• 09001234567
  • info@noir24.de
Noir24  Dein schwarzes Netzwerk Noir24  Dein schwarzes Netzwerk
  • Noir24
  • Noir24 Netzwerk
  • Noir24 Wiki
  • Noir24 Media
Sign In

Mokomokai

Noir24admin Mumie 22. Juni 2026
„Feilschen um einen Kopf an der Küste, der Häuptling treibt den Preis hoch“
Skizze von Horatio Gordon Robley

Mokomokai (auch Toi Moko genannt[1]) sind konservierte Köpfe von Māori, den Ureinwohnern Neuseelands, deren Gesichter mit Tā-moko-Tätowierungen verziert wurden. Sie waren während der Musketenkriege des frühen 19. Jahrhunderts wertvolle Handelsware.

Moko

→ Hauptartikel: Tā moko

Moko-Gesichtstattoos waren eine Tradition der Kultur der Māori, bis sie Mitte des 19. Jahrhunderts zu verschwinden begannen. In der voreuropäischen Zeit zeigten sie einen hohen sozialen Rang an. Normalerweise trugen nur Männer das gesamte Gesicht bedeckende Moko, während hochrangige Frauen oft Tätowierungen an Lippen und Kinn hatten.[2]

Moko zeigten Übergangsriten für Personen im Häuptlingsrang sowie wichtige Ereignisse ihres Lebens. Jedes Moko war einzigartig und enthielt Informationen über den Rang einer Person, den Stamm, die Abstammung, Beschäftigung und Heldentaten. Moko waren in der Anfertigung teuer und aufwändigere Mokos gewöhnlich auf Häuptlinge und hochrangige Krieger beschränkt. Darüber hinaus waren Maori, die Moko entwarfen und anfertigten, ebenso die wie Moko selbst von Tabu und Protokoll umgeben.[2] Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Tradition wiederbelebt.

Zeichnung eines Moko

Mokomokai

Wenn jemand mit Moko starb, wurde der Kopf oft konserviert. Gehirn und Augen wurden entfernt, alle Öffnungen mit Kauriharz und Fasern von Neuseelandflachs verschlossen. Der Kopf wurde in einem Ofen gekocht oder gedämpft, danach über offenem Feuer geräuchert und mehrere Tage in der Sonne getrocknet. Anschließend wurde er mit Haiöl behandelt. So präparierte Köpfe – Mokomokai – wurden von den Familien in mit Schnitzereien verzierten Kästen aufbewahrt und nur für religiöse Zeremonien hervorgeholt.[3]

Die Köpfe von in der Schlacht getöteten feindlichen Häuptlingen wurden ebenfalls konserviert. Diese Mokomokai wurden als Kriegstrophäen angesehen, in den Marae ausgestellt und verspottet. Sie waren jedoch bei diplomatischen Verhandlungen zwischen verfeindeten Stämmen wichtig. Rückgabe und Austausch von Mokomokai waren eine wichtige Grundvoraussetzung für einen Friedensschluss.[2]

Musketenkriege

→ Hauptartikel: Musketenkriege

Im frühen 19. Jahrhundert bekamen Stämme, die mit den europäischen Seeleuten, Händlern und Siedlern Kontakt hatten, Zugang zu Feuerwaffen, die ihnen einen militärischen Vorteil über ihre Nachbarn verschafften. Da die anderen Stämme nun auch gezwungen waren, sich Feuerwaffen zu beschaffen – und sei es zur Selbstverteidigung – kam es zu den Musketenkriegen. In dieser Zeit sozialer Instabilität wurden Mokomokai zur Handelsware, die als Kuriositäten, Kunstwerk oder Museumsstücke in Europa und Amerika hohe Preise erzielten und gegen Feuerwaffen und Munition getauscht werden konnten.[2]

Die hohe Nachfrage nach Feuerwaffen veranlasste Stämme dazu, durch Überfälle auf Nachbarn Köpfe für den Verkauf zu beschaffen. Sie tätowierten auch Sklaven und Gefangene (wenn auch mit bedeutungslosen Motiven und nicht traditionellen Moko), um lieferfähig zu sein. Der Höhepunkt des Handels mit Moko lag zwischen 1820 und 1831. 1831 verbot der Gouverneur von New South Wales die Ausfuhr aus Neuseeland. Gleichzeitig nahm in den 1830er Jahren wegen Marktsättigung die Nachfrage nach Feuerwaffen ab. Als 1840 der Vertrag von Waitangi unterzeichnet und Neuseeland britische Kolonie wurde, hatte der Export nahezu aufgehört, und Moko wurden in der Gesellschaft der Māori weniger üblich. Einen gelegentlichen Handel im kleineren Maßstab gab in späteren Jahren jedoch weiter.[2][4]

H. G. Robley mit seiner Mokomokai-Sammlung

Die Robley-Sammlung

Horatio Gordon Robley war ein britischer Offizier und Künstler, der während der Neuseelandkriege der 1860er Jahre in Neuseeland diente. Er war an Ethnologie interessiert und von der Kunst des Tätowierens fasziniert. Er war ein talentierter Illustrator und schrieb das 1896 veröffentlichte Werk über Moko Moko; or Maori Tattooing. Nach seiner Rückkehr nach England baute er eine Sammlung von 35–40 Mokomokai auf, die er später der neuseeländischen Regierung zum Kauf anbot. Als diese ablehnte, erwarb das American Museum of Natural History den größten Teil der Sammlung.[5]

Repatriierung

Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es Bemühungen, die Hunderte in der ganzen Welt in Museen und Privatbesitz befindlichen Mokomokai nach Neuseeland zurückzuführen. Dort sollen sie ihren Angehörigen zurückgegeben oder im Museum of New Zealand aufbewahrt, aber nicht ausgestellt werden. Diese Kampagne hatte bislang schon einigen Erfolg.[5][6][7]

Literatur

  • Horatio Gordon Robley: Moko; or Maori Tattooing. Chapman & Hall, London 1896. (Volltext in der New Zealand Electronic Text Collection (NZETC))
  • Robert. R. Janes, Gerald T. Conaty: Looking Reality In The Eye: Museums and Social Responsibility. University of Calgary Press, Calgary, Alberta 2005, ISBN 978-1-55238-143-4.

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Köpfe der Maori. In: Der Tagesspiegel vom 5. Oktober 2012. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  2. ↑ a b c d e Christian Palmer, Mervyn L. Tano: Mokomokai – Commercialization and Desacralization. Hrsg.: International Institute for Indigenous Resource Management. Denver 2004, S. 1–6 (englisch, archive.org [PDF; 132 kB; abgerufen am 22. März 2024]). 
  3. ↑ NZETC: Mokomokai: Preserving the past. Abgerufen am 25. November 2008.
  4. ↑ Janes & Conaty (2005), S. 156–157.
  5. ↑ a b Sunday Star Times. 16. Januar 2008. Anthony Hubbard: "The trade in preserved Maori heads"
  6. ↑ Reuters/One News. 6. November 2003. Maori heads may return home
  7. ↑ French city vows to return Maori head.; Associated Press, Paris 4. Januar 2008.



