne du roi Ezana contre les Bedja. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik. Nr. 45, 1982, S. 105–114.
Vassilios Christides: Ethnic movements in Southern Egypt and Northern Sudan: Blemmyes-Beja in Late Antique and Early Arab Egypt until AD 707. In: Listy Filologické. Nr. 103, 1980, S. 129–143.
Reinhard Grieshammer: Blem(m)yes. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 2, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01472-X, Sp. 710.
J. Martin Plumley: An eighth-Century Arabic letter to the King of Nubia. In: Journal of Egyptian Archaeology. Band 61, 1975, S. 241–245.
Patrick Reinard: Konfrontation und Kooperation jenseits des Niltals. Rom und die Wüstenstämme von Baratit, dem Hypotyrannos der Barbaren, bis zu Diokletian. In: Kai Ruffing, Kerstin Droß-Krüpe (Hrsg.): Emas non quod opus est, sed quod necesse est. Beiträge zur Wirtschafts-, Sozial-, Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte der Antike. Festschrift für Hans-Joachim Drexhage zum 70. Geburtstag (= Philippika. Band 125). Harrassowitz, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-447-11087-7, S. 205–259.
T. C. Skeat: A Letter from the King of the Blemmyes to the King of the Noubades. In: Journal of Egyptian Archaeology. Band 63, 1977, S. 159–170.
Robert T. Updegraff: The Blemmyes I: The Rise of the Blemmyes and the Roman withdrawal from Nubia under Diocletian (with additional remarks by L. Török). In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band II.10.1, Berlin / New York 1988, S. 44–106.
Manfred Weber: Blemmyer. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Supplementband 2, Lieferung 9. Hiersemann, Stuttgart 2002, ISBN 3-7772-0218-5, Spalten 7–28.
↑Siehe die Diskussion: William Yewdale Adams: The Ballana Kingdom and Culture: Twilight of Classical Nubia. In: Edwin M. Yamauchi (Hrsg.): Africa and Africans in Antiquity. Michigan State University Press, East Lansing 2001, ISBN 0-87013-507-4, S. 159–179.
↑T. D. Barnes: The Career of Abinnaeus. In: Phoenix. Band 39, Nr. 4, 1985, S. 369.
↑Brian Croke: The Context and Date of Priscus Fragment 6. In: Classical Philology. Band 78, Nr. 4, 1983, S. 297–308.
Alucard ist ein Ananym des Namens Dracula. Erstmals verwendet wurde diese Namensspielerei in dem US-amerikanischen Film Draculas Sohn (Son of Dracula, 1943) von Robert Siodmak, der in den Südstaaten spielt und in dem es der adlige Blutsauger Anthony Alucard auf die schöne Tochter eines Plantagenbesitzers abgesehen hat. Seitdem wird diese Namensverdrehung immer wieder gerne aufgegriffen (z. B. im japanischen Anime/Manga Hellsing und in der japanischen Videospielreihe Castlevania, als Songtitel der britischen Progressive-Rock-Band Gentle Giant auf ihrem Debütalbum oder in Horrorfilmen, u. a. bei den britischen Hammer-Studios, sowie als Figur des Kinderbuchautors Willis Hall).
Filme
Draculas Sohn (Son of Dracula, 1943) mit Lon Chaney jun.
Galerie des Grauens (Dr. Terror’s Gallery of Horrors, 1966) mit Mitch Evans
Dracula (The Dirty Old Man, 1969) mit Vince Kelly
Dracula jagt Minimädchen (Dracula A.D. 1972, 1972) mit Christopher Neame
Alucarda – Tochter der Finsternis (1978) von Juan López Moctezuma
Monster Busters (1987) mit Andre Gower
Therapie Mord (Asylum, 1997)
Hellsing Ultimate OVA (2005)
Batman vs Dracula (2005)
Fernsehserien
Hellsing (2002)
Castlevania (2017–) mit James Callis
Videospiele
Als spielbarer Charakter in:
Castlevania III: Dracula’s Curse (1990), Nintendo Entertainment System
Castlevania: Symphony of the Night (Akumajō Dracula X: Gekka no yasōkyoku, 1997), PlayStation
Castlevania: Dawn of Sorrow (Akumajō Dracula: Sōgetsu no jūjika), Nintendo DS
Castlevania: Harmony of Despair (2010), Xbox 360 PlayStation 3
Castlevania Lords of Shadow: Mirror of Fate (2013), Nintendo 3DS
Castlevania Lords of Shadow 2 - Revelations (2014), DLC für Xbox 360, PlayStation 3 und Windows
Kinderbücher
In den Kinderbüchern von Willis Hall:
Der letzte Vampir(The Last Vampire), Deutscher Taschenbuch Verlag (DTV), München 1982, ISBN 3-423-70239-7
Urlaubsgrüße vom Vampir(Vampire's Holiday), DTV, München 1992, ISBN 3-7915-0806-7
Die Rache des Vampirs(The Vampire's Revenge), DTV, München 1993, ISBN 3-423-70402-0
Weihnachtsgrüße vom Vampir(Vampire's Christmas), Cecilie Dressler Verlag, Hamburg 1994, ISBN 3-7915-0808-3
Jagd auf den Vampir(The Vampire Vanishes), Cecilie Dressler Verlag, Hamburg 1995, ISBN 3-7915-0809-1
Literatur
Norbert Borrmann: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen. Die Geschöpfe der Nacht aus Mythos, Sage, Literatur und Film. Das (etwas) andere Who is who . Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89602-233-4.