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Fangshi

Noir24admin Schamanismus 21. Juni 2026

Fangshi (chinesisch 方士, Pinyin fāngshì) sind Zauberpriester des chinesischen Altertums. Der Terminus Fangshi bedeutet "Mann der Technik" und die Fangshi beschäftigten sich mit Überlieferungen, die abseits der konfuzianischen Riten und Sitten lagen. Ihre Ursprünge lassen sich zurückverfolgen bis zu den Archivaren der Shang-Dynastie und Zhou-Dynastie, in deren Händen das Wahrsagen lag, und von denen Laozi einer gewesen sein soll. Gleichfalls floss das Erbe der Wu in die Praktiken der Fangshi ein.

Während der Chunqiu-Periode waren die Fangshi gesellschaftlich angesehen, da es Sitte wurde, sie an die verschiedenen Höfe zu bitten.

Zur Zeit des ersten Kaisers Qin Shihuangdi hatten die Fangshi am Hof die Aufgabe, den Frieden (Taiping) zu vervollkommnen und zu erhalten, eine Wunderdroge für die Unsterblichkeit des Kaisers zu finden und Kontakte zu den Göttern herzustellen.

Die Fangshi praktizierten Astrologie, Exorzismus, Medizin, Divination, Magie, Geomantik, Langlebigkeitstechniken und Schamanismus.

Sie standen der Schule des Taiji (Yin und Yang) und der Fünf Wandlungsphasen nahe, und unter ihnen nahm die Bedeutung des Himmels als Gottheit ab, während sich die religiöse Praxis zur Deutung von Omina hin verschob.

Auch gehörten sie zu den Vorläufern der verschiedenen Schulen des Daoismus, der einige ihrer Techniken und Ansichten übernahm, z. B. die der Langlebigkeit, die Unsterblichkeitssuche, die Vorläufer von Taijiquan und Qigong, Sexualpraktiken und Atemübungen. Auch die Techniken der äußeren und inneren Alchemie sollen bis auf die Praktiken der Fangshi zurückgehen, die glaubten, Unsterblichkeit lasse sich durch Einnahme von Drogen erreichen.

In den Registern der Fangshi zur Dämonologie und Angelologie lassen sich die späteren Register des Himmelsmeister-Daoismus zur Beherrschung von Göttern, Dämonen und Geistern finden.

Ein Denker, der eine wichtige Stellung unter den Fangshi hatte, war Zou Yan.[1]

Literatur

  • Isabelle Robinet: Geschichte des Taoismus. Diederichs, München 1995, ISBN 3-424-01298-X.
  • W. Eichhorn: Die alte chinesische Religion und das Staatskultwesen. E.J. Brill, Leiden u. a. 1976, ISBN 90-04-04487-6 (Handbuch der Orientalistik. Abteilung 4: China. Band 4: Religionen und Brauchtum. Abschnitt 1).

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. zu diesem Artikel: Tom Suthamma: Unbekanntes China/Asien: Die Wiege der Zivilisation. BookRix 2015, Abschnitt 33 (Chinesischer Volksglaube). Google



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Fangshi aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Bön

Noir24admin Schamanismus 21. Juni 2026
Bön-Kloster Khyungpori Tsedruk in Nord-Tibet (AGT)

Der Bön (tibetisch བོན། Bon – „Wahrheit“, „Wirklichkeit“, „wahre Lehre“), genannt auch Bön-Religion und Bon-Religion, war vor der Etablierung des Buddhismus als Staatsreligion im 8. Jahrhundert die vorherrschende Religion der Tibeter. Verbreitet ist er heute in Tibet, in anderen Teilen der Volksrepublik China, in Nepal und in Bhutan. Der Bön ist eine animistisch-polytheistische Religion mit starken schamanistischen Eigenschaften. Ahnenkult und eine ausgeprägte Beerdigungs- und Gedenkkultur sind ebenfalls wichtige Aspekte des Bön.[1]

Später beeinflussten sich der Bön und der Buddhismus gegenseitig (→ Synkretismus), wobei aus dem Bön rituelle und schamanistische Elemente oder Bön-Gottheiten in den Buddhismus gelangten und umgekehrt aus dem Buddhismus Aspekte wie die Vorstellung einer Reinkarnation oder des Karma vom Bön übernommen wurden.

1977 wurde der Bön von der tibetischen Exilregierung und vom Dalai Lama offiziell als fünfte spirituelle Schule des Tibetischen Buddhismus anerkannt.

2006 wurde das Yundrung-Bön Zentrum Shenten Dargyé Ling in Frankreich als Kloster einer eigenständigen Glaubensgemeinschaft vom Staat anerkannt.

Geschichte

Teil eines Bön-Lebensrades

Die erneuerte Bön-Religion geht der Legende nach auf den mythischen Tönpa (Meister) und Buddha Shenrab Miwoche aus dem Land Tagzig zurück und soll frühere Tieropfer durch symbolische Opferungen abgelöst haben.[2]

Später breitete sich der erneuerte-Bön aus und war Staatsreligion in Zhang-Zhung das den heiligen Berg Kailash umgab. Der zentraltibetische König Songtsen Gampo eroberte im 7. Jahrhundert (vermutlich 634) das Land und beendete mit der Tötung des Königs Ligmincha (Ligmirya) dessen Dynastie.

Unter König Trisong Detsen (ab 755) wurde der Bön zunehmend vom Buddhismus verdrängt und verfolgt. Unter König Langdarma (Regierungszeit 836–842) besserte sich die Lage der Bönpa (Anhänger des Bön) vorübergehend. Nach seiner Ermordung zerfiel das tibetische Königreich. Durch die weitere Verfolgung wurden die Bönpa in die Randbereiche des tibetischen Kulturraumes abgedrängt wie Amdo im Nordosten sowie Dolpo in Nepal.

Mit dem Beginn der so genannten „neuen Übersetzungstradition“ (Sarma) des Buddhismus im 11. Jahrhundert reorganisierten sich sowohl die buddhistische Nyingma-Tradition als auch der Bön auf der Grundlage wieder aufgefundener Lehrtexte (Terma) aus der Zeit der Verfolgung und Wirren. Es wurde ein systematisches Lehrgebäude geschaffen und es verbreitete sich die Ordination von Mönchen und Nonnen.

1405 wurde das Kloster Menri von Bön-Lama Nyammed Sherab Gyeitshen gegründet. Dieses und das später gegründete Kloster Yungdrung Ling wurden Hauptzentren des Bön.

Nach dem Einmarsch der chinesischen Armee Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sowohl der Bön als auch der Buddhismus streng verfolgt, besonders während der chinesischen Kulturrevolution (1966–76). Kein tibetisches Kloster hat die Wirren dieser Zeit unbeschädigt überstanden. Das Bön-Kloster Menri wurde in Dolanji im indischen Exil neu gegründet.

1977 erkannte der Dalai Lama Bön als fünfte spirituelle Schule Tibets an. Dem tibetischen Exilparlament gehören seitdem zwei Vertreter des Bön an, wie für die anderen vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus.

Heute gibt es in Tibet und China über 264 aktive Bön-Tempel beziehungsweise Klöster.