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Mokomokai aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Luftg’selchter Pfarrer

Noir24admin Mumie 22. Juni 2026
Der luftg’selchte Pfarrer in der Gruft der Pfarrkirche von St. Thomas am Blasenstein.
Schaukasten mit den Utensilien des luftg’selchten Pfarrers

Der Luftg’selchte Pfarrer[Anm. 1] ist ein mumifizierter Leichnam in St. Thomas am Blasenstein in Oberösterreich. Andere Bezeichnungen sind Heiliger Leib oder Lederner Franzl.

Der Leichnam befindet sich in der Gruft der Pfarrkirche St. Thomas am Blasenstein. Die Gruft hat einen eigenen Zugang von außen. Für einen geringen Münzeinwurf wird die Gruft zugänglich gemacht und auch einige Minuten lang beleuchtet. Eine Infotafel und ein Schaukasten geben Auskunft über die Mumie. Eine schwarze Granittafel von Arnold Reinthaler mit der Inschrift „Five Minutes Left“ („noch fünf Minuten übrig“) regt zum Nachdenken an.

Über die Mumie

Die Mumie ist vom Scheitel bis zur linken Ferse gemessen 171 cm groß und wiegt ca. 10 kg. Es kann angenommen werden, dass der Mensch zu Lebzeiten etwas größer war, da sich durch den Mumifizierungsprozess und die Trocknung die Körpergröße verringert. Während der Bereich der Augen und des Mundes sehr stark angegriffen ist, sind Teile wie Hals oder Hände besonders gut konserviert. Das Gebiss der Mumie weist keine Karies auf. Die Mumie trägt eine vierlagige Kleidung, eine Lederhose und Lederschuhe. Die Herstellungszeit der Kleidung wird zwischen 1670 und 1750 geschätzt. Die erste urkundliche Erwähnung der Mumie stammt aus dem Jahre 1855.

Als Gründe für die (natürliche) Mumifizierung wurden folgende Ursachen diskutiert: Einwirkung von Gerbsäure, Quecksilber(II)-chlorid, klimatische Bedingungen wie Luftzug oder Luftabschluss oder ionisierende Strahlung.

Mögliche Identität

Nach Volksmeinung handelt es sich bei der Mumie um Franz Xaver Sydler de Rosenegg (* 4. Juni 1709; † 3. September 1746), was auch wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen, die ab dem 12. Oktober 2017 am Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt wurden. Franz Xaver Sidler war ein österreichischer Chorherr und Pfarrvikar, der als 13. Kind seiner Eltern Gottlieb Sydler von Rosenegg und Maria Elisabeth Vogelsang zur Welt kam und im Alter von 37 Jahren starb.

Sydler de Rosenegg war seine drei letzten Lebensjahre Pfarrvikar in St. Thomas am Blasenstein in Oberösterreich. Der Überlieferung nach wurde er bereits einen Tag nach seinem Tod beerdigt, was darauf hindeutet, dass eine Gefahr der Seuchenausbreitung bestand. Gerade bei Geistlichen war es keineswegs üblich, sie so schnell zu begraben, ohne sie einige Tage lang aufzubahren. Als man in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Grab ausräumen wollte, fand man einen unversehrten Leichnam. Seither gilt diese natürliche Mumifizierung als ein Wunder und es ist bis heute nicht eindeutig geklärt, wie es dazu kommen konnte. Da zudem erzählt wird, dass er an Epilepsie gestorben sei, gilt er als Helfer bei dieser Krankheit. Dies wurde jedoch bei der Untersuchung in München widerlegt, in Wirklichkeit starb er wahrscheinlich an einem Blutsturz. Zudem litt er an Tuberkulose.[1]

Einträge in den Matrikeln:

  • „Baptiszatus fuit Franciscus Xaverius, Praenobilis et strenui Domini Goitlieb Sydler de Rosenegg, Praefecti hic, ac., Dominae Mariae Elisabeth aenatae Vogelsang, filius legitimus“ (Taufbuch Bad Kreuzen, 4. Juni 1709).[2]
  • „Anno Domini 1746 Sept. 3 sepultus est plurinum Reverendus, Religiosissimus, Praenobilis, clarissimus ac doctissimus Dominus Franciscus Xaverius Sydler, Parochus huius loci aetatis 37 et omnibus Sacramentis praemunitus“ Dazu ist in anderer Schrift ergänzt "Ist der Leib in der Gruft". Wann diese Notiz hinzugefügt wurde, ist jedoch nicht bekannt. (Sterbematrikel St. Thomas, 2. Buch).[3]

Franz Xaver Sidlers Vorfahren in väterlicher Linie waren:[4]

  • Gottlieb Sidler von Rosenegg († 7. November 1730), Pfleger auf Burg Kreuzen, ⚭ 28. Februar 1696 Maria Elisabeth von Voggendanz, Tochter des Wolf Christoph Voggendanz, Pfleger der Herrschaft Eschelberg, und der Sidonia Langmayr
  • Adam Andreas Sidler von Rosenegg (* 29. Mai 1635; † 21. Januar 1710), Pfleger der Grafen Starhemberg und Dietrichstein, ⚭ 18. November 1659 Maria Anna Luckeneder
  • Wolfgang Sidler von Rosenegg (* um 1610; † 8. Juni 1671), Salzfertiger und Marktrichter in Bad Ischl ⚭ 15. Januar 1633 Maria Magdalena Kagerer. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern Johann Gabriel, Abraham und Isaak erreichte er am 31. Januar 1653 in Augsburg die Erhebung in den rittermäßigen Adelsstand durch Kaiser Ferdinand III.[5]
  • Adam Sidler (* um 1580; † 8. April 1646), Gastwirt und Marktrichter in Ischl ⚭ Katharina
  • Ruprecht Sidler (ertrunken bei einem Schiffbruch in der Donau bei Korneuburg), Schiffmann und Salzausrichter

Forschungsstand

Einem Zeitungsartikel der Salzburger Nachrichten vom 4. August 2001 zufolge, wird der luftg’selchte Pfarrer seit einiger Zeit wissenschaftlich untersucht. Beauftragt wurde damit der Chemiker Bernhard Mayer vom AKH Wien, der auch an der Erforschung der Gletscherleiche Ötzi beteiligt war. Hauptziel ist es, die Ursache für die Mumifizierung zu finden. Es scheint, dass der Tote nie unter der Erde war. Außerdem vermutet man, dass die Mumifizierung nicht aufgrund eines Luftstromes erfolgt ist, sondern dass der Tote eher unter Luftabschluss getrocknet ist. Eine Durchleuchtung mit einem mobilen Röntgengerät hat gezeigt, dass sich im Magen-Darm-Trakt eine kirschkerngroße Kugel befindet, die an zwei Seiten kleine Füßchen aufweist. Man ging von einem Giftanschlag aus, bei der jüngsten Untersuchung 2017/18 stellte sich jedoch heraus, dass dies eine Glasperle von einem Rosenkranz ist und vermutlich beim Füllen der Leiche mit Holzspänen und Stoffstücken unbeabsichtigt in den Körper gelangte.[1]

Im Winter 2017/2018 wurde die Mumie in München untersucht, um eine Möglichkeit der besseren Konservierung zu finden. Sie war in dieser Zeit nicht zu besichtigen.[6]

Im Jahr 2025 veröffentlichte ein interdisziplinäres Forschungsteam um Andreas G. Nerlich von der Ludwig-Maximilians-Universität München eine umfassende Studie zur Mumie.[7] Die Ergebnisse legen nahe, dass die außergewöhnlich gute Erhaltung des Körpers auf eine ungewöhnliche Einbalsamierungstechnik zurückzuführen ist: Die Bauch- und Beckenhöhle wurden offenbar rektal mit Materialien wie Hanfgewebe, Holzstückchen, und Zweigen befüllt und anschließend mit Zinkchlorid behandelt. Diese Maßnahme hemmte die Verwesung von innen heraus. Die Methode ist der erste dokumentierte Fall dieser Art in Europa.[8] Die Forscher gehen weiterhin davon aus, dass es sich um den 1746 verstorbenen Pfarrer Franz Xaver Sidler von Rosenegg handelt. Isotopen- und toxikologische Analysen deuten zudem auf Tuberkulose als Todesursache sowie auf einen überdurchschnittlich gut ernährten Lebensstil hin.

