Mhorag [ˈvɔrak] (gälisch: Geist des Sees), auch Morag oder Maggie, ist der Name eines plesiosaurierähnlichen Seeungeheuers, das angeblich im Loch Morar in Schottland leben soll.
Beschreibung
Die Mhorag wird als sechs bis neun Meter langes Monster mit Höckern beschrieben und weist dadurch große Ähnlichkeit mit dem Ungeheuer von Loch Ness auf.
Angebliche Sichtungen
Mhorag wurde seit Januar 1887 etwa 30 mal beobachtet, u. a.:
16. August 1969: Die Fischer Duncan McDonell und William Simpson sahen abends auf dem Loch Morar ein fast 10 Meter langes Monster mit 20 Zentimeter dickem Kopf, drei Höckern auf dem Rücken und brauner Haut. Das Seeungeheuer soll gegen das Boot geschwommen sein und versucht haben, es zu attackieren. Erst als die Fischer auf Mhorag schossen, tauchte es im Wasser unter.
September 1958: Dr. George Cooper sichtete das Monster und erstellte eine Zeichnung von ihm.
1970: Neil Bass, ein Mitglied des Loch Ness Investigation Bureau, sichtete das Seeungeheuer.
April 1971: Ewan Gillies und sein Sohn John beobachteten angeblich das Seeungeheuer vom Ufer aus, als es durch das Loch Morar schwamm. Ihrer Schilderung zufolge war Mhorag etwa 6 Meter lang, trug einen kleinen Kopf, der nicht dicker als sein langer, schlanker Hals war, und hatte zwei oder drei Höcker auf dem Rücken. Sie fotografierten es, auf den Bildern war allerdings nichts Ungewöhnliches zu sehen.
1996: Ein Taucher, der das Seeungeheuer im Loch Morar suchte, fand in etwa 18 Metern Tiefe ein Skelett. Dieses stammte von einem Hirsch, den er als Rest von Mhorags Jagdbeute deutete.
Literatur
Ernst Probst: Nessie. Das Monsterbuch. GRIN-Verlag, München 2013, ISBN 978-3-656-45768-8
Der Mokele-Mbembe (Lingála: Mokɛle-mbɛmbe) ist ein mythisches Wesen, das in den Urwäldern Zentralafrikas im Gebiet des Kongos leben soll.
Bei dem im Kongobecken rund um den Télé-See ansässigen Pygmäenstamm der Bangombe ist sein Ruf (Mokele-Mbembe – „der den Lauf des Flusses stoppt“) legendär. Nach den Berichten und Überlieferungen der Pygmäen soll Mokele-Mbembe die Fischer des Stammes in ihren leichten Kanus angegriffen haben.
Beschreibung
Mokele-Mbembe soll in etwa elefantengroß sein, wobei jedoch auch Berichte über noch größere Tiere existieren. Es soll ein vierfüßiges Wesen sein, dessen Fußabdrücke denen von Flusspferden ähneln; die Füße sollen je drei Klauen aufweisen. Es soll einen langen Hals mit etwa dreißig Zentimetern im Durchmesser, einen relativ kleinen Kopf, der bei männlichen Exemplaren ein Horn oder einen hornähnlichen Fortsatz aufweisen soll (wie dies zum Beispiel auch bei einigen rezenten Reptilien der Fall ist), sowie einen langen Schwanz besitzen. Das Wesen soll einem Sauropoden ähneln. Es soll sich um einen Pflanzenfresser handeln, der jedoch Menschen, die in sein Territorium eindringen, angreift und gegebenenfalls tötet, jedoch niemals frisst. Die Hautfarbe des Mokele-Mbembe soll von bräunlich-grau bis zu rötlich-braun variieren.
Expeditionen
Der erste schriftliche Bericht über Mokele-Mbembe stammt von dem französischen Missionar Abbe Liévin Bonaventure Proyart. In seinem 1776 erschienenen Buch über Reisen in der Kongoregion berichtet er von einem fremdartigen Wesen, dessen Fußabdrücke einen Umfang von einem Meter gehabt haben sollen.[1]
Der deutsche Ludwig Freiherr von Stein zu Lausnitz war der erste Ausländer, der auf einer Expedition im Jahr 1913 im Flussgebiet des Likouala-aux-Herbes gezielt Berichte über Mokele-Mbembe sammelte. Die einheimischen Pygmäen zeigten ihm einen Pfad, den das Wesen durch den Dschungel gezogen haben soll.