Verbreitung

Abgesehen vom wiederaufgebauten Menri-Kloster in Dolanji im indischen Exil ist der Bön in Tibet und in Nepal noch lebendig. In Ost-Tibet ist Bön weiter verbreitet, vereinzelte Kommunen gibt es auch in West- und Zentraltibet sowie unter Nomaden. Seit den 1980er Jahren wurden in Tibet einige Bön-Klöster wieder aufgebaut und von Mönchen besiedelt, so Yungdrung Ling. Des Weiteren ist die Religion des Primi-Volkes in Yunnan eng mit dem tibetischen Bön verwandt.[3]

Formen

In der Geschichte des Bön treten drei unterscheidbare Formen auf, die noch praktiziert werden. Die älteste ist eine vorbuddhistische animistisch-schamanistische Religion, auch alter Bön oder schwarzer Bön genannt. Die zweite Form ist der Yungdrung-Bön, auch ewiger oder glückverheißender Bön genannt, der auf den Buddha Shenrab Miwoche zurückgehen soll. Der neue Bön beruht auf wiederaufgefundenen Texten (Terma).

Bön-Schrift

Alter Bön/Schwarzer Bön

Die animistischen Ursprünge stammen aus vorbuddhistischer Zeit und enthalten schamanistische Rituale und Glaubensformen, die sich vom neuen Bön stark unterscheiden. Die Gelugpa setzten Bön-Zauberer (Nagspa) ein, um Dämonen abzuwehren, und auch die Praktiken des tibetischen Staatsorakels stammen aus der alten Tradition.

Während spätere Bön-Formen die buddhistischen Vorstellungen von Karma und Reinkarnation übernahmen, waren und sind im alten Bön Begräbnisriten zentral, und es gab komplexe Begleitrituale beim Tod des Königs, eines hochgestellten Adligen oder eines Ministers, um diese auf ein gutes Leben im Jenseits vorzubereiten.

Die Bön-Religion hat ein eigenes Pantheon von Göttern, Geistern, Dämonen und anderen Wesen. Die Ritualthemen sind Zauberei, Tranceerlebnisse, Opfer an die Götter, Wahrsagerei, Reisen in die Unterwelt, Wetterzauber, medialer Kontakt zu Geistern und die Abwehr von Dämonen.

Der originale Bön ähnelt somit anderen animistischen Religionen wie dem japanischen Shintō, dem altaischen Animismus oder dem chinesischen Schamanismus.

Ewiger Bön/Yungdrung-Bön

Bön-Mani-Stein mit dem Mantra Om ma tri mu ye sa le du.

Yungdrung Bön (Swastika-Bön), auch Ewiger Bön genannt, geht auf den mythischen Lehrmeister und Buddha (Tönpa) Shenrab Miwoche zurück. Historische Vertreter der Yungdrung-Bön-Tradition sind die Meister Tapihritsa und Drenpa Namkha.

Die Lehren dieser Schule umfassen mehr als 200 Werke. Darunter finden sich auch Schriften zu Philosophie, Heilkunde, Metaphysik und Kosmologie. Die philosophischen Grundlagen stehen dem Buddhismus nahe, so die Lehren über Karma (das Gesetz von Ursache und Wirkung) und Mitgefühl. Die Gottheiten des Alten Bön wurden als Meditations-Gottheiten (Yidam-Gottheiten) oder als Beschützer der Lehre eingebunden und umgekehrt wurden Gottheiten und Dämonen des Bön von den buddhistischen Nyingmapa übernommen.

Tenzin Namdak, Abt eines Bön-Klosters in Nepal

Die Hauptlehren des Yungdrung-Bön sind die „Neun Wege“, andere Unterteilungen nennen „Vier Pforten und eine Schatzkammer“ oder die „Äußeren, Inneren und Geheimen Unterweisungen“. Letztgenannte sind Sutra, Tantra und Dzogchen, ähnlich derer der Nyingma-Schule. Es gibt Hinweise, dass Dzogchen, die Lehren über die „Große Vollkommenheit“, bereits vor dem Buddhismus in Zhang Zhung existierten. Die Dzogchen-Lehren der Nyingma gehen im Unterschied dazu auf Garab Dorje aus dem Land Oddiyana zurück.

Unter den Lehren finden sich auch die Belehrungen des „Zhang Zhung Nyan Gyud“, die "mündlichen Unterweisungen von Zhang Zhung", die ältesten Überlieferungen eines Dzogchen-Meditationssystems der Bön.

Vertreter des Yungdrung-Bön, die im Westen lehren, war Lopön Tenzin Namdak Rinpoche und ist sein Schüler Tenzin Wangyal Rinpoche.

Nangshig-Kloster in der Region Amdo

Neuer Bön

Der neue Bön, auch reformierter Bön genannt, steht systematisch zwischen Yungdrung-Bön und der buddhistischen Nyingma-Tradition. Er entwickelte sich ab dem 14. Jahrhundert aus einer Synthese von Lehrelementen des Yungdrung-Bön und Elementen der Nyingma, vor allem durch das wechselseitige Auffinden von Termas der Bön- und der Nyingmatradition. Ein Vertreter des neuen Bön war Bönzhig Yungdrung Lingpa, als Nyingma-Tertön auch unter dem Namen Dorje Lingpa (1346–1405) bekannt.

Die Rituale ähneln buddhistischen, wobei die rituelle Umkreisung gegenläufig ist. Die angerufenen Gottheiten, Ikonographien, Mythen und Mantren sind bönspezifisch. Auch unterscheidet sich die Ausbildung eines Bön-Mönches nicht von der buddhistischer Mönche, beispielsweise kann ein Geshe-Grad durch Studium von Logik und Philosophie erworben werden und das Ziel der Praxis, Dzogchen, unterscheidet sich nicht allzu sehr vom buddhistischen Dzogchen, in der Liturgie wird Padmasambhava angerufen und den Altar schmückt häufig auch ein Bild des Dalai Lama.

Lehren

Die Lehren des Bön basieren auf umfangreichen Schriften (Kanjur und Tanjur) die verschieden gegliedert werden. Eine der Gliederungen ist jene in die "Neun Wege" des Bön, die in groben Zügen den neun Fahrzeugen der Nyingma-Tradition entsprechen. Die Grundsätze der Lehre sind dieselben wie im auf Buddha Shakyamuni zurückgehenden Buddhismus, der nach Bön-Auffassung in einem früheren Leben Schüler von Tönpa Shenrab Miwo war. Trotz dieser Nähe zum Buddhismus hat der Bön jedoch auch noch eigene Lehren, Rituale, Mythen und Götter, so dass er als eigenständige Religion gilt.

Die neun Wege des Bön sind folgend eingeteilt:

  1. Weg des Priesters der Voraussage: Wahrsagekunst, Astrologie, Ritualistik und Medizin.
  2. Weg des Priesters des Visuellen: Methoden zur Befriedung der Götter und Dämonen des Diesseits.
  3. Weg des Priesters der Illusion: Methoden zur Beherrschung von Feinden.
  4. Weg des Priesters der Existenz: Methoden zur Erlösung und Fragen über den Zeitraum zwischen Tod und Wiedergeburt.
  5. Weg der tugendhaften Anhänger: Gläubige, die tugendhaft handeln, nach Vervollkommnung streben und Stupas bauen und verehren.
  6. Weg der Asketen: Asketische Disziplinen, teilweise buddhistisch, teilweise unbuddhistisch.
  7. Weg des reinen Schalls: Praxis des höheren Tantras, Theorien über Verwandlung durch Mandalas.
  8. Weg des urzeitlichen Priesters: Ausüben der Praxis von Mandalas durch Anfertigung, Meditation und Verwirklichung von überrationalen Zuständen der Vollkommenheit.
  9. Die höchste Vollendung (Dzogchen)

Andere Einteilungen sprechen von vier Pforten und einer Schatzkammer oder von fünf Schatzkammern.