Adaption in der Umgangssprache

Seit den frühen 2020er-Jahren findet der Begriff luftg’selcht auch Einzug in die österreichische Alltagssprache, losgelöst vom ursprünglichen religiös-historischen Zusammenhang. In dieser umgangssprachlichen Bedeutung bezeichnet luftg’selcht eine Person, die verträumt, geistig abwesend oder langsam wirkt – vergleichbar mit dem Zustand einer bekifften Person, jedoch ohne Drogenkonsum. Die Wortbildung greift dabei die traditionelle Bedeutung von g’selcht (= geräuchert) auf, überträgt sie aber metaphorisch: Wer „luftg’selcht“ ist, scheint „von der Luft eingeräuchert“, also vernebelt, aber nüchtern zu sein. Im Österreichischen Volkswörterbuch ist das Wort seit 2025 dokumentiert.[9] In sozialen Netzwerken wird das Wort ebenfalls aktiv verbreitet: Ein populärer Reddit-Post forderte etwa 2025 humorvoll die Aufnahme in den Duden.[10] Auch auf der Plattform Urban Dictionary wurde ein entsprechender Eintrag angelegt, der das Wort als „slow, spaced-out, foggy, but sober“ beschreibt.[11]

Siehe auch

  • Auch die sterblichen Überreste des Ritters Christian Friedrich von Kahlbutz sind im brandenburgischen Kampehl in seiner Gruft mumifiziert verblieben.
  • In der Kirche St. Peter in Sinzig, Rheinland-Pfalz, sind die mumifizierten sterblichen Überreste des Heiligen Vogt aufbewahrt.
  • Im ehemaligen Stift Waldhausen befinden sich die Waldhausener Mumien.
  • Im Bleikeller des Bremer Doms befinden sich ebenfalls mehrere Mumien.

Literatur

  • Andreas G. Nerlich, Oliver Peschel, Judith Wimmer: „… berührt von der Majestät des Todes …“. Die Mumie in der Kirchengruft von St. Thomas am Blasenstein. Wagner, Linz 2019, ISBN 978-3-903040-42-7. 
  • Herbert Hiesmayr: St. Thomas am Blasenstein. Von den Burgen zur Marktgemeinde. Die Kirche und die Ortsburgställe. Die Burgruinen Klingenberg, Saxenegg und andere Wanderziele. Anhang. Fremdenverkehrsverband St. Thomas am Blasenstein, 1990, S. 72–73.
  • Gert Baumgart, Hagen Schaub: Der ewige Leib. Mumien in österreichischen Sammlungen und Grüften. Verlagshaus der Ärzte, Wien 2003, ISBN 3-901488-37-5, S. 59 und 92–93. 
  • Andreas G. Nerlich, Peter Hofer, Stephanie Panzer, Christine Lehn, Judith Wimmer, Oskar Nowak, Frank Musshoff, Oliver K. Peschel: The mystery of the „air-dried chaplain“ solved: the life and „afterlife“ of an unusual human mummy from eighteenth century Austria. In: Frontiers in Medicine. 2. Mai 2025 (englisch, Online). 

Weblinks

Commons: Luftgselchter Pfarrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Seite der Gemeinde zum Thema
  • Neue Erkenntnisse zum „Luftg’selchten Pfarrer“. In: orf.at. 5. November 2018; abgerufen am 23. Mai 2024. 

Anmerkungen

  1. ↑ Der Begriff des Selchens beschreibt in Bayern und Österreich eine Form der Fleischkonservierung. Luftgetrockneter Speck wird z. B. als Luftgeselchtes bezeichnet.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Neue Erkenntnisse zum „Luftg’selchten Pfarrer“. In: orf.at. 5. November 2018, abgerufen am 23. Mai 2024. 
  2. ↑ Matricula Online – Bad Kreuzen, Taufbuch 03, 1704–1770, S. 25, 8. Zeile.
  3. ↑ Matricula Online – St. Thomas am Blasenstein, Sterbebuch 02, 1713–1762, S. 104, Eintrag Nr. 3, 5. Zeile.
  4. ↑ nach Andreas G. Nerlich, Oliver Peschel, Judith Wimmer: „… berührt von der Majestät des Todes …“. Die Mumie in der Kirchengruft von St. Thomas am Blasenstein. Wagner, Linz 2019, ISBN 978-3-903040-42-7, S. 146–148. 
  5. ↑ Vgl. Christoph Brandhuber: Die Sydler von Rosenegg. Aufstieg, Macht und Ansehen einer Familie des Salzkammergutes. In: Mitteilungen des Ischler Heimatvereines. 2000, S. 34–37 (academia.edu).
  6. ↑ Bernhard Leitner: „Luftg’selchter Pfarrer“ verbringt den Winter bei Ötzi-Spezialist. In: Oberösterreichische Nachrichten. 11. Oktober 2017, abgerufen am 23. Mai 2024. 
  7. ↑ Andreas G. Nerlich: The multidisciplinary study of the well preserved cadaver from St. Thomas am Blasenstein. In: Frontiers in Medicine. 12. Jahrgang, April 2025, doi:10.3389/fmed.2025.1560050 (englisch, frontiersin.org). 
  8. ↑ Ned Davis: Mummy mystery solved: 'air-dried' priest was embalmed via rectum In: The Guardian, 2. Mai 2025 (englisch). 
  9. ↑ Luftg’selcht – Österreichisches Volkswörterbuch. Abgerufen am 2. Juli 2025. 
  10. ↑ luftgselcht for Duden – Reddit. Abgerufen am 2. Juli 2025 (englisch). 
  11. ↑ Luftg’selcht – Urban Dictionary. Abgerufen am 2. Juli 2025 (englisch). 
Normdaten (Person): GND: 120392478X (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n2022184311 | VIAF: 2654158070670008780007 | Wikipedia-Personensuche | | Anmerkung: Normdaten unter dem Namen Franz Xaver Sidler
Personendaten
NAME Luftg’selchter Pfarrer
ALTERNATIVNAMEN Sydler de Rosenegg, Franz Xaver (wirklicher Name); Sidler, Franz Xaver; Heiliger Leib; Lederner Franzl
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Chorherr und Pfarrvikar; Mumie
GEBURTSDATUM 4. Juni 1709
GEBURTSORT getauft Bad Kreuzen
STERBEDATUM 3. September 1746
STERBEORT St. Thomas am Blasenstein



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Luftg’selchter Pfarrer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Manchester Mummy