In den Jahren von 1920 bis 1935 soll es mehrere Sichtungen verschiedener Augenzeugen gegeben haben, die eine Kreatur mit langem, schlangenähnlichem Hals, stämmigen Beinen und massigem Körper gesehen haben wollten.
1954 soll ein englischer Tourist im Bangweulusee einen langen Hals mit schlangenähnlichem Kopf aus dem Wasser ragen gesehen haben, und in den 1960er Jahren soll ein Großwildjäger nahe dem Likouala-aux-herbes-Fluss ein großes Tier vom Wasser an Land gehen gesehen haben, dessen Beschreibung auf Mokele-Mbembe zutrifft.
Von Oktober bis Dezember 1980 sollen von dem deutschen Ehepaar Herman und Kia Regusters Lautäußerungen und mehrere mysteriöse durch ein großes Tier verursachte Wasserbewegungen wahrgenommen worden sein.
Im selben Jahr führten die Naturwissenschaftler und Kryptozoologen Roy P. Mackal, James Powell, Richard Greenwell und Justin Wilkinson zwei Expeditionen in den Kongo durch, um die bis zu zweihundert Jahre zurückreichenden Berichte über Mokele-Mbembe zu untersuchen. Sie sammelten Augenzeugenberichte, Legenden und Mythen um das sagenhafte Wesen und gelangten zu dem Ergebnis, dass sich viele der Beschreibungen glichen.
Im Jahre 1983 will der Biologe Marcellin Agnagna im See Télé mehrere Mokele-Mbembe mehrere Minuten lang beobachtet haben. Beweise wie Filmaufnahmen konnte er jedoch aufgrund einer angeblichen Fehleinstellung seiner Videokamera nicht aufweisen, wobei die Tatsache, dass er seine Berichte im Nachhinein mehrere Male änderte, Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit aufkommen ließ.
Im September 1992 will ein japanisches Forscherteam vom Flugzeug aus ein unbekanntes, schwimmendes Tier im See gefilmt haben. Die qualitativ schlechte, nur 15 Sekunden lange Videoaufnahme zeigt eine langhalsige Kreatur, die den See durchquert und nach Meinung der Japaner als Mokele-Mbembe zu identifizieren sei. Worum es sich jedoch handelte, konnte nicht festgestellt werden, es könnte sich auch um einen großen schwimmenden Python gehandelt haben.
Im Jahr 2006 sollte eine Expedition der Kryptozoologen Milt Marcy, Peter Beach und Rob Mullin in den Kongo Klarheit über die Existenz oder Nichtexistenz des Mokele-Mbembe bringen. Nach ihrer Rückkehr konnten sie allerdings nicht mehr vorweisen als einen angeblichen Gipsabguss eines Fußabdrucks von Mokele-Mbembe.
Wissenschaftliche Erklärungen
Da ein einzelnes Tier über kurz oder lang (aus)sterben würde, müsste es sich bei Mokele-Mbembe zwingend um eine überlebensfähige Population dieser Tiere handeln. Es stellt sich die Frage, worum es sich beim Mokele-Mbembe tatsächlich handeln könnte.
Einige der Augenzeugenberichte und Legenden lassen sich sicherlich auf Verwechslungen mit bekannten Tieren zurückführen. So könnte zum Beispiel die Sichtung von Marcellin Agnagna von 1983 auch auf die große afrikanische Weichschildkröte Trionyx triunguis zurückgehen.
Verschiedene weitere rezente Tierarten wurden von Kryptozoologen und Zoologen aufgeführt, die zu einer Fehlinterpretation einiger der Sichtungen oder Spuren geführt haben könnten: z. B. mit dem Nilkrokodil, Flusspferden, Nashörnern oder dem westafrikanischen Manati (Trichechus senegalensis).
