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Pestkapelle Maria Lebing (Hartberg)

Noir24admin Pest 22. Juni 2026

Weiterleitung nach:

  • Maria Lebing#Pestkapelle



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Pestkapelle Maria Lebing (Hartberg) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Pestfriedhof (Žďár nad Sázavou)

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Friedhof in seiner ursprünglichen Form
Unterer Friedhof in Žďár nad Sázavou
Luftaufnahme des Friedhofs
Engelsstatue

Der Pestfriedhof von Žďár nad Sázavou, tschechisch Dolní (=Unterer) hřbitov ve Žďáru nad Sázavou, ist ein einzigartiger barocker Friedhof, angelegt im Jahr 1709 vom böhmischen Architekten Johann Blasius Santini-Aichl. Der Pestfriedhof liegt 350 m nordwestlich des ehemaligen Žďár’schen Zisterzienser-Klosters.

Geschichte

In den Jahren 1709–1715 wurde Ostböhmen von mehreren Wellen der Pest betroffen. Abt Václav Vejmluva traf Maßnahmen gegen die drohende Epidemie in den klösterlichen Besitzungen in Žďár, die Erfolge waren jedoch bescheiden. Der Bau des Unteren Friedhofs war eine dieser Maßnahmen. Am 25. September 1720 wurde der Friedhof gegen die Pest auf kaiserlichen Rat hin eröffnet.[1]

Später war der Friedhof für die Bestattungen im 18. Jahrhundert nicht mehr ausreichend. Er wurde deshalb von Abt Bernhard Hennet erweitert.[2]

In jüngster Zeit wurde der zuvor heruntergekommene Friedhof komplett renoviert.

Beschreibung

Der Standort wurde am Rande der Klosteranlage ausgewählt, in einiger Entfernung von den Wohngebäuden.

Der Friedhof wurde als eine zentrale Einheit angelegt, so dass drei Abschnitte als Verweis auf die Dreifaltigkeit und die örtliche Dreifaltigkeitskirche gebaut wurden. Es gab drei identische Kapellen, die in den Ecken vom Zentrum gleich weit entfernt waren. Die südliche Kapelle diente auch als Eingang. Zwischen den verschiedenen Kapellen verlief die gekrümmte Friedhofsmauer in konvex-konkaven Kurven.[3]

Bei einer späteren Erweiterung des Friedhofs wurde die vierte Kapelle eingefügt, wozu ein Teil der Mauer entfernt werden musste. Die neue Mauer ist nur noch konkav geformt. Der entfernte Teil der Mauer ist jetzt im Rasen skizzenhaft wiedergegeben. Der Friedhof zeigt nicht mehr die trinitarische Symbolik, sondern eine organische Weiterentwicklung der mehr als vierzig Jahre älteren architektonische Gestaltung von Johann Santini.[2]

Die Kapelle liegt in einer Seitenmitte des Friedhofs. Sie ist mit ihrem Mansarddach sehr schlicht gehalten, trägt aber die typischen Merkmale des architektonischen Ausdrucks von Santini.[3]

Die Statue des Engels beim Jüngsten Gericht ist zurückzuführen auf Řehoř (Gregor) Theny. Sie dürfte aus der Zeit um 1730 stammen.[2] Nach neueren Feststellungen könnte sie auch im Jahr 1709 von Mathias Wenzel Jäckel errichtet worden sein.[4]

Heute finden auf dem Friedhof keine Beerdigungen mehr statt und der Boden ist mit Gras bedeckt.

Weblinks

Commons: Dolní hřbitov (Žďár nad Sázavou) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Dolní hřbitov, Žďár nad Sázavou
  • de.czech-unesco.org: Stadtbesichtigung

Einzelnachweise

  1. ↑ Mojmír Horyna: Jan Blažej Santini-Aichel. (Fotografie Vladimír Uher). Karolinum, Prag 1998, ISBN 80-7184-664-3, S. 248.
  2. ↑ a b c Mojmír Horyna: Jan Blažej Santini-Aichel. (Fotografie Vladimír Uher). Karolinum, Prag 1998, ISBN 80-7184-664-3, S. 250
  3. ↑ a b Mojmír Horyna: Jan Blažej Santini-Aichel. (Fotografie Vladimír Uher). Karolinum, Prag 1998, ISBN 80-7184-664-3, S. 249
  4. ↑ http://www.hrady.cz/index.php?OID=1757

49.58527777777815.934027777778Koordinaten: 49° 35′ 7″ N, 15° 56′ 3″ O




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Pestfriedhof Zell

Noir24admin Pest 22. Juni 2026

Der Pestfriedhof Zell ist als Begräbnisstätte der Pesttoten in der Gemeinde Eisenberg archivalisch nicht belegt. Nach alter Tradition haben jedoch Opfer des Pestjahres 1635 hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Pestfriedhof liegt links der Straße von Zell nach Schweinegg.