Noir24admin Mumie 22. Juni 2026
The Museum of the Manchester Natural History Society um 1850, in welchem Hannah Beswicks Mumie ausgestellt wurde

Die unter anderen Manchester Mummy genannte Mumie war im 19. Jahrhundert ein bekanntes Exponat im Museum of the Manchester Natural History Society. Es handelte sich dabei um die einbalsamierte Leiche von Hannah Beswick (* 1688; † Februar 1758); wegen des Hauses, in dem die Einbalsamierte vor ihrem Tod gelebt hatte, Birchen Bower, wurde die Mumie auch Mummy of Birchen Bower genannt. Beswick hatte panische Angst, lebendig begraben zu werden, und verfügte deshalb in ihrem Testament, erst dann begraben zu werden, wenn sie eindeutig tot sei. Ihr Hausarzt Charles Pollock White, ein Kuriositätensammler, balsamierte sie 1758 nach ihrem Ableben ein und stellte sie im Korpus einer Standuhr zur Schau, weswegen die Mumie auch Mummy in the clock (dt. Mumie in der Uhr) genannt wurde. Über Umwege gelangte die Mumie ins Museum und wurde dort im Eingangsbereich ausgestellt. Die Mumie ging schließlich an das Owen’s College. Dort entschloss man sich, die eindeutig Verstorbene 1868 in einem unbenannten Grab auf dem Harperhuy Cemetery nahe Manchester zu bestatten. Nach ihrem Tod kursierte das Gerücht eines vergrabenen Schatzes bei ihrem Haus in Birchen Bower. Über die verstorbene Beswick kursierten in der Region um Manchester eine Reihe von Spukgeschichten. Es wurde von Erscheinungen ihres Geistes noch nach dem Abriss ihres ehemaligen Wohnhauses berichtet.

Hintergrund

Ein lebendig Begrabener
(L’inhumation précipitée)
Antoine Joseph Wiertz, 1854

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts war die Taphephobie (aus dem griech.: Angst, als Scheintoter lebendig begraben zu werden) eine sich verbreitende Angst mit einem durchaus realen Hintergrund.[1] Bei Umbettungen von Leichen wurde festgestellt, dass einige der vermeintlich Toten lebendig begraben worden waren und qualvoll erstickten, wie Kratzspuren oder verdrehte Skelette in den Särgen zeigten. Die Menschen des 18. Jahrhunderts unternahmen einige Anstrengungen, um sicherzustellen, dass die Toten wirklich tot und nicht nur scheintot waren. Einige der vorgeschlagenen Versuche, um den Tod festzustellen, beinhalteten die orale Verabreichung von Essig und Pfeffer, andere schlugen vor, die Leiche mit rotglühenden Eisenstangen an den Fußsohlen oder im Rektum auf Lebenszeichen zu untersuchen.[2] Verschiedene Ärzte gaben Zahlen zu irrtümlich Begrabenen an; ein schwedischer Arzt ging davon aus, dass einer von zehn Menschen lebendig begraben wurde, laut dem englischen Arzt J. C. Ouseley wurden jährlich etwa 2700 Menschen in England und Wales vorzeitig begraben, andere gingen von etwa 800 Beerdigungen Scheintoter aus.[3] Diese vorzeitigen Beerdigungen kamen tatsächlich vor, William Tebb beschrieb 219 Fälle von gerade noch geretteten Scheintoten, 149 Fälle tatsächlich lebendig Begrabener und 10 Fälle, bei denen Scheintote seziert wurden.[4]

Beswicks Leben und Testament

Charles White, der Arzt und Einbalsamierer Beswicks

Hannah Beswick, die spätere Manchester Mummy, wurde 1688 als Tochter von John und Patience Beswick of Failsworth auf dem Landgut Birchin Bower in Hollinwood bei Oldham, einem kleinen Ort nahe Manchester in Lancashire, geboren.[1] Sie erbte nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1706 ein erhebliches Vermögen. Beswick erlebte einen solchen Fall irrtümlicher Todesfeststellung bei ihrem eigenen Bruder John. Bei seiner Beerdigung stellte der Bestatter vor dem Zunageln des Sarges fest, dass seine Augenlider sich zu bewegen schienen. Der zuständige Hausarzt Charles Powell White bestätigte, dass Beswicks Bruder noch am Leben war und John erlangte einen Tag später das Bewusstsein wieder und lebte noch viele weitere Jahre.[5]

Die Angst, das Beinahe-Schicksal ihres Bruders zu erleiden und lebendig begraben zu werden, ließ Hannah Beswick nicht mehr los. Sie sprach mit dem vertrauten Hausarzt White über ihre Befürchtungen und bat ihn darum, sie nach ihrem Tod nicht zu beerdigen, ehe ihr Tod eindeutig festgestellt werden konnte.[6] Die genauen Vereinbarungen, die die beiden trafen, sind nicht überliefert. Am 25. Juli 1757, knapp ein Jahr vor ihrem Tod, verfasste Beswick ihr Testament. Sie schrieb darin, dass sie den Wunsch hatte, oberhalb der Erde zu bleiben und regelmäßig untersucht zu werden, bis Ärzte ihren Tod bestätigten.[5] Das Testament legte fest, dass White 100 Pfund erhalten sollte und 400 Pfund für die Beerdigung zurückbehalten werden sollten. Es wurde vermutet, dass White als Testamentsvollstrecker die 400 Pfund erhielt und nach der Beerdigung den Rest des Geldes behalten durfte. Mit ihrer Einbalsamierung habe er die ganze Summe an sich bringen können.[1] Eine andere Vermutung betrifft eine nicht unerhebliche Schuld, die White bei Beswick gehabt haben könnte und deren Rückzahlung er bei Verhinderung der Beerdigung aufschieben konnte. Allerdings benennt das Testament Beswicks nicht White, sondern Mary Graeme und Esther Robinson als Testamentsvollstrecker.[7]

Die Einbalsamierung

Obwohl im Testament Beswicks eine Einbalsamierung nicht erwähnt wird und vermutlich auch nicht im Sinne der Verstorbenen war, wurde sie nach ihrem Tod im Februar 1758 von White einbalsamiert. Möglicherweise konnte White, der Gründer des Krankenhauses Manchester Royal Infirmary, der Versuchung, eine weitere Kuriosität zu seiner Sammlung hinzuzufügen, nicht widerstehen. Er besaß bereits mehrere Mumien und das Skelett von Thomas Higgin, einem gehängten Schafdieb. White war seit seinem Medizinstudium in London geradezu besessen von Anatomie und fasziniert vom ägyptischen Ritual der Mumifizierung.[5]

Die genaue Art der Einbalsamierung Beswicks ist nicht bekannt, aber nachdem White bei dem Anatom William Hunter studiert hatte, der eine frühe Form der arteriellen Einbalsamierung entwickelt hatte, ist eine solche Technik wahrscheinlich.[8] Genau wie bei der modernen Einbalsamierung wurde durch die großen Arterien eine Flüssigkeit eingeleitet. Im Gegensatz zu heute verwendeten Formaldehyd-Lösungen, verwendete Hunter eine Mischung aus Terpentinöl, Zinnober, Lavendel- und Rosmarinöl. Anschließend wurden die Organe entfernt und versucht, soviel Blut wie möglich aus dem Körper zu pressen. Die Organe wurden mit Alkohol gewaschen und zurück in den Körper gelegt. Anschließend wurden die Körperhöhlen mit Gipsmörtel oder einem Resin-Gemisch gefüllt. Nach dem Vernähen der geöffneten Körperhöhlen wurde Kampher in die Körperöffnungen eingebracht. Nach späteren Beschreibungen der Mumie kann davon ausgegangen werden, dass sie anschließend in festen Stoff gewickelt wurde, das Gesicht jedoch frei blieb.[9]