Die neun Wege betreffen unterschiedliche Priestergruppen, die unterschiedliche Aufgaben wahrnahmen. Das Schrifttum des Bön reicht weit zurück und die Einteilungen in Kategorien von Zauber sind eine buddhisierte Form des Schrifttums. In älteren Schriften wird manchmal von anderen Kategorien gesprochen, wie z. B. Himmelsbön oder Begräbnisbön, so dass unterschiedliche Priestergruppen wohl schon unterschiedliche Aufgaben im ursprünglichen Bön wahrgenommen hatten.

Meditation und Dzogchen

Meditationssysteme sind im neuen Bön in drei Formen unterteilt:

  1. Das wichtigste der Meditationssysteme stellt das Zhang Zhung Snyan grud dar, das auf einen Meister aus Zhang Zhung bis ins 8. Jahrhundert zurückgehen soll.
  2. A khrid soll auf einen Eremiten des frühen 11. Jahrhunderts zurückgehen. Diese Meditation ist in Perioden aufgeteilt, die ein bis zwei Wochen dauern. Anfänglich gab es 80 Perioden, später nur noch 15.
  3. Anfang des 11. Jahrhunderts fand man Texte, die Dzogchen beschrieben und von der 'höchsten Vollendung' handelten. Diese Texte ähneln denen der Nyingma.

Praktiken

Ritualdolch Phurbu
Tibetischer Maskentänzer

Schamanen und Priester, die meist außerhalb der Klöster leben, besänftigen Geister durch Opfergaben, treiben Dämonen aus oder opfern symbolisch Teigfiguren, Zeremonialkuchen, Mehl und Butter. Die Bönpa glauben an Magische Praktiken und Shenrab Miwo selbst habe diese weitergegeben. Dazu gibt es Mysterienspiele mit Maskentänzen, Gesänge und Opfergaben. Die Tänze werden sTag dmar 'Cham, 'der Tanz des roten Tigerdämons', genannt und handeln oft von den alten Berggottheiten Tibets. Die Cham-Tänze wurden vom Buddhismus übernommen. Erforderliche Hilfsmittel für ein Besessenheitsritual sind die Handglocke Gshang und eine Trommel. Die ausschließlich von Bön-Anhängern verwendete Glocke wird mit dem Klöppel nach oben und meist in der rechten Hand geschüttelt, sie ist auch ein Attribut Shenrab Miwos und mancher Gottheiten.

Ebenfalls vom Buddhismus übernommen wurde der Phurba-Kult. Phurbas, bzw. Phurbus sind magische Dolche zur Dämonenbannung, für den Wetterzauber wie Hagelabwehr oder zur Reinigung. Der Meister Shenrab Miwo wurde stets mit einem großen Phurba in der Hand abgebildet. Der Phurba-Zauberer war auch gefürchtet wegen schwarzer Magie. Der Fluch der wandernden Dolche z. B. sollte dazu dienen, ein Opfer über größere Entfernungen zu vernichten. Dazu wird der Phurba in den Händen gerollt, mit magischen Formeln besprochen und mithilfe des Dolch-Gottes Phurba geschleudert, um das Opfer telekinetisch zu treffen.

Zor-Rituale benutzen magische Waffen, die Zor, um schlechte Einflüsse abzuwehren. Zor sind zumeist aus Teig gemachte kleine Pyramiden, die mit magischen Kräften ausgestattet werden. Schleudert man einen Zor, so setzt er magische Kräfte frei, die den Feind oder das Unheil zerstören sollen.

Fadenkreuze, Mdos, werden als Geisterfallen hergestellt. Sie bestehen aus Fäden, die geometrische Figuren an gekreuzten Holzstäben bilden. Das Herstellen von Fadenkreuzen erfordert ein komplexes Ritual, in dessen Verlauf Gottheiten eingeladen werden, das Fadenkreuz zu beziehen. Fadenkreuze sind häufig über Haustüren angebracht, um das Haus und seine Bewohner zu schützen. Nach einer bestimmten Zeit wird das Fadenkreuz zumeist mit den darin gefangenen Dämonen verbrannt.

Amulette und Talismane werden auch als Schmuck getragen, oft aus Koralle und Türkis oder in silbernen Behältnissen. Diese Glücksbringer, oft auch mehrere, werden in jedem Alter und allen sozialen Schichten getragen,.

Schadenzauber soll von schwarzen Bönpa oder Nagspa (Zauberern) gegen Bezahlung ausgeübt werden, beispielsweise wird das Horn eines Wildyaks rituell mit einer Zeichnung des Opfers und mannigfaltigen unreinen Substanzen gefüllt, mit schwarzem Faden verschlossen und im Fundament der Behausung des Opfers verborgen.

Mythologie

Die vielfältigen Mythen der Bön behandeln Kosmogonie, Theogonie und Genealogie in verschiedenen Komplexitätsstufen. Viele Erzählungen oder Traktate beschreiben detailliert Zauber und Gerätschaften und beziehen sich häufig auf verschiedene Formen von Exorzismus und Magie.

Wiederkehrende Motive sind die Unterscheidung zwischen dem Wohltuenden und dem Schädlichen, die Paarbildung von Gottheiten oder mythischen Wesen und die Einteilung in gute, böse und ambivalente Gottheiten. Auch heilige Orte wie Grotten und Berge sind ein wiederkehrendes Motiv, letztere entsprechen der Seele des Landes oder Schutzgöttern.

Der wichtigste Berg der Bön ist der Kailash (auch Ti Se), Seele des Landes, Sitz der Himmelsgötter, Mittelpunkt der Welt und wird als riesiger Chörten aus Kristall oder als Palast bzw. als Sitz eines Palastes bestimmter Götter gedacht mit vier Toren, die von Wächtern der Himmelsrichtungen bewacht werden.

Tagzig Olmo Lungring wird als reines Land gedacht, jenseits der unreinen Existenz, indem alle Erleuchtete wiedergeboren werden. Es ist unzerstörbar und von ewigem Frieden und Freude erfüllt. Der Yungdrung-Bön hat hier seinen Ursprung und auch Buddha Shenrab Miwo wurde hier geboren.

In den Schöpfungsmythen des neuen Bön findet man auch zurvanitische oder shivaitische Einflüsse. Der Ursprung wird als Zustand leerer Möglichkeit gedacht, aus dem das Ur-Ei entsteht, das die Welt hervorbringt oder die Welt wird von einem Urwesen erschaffen.

Das Pantheon des Bön

In der Bön-Religion ist jede natürliche Erscheinung beseelt, so dass es eine fast unüberschaubare Fülle von Geistern, Göttern, Dämonen und Fabelwesen gibt. Diese Wesen leben an Orten, die in der Kosmologie des Bön benannt werden. Einige von ihnen sind für diese Religion besonders wichtig und überregional verbreitet.