Nach einer anderen Theorie soll es sich bei Mokele-Mbembe um eine bis heute überlebende Dinosaurierart von der Ordnung der Sauropoden handeln. Sauropoden haben einige grundlegende körperliche Merkmale gemeinsam: einen relativ kleinen Kopf, einen sehr langen Hals, einen langen Schwanz und liefen auf vier stämmigen Beinen. Die Beschreibungen von Mokele-Mbembe lassen zumindest diese theoretische Deutung zu.
Problematisch ist, dass bislang keine Kadaver, Knochen oder ähnliche Relikte gefunden wurden, die auf ein Überleben einer Sauropodenordnung bis zur Gegenwart schließen lassen.
Sonstiges
Mokele-Mbembe ist auch der Name einer von Stefan Bücker analysierten Variante in der Aljechin-Verteidigung im Schach.
Literatur
Redmond O’Hanlon: Kongofieber. Deutsche Übersetzung aus dem Englischen von Chris Hirte. Eichborn, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-8218-0565-X, (Originalausgabe: Congo Journey. Hamish Hamilton LTD., London 1996, ISBN 0-241-13374-2).
Thomas Thiemeyer: Reptilia. Knaur, München, ISBN 3-426-63458-9.
Klaus Kunkel: Im Sumpf des Mokele-Mamba. Heftreihe Das Neue Abenteuer Nr. 66/1955, Verlag Neues Leben, Berlin 1955.
Manipogo ist der Name eines Seeungeheuers, das angeblich im kanadischen Manitobasee lebt.
Beschreibung
Meist wird nur ein dunkelbrauner bis schwarzer Rücken mit mehreren Höckern gesichtet, der sich schnell durch das Wasser bewegt. Manchmal ist aber auch von einem schlangenähnlichen Kopf die Rede.
Die gesichteten Tiere sollen zwischen 3½ und 10 Meter lang sein, was auf Eltern- und Jungtiere hinweisen könnte.
Sichtungen
Es ist nicht genau bekannt, wann die erste Sichtung stattfand.
Im Jahr 1975 führten Journalisten eine halboffizielle Expedition zum Lake Manitoba durch und fanden eine Höhle, die mit den Überresten zahlloser kleiner Tiere gefüllt war, auch stießen sie auf Spuren eines schlangenähnlichen Lebewesens.
1962 machten die beiden Hobbyfischer Richard Vincent und John Konefell ein Foto auf dem See, das angeblich Manipogo zeigt. Das Foto ist sehr unscharf und könnte genauso gut einen treibenden Baumstamm zeigen.
Außerdem behaupteten die beiden Fernsehmoderatoren, ihr 10 PS starkes Boot sei nicht schnell genug gewesen, um dem Wesen zu folgen.
Mögliche Erklärungen
Es wurde die Vermutung geäußert, Manipogo sei ein Angehöriger der als ausgestorben geltenden Zeuglodonten. Gegen diese Theorie spricht allerdings, dass der See im Winter völlig zufriert, dadurch könnten die Wale nicht mehr zum Luftholen an die Oberfläche kommen.
Die zweite Theorie besagt, es handle sich bei Manipogo um eine Seeschlange, eine solche könnte im Winter den See durch den Nelson River verlassen und so dem Eis entgehen.
Quellen
Corinna Harder, Jens Schumacher, Bernhard Speh: Nessie, Yeti und Co. – Geheimnisvollen Wesen auf der Spur. Patmos, Düsseldorf 2006, ISBN 3-491-42045-8
Experten halten es für möglich, dass der Mapinguari eine noch heute lebende Art der Riesenfaultiere sein könnte.
Der Mapinguari ist einem Mythos der Cario zufolge ein Ungeheuer, das in einer Höhle auf ihrem Stammesgebiet im brasilianischen Regenwald lebt, etwa 2300 km entfernt von der Mündung des Amazonas. Die Kreatur soll nur nachts aktiv sein und sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung leben. Auch Menschen sollen ihr schon zum Opfer gefallen sein.