Ausstellung der Mumie

Jeremy Benthams Auto-Ikone

Zunächst wurde Beswicks Mumie in einer hölzernen Kiste bei Verwandten in Ancoats Hall aufbewahrt. Kurz darauf wurde sie zu Whites Haus nach Sale gebracht und in den Korpus einer ehemaligen Standuhr gestellt, das Gesicht der Mumie sah man durch das entfernte Ziffernblatt.[10][5] Im 19. Jahrhundert waren Ausstellungen menschlicher Überreste verbreitet, die Bandbreite reichte von professionelleren Ansätzen, wie der Auto-Ikonisierung Jeremy Benthams zu Bildungszwecken[11] bis zu reinen Unterhaltungsveranstaltungen, bei denen Mumien ausgewickelt und einer Sektion unterzogen wurden; ein Trend, der Mummymania genannt wurde.[12] Beswicks exzentrischer letzter Wille machte sie zu einer Berühmtheit, viele Besucher kamen nach Sale, um sie zu sehen, darunter auch Thomas de Quincey.[10] White vermachte die Mumie einem Dr. Ollier, der nach seinem Tod 1828 die Mumie dem neu errichteten Museum of the Manchester Natural History Society stiftete. Sie wurde in der Eingangshalle des Museums ausgestellt,[13] gemeinsam mit anderen menschlichen Überresten, einer peruanischen geteerten Mumie, einem Maori-Kopf und einer ägyptischen Mumie namens Asroni.[14] Es gibt keine Zeichnungen oder Fotografien von Beswicks Mumie, aber ein örtlicher Historiker beschrieb ihr Gesicht als faltig und schwarz, Beine und Rumpf fest in Bandagen eingewickelt. Der Körper war der einer kleinen alten Frau in einer sargähnlichen Vitrine.[15][1]

Verbleib und Bestattung der Mumie

Die Ausstellung der Mumie in einem Museum, das sich auf Flora, Fauna und Conchologie (Muscheln) fokussierte, ist ein Beispiel der oft willkürlichen Methoden des Sammelns, und ihre Ausstellung als Kuriosität betonte dies noch. Die Museumsführer versuchten zwar, Hintergründe zur Mumie zu vermitteln, jedoch war offensichtlich, dass sie nicht in die Taxonomie einzusortieren war. Diese Situation wurde erst beendet, als die Mumie mitsamt der gesamten Sammlung aus finanziellen Gründen 1868 an das neugegründete Owen’s College verkauft wurde.[16] Der Leiter der Sammlungen beim Owen’s College, William Boyd Dawkins, äußerte deutlich sein Missfallen über die fehlende Organisation der Taxonomie des Museums.[17]

Während andere Exponate, wie die neben Beswick ausgestellte ägyptische Mumie, in die neue Sammlung des Museums 1889 übernommen wurden, blieb die Frage, was mit Beswicks Überresten zu tun war, denn nach Ansicht des Museums war sie „unwiderruflich und eindeutig tot“.[5] Unglücklicherweise hatte eine Gesetzesänderung 1837 es erforderlich gemacht, dass vor einer Beerdigung ein Totenschein von einem Gerichtsmediziner vorliegen musste. Erst durch eine Intervention des Innenministers konnte die Bestattung der Mumie angeordnet werden.[18] Mit Erlaubnis des Bischofs von Manchester und der überlebenden Verwandten wurde Beswick laut einem Zeitungsbericht 110 Jahre nach ihrem Tod diskret und unauffällig am 22. Juli 1868 in einem unmarkierten Grab auf dem Harperhuy Cemetery nahe Manchester bestattet.[19][6] Begründet wurde diese später als unrühmlich bezeichnete Bestattung mit der Angst vor Grabräubern, die sich jedoch als unbegründet erwies.

Eine Wachsfigur der Mumie befindet sich heute im Ripley’s Believe It or Not! in Amsterdam.[20]

Schatz und Geistererscheinungen

Künstlerische Darstellung einer Gespensterscheinung

Noch zu Beswicks Lebzeiten 1745 marschierte Charles Edward Stuart während seines Versuches, den englischen Thron zu erobern, mit seiner Invasionsarmee in Manchester ein. Besorgt wegen ihres Vermögens beschloss Beswick, es zu vergraben. Sie verstarb, ehe sie jemandem den genauen Ort mitteilen konnte. Das Haus Birchin Bower wurde nach ihrem Tod zu Arbeiterunterkünften umgenutzt. Viele der dort lebenden Arbeiter gaben an, dort einen Geist gesehen zu haben. Die Erscheinung wurde beschrieben als Hannah Beswick, eine Gestalt in einem schwarzen Kleid und mit einem weißen Spitzenhäubchen. Sie spukte ums Haus und verschwand immer an derselben Steinplatte. Angeblich fand einer der Arbeiter, ein Weber, unter dieser Platte den vergrabenen Goldschatz.[21]

Eine andere Sichtung betrifft ein Farmhaus auf dem Grundstück, von dem aus die Gestalt zu einem kleinen Teich in der Nähe wanderte. Das Haus glühte in Winternächten angeblich in überirdischem Schein. Die Menschen aus der Umgebung begannen das Haus nach Einbruch der Dämmerung zu meiden. Es wurde von Poltergeistern und weiteren Erscheinungen berichtet.[22] Das Farmhaus sowie Birchin Bower wurden schließlich abgerissen, um einer Fabrik von Ferranti Platz zu machen, es wurde aber weiterhin von Gespenstern berichtet.[23]

Weitere Sichtungen dieser Erscheinung bezogen sich auf den ehemaligen Familiensitz Cheetwood Old Hall, in dem nicht nur Hannah Beswicks Geist unangemeldet bei Dinnerpartys der neuen Besitzer auftauchte, sondern auch beim Abriss des Gebäudes menschliche Überreste in einer Holzschachtel unter der Eingangstreppe gefunden wurden.[24] Eine andere Erzählung besagt, dass unter dem Haus ein Doppelsarg gefunden wurde,[25] aber es konnte nie geklärt werden, um wessen Überreste es sich handelte, oder ob es überhaupt eine Verbindung zu der Familie Beswick und White gab.