Pestfriedhof Zell
Gedenkstein
Die Kreuze im Pestfriedhof Zell, rechts Grabkreuz der Anna Maria Reichart von Zell
Grabkreuz des Kuraten Georg Gom

Geschichte

Einem Bericht über die Entstehung der Wallfahrt bei Maria Hilf in Speiden im Mirakelbuch[1] ist zu entnehmen, dass 1635 im Ort Reiter des Schlickischen Regiments in Quartier gelegen seien. Einer oder mehr seien behaftet gewesen mit der leidigen sucht oder poest, daran sy würcklich todts verblichen.[2] Dies ist die einzige Quelle, die beweist, dass die Pest auch in der Gemeinde Eisenberg grassiert und Opfer gefordert hat.

Die Zahl der Pesttoten ist unbekannt, doch liegt ein alter Bericht[3] vor, wonach der Seuche in der benachbarten Gemeinde Pfronten 54,8 % der Gesamtbevölkerung zum Opfer fiel. Diese Angabe dürfte auch für Eisenberg in etwa zutreffend sein.

Anlage

Der Zeller Pestfriedhof ist annähernd quadratisch mit 17 m Länge und 14,50 m Breite. Er wird durch eine 50 cm dicke Sandsteinmauer eingefriedet. In seiner linken, südwestlichen Mauer ist eine Nische mit 45 cm Breite und 55 cm Höhe original erhalten. Ihre Funktion ist unbekannt. Die Nische auf der gegenüberliegenden Seite wurde bei Renovierungsmaßnahmen 1987 analog dazu ergänzt. Damals mussten einige Fichten beseitigt werden, die krank waren und die Umfassungsmauer mehr und mehr zerstörten. Zwei Ruhebänke laden den Besucher zum Rasten ein.

Kreuze

Von den ursprünglich wohl vorhandenen Kreuzen ist keines erhalten geblieben. Nun befinden sich vier Kreuze am und im Pestfriedhof:

  • Außen an der nördlichen Mauer wurde 1987 ein alter Grabstein aus dem Zeller Friedhof als Gedenkstein wiederverwendet. Auf einer vorgeblendeten Tafel steht die Inschrift: „Gedenket der Toten des Pestjahres 1635 R.I.P.“
  • Im Mittelpunkt des Pestfriedhofes befindet sich ein mit Steinen umrahmtes Grab mit einem 2 m hohen Kreuz und einem Kruzifixus. Es wird auf beiden Seiten durch je einen Grabstein mit einem schmiedeeisernen Kreuz eingerahmt. Beide Grabdenkmäler stammen sicher ebenfalls aus dem Pfarrfriedhof.
  • Der Stein zur linken Seite trägt (unter der Erde) die Inschrift:

+
DEN 3. JULI
1729 STIRBT
DER WOLEHR
WIRDTGE HER
ALDA GEORG GO[M]
GEBUERTIG VON
RUEDRACZ
HOFFEN
RIP
Georg Gom, * 21. Februar 1676[4] in Ruderatshofen, war Kurat in Zell.
Das sehr wertvolle Kreuz wurde 2022 durch eine originalgetreue Kopie ersetzt.[5]

  • Sein Pendant auf der rechten Seite trug die nicht mehr ganz lesbare Inschrift:

HIE LI...
ANNA ............
Nach Angabe einer Gewährsperson ist bei „Anna“ der Familienname „Maria Reichartin“ zu ergänzen. Nach dem Seelbuch von Zell[6] müsste das Anna Maria Reichart sein (* in Sigratsbold, † 14. Juli 1855, ⚭ 24. April 1809 mit Joseph Moritz Nuschele „beim Nuschele“). Die vordere Seite des Steines ist als Platte abgeplatzt. Dieses Stück wurde 1987 in das Depot des Burgenmuseums Eisenberg[7] verbracht.

Einzelnachweise

  1. ↑ Pfarrarchiv Zell, Mirakelbuch, 17. Jahrhundert
  2. ↑ Maria Wolff: Die Wallfahrt Maria Hilf in Speiden. Zulassungsarbeit für die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen, eingereicht an der Philosophischen Fakultät II der Universität Augsburg 1983.
  3. ↑ Gemeindearchiv Pfronten A 203 (1628GK01)
  4. ↑ Pfarrei Ruderatshofen, Taufbücher
  5. ↑ Allgäuer Zeitung vom 30. Mai 2022
  6. ↑ Pfarrarchiv Zell
  7. ↑ Burgenverein Eisenberg, eingesehen am 1. August 2012

Literatur und Weblinks

Commons: Pestfriedhof Zell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Konrad M. Müller: Das „Große Sterben“ im Allgäu. Heimatpflege Memmingen e.V. (Hg.), 2006 ISSN 0539-2896, S. 76–78.

47.60912510.578875Koordinaten: 47° 36′ 32,9″ N, 10° 34′ 44″ O




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Pesthaus

Noir24admin Pest 22. Juni 2026

Ein Pesthaus diente zur Zeit von Pestepidemien zur Versorgung von Pestkranken. Da die Seuche in der Hauptzeit dieser Krankheitswellen, im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit, als unheilbar galt und deshalb allenfalls eine Linderung Folge der medizinischen Versorgung war, waren Pesthäuser vor allem auch zur Isolierung der Erkrankten von der gesunden Bevölkerung gedacht. Zu diesem Zweck wurden Pesthäuser ähnlich wie Leprosorien meist außerhalb oder am Rand einer Stadt errichtet. Ein anderer Typus des Pesthauses sollte der Prävention, im Sinne einer Quarantänefrist, dienen. Man brachte Personen, in deren näherem Umfeld die Pest aufgetreten war, in das Pesthaus, welches sie erst verlassen durften, wenn sie sich als nicht infiziert herausstellten. Ein Beispiel hierfür ist das Lindauer Rainhaus.