Diese Legende hat in jüngerer Zeit die Aufmerksamkeit der Kryptozoologie auf sich gezogen. David Oren, ein US-amerikanischer Biologe und Anthropologe, sowie sein brasilianischer Kollege Ilton DaSilva kamen anhand von Beschreibungen der Cario-Indianer und durch Untersuchungen von gefundenen Fußabdrücken zu dem Schluss, dass es sich beim Mapinguari um ein bisher für ausgestorben gehaltenes Riesenfaultier handeln könnte.
Riesenfaultiere waren ein Teil der amerikanischen Megafauna, zu deren letzten Überbleibseln der Jaguar und der Tapir gehören, und gelten als seit Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren ausgestorben (quartäre Aussterbewelle). Fossilienfunde in den Kalksteinbrüchen von Gainsville (USA) in einer 2 Millionen Jahre alten Gesteinsschicht belegen, dass die Großtiere zur Zeit ihrer größten Verbreitung vom Amazonasgebiet bis hinauf nach Florida beheimatet waren.
Oren und DaSilva bringen folgende Indizien zur Untermauerung ihrer Hypothese vor, im Amazonas existiere noch heute ein Megatherium als lebendes Fossil:
Übereinstimmungen zwischen versteinerten Fußabdrücken von Riesenfaultieren und angeblichen Mapinguari-Abdrücken vom Amazonas
Bei mehreren Expeditionen in das Stammesgebiet der Cario vernahmen die Forscher nachts laute und fremdartige Tierschreie, die von ihren indianischen Führern dem Mapinguari zugeordnet wurden.
Die Cario erzählen, dass Jäger des Stammes mehrfach versucht hätten, das Tier zu erlegen, dieses den Kugeln ihrer Jagdgewehre aber standgehalten und sogar mehrere erfahrene Jäger getötet habe. Dies scheint den Forschern für ein Megatherium plausibel: Ein 11.000 Jahre altes Riesenfaultierfell aus der Sammlung des Britischen Museums in London zeigt, dass in die Haut dieser Tiere kieselsteingroße Knochenstücke eingebettet waren und so dicht aneinander lagen, dass sie eine Gewehrkugel möglicherweise weit genug abbremsen könnten, um wichtige Organe zu schützen.
Mittlerweile sind mehrere Expeditionen geplant, um die anhaltende Existenz des Riesenfaultiers nachzuweisen. Diese Aufgabe wird erschwert durch die Größe des Suchgebietes (etwa 6,5 Millionen Quadratkilometer), das nur zu 40 Prozent erforscht ist, und auch durch den Umstand, dass das gesuchte Tier nachtaktiv wäre. Von der Fachwelt werden die vermeintlichen Beweise von Oren und DaSilva kritisch betrachtet.
Die Marozi sind Löwen mit geflecktem Fell, die in Kenia beheimatet sein sollen. Die tatsächliche Existenz dieser Tiere ist nicht nachgewiesen und sie werden entsprechend als Kryptiden behandelt.[1]
Beschreibung
Fell einer Großkatze, die angeblich ein Marozi war; erlegt 1931 von Michael Trent
Die Marozi gleichen vom Körperbau her kleineren Löwen. Auffällig ist die Fleckenzeichnung ihres Fells. Sie soll dem der Leoparden gleichen. Die Flecken sind in schrägen, vertikalen Linien am Körper des Tieres angeordnet. Des Weiteren sollen die Tiere nur in Pärchen unterwegs sein, was sowohl für Löwen als auch für Leoparden ungewöhnlich ist.