Der Vogel Khyung

Eine der Hauptschutzgottheiten des Bön ist der mythische Vogel Khyung. Der mächtige Schlangentöter hat einen Stierkopf, der mit der Sonne und den Gewitterwolken verbunden ist, und ähnelt dem indischen Garuda. Einerseits gilt er als Reittier des dämonischen dMu-Königs, andererseits begleitet er den hohen Weltgott Sangs po 'bum khri. Westlich des Kailash ist dem Khyung ein Tal geweiht, in dem den Mythen nach ein Silberschloss gestanden hat. Dieses Silberschloss kommt als heilige Stätte in den meisten Gebeten und Rezitationen des Bön vor.

Sangs po 'bum khri

Der Gott Sangs po 'bum khri ist eine Himmelsgottheit und gilt als Lenker (Srid pa) des gegenwärtigen Weltzeitalters. Man unterscheidet bei diesem Gott fünf Aspekte des Srid pa: Des Körpers, der Rede, des Verdienstes, der Werke und des Geistes. Der Gott ist weiß und sein Thron wird von einem weißen Khyung mit grünen Flügeln getragen. Er verkörpert Erbarmen, Erlösung und Errettung.

Andere Namen für diesen Gott sind Lha chen sangs po dkar po, weißer reiner großer Geist, oder Bum khri gyal po in Westtibet.

Buddhistisches Bild von Palden Lhamo

Palden Lhamo

Palden Lhamo wird Im Bön auch Srid (pa'i) rgyalmo genannt und gilt als Beschützerin, als große Mutter und als Symbol der Rhythmen von Leben und Tod.

Pehar

Pehar oder Pekar ist eine Orakelgottheit, die auch von Buddhisten verehrt wird. Neben der Orakelfunktion hat er noch weitere vielfache Aufgaben, Würden und Pflichten als Beschützer der Lehre, Religionswächter, Vernichter von Feinden, Freund der Heiligen und als Wächtergott über Zhang Zhung. Der buddhistischen Legende nach soll er von Padmasambhava gezwungen worden sein, den Buddhismus zu schützen.

Lha, bTsan, gNyan

In der Mythologie des Bön gibt es neben den Einzelgöttern auch sehr viele verschiedene Gruppen von Geistwesen, die gutartig oder bösartig sein können. Einige sollen hier angeführt werden:

Lha sind gutartige himmlische Wesen. In jeder Himmelsregion gibt es unterschiedliche Gruppen und sie verkörpern die göttliche Macht mit der die Menschen verbunden sind. Einige Lha leben nicht in himmlischen Regionen, sondern sind z. B. der Gott des Herdes oder der Gott des Innen oder Außen. Die tibetische Hauptstadt Lhasa (Ort der Lha) ist nach den Lha benannt, und der König wurde als Enkel des Lha angesehen.

bTsan sind besonders mächtig und spielen auch im Buddhismus noch eine Rolle. Sie leben zwischen Himmel und Erde, bewohnen aber auch Wälder, Felsen, Gletscher oder Schluchten. Der König der bTsan trägt eine Kriegsrüstung, ein Banner und eine Schlinge. Die bTsan erscheinen als wilde rote Jäger auf roten Pferden. Sie gelten als Beherrscher der unzähligen gNyan. bTsan können den Mythen nach Herzinfarkte und tödliche Krankheiten hervorrufen.

Die gNyan symbolisieren die Mitte und halten sich beispielsweise in Sonne, Mond, den Sternen, in Wolken, Regenbogen, im Wind und in den Felsen auf. Die gNyan sind auch mit den Himmelsrichtungen verbunden. Der Herrscher der gNyan trägt eine Rüstung mit Türkis-Ornamenten, ein Siegesbanner mit einer Gans darauf und hat ein kristallfarbenes Antlitz.

Literatur

  • Bru-sgom rGyal-ba g.yung-drung: The Stages of A-Khrid Meditation. Dzogchen Practice of the Bon-Tradition. Library of Tibetan Works and Archives, Dharamsala 1996, ISBN 81-86470-03-4.
  • Christoph Baumer: Bön – Die lebendige Ur-Religion Tibets. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1999, ISBN 3-201-01723-X.
  • Andreas Gruschke: The Cultural Monuments of Tibet’s Outer Provinces. Kham. Bd. 1: The TAR Part of Kham (Tibet Autonomous Region). White Lotus Press, Bangkok 2004, ISBN 3-89155-313-7, S. 80–84.
  • Marietta Kind: The Bon Landscape of Dolpo. Pilgrimages, Monasteries, Biographies and the Emergence of Bon. Bern 2012, ISBN 978-3-0343-0690-4.
  • Namkhai Norbu: Dzogchen-Der Weg des Lichts. Diederichs, München 1989, ISBN 3-424-01462-1.
  • Namkhai Norbu: Drung, Deu and Bön. Library of Tibetan Works and Archives, Dharamsala 1995, ISBN 81-85102-93-7.
  • Tenzin Wangyal: Der kurze Weg zur Erleuchtung. Dzogchen-Meditationen nach den Bön-Lehren Tibets. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-13233-9.
  • Shardza Tashi Gyaltsen, Lopon Tenzin Namdak: Heart Drops of Dharmakaya. Snow Lion Publications, Ithaca, NY 1993, ISBN 1-55939-172-3.
  • Lopön Tenzin Namdak, Karin Gungal: Der heilende Garuda. Ein Stück Bön-Tradition Garuda Verlag, Dietikon 1998, ISBN 3-906139-09-3.
  • John Myrdhin Reynolds (Vajranatha): The Oral Tradition From Zhang-Zhung. Vajra Publications, Kathmandu 2005, ISBN 99946-644-4-1 (vajranatha.com nur über amerikanische Buchhändler zu beziehen)
  • Lopön Tenzin Namdak, John Myrdhin Reynolds: Bonpo Dzogchen Teachings. Vajra Publications, Kathmandu 2006, ISBN 99946-720-5-3 (vajranatha.com nur über amerikanische Buchhändler zu beziehen)
  • Michael A. Nicolazzi: Geheimnis Tibet. Die Ur-Religion des Bön. Patmos, 2003, ISBN 978-3-491-69400-2.
  • Per Kvaerne: Bon. In: Mircea Eliade (Hrsg.): The Encyclopedia of Religion. Band 2. Macmillan Library Reference, New York 1987, S. 277–281. ISBN 0-02-909710-X.
  • Keith Dowman: Geheimes, heiliges Tibet. Ein Führer zu den Mysterien des verbotenen Landes. Kreuzlingen, München 2000
  • Gerhardt W. Schuster: Das alte Tibet. Geheimnisse und Mysterien. St. Pölten (u. a.); NP-Buchverlag 2000, ISBN 3-85326-137-X
  • Sebastian Schüler: Vom Synkretismus zum Padmaismus: Zum Verhältnis von Religion und Politik im frühen tibetischen Buddhismus unter Padma Sambhava Journal of Religious Culture, Nr. 137, 2010 http://web.uni-frankfurt.de/irenik/relkultur137.pdf
  • Gunter Schüttler: Die letzten tibetischen Orakelpriester. Psychiatrisch-neurologische Aspekte. Wiesbaden/Stuttgart 1971 (= Forschungen zur Ekstase: Monographien und Expeditionsberichte. Band 1).
  • Helmut Hoffmann: Quellen zur Geschichte der tibetischen Bon-Religion. Wiesbaden 1950.