Literatur

  • Jan Bondeson: A Cabinet of Medical Curiosities Cornell University Press, 1997 ISBN 0-8014-3431-9 (englisch)
  • Jan Bondeson: Buried Alive: the Terrifying History of our Most Primal Fear W. W. Norton & Company, 2001 ISBN 978-0-393-04906-0 (englisch)
  • Matt Cardin: Mummies Around the World: An Encyclopedia of Mummies in History, Religion, and Popular Culture ABC-CLIO, 2014. ISBN 978-1-61069-419-3 S. 214ff. Kap. The Manchester Mummy (englisch)
  • David Long: English Country House Eccentrics e-book, Kap. Birchen Bower, Oldham (englisch)

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d Miriam Bibby: Hannah Beswick: The Mummy in the Clock, Historic UK (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  2. ↑ Jan Bondeson: Buried Alive: the Terrifying History of our Most Primal Fear W. W. Norton & Company, 2001 ISBN 978-0-393-04906-0 S. 56 und 71 (englisch)
  3. ↑ Jan Bondeson: A Cabinet of Medical Curiosities Cornell University Press, 1997 ISBN 0-8014-3431-9 S. 113 (englisch)
  4. ↑ Duncan Alexander Mckenzie: The Near Death Experience: A Clinical Investigation Lulu, 2014 ISBN 978-1-312-39008-9 S. 7 (englisch)
  5. ↑ a b c d e Sophia Dellapina: Myths of Manchester: The Curious Tale of the Manchester Mummy bei Manchesters Finest vom 3. September 2019 (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  6. ↑ a b BBC: The strange fame of Hannah Beswick vom 11. August 2009 (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  7. ↑ Jessie Dobson: Some Eighteenth Century Experiments in Embalming in Journal of the History of Medicine and Allied Sciences Oxford University Press, 1953, Band 8 Nummer 4. S. 431–441, doi:10.1093/jhmas/VIII.October.431, PMID 13109185 (englisch)
  8. ↑ Julian Litten: The English Way of Death: The Common Funeral Since 1450 Robert Hale Ltd, 1992 ISBN 978-0-7090-4777-3 S. 45 ff Embalming Techniques (englisch)
  9. ↑ Jolene Zigarovich: Preserved Remains: Embalming Practices in Eighteenth-Century England in Eighteenth-Century Life Duke University Press, 2009, Ausgabe 33(3), S. 86 (englisch)
  10. ↑ a b Frances Wilson: Guilty Thing: A Life of Thomas De Quincey Bloomsbury Paperbacks, 2017 ISBN 978-1-4088-4013-9 Kap. 1 (englisch)
  11. ↑ Arthur MacGregor: Curiosity and Enlightenment Yale University Press, 2008 ISBN 978-0-300-12493-4 S. 279–80 (englisch)
  12. ↑ Beverley Rogers: Unwrapping the Past: Egyptian mummies on show in Popular Exhibitions, Science and Showmanship, 1840–1910 Routledge, 2012 ISBN 978-1-315-65512-3 S. 199–218 (englisch)
  13. ↑ Jan Bondeson: A Cabinet of Medical Curiosities Cornell University Press, 1997 ISBN 0-8014-3431-9 S. 102 (englisch)
  14. ↑ Asroni wird heute unter dem Namen Asru in der Ägyptischen Galerie des Manchester Museums ausgestellt.
  15. ↑ ‘shrivelled and black, [her] legs and trunk were tightly bound in a strong cloth… and the body, which was that of a little old woman, was in a glass coffin-shaped case.’
  16. ↑ Sam Alberti: Nature and Culture: Objects, disciplines and the Manchester Museum Manchester University Press, 2009 ISBN 978-0-7190-8903-9 S. 20–22 (englisch)
  17. ↑ Sam Alberti: Nature and Culture: Objects, disciplines and the Manchester Museum Manchester University Press 2009 ISBN 978-0-7190-8903-9 S. 22 (englisch)
  18. ↑ Manchester Literary and Philosophical Society: [Memoirs and proceedings of the Manchester Literary & Philosophical Society] 1888, Ausgabe 58, 1913–1914 (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  19. ↑ William Grimshaw: Miss Ann Beswick in The Manchester Guardian vom 4. Mai 1900
  20. ↑ Fotografie der Wachsfigur auf Weird Historian: The strange afterlife of the eccentric Hannah Benswick (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  21. ↑ Matthew Hyde, Aidan O’Rourke, Peter Portland: Around the M60: Manchester’s Orbital Motorway AMCD Limited, 2004 ISBN 978-1-897762-30-1 S. 43–44 (englisch)
  22. ↑ Clive Kristen: Ghost Trails of Lancashire AUK Authors, 2012
  23. ↑ Peter Hough, Jenny Randles: Mysteries of the Mersey Valley Sigma Leisure, 1993 ISBN 978-1-85058-355-4 S. 43 (englisch)
  24. ↑ James Garland: The Manchester Mummy New Mills Local History Society: Zeitungsausschnitte als PDF ca. 1930 (englisch) abgerufen am 18. Juni 2020
  25. ↑ Bericht im Dundee Courier vom 3. März 1890.
Personendaten
NAME Manchester Mummy
ALTERNATIVNAMEN Beswick, Hannah (wirklicher Name); Mummy in the clock; Mummy of Birchen Bower
KURZBESCHREIBUNG einbalsamierte Frau aus Manchester, Mumie
GEBURTSDATUM 1688
STERBEDATUM Februar 1758



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Manchester Mummy aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Mann von St. Bees

Noir24admin Mumie 22. Juni 2026

Mann von St. Bees ist der Notname der ehemals gut erhaltenen Mumie eines im Mittelalter in der Abtei von St. Bees in der nordenglischen Grafschaft Cumbria bestatteten Mannes, die 1981 entdeckt wurde. Seine Identität wurde später als die des 1368 verstorbenen Anthony de Lucy, 3. Baron Lucy, festgelegt, der wahrscheinlich auf einem Kreuzzug in Kaunas, im heutigen Litauen gefallen war.[1]

Entdeckung

Abtei St. Bees aus Südwesten gesehen.
Der Chor des Klosters aus dem späten 12. Jahrhundert, links die Ruine des östlichen Endes des Chorschiffs

Der Mann von St. Bees wurde bei archäologischen Ausgrabungen durch die Universität Leicester in der Abtei St. Bees entdeckt. Bei den Grabungen von 1981 sollten zwei Bereiche am westlichen Ende des Chorschiffes genauer untersucht werden. Der Chor wurde um 1300 im dekorierten Stil erbaut und soll bereits vor der Auflösung der Abtei im Jahr 1539 aufgrund baulicher Mängel durch unzureichende Fundamente verfallen sein.

Die Leiche wurde in einem mit Blei ausgeschlagenen Holzsarg aufgefunden. Obwohl das Bleiblech am Fußende beschädigt war, befand sich der Körper in einem bemerkenswert guten Erhaltungszustand. Der Tote war in zwei mit Bienenwachs beschichtete Leichentücher gehüllt, die jetzt in der Abtei ausgestellt werden. Da die Identität des Toten unbekannt war, wurde er behelfsmäßig als St Bees Man (deutsch Mann von St. Bees) bezeichnet.

Der Sarg und Inhalt wurden in der folgenden Woche forensisch untersucht. Es wurde berichtet, dass die Haut des Körpers unmittelbar nach der Exhumierung noch rosa war und die Augen eine gut erkennbare Iris aufwiesen.[2] Die Autopsie des Körpers ergab, dass der Mann höchstwahrscheinlich an einem Hämatothorax, also einer Verletzung von Herz oder Lunge durch gebrochene Rippen gestorben war, die er nach einem heftigen Schlag auf den Torso erlitten hatte. Obwohl der Körper etwa 600 Jahre alt war, waren Nägel sowie Haut- und Bauchinhalte in nahezu perfektem Zustand erhalten. Das Bleiblech des Sarges isolierte den Körper vor Feuchtigkeit, während die Bienenwachsbeschichtung des Leichentuchs den Körper vor Luft abschloss und ihn so natürlich konservierte.