Geschichte
Berichte über die Sichtung der gefleckten Löwen sind bereits aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt. Dem britischen Offizier Richard Meinertzhagen wurde von den einheimischen Kikuyu im Jahre 1903 von den marozi, den gefleckten Löwen, berichtet, die der Stamm eindeutig von den Löwen, den simba, unterschied. 1924 berichtete der Naturkundler Blayney Percival von einem Löwenpärchen mit äußerst ungewöhnlichem Fell, das er selbst erlegt hatte.[2]
Eine weitere Sichtung gelang George Hamilton-Snowball in den Aberdares. Das erste Mal hörte er bereits von den gefleckten Löwen, nachdem er einen Leoparden geschossen hatte, der ungewöhnlich groß und dunkel gefärbt war. Seine Träger erzählten ihm, dies sei kein normaler Leopard, sondern ein damasia. Diese Wesen würden sich genauso von Leoparden unterscheiden wie ein Löwe von einem Marozi. Im Herbst 1923 überquerte Hamilton-Snowball gerade zu Fuß die Berge, als er zwei Löwen erblickte, die sich, fast 200 Meter von ihm entfernt, auf ihn zubewegten. Er hielt sie aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse für zwei sehr gelbbraun gefärbte und durchnässte Leoparden. Er wunderte sich, wieso seine Träger immer wieder „Marozi, Marozi“ flüsterten. Nachdem die zwei Tiere in dem nahe gelegenen Wald verschwunden waren, befragte der Großwildjäger seine Begleiter nach diesen Tieren. Sie erzählten ihm, dass die Marozi hier oben in den Bergwäldern lebten und immer nur zu zweit unterwegs seien.
Powy Cobb, der sich mit der Tierwelt Afrikas sehr gut auskannte, war davon überzeugt, dass in den Bergen eine unbekannte Löwenart lebt. Er überraschte auf einer seiner regelmäßigen Patrouillen eine unbekannte Großkatze, die bereits mehrere Kühe seiner Farm attackiert hatte. Er beschrieb sie als eine größenmäßig zwischen Leopard und Löwe liegende Raubkatze. Er verfolgte das Tier bis in den dichten Wald, musste dort jedoch die Verfolgung aufgeben. Die später gefundenen Fußspuren ähnelten denen eines kleinen Löwen.
1931 gelang es dem Farmer Michael Trent, einen Beweis für die Existenz der Tiere zu erbringen. Mit Hilfe eines Köders lockte er in den Aberdare-Bergen ein Marozi-Pärchen an und erlegte es. Die Felle behielt der Farmer als Trophäen und ließ die Kadaver der Tiere zurück. Später versuchten Wissenschaftler die Überreste der Körper zu finden, doch es konnten nur noch Teile eines der Schädel sichergestellt und untersucht werden. Das Fell des männlichen Tieres wird in der nicht öffentlichen Sammlung des Natural History Museum in London aufbewahrt, wo es auch vom Zoologen und Raubtierexperten Reginald Pocock untersucht wurde. Pockock und Bernard Heuvelmans, der Begründer der modernen Kryptozoologie, verliehen dem Marozi den wissenschaftlichen Namen Leo maculatus, der gefleckte Löwe.
1934 führte Kenneth Gandar-Dower eine Expedition zum Mount-Kenya-Massiv und zur Aberdare Range an, um einen Marozi zu fangen, war jedoch erfolglos.[3]
Kontroverse
Trotz des vermeintlichen Beweises ist die Existenz der Marozi weiterhin umstritten. Die Geschichten um die gefleckten Löwen von Kenia wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als romantische Wildnismärchen abgetan. Erklärungen für die Sichtungen der Marozi wurden viele gegeben. So gingen einige Forscher von schlichten optischen Täuschungen aus, andere wiesen darauf hin, dass in Zoos bereits Hybriden aus Löwen und Leoparden bekannt waren, auch kommt bei Löwen zuweilen bei Erwachsenen noch ein atavistisches Fleckenmuster vor, das normalerweise nur Jungtiere tragen. An der Existenz einer neuen Löwenart, die sich dem Leben in den Bergwäldern angepasst hatte, hielten nur wenige fest.
Einzelnachweise
↑Michael Dawn Newton: Hidden animals – a field guide to Batsquatch, Chupacabra, and other elusive creatures. Greenwood press, Santa Barbara (Calif.) 2009, ISBN 978-0-313-35906-4, S.131–133 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 19. Januar 2024]).
↑Duncan J. D. Smith: Intrepid Traveller – K. C. Gandar-Dower. In: Fiona Richards (Hrsg.): Timeless Travels Magazine. Ausgabe Sommer 2018. Wiltshire 2018, S.30–38 (duncanjdsmith.com [PDF]).