Kanonkataloge

  • Per Kvaerne: The canon of the Tibetan Bonpos. In: Indo-Iranian Journal Nr. 16, 1974, S. 18–56, 96–144.
  • Chandra Lokesh u. a.: Catalogue of the Bon-Po Kanjur and Tanjur. In: Indo-Asian Studies Nr. 2, 1965; New Delhi.

Weblinks

  • Bön und tibetischer Buddhismus Transkript eines Vortrags von Alexander Berzin
  • Bön-Bibliographie auch Deutsch (himalayanart.org) (PDF; 97 kB)
  • Ligmincha Deutschland (Schüler von Tenzin Wangyal Rinpoche in Deutschland)
  • Vajranatha – Übersetzer von Bön Texten zusammen mit Lopön Tenzin Namdak Rinpoche (englisch)
  • Cataloguing Canonical Texts of the Tibetan Bon Religion (PDF; 115 kB)
  • Bön und der frühe Buddhismus in Tibet (PDF; 180 kB)
  • Bon, Shangshung, and Early Tibet. In: www.soas.ac.uk. 2011, archiviert vom Original am 2. Oktober 2012; abgerufen am 24. Juli 2025.  Konferenz der University of London 2011.
  • Ausstellung Museum für Völkerkunde, Wien PDF

Einzelnachweise

  1. ↑ Sam Van Schaik: Tibet: A History. Yale University Press, 2011, S. 99 ff.
  2. ↑ Samten G. Karmay: The Treasury of Sayings: a Tibetan History of Bon. OUP, London 1972 [London Oriental Series, volume 26]. (Reprint by Motilal Banarsidass, Delhi 2001)
  3. ↑ 研究. In: archive.is. 14. September 2012 ("pumichina.com" (Memento vom 14. September 2012 im Webarchiv archive.today) [abgerufen am 20. November 2018]). 
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4146277-4 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)



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Chilmeoridang-Yeongdeunggut-Ritual

Noir24admin Schamanismus 21. Juni 2026

Weiterleitung nach:

  • Jejudo#Welterbe und Kulturerbe



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Dendra

Noir24admin Schamanismus 21. Juni 2026
Lageplan der Gräber

Die mykenische Nekropole von Dendra liegt auf der griechischen Halbinsel Peloponnes etwa 1,5 km nordwestlich der Burg von Midea in der Argolis. Es handelt sich um eine der bedeutendsten mykenischen Nekropolen, die wahrscheinlich mit der Burg von Midea zu verbinden ist.

Ausgrabungen

Ab 1926 führte der schwedische Archäologe Axel W. Persson in Dendra Grabungen durch und entdeckte ein ungeplündertes Kuppelgrab aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. (SH III A1). In den folgenden Jahren setzte er zusammen mit dem Ephor der Argolis Nikolaos Bertos die Grabungen fort und man entdeckte mehrere Kammergräber. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden die Ausgrabungen jedoch unterbrochen. 1960 nahmen der griechische Archäologe Nikolaos Verdelis und sein schwedischer Kollege Paul Åström die Grabungen wieder auf. Man entdeckte dabei u. a. das Kammergrab 12, in dem man einen berühmten Bronzepanzer fand (s. u). Die Funde aus dem Tholosgrab, Kammergrab 2 und Kammergrab 10 sind im Archäologischen Nationalmuseum in Athen ausgestellt. Alle anderen Funde kann man im Archäologischen Museum von Nafplio sehen.

Eingang zum Kuppelgrab
Goldener Becher aus dem Tholosgrab

Rundgang

Innerhalb des Grabungsareals fand man Reste von Häusern aus der Jungsteinzeit und der frühhelladischen Zeit. Außerdem entdeckte man Reste von mindestens drei mittelhelladischen Tumuli. Insgesamt wurden bis heute neben dem Tholosgrab 16 Kammergräber erforscht. Die Kammergräber 3, 4, 5, 11, 13 und 14 wurden wieder zugeschüttet und sind heute nicht mehr zugänglich.

Kuppelgrab

Das bemerkenswerteste Grab ist das Kuppelgrab, das gleich links hinter dem Eingang zum Ausgrabungsgelände liegt. Zu diesem Grab führte ein gemauerter, monumentaler Eingang (Dromos) von 17,90 m Länge, wie man ihn auch vom sogenannten „Grab des Atreus“ in Mykene kennt. Die Kuppel, die inzwischen eingestürzt ist, hat einen Durchmesser von etwa 7,30 m und wurde als Kraggewölbe ausgeführt. Die ursprüngliche Höhe der Kuppel wird auf 7 m geschätzt. Im Inneren des Grabes fand man vier ungeplünderte Grabgruben und als Grabbeigaben goldene, silberne und bronzene Gefäße, Schmuck und kunstvolle Siegelsteine. Unter anderem fand man auch drei seltene Fingerringe, die aus vier Metallschichten (Silber, Blei, Kupfer und Eisen) bestanden. Das Grab wurde zwischen 1450 und 1350 v. Chr. errichtet. Im 9. Jahrhundert v. Chr. zur geometrischen Zeit stürzte die Kuppel ein. Gleichzeitig setzte man im Dromos einen Leichnam bei.

Kammergräber

Die Kammergräber stammen vom Ende der mittelhelladischen und dem Beginn der späthelladischen Zeit und wurden bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts v. Chr. verwendet. Sie verfügen auch über einen Dromos, der von Westen oder Südwesten zur unterirdischen Grabkammer führt. Sowohl der Dromos als auch die mehr oder weniger rechteckigen Grabkammern sind in den Fels gehauen. Manch Gräber verfügen noch über eine Seitenkammer, die immer südlich der Hauptkammer liegt. In den Grabkammern grub man ein oder mehrere Grabschächte, in die man die Toten beisetzte. Danach verschloss man die Gräber. Für weitere Begräbnisse und für kultischen Zeremonien öffneten man die Gräber wieder.

Kammergrab 9 liegt etwa 30 m nördlich des Kuppelgrabs. Es wurde durch eine Lehmschicht gegraben, die als Fußboden eines Hauses aus dem Frühhelladikum (3100–2000 v. Chr.) diente. Das Grab hat einen langen Dromos und eine rechteckige Grabkammer mit sechs Schächten. Drei der Schächte wurden für Begräbnisse verwendet. In der Nordwand gibt es eine Nische mit zwei Vertiefungen. Das Dach der Kammer ist eingestürzt. Durch den Torweg wurden zwei Furchen gegraben. Diese dienten vermutlich einer kultischen Verbindung zwischen Grab und Außenwelt. Im Grab fand man einen silbernen Gefäßgriff, eine Öllampe aus Steatit, eine weibliche Figur aus Fayence, eine Bügelkanne und verschiedene Schmuckstücke.

Etwa 20 m nördlich befindet sich das Kammergrab 8 mit Seitenkammer. Auch hier gibt es zwei Furchen, die jedoch von der Hauptkammer zur Nebenkammer führen. Im Norden der Hauptkammer wurde eine Steinbank in den Fels gehauen. Ein Leichnam war in einem Holzsarg beigesetzt worden. Unter den reichen Grabbeigaben waren ein bronzener Schulterschutz einer Rüstung, zwei Messer und ein Dolch, Pfeilspitzen aus Obsidian oder Feuerstein und Elfenbeinschnitzereien.