Identität

Drei Steinskulpturen. Die obere ist vermutlich Anthony de Lucy, die mittlere Maud de Lucy.

Der Mann von St. Bees gilt heute als relativ sicher als Anthony de Lucy, der um 1332/1333 geboren und wahrscheinlich 1368 getötet wurde. Er war ein englischer Baron, der für die Deutschordensritter in den Litauerkriegen kämpfte.[1][3] Die Identifizierung ergab sich 2010, als das Skelett der im gleichen Grab bestatteten Frau mit modernsten Methoden untersucht wurde. Die Überreste des Mannes von St. Bees standen seit 1981 nicht mehr zur Verfügung, da seine Überreste bestattet wurden und mittlerweile vergangen sind. Die bauhistorische Untersuchung der Gruft ergab, dass sie nach der Bestattung des Mannes vergrößert wurde, um die Leiche seiner 1398 verstorbenen Schwester Maud de Lucy aufzunehmen. Anthony de Lucy wurde höchstwahrscheinlich vom Lord Marschall von England Thomas de Beauchamp, 11. Earl of Warwick, der ihn 1366 zum Joint Warden of the Western Marches of Scotland berufen hatte, auf den Kreuzzug in Litauen beordert, nachdem Lucy mit Raubzügen an der englisch-schottischen Grenze für Ärger sorgte. Lord Warwick, der selbst zuvor auf dem Kreuzzug in Litauen gewesen war, sah hierin einen geeigneten Weg, die überschüssigen Energien Lucys zu binden und von der englisch-schottischen Grenze abzuleiten. Lucy wurde von drei Söhnen Warwicks auf dem Kreuzzug begleitet.[1] Dies wird durch einen Brief von John de Moulton, Gutsherr von Frampton, an seine Frau aus dem Jahr 1367 bestätigt: „Anthony de Lucy und ich und unsere gesamte Gesellschaft machen uns auf den Weg nach Spruz [das heutige Preußen] … zusammen mit meinem Begleiter Richard de Welby“. Es scheint, dass auch John de Moulton in Kaunas fiel, ebenso wie der Norfolker Ritter Sir Roger Felbrigg.[1] Die Familien der Moultons und Lucy pflegten lange und enge Beziehungen.

Nach dem Tod Anthonys, des letzten männlichen Nachkommen der Linie der Lucys, ging das Erbe an Maud über. Maud erbte auch nach dem Tod ihres ersten Mannes Gilbert de Umfraville, 9. Earl of Angus, im Jahr 1381 bedeutende Güter, und wahrscheinlich in dem Bestreben, sich politisch mit der Familie Percy zu verbünden, heiratete sie in zweiter Ehe Henry Percy, 1. Earl of Northumberland, der dadurch die Rechte an Gilberts Land erwarb.

Das gevierte Wappen der Familien Lucy und Percy

Mauds Verbindung zu St. Bees wird durch einen Stein im Glockenturm des Priorats belegt, der das gevierte Wappen der Familien de Lucy und Percy trägt. Maud bestand auf dieser Vierung als Teil des Ehevertrags, wahrscheinlich um das Wappen der de Lucy zu erhalten.[1]

Ausstellung

In der Abtei ist eine umfangreiche Geschichtsausstellung eingerichtet, in der auch das Leichentuch Anthony de Lucys ausgestellt ist. Außerdem sind Steinskulpturen ausgestellt, die möglicherweise Maud und Anthony zeigen.

Rezeption

Das Schicksal des Mannes von St. Bees wurde 2018 in der ARD/phoenix-TV-Dokumentation Mysterien des Mittelalters in der Folge Der Ritter von St. Bees thematisiert.[4][5]

Literatur

  • Christopher J Knüsel, C.M. Batt, Gordon Cook, Andrew S. Wilson: The Identity of the St Bees Lady, Cumbria: An Osteobiographical Approach. In: Medieval Archaeology. Nr. 54, November 2010, doi:10.1179/174581710X12790370815931 (englisch). 

Weblinks

  • St Bees Man. In: St Bees. Abgerufen am 5. März 2024 (englisch). 
  • John Todd: The St Bees Man and the Medieval Way of Death. In: St Bees. Abgerufen am 5. März 2024 (englisch). 
  • Chris Robson: Latest Research. In: St Bees. Abgerufen am 5. März 2024 (englisch). 
  • Ancient burial - Background St Bees Man. In: Cumbria County History Trust. Abgerufen am 5. März 2024 (englisch). 

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e Alexander Grant: The St Bees Lord and Lady, and their Lineage. In: Keith John Stringer (Hrsg.): North-west England from the Romans to the Tudors : essays in memory of John Macnair Todd (= Extra Series. Nr. XLI). Cumberland and Westmorland Antiquarian and Archaeological Society, 2014, ISBN 978-1-873124-65-9, S. 171–200 (englisch). 
  2. ↑ Text eines Vortrags von John M. Todd am Post Graduate Seminar on Medieval history, Lancaster University, September 1987, und später an den Universitäten Oxford, Kopenhagen und St. Andrews (Hinweis auf enWiki)
  3. ↑ Christopher J Knüsel, C.M. Batt, Gordon Cook, Andrew S. Wilson: The Identity of the St Bees Lady, Cumbria: An Osteobiographical Approach. In: Medieval Archaeology. Nr. 54, November 2010, doi:10.1179/174581710X12790370815931 (englisch). 
  4. ↑ Mysterien des Mittelalters: Der Ritter von St. Bees. In: art.de. 14. Februar 2018, abgerufen am 5. März 2024. 
  5. ↑ Mysterien des Mittelalters: Der Ritter von St. Bees. In: phoenix. Abgerufen am 5. März 2024. 
Personendaten
NAME Mann von St. Bees
KURZBESCHREIBUNG Mumie
GEBURTSDATUM 13. Jahrhundert oder 14. Jahrhundert
STERBEDATUM 1368



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Mann von St. Bees aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Lithopädion

Noir24admin Mumie 22. Juni 2026
Lithopädion

Ein Lithopädion (altgriechisch λιθοπαίδιον, λίθος lithos ‚Stein‘ und παιδίον paidion ‚Kindchen‘), auch Steinkind oder Steinfrucht, ist ein abgestorbener, versteinerter Fötus im Mutterleib.

Entstehung

Ein Lithopädion entsteht, wenn ein abgestorbener Fötus einer Bauchhöhlenschwangerschaft, einer Eileiterschwangerschaft oder eines Gebärmutterrisses nicht, wie üblich, vom Körper resorbiert (wie üblich bei Embryonen vor dem dritten Monat), sondern durch Aufnahme von Kalk eingekapselt und mumifiziert wird. Es ist eine Sonderform des verhaltenen Aborts. Die Existenz eines versteinerten Fötus im Körper der Mutter kann Beschwerden wie Beckenschmerzen verursachen, allerdings auch symptomlos verlaufen. Um Komplikationen zu vermeiden, ist eine operative Entfernung der Steinfrucht angebracht. Gelegentlich wird eine Steinfrucht aber auch erst nach dem natürlichen Tod der Mutter entdeckt.