Obwohl im Europa des Mittelalters relativ häufig, wenn auch nicht so verbreitet wie Leprosorien[1], haben sich nur wenige in ihrer ursprünglichen Gestalt bis in die heutige Zeit erhalten. Aus vielen Pesthäusern gingen jedoch Irren- und Krankenanstalten hervor. Zu den bekanntesten Beispielen dafür zählen die Berliner Charité, 1710 als Pesthaus gegründet, und das Pariser Hôpital Saint-Louis, welches von seiner Eröffnung 1612 an bis 1772 als Pestkrankenhaus diente.

Als erstes Pesthaus auf deutschem Boden gilt das Sebastian-Spital in Nürnberg, eine Stiftung des Bürgermeisters Conrad Toppler im Jahr 1480. Zuvor hatte man außerhalb Deutschlands mit der Errichtung von Quarantänestationen begonnen, hier ist die Einrichtung einer Unterbringungsstätte für Pestkranke auf der Insel Santa Maria di Nazaretto in der Lagune von Venedig im Jahr 1403 zu nennen.[2]

Der Begriff schließt sowohl eigens für den Umgang mit Pestkranken erbaute Gebäude als auch umgenutzte Hospitäler, Siechenhäuser und Ähnliches ein.

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigen
Pesthospital in Wien (1679)

Bekannte Pesthäuser

  • Pesthaus (Paderborn)
  • Pesthof (Hamburg)

Weblinks

Wiktionary: Pesthaus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Dieter Jetter: Das europäische Hospital. Von der Spätantike bis 1800. DuMont Buchverlag, Köln 1986, ISBN 3770115600.
  2. ↑ Hans Wilderotter, Katrin Achilles-Syndram: Das große Sterben. Seuchen machen Geschichte. Begleitend zu einer Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum 1995 (in Auszügen online abrufbar).
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4569022-4 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)



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Pesthaus (Paderborn)

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Pesthaus

Daten
Ort Paderborn, Spitalmauer 12
Bauherr Kapuzinessenkloster Paderborn
Baujahr 1684
Koordinaten 51° 43′ 18,3″ N, 8° 45′ 3″ O51.721758.750823Koordinaten: 51° 43′ 18,3″ N, 8° 45′ 3″ O

Der Bruchsteinbau Spitalmauer 12, auch als „Pesthaus“ bekannt, ist ein Baudenkmal der Stadt Paderborn (Nr. 121, eingetragen am 29. Mai 1984).

Geschichte

Erbaut wurde das Gebäude 1684. Die ursprüngliche Funktion ist ungeklärt. Es diente vermutlich als Lager- und Wirtschaftsgebäude des Kapuzinessenklosters. Möglicherweise diente es auch zeitweise als Krankenhaus oder Isolierstation.

Um 1700 wurde hier eine Mühle betrieben. Zwei in Backsteinen gefasste Löcher für die Achsen der Mühlräder befinden sich noch in der Ostmauer. Aus dieser Zeit findet man auch die ersten schriftlichen Erwähnungen als „Pesthaus“.

Ab 1825 wurde das Gebäude als Militär-Lazarett für die Garnison Paderborn genutzt.[1] Auf einem Stadtplan von 1857 ist das Gebäude als Hospital eingetragen. Nach dem Aussterben der Kapuzinessen 1843 gelangte das Haus in staatlichen Besitz.[1]

1905 wurde das Gebäude von dem Schmiedemeister Franz Kors gekauft. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Keller als Luftschutzraum genutzt.

Architektur

Das Gebäude ist ein dreigeschossiger Bruchsteinbau. Das Vollwalmdach war bis 1950 mit Schiefer eingedeckt. Die Balkenlagen an den Giebeln sind durch eiserne Anker mit dem Mauerwerk verbunden. Die Wände im Erdgeschoss sind ungefähr 105 Zentimeter dick. Das Kreuzgewölbe des Kellers wird durch drei massive Pfeiler getragen.

Archäologische Untersuchungen

2009 wurden archäologischen Arbeiten im „Pesthaus“ vorgenommen. Hierbei wurden ungefähr 70 Quadratmeter des originalen Kellerbodens aus dem 17. Jahrhundert freigelegt.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Josef Freisen: Landeshospital, Kapuzinessenkloster, Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern zu Paderborn. Paderborn 1902, S. 56

Weblinks

Commons: Pesthaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ergebnisse der archäologischen Arbeiten im „Pesthaus“



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  1. Pestfriedhof
  2. Pestfriedhof Nürnberg
  3. Pestepidemie in der Mandschurei 1910–1911
  4. Pestepidemien in Norwegen

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