Nur knapp 10 m südlich trifft man auf Kammergrab 6. Es verfügt ebenfalls über eine Seitenkammer, die vermutlich rituellen Zwecken diente. Wie bei Grab 9 gibt es zwei Furchen im Torweg. Im Grab wurden zwei Grabgruben angelegt. Eine fand man noch unberührt und mit zwei Steinplatten abgedeckt. Hier fand man mindestens drei Sekundärbestattungen. Als Grabbeigaben kamen unter anderem ein tönernes Kohlenbecken, Eberzähne und bronzene Pfeilspitzen ans Licht.

15 m weiter südlich erreicht man das Kammergrab 10. Es ist eines der ältesten und reichsten auf dem Friedhof von Dendra. In dem Grab fand man zwei Grabschächte. In einem war eine Frau beigesetzt. Als Grabbeigaben hatte man ihr unter anderem einen Goldbecher und Goldschmuck mitgegeben. Im anderen Grab entdeckte man hochwertige Töpferware, eine Schale aus Elfenbein und Goldgefäße. Die Kammer ist heute eingestürzt.

Übersichtsplan von Kammergrab 12 mit Darstellung der Lage der Beigaben.
Mykenische Rüstung aus Kammergrab 12

Das Kammergrab 12 liegt direkt nördlich des Dromos von Kammergrab 10. Es ist das kleinste Grab des Friedhofs und es ist über einen Schacht statt über eines Dromos zugänglich. Da sowohl die Grabkammer als auch der Dromos von Grab 12 eingestürzt sind, hat man den Eindruck, als wäre es ein Teil von Grab 12. Obwohl das Grab kurz vor der systematischen Erforschung ausgeraubt wurde, fand man hier den bedeutendsten Fund aus der Nekropole von Dendra: eine komplette mykenische Rüstung (torake), die sich heute im Archäologischen Museum von Nafplio befindet[1] und auch als Dendra-Rüstung bezeichnet wird. Sie bestand aus Bronzepanzern für Brust und Rücken, die mit Leder- oder Stoffbändern verbunden waren, bronzenen Beinschienen und einem Eberzahnhelm, von dem jedoch nur Reste erhalten sind. Ende des 15. Jahrhunderts v. Chr. fand hier ein Mann mit hohem sozialem Status seine letzte Ruhestätte.

Pferdebegräbnis

Etwa 40 m nördlich erreicht man den am besten erhaltenen der drei Tumuli aus mittelhelladischer Zeit. Direkt östlich liegt das Kammergrab 7, dessen Grabkammer eingestürzt ist. Von den fünf Grabschächten, die man in der Kammer fand, waren vier bereits geplündert. Im ungeplünderten Grab fand man Waffen und Gefäße aus Bronze. Eine Ascheschicht im Grab stammt vermutlich von Begräbnisriten. Direkt nördlich des Tumulus fand man ein Grab, in dem vier Pferde beigesetzt waren. Es handelte sich um männliche Tiere im Alter von 14–17 Jahren. Etwa 10 m weiter nördlich zwischen den Kammergräbern 15 und 16 fand man die Knochen von weiteren drei Pferden. Die Todesursache der Pferde konnte nicht ermittelt werden, man geht jedoch davon aus, dass sie geopfert wurden. Direkt neben dem ersten Pferdegrab fand man ein einfaches Kistengrab.

Kammergrab 16 liegt nur vier Meter nördlich des Kistengrabs. Beim Bau des Grabes wurde ein älterer Tumulus leicht beschädigt, der nach dem Fertigstellen des Grabes erneuert wurde. Der Torweg war mit einer Trockenmauer zugemauert und die Wände der Grabkammer verputzt. Im Grab selbst fand man nur wenige Tongefäße und Knochen. Begräbnisse konnten keine festgestellt werden.

Auch beim Bau von Kammergrab 15, das nur 8 m nördlich liegt, wurde ein älterer Tumulus angegraben, der später wieder repariert wurde. Der Boden der Grabkammer war mit einer weißen Erde bedeckt. Auch hier konnten keine Begräbnisse in der Kammer nachgewiesen werden. Wie die gefundenen Gegenstände belegen, wurde das Grab während SH III A (14. Jahrhundert v. Chr.) verwendet. Ein letzter Leichnam wurde über dem Eingang des Grabes beigesetzt.

Etwa 10 m westlich von Grab 16 liegt das Kammergrab 2. In der rechteckigen Grabkammer und in den Schächten fand man, obwohl das Grab ausgeraubt war, reiche Beigaben. Darunter waren eine Steatitlampe, Alabastervasen, Bronzewaffen, ein Eberzahnhelm, Siegelsteine und Elfenbeineinlagen. Bemerkenswert sind zwei vergoldete Gegenstände aus Eisen: ein Knopf und ein Amulett. Im 15. Jahrhundert v. Chr. war Eisen selten und galt als sehr wertvoll. Außerdem fand man drei Steintafeln aus Kalkstein. Der größte Stein diente wahrscheinlich als Boden eines Holzsarges. Im Grab selbst fand man keine Gebeine nur im Dromos fand man Knochen. Man vermutet deshalb, dass die Grabräuber die Knochen aus dem Grab warfen. In einer Grube im Dromos fand man einen Hort, der aus zahlreichen Gefäßen und Gebrauchsgegenstände aus Bronze bestand. Wegen des fehlenden Begräbnisses vermuten einige Wissenschaftler, dass es sich bei dem Grab um ein Kenotaph handelte. Die zwei kleineren Steintafeln interpretieren sie als Menhire, die als Stellvertreter der Toten im Grab dienten. Die bronzenen Gerätschaften sollen darauf hinweisen, dass hier schamanische Riten einer Art von Totenbeschwörung stattfanden, wie man sie aus dem 11. Gesang der Odyssee kennt.[2]

7 m nördlich von Grab 2 findet man Kammergrab 1. Es hat eine rechteckige Grabkammer mit abgerundeten Ecken. In den 5 Grabschächten war jeweils ein Toter beigesetzt. Als Grabbeigaben fand man Tontöpfe, Tonfiguren, einen Bronzering, Steatitknöpfe und Glasperlen.

Literatur

  • Walter Burkert: Mystica, Orphica, Pythagorica (Kleine Schriften; Bd. 3). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 978-3-525-25272-7, S. 182f (in deutscher und englischer Sprache).
  • Katie Demakopoulou: Die mykenische Burg von Midea. Athen 2012, ISBN 978-960-386-048-8.
  • Dieter Henning: Mideia. In: Siegfried Lauffer (Hrsg.): Griechenland. Lexikon der historischen Stätten. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. C.H. Beck, München 1989, ISBN 3-406-33302-8, S. 434.
  • Axel W. Persson: The Royal Tombs at Dendra near Midea., 1931.
  • Axel W. Persson: New Tombs at Dendra., 1942.