Die Lithopädionbildung ist beim Menschen äußerst selten, bisher sind weniger als 300 Fälle dokumentiert. Bei Multiparen tritt das Phänomen häufiger auf, vor allem bei Hausschweinen.[1]

Steinkind von Sens

→ Hauptartikel: Steinkind von Sens

Madame Colombe Chatri aus Sens (Burgund) zeigte 1554 im Alter von 40 Jahren alle Anzeichen einer normalen Schwangerschaft, doch das Kind wurde nicht geboren. Die Mutter war die nächsten drei Jahre bettlägerig und litt auch später unter Schmerzen. Das ungeborene Kind war als harte Schwellung in ihrem Leib zu spüren. Nach ihrem Tod 1582 ließ der Witwer sie sezieren. Im Leib der Mutter wurde ein großes eiartiges Gebilde gefunden, das nur mit Gewalt aufgebrochen werden konnte. Darin befand sich ein voll ausgetragenes, versteinertes Mädchen.

Steinkind von Leinzell

„Steinkind von Leinzell“

Anna Mullern (oder Müller), die Mutter des Lithopädions von Leinzell, lag 1674 sieben Wochen in den Wehen, konnte das Kind aber nicht zur Welt bringen. Die Steinfrucht verblieb in ihrem Leib, später brachte sie noch einen Sohn und eine Tochter zur Welt. Sie beauftragte den örtlichen Arzt, Dr. Wohnliche, sowie den Bader Herrn Knauffen (oder Knaus) aus Heubach, nach ihrem Tod ihren Leib zu öffnen und das Kind herauszuholen.[2] Da die Frau, die laut der Universität Tübingen 91, laut Jan Bondeson 94[3] Jahre alt wurde, ihren Arzt überlebte, obduzierte der Bader sie zunächst ohne ärztliche Unterstützung. Er fand ein wohlerhaltenes Lithopädion eines männlichen Fötus und zog den Arzt Johann Georg Steigerthal hinzu, der die erste Beschreibung und Zeichnung des Steinkindes von Leinzell anfertigte. Das Kind der Anna Mullern (oder Müller) ist im Gegensatz zum Steinkind von Sens erhalten geblieben und befindet sich heute in Tübingen.

Das „Nebelsche Steinkind“

Daniel Wilhelm Nebel, Mediziner, Chemiker und Rektor der Universität Heidelberg, machte 1767 im Rahmen einer Autopsie bei der verstorbenen Susanne Stolberg (1675–1767), der Ehefrau eines Heidelberger Gymnasialprofessors, die Entdeckung eines Lithopädions, das später als das „Nebelsche Steinkind“ bekannt wurde. Die nahezu ausgetragene Leibesfrucht wurde nicht geboren, sondern gelangte durch eine Ruptur in die Bauchhöhle, wo sie abstarb. Dort wurde sie mit Kalksalzen imprägniert und verblieb 54 Jahre im Bauchraum der Frau.

Nebel fasste seine Erkenntnisse darüber in dem Aufsatz „foetus ossei per quinquaginta quatuor annos extra uterum in abdomine detenti historia“ zusammen, den er unter anderem 1770 in den Acta Academiae Theodoro-Palatinae in Mannheim veröffentlichte.[4] Das seltene Präparat befindet sich im Besitz des pathologischen Instituts der Universität.

Literatur

  • R. Passini, R. Knobel, M. A. Parpinelli, B. G. Pereira, E. Amaral, F. G. de Castro Surita, C. R. de Araújo Lett: Calcified abdominal pregnancy with eighteen years of evolution: case report. In: São Paulo medical journal = Revista paulista de medicina. Band 118, Nummer 6, November 2000, S. 192–194, ISSN 1516-3180. PMID 11120551.
  • J. Bondeson: The earliest known case of a lithopaedion. In: Journal of the Royal Society of Medicine. Band 89, Nummer 1, Januar 1996, S. 13–18, ISSN 0141-0768. PMID 8709075. PMC 1295635 (freier Volltext).
  • J. A. Perper: Time of Death and Changes after Death. Part 1: Anatomical Considerations. In: W. U. Spitz, D. J. Spitz (Hrsg.): Spitz and Fisher’s Medicolegal Investigation of Death. Guideline for the Application of Pathology to Crime Investigations. Charles C. Thomas, Springfield, Illinois, 20064, S. 118.
  • B. M. Rothschild, C. Rothschild, L. C. Bement: Three-millennium antiquity of the lithokelyphos variety of lithopedion. In: American Journal of Obstetrics and Gynecology. Band 169, Nummer 1, Juli 1993, S. 140–141, ISSN 0002-9378. PMID 8333440.
  • H.P. Schmitt, W. Rosendahl: Das Heidelberger Lithopädion („Foetus Ossei“) – zur Mumifizierung eines menschlichen Fötus in der Bauchhöhle durch Verknöcherung. In: A. Wieczorek, W. Rosendahl, H. Wiegand (Hrsg.): Mumien und Museen. Mannheimer Geschichtsblätter, Sonderband 2, Heidelberg 2009, S. 135–138.

Weblinks

Commons: Lithopädion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Steinkind von Leinzell in der Anatomischen Sammlung der Universität Tübingen
  • Fötus bei 82-Jähriger entdeckt. „Steinkind“ war 40 Jahre im Bauch n24.de, 12. Dezember 2013

Einzelnachweise

  1. ↑ Leo-Clemens Schulz (Hrsg.): Pathologie der Haustiere. Teil I: Organveränderungen, Gustav Fischer Verlag, Jena 1991, S. 628
  2. ↑ Sowohl der Name der Mutter als auch der des Baders sind in unterschiedlichen Formen überliefert. Bondeson, der die Formen Mullern und Knauffen verwendet, ist möglicherweise durch gebeugte Formen und deutsche Schrift getäuscht worden. In der Ortsbeschreibung des Oberamts Gmünd und einem Zeitungsartikel etwa wird der Name Müller genannt; der Zeitungsartikel nennt den Bader überdies Knaus. Auch über das Alter der Frau und über das Geschlecht der beiden nachgeborenen Kinder gibt es unterschiedliche Angaben.
  3. ↑ Jan Bondeson: The earliest known case of a lithopaedion. In: Journal of the Royal Society of Medicine. 89. Jahrgang, Nr. 1, Januar 1996, S. 47, PMID 8709075, PMC 1295635 (freier Volltext) – (englisch). 
  4. ↑ Eberhard Stübler: Das Nebelsche Steinkind und die Ärztefamilie Nebel. In: Archiv für Geschichte der Medizin. Band 18, Heft 1, (31. März) 1926, S. 103–106.
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Normdaten (Sachbegriff): LCCN: sh85077614



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Lithopädion aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

  1. Ljuba (Mammut)
  2. Rosalia Lombardo
  3. Kwäday Dän Ts’ìnchį
  4. Wladimir Iljitsch Lenin

Seite 3 von 10

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

» Marlon & Zoe – Wenn die Dunkelheit Code schreibt und Legenden zum Leben erwachen. «


Startseite Impressum Datenschutz Kontakt Netiquette

© 2026 Noir24 / Demon Nights TV. Alle Rechte in der Dunkelheit reserviert.

  • Noir24
  • Noir24 Netzwerk
  • Noir24 Wiki
  • Noir24 Media