Weblinks

Commons: Dendra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dendra and Midea in the Argolid bei Swedish Institute at Athens (Memento vom 5. Mai 2010 im Internet Archive)
  • Bilder von der Ausgrabung

Einzelnachweise

  1. ↑ Archaeological museum of Nafplio. (Memento des Originals vom 19. August 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cs-net.gr cs-net.gr
  2. ↑ Walter Burkert: Zum griechischen Schamanismus. (online)

37.65694444444422.825555555556Koordinaten: 37° 39′ 25″ N, 22° 49′ 32″ O




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Hirschgeweihmaske von Berlin-Biesdorf

Noir24admin Schamanismus 21. Juni 2026
Hirschgeweihmaske von Berlin-Biesdorf in der Ausstellung im Neuen Museum 2019/2020

Die Hirschgeweihmaske von Berlin-Biesdorf ist ein mittelsteinzeitliches Artefakt aus der Schädelkalotte mit den Geweihstangen eines Rothirsches. Es wurde 1953 während Bauarbeiten am Westufer der Wuhle gefunden und in die Zeit zwischen 8770 und 8570 v. Chr. datiert. Das Objekt gehört zur archäologischen Sammlung des Stadtmuseums Berlin (Inv.Nr. I 82/26).[1][2] Seit 2020 wird die Berliner Hirschgeweihmaske im Steinzeitsaal des Museums für Vor- und Frühgeschichte im Neuen Museum Berlin dauerhaft präsentiert.[3]

Beschreibung, Datierung und Fund- und Objektgeschichte

Das Objekt wiegt annähernd 2 kg. Es besteht aus dem oberen Teil des Gesichts- und Hirnschädels eines Rothirsches. Im Inneren wurden Unebenheiten mit Werkzeugen geglättet und die Hirschgeweihstangen der Länge nach um die Hälfte reduziert. Durch die Bearbeitungsspuren ist es als Artefakt erkennbar.

Das Objekt wurde auf den Zeitraum zwischen 8.770 und 8.570 v. Chr. datiert. Damit kann das Objekt in die nordmitteleuropäische Mittelsteinzeit eingeordnet werden. Das Fundgebiet gehörte zu dieser Zeit zu den Siedlungsplätzen der Duvensee-Gruppe oder der Maglemose-Kultur, Kulturen, die Steingeräte und Bildwerke anfertigten, auf die Jagd und auf Sammlungen gingen, aber keinen Ackerbau betrieben und keine Keramik brannten.

Das Objekt wurde bei Ausschachtungsarbeiten 1953 in der Heesestraße am Westufer der Wuhle in Biesdorf-Süd in 5,5 m Tiefe in einer Wiesenkalkschicht gefunden.

Das Objekt gehört zur Sammlung des Märkischen Museums. Diese wurde 1995 in die Sammlung des Stadtmuseums Berlin eingebunden, dessen Stammhaus das Märkische Museum bildet.

Im Jahre 2019/2020 war das Objekt Teil der Sonderausstellung „Berlins größte Grabung. Forschungsareal Biesdorf“ im Neuen Museum, Berlin. Dabei wurde im Rahmen eines experimentalarchäologischen Projektes im Museumsdorf Düppel eine Replik aus dem gleichen Material mit Steinwerkzeugen angefertigt, um die Herstellungstechnik und die Tragbarkeit zu untersuchen. Durch die Bearbeitung der Geweihstangen, die auch das Original aufweist, wurde das Gewicht halbiert und konnte so auf dem Kopf getragen werden.[4][5][6]

Vergleichsobjekte

Vorderansicht der RGZM-Kopie der Bedburg-Königshoven-Geweihfront 1

Es existieren einige wenige vergleichbare Objekte in Europa, so aus dem mittelsteinzeitlichen Fundort Star Carr in Yorkshire/England, vom mesolithischen Wohnplatz Hohen Viecheln in Nordwest-Mecklenburg, aus Plau in Südmecklenburg und aus Bedburg-Königshoven. Im Unterschied zu den Vergleichsobjekten weist das Exemplar von Berlin-Biesdorf keine Befestigungslöcher auf. Zwei weitere Hirschgeweihmasken wurden in Bad Dürrenberg 2022 gefunden, die dort 600 Jahre nach dem Tod der Schamanin von Bad Dürrenberg mit Bezug zu ihrem Grab abgelegt wurden.[7]

Hirschgeweihmaske von Star Carr

Da organisches Material verwittert, sind Funde von Hirschgeweihmasken zwar selten, aber daraus kann kaum ein Rückschluss auf die ursprüngliche Verbreitung gezogen werden. Alle Vergleichsfundplätze sind archäologisch ergraben. Dies gilt für den Fund der Hirschgeweihmaske von Berlin-Biesdorf 1953 nicht. Das dort gefundene Objekt stammt aus Bauarbeiten. Beifunde sind nicht bekannt. Erst zwischen 1999 und 2014 wurde das Areal Biesdorf-Süd archäologisch ergraben. Weitere mesolithische Funde wurden dabei nicht gemacht. An den Vergleichsfundplätzen wurden mesolithische Siedlungsfunde gemacht, die in die Maglemose-Kultur eingeordnet werden, die älteste mesolithische Kultur Nordmitteleuropas mit einer Verbreitung von den Britischen Inseln bis ins Baltikum.

Deutung

Darstellung eines sibirischen Schamanen aus Nicolaas Witsens Publikation seiner Russlandreise 1692

Schon für das als erstes, während einer Grabung 1949–1951 gefundene Hirschgeweihartefakt aus Star Carr hat der Ausgräber Graham Clark eine Nutzung als Maske oder Kopfschmuck nahegelegt. Das Objekt hätte mit Bändern durch natürliche, zum Teil auch extra erweiterte Löcher in der Kalotte am Kopf des Trägers befestigt werden können. Die Verwendung wird zudem im kultisch-schamanistischen Bereich diskutiert.[8][9]

Zeichnung der tier-menschlichen Mischfigur in der Höhle des Trois-Frère von Henri Breuil

Eine Stützung durch ein weiteres Artefakt erfährt diese Deutung durch die allerdings jüngere sogenannte Schamanin von Bad Dürrenberg, deren Überreste mit Beifunden im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) aufbewahrt werden.[10] Der Bestattung einer 25- bis 30-jährigen Frau um 5.600 v. Chr. ist unter anderem auch eine Rehgeweihmaske mitgegeben. Sie wird an das Ende der Mittelsteinzeit eingeordnet. Für diese Frau wird eine schamanische Funktion aufgrund der Beigaben angenommen.[11] Die bisher gefundenen Hirschgeweihmasken stammen wohl nicht aus Bestattungen. Doch wurden auch in Star Carr oder Bedburg-Königshoven zahlreiche weitere Knochenfunde von Hirschen, Rehen und anderen Tieren gemacht.

Begründet wird die Schamanismus-Theorie auch durch den Vergleich mit sehr viel später, neuzeitlich dokumentierten Bräuchen bei Schamanismus praktizierenden Ethnien Sibiriens.[12] Dort ist der Gebrauch von Geweihkopfschmuck in schamanischen Zusammenhängen gut belegt.

Ein Motiv der Malereien in der Höhle des Trois-Frère im südfranzösischen Tal des Volp wird für die Deutung der Hirschgeweihmasken herangezogen. Dort ist ein Wesen mit Menschenkörper, tatzenartigen Vorderextremitäten, Schweif, starrenden Augen und Geweih abgebildet. Es wird „Sorcier“, „Hexer“ oder „Le Dieu Cornu“, „Der gehörnte Gott“ genannt. Die Forschung diskutiert hier ebenfalls einen schamanischen Zusammenhang.[13] Die Darstellung wurde allerdings weit südlich entfernt vom Gebiet der nordmitteleuropäischen Maglemose-Kultur geschaffen und ist zudem deutlich älter. Sie stammt aus dem Magdalénien zwischen 18.000 und 12.000 Jahren v. Chr.

Gehörnte menschliche Figur auf dem Kessel von Gundestrup

Wesentlich später sind in Europa hirschgeweihtragende Gottheiten bezeugt, so in der keltischen Kultur Cernunnos, dessen Bild auch auf dem thrakisch-keltischen Kessel von Gundestrup vermutet wird, der in der jüngeren vorrömischen Eisenzeit um das 2. Jahrhundert v. Chr. (Latènezeit) in Südmittelosteuropa entstanden sein könnte.[14][15] Allerdings wird auch hier diskutiert, ob es sich um einen Schamanen handeln könnte.[16] Anthromorphe Gottheiten und sich Gottheiten, Tiergeistern u. ä. anverwandelnde Personen sind in Bildern oft nicht leicht zu unterscheiden.

Diese Anverwandlung an die Wesenheit des Hirsches und der damit transportierte Zuwachs oder die Veränderung an Bedeutungen scheinen auch der Sinn hinter den mesolithischen Hirschgeweihmasken zu sein, soweit wir Heutigen das nachvollziehen können. Dabei spielte vielleicht weniger, wie die Bezeichnung „Maske“ nachlegen könnte, die Verdeckung des Gesichtes eine Rolle, sondern wesentlich ist die Bekrönung mit Hörnern. Hörner sind alte Machtzeichen, deren Bedeutung sich aus der Beobachtung von Hirschen ergeben kann. Auch die Gottheiten Ägyptens und vor allem des vorderen Orients trugen oft Hörner und Hörnerkronen als Zeichen ihrer besonderen Herrschaft. Eine neutralere Benennung der Objektgruppe wäre „Hirschgeweihkappen“.[17] Der Aspekt der Anverwandlung rechtfertigt jedoch durchaus die Benennung „Maske“, da eine einfache Bekleidung eben auch nicht im Vordergrund zu stehen scheint. Dazu sind die Objekte zu wenig „alltagstauglich“.

Die mesolithischen Gesellschaften waren noch Jäger und Sammler. Alle gefundenen Hirschgeweihmasken können in diese Periode datiert werden und selbst die jüngere „Schamanin“ von Bad Dürrenberg mit ihrer Rehgeweihbekrönung gehörte noch einer vorbäuerlichen Kultur an. Eine bloße Tarnfunktion während einer Jagd kann aufgrund der unbequemen Trageeigenschaften als unwahrscheinlich gelten. Als Belege für einen beständigen und zusammenhängenden Kult eines gehörnten Gottes sind sie allerdings ebenfalls eher schwach, da die Belegartefakte zeitlich, örtlich und kulturell ohne nachweisbare Verbindungen sehr weit auseinander liegen. Rothirsche sind zudem ein so verbreiteter, für den Menschen wichtiger und eindrücklicher Teil der Fauna Europas, dass durchaus ähnlich scheinende Kulturphänomene auch mehrfach und mit jeweils spezifischem und anderem Hintergrund entstanden sein könnten. Die mesolithisch-maglemosekulturellen Hirschgeweihmasken, der frankokantabrische „Gehörnte Gott“ aus dem Magdalénien und der thrako-keltische Cernunnos-Schamane aus Gundestrup liegen jeweils ca. 8.000 Jahre auseinander und könnten auch in keinerlei Überlieferungszusammenhang stehen. Als besonderes und eindrucksvoll bekrönendes Accessoire werden die mesolithischen Hirschgeweihmasken sicherlich eine auszeichnende Bedeutung gehabt haben. Allerdings sind in Bedburg-Königshoven im selben Fundhorizont zwei davon gefunden worden. Wie singulär sie also waren, und ob sie eher einer Einzelperson oder vielleicht auch einer Gruppe zukamen, lässt sich zurzeit nicht mehr erkennen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Sammlung Online. Abgerufen am 11. Dezember 2020. 
  2. ↑ E. Reinbacher: Eine vorgeschichtliche Hirschmaske aus Berlin-Biesdorf. Ausgrabungen und Funde, 1, 1956, S. 147–151.
  3. ↑ Staatliche Museen zu Berlin: Hirschmaske von Biesdorf im Museum für Vor- und Frühgeschichte. Abgerufen am 23. Oktober 2021. 
  4. ↑ Neues Museum zeigt Funde von riesiger Grabung in Biesdorf. Abgerufen am 11. Dezember 2020. 
  5. ↑ Staatliche Museen zu Berlin: Berlins größte Grabung. Abgerufen am 11. Dezember 2020. 
  6. ↑ Biesdorf: Größte archäologische Grabung Berlins. 27. Dezember 2019, abgerufen am 11. Dezember 2020. 
  7. ↑ 16.9.22 Bad Dürrenberg Hirschgeweihmasken. Abgerufen am 29. Juli 2025. 
  8. ↑ John Grahame D. Clark: Excavations at Star Carr. An early mesolithic site at Seamer near Scarborough, Yorkshire. Cambridge 1954.
  9. ↑ Martin Street, Markus Wild: Schamanen vor 11000 Jahren? Die „Geweihmasken“ von Bedburg-Königshoven. In: LandesMuseum Bonn (Hrsg.): Eiszeitjäger. Leben im Paradies – Europa vor 15.000 Jahren. Mainz 2014, S. 274–287.
  10. ↑ Landesmuseum für Vorgeschichte: Die Schamanin von Bad Dürrenberg. Abgerufen am 11. Dezember 2020. 
  11. ↑ Martin Porr: Grenzgängerin – Die Befunde des mesolithischen Grabes von Bad Dürrenberg. In: Bernd Beispiel (Hrsg.): Katalog zur Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Band 1. Halle (Saale) 2004, S. 291–300. 
  12. ↑ Martin Street: Jäger und Schamanen. Bedburg-Königshoven : ein Wohnplatz am Niederrhein vor 10000 Jahren. Mainz 1989
  13. ↑ J. Clottes und D. Lewis-Williams: Les chamanes de la préhistoire, transe et magie dans les grottes ornées. Seuil, 1996.
  14. ↑ Kurt Horedt: Zur Herkunft und Datierung des Kessels von Gundestrup. In: ahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. Band 14, 1967, S. 134–143. 
  15. ↑ Richard Pittioni: Wer hat wann und wo den Silberkessel von Gundestrup angefertigt? (= Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Denkschriften. Band 178 = Österreichische Akademie der Wissenschaften. Veröffentlichungen der Keltischen Kommission. Nr. 3). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1984.
  16. ↑ Jean-Jacques Hatt: Eine Interpretation der Bilder und Szenen auf dem Silberkessel von Gundestrup. In: Die Kelten in Mitteleuropa. Kunst – Kultur – Wirtschaft. Salzburger Landesausstellung 1. Mai – 30. September 1980 im Keltenmuseum Hallein Österreich. Amt der Salzburger Landesregierung – Kulturabteilung, Salzburg 1980, S. 68–75.
  17. ↑ Aufarbeitung und Datierung mesolithischer Hirschgeweihkappen (abgeschlossen) — Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie. Abgerufen am 11. Dezember 2020. 



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  1. Bestattung von Bad Dürrenberg
  2. Babalawo
  3. Hirschgeweihmasken von Bedburg-Königshoven
  4. Schamanismus

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