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Pest- und Soldatenfriedhof

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Pest- und Soldatenfriedhof (Baden-Württemberg)
Pest- und Soldatenfriedhof (Baden-Württemberg)
Pest- und Soldatenfriedhof
Lokalisierung von Baden-Württemberg in Deutschland
Lage des Pest- und Soldatenfriedhofs in Baden-Württemberg

Der frühneuzeitliche Pest- und Soldatenfriedhof auf der Gemarkung Haisterkirch von Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg ist ein Archäologisches Kulturdenkmal des Landes Baden-Württemberg (ID: 106558432).[1]

Lage

Der ehemalige Friedhof befindet sich südlich der L300, die von Bad Waldsee (ca. 1,4 km entfernt) nach Haisterkirch (ca. 800 m entfernt) führt. Er liegt auf einem kleinen, bewaldeten Hügel direkt an der L 300.[1]

Der nächstgelegene Parkplatz ist der Wanderparkplatz am Startpunkt des Saubadtrails, der sich rund 330 Meter westlich vom Friedhof befindet.[2]

Beschreibung

Der Friedhof wurde 1629 als Begräbnisstätte für Pesttote an der Straße nach Waldsee angelegt. Eine historische Darstellung des Ortes findet sich auf der Landtafel der Herrschaft Waldsee aus dem Jahr 1724, auf der der „Gottsacker“ als ummauertes Geviert verzeichnet ist.

Seine Nutzung als Soldatenfriedhof erfolgte vermutlich während des Spanischen Erbfolgekriegs. Laut einem zeitgenössischen Bericht fanden im August 1704 in der Nähe des Friedhofs Scharmützel zwischen deutschen und französischen Truppen statt, bei denen 29 gefallene Soldaten auf einem Feldfriedhof bestattet wurden, bei dem es sich um diesen Friedhof handeln dürfte.

Heutiger Zustand und Lage oberirdisch sind heute keine Überreste des ehemaligen Friedhofs mehr sichtbar, ein Feldweg führt über das ehemalige Friedhofsgelände in Richtung Tannenbühl.

Im Boden werden archäologische Überreste vermutet, darunter frühneuzeitliche Gräber und die Fundamente der ehemaligen Umfassungsmauer.[1]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Karte der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg. In: geoportal-bw.de. Abgerufen am 22. September 2025. 
  2. ↑ Karte: Digitale Topographische Karte – Daten- und Kartendienst der LUBW. Abgerufen am 22. September 2025. 
Wappen von Haisterkirch
Kulturdenkmale auf der Gemarkung Haisterkirch von Bad Waldsee

Einhaus (Haisterkirch/Hittelkofer Straße) | Einhaus (Haisterkirch/Ölmannsgasse) | Einhaus (Hittisweiler/Röhmerbühl) | Einhaus (Osterhofen/Eggmannsrieder Straße) | Einhaus (Osterhofen/Sandweg) | Fronfeste und Hofgericht der Herrschaft Waldsee | Gasthaus zum Kreuz (Haisterkirch) | Gottvater-Kapelle | Katholisches Pfarrhaus und Sommersitz der Äbte von Kloster Rot an der Rot | Kloster Haisterkirch | Kreuzweg | Lehrerhaus (Haisterkirch) | Mariä Opferung (Osterhofen) | Maria Schnee (Hittisweiler) | Mesnerhaus (Haisterkirch) | Mittelalterlicher und neuzeitlicher Pfarrhof mit Pfarrhaus | Mittelalterlicher und neuzeitlicher Ortsfriedhof mit Teilen der Pfarrkirche St. Johannes Baptist und Kirchhofmauer | Obermühle (Osterhofen) | Ölmühle (Haisterkirch) | Pest- und Soldatenfriedhof | Pfarrscheuer (Haisterkirch) | Römerzeitlicher Gutshof (Haisterkirch) | Römerzeitlicher Gutshof (Osterhofen) | Römerzeitlicher Gutshof (St. Magnushof) | St. Johannes Baptist | St. Sebastian | St. Laurentius (Ehrensberg) | Wegkreuz (Haisterkirch/Haidgauer Berg Straße) | Wegkreuz (Haisterkirch/Umspannwerk) | Wegkreuz (Hittelkofen/Hürst) | Wendelinuskapelle | Wohnteil eines Einhauses (Ehrensberg)

Kulturdenkmale in Baden-Württemberg

47.9235699.787087Koordinaten: 47° 55′ 24,8″ N, 9° 47′ 13,5″ O




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Pestblatt

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Pestblatt aus dem 15. Jahrhundert

Pestblätter sind eine besondere Erscheinungsform des Einblattholzschnitts, die mit ihren linearen Formen zu den frühesten Erzeugnissen des Holzschnitts zählen.

Geschichte

Unter dem Eindruck der verheerenden Pestepidemien des 14. Jahrhunderts hatte der Bedarf der Menschen zugenommen, Bildnisse zu besitzen, die sie in ihrer persönlichen Zwiesprache mit Gott unterstützten. Die Pestblätter, die während des 15. Jahrhunderts entstanden, zeigten zunächst bildliche Darstellungen der als Pesthelfer verehrten Heiligen (Maria, Johannes der Täufer, Sebastian und Rochus). Nach der Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg trugen diese Pestblätter auch Gebetstexte und später sogar medizinische Ratschläge.[1]

Forschung

Der Terminus Pestblatt wurde insbesondere durch die Arbeit der Kunsthistoriker Paul Heitz und Wilhelm Ludwig Schreiber (1855–1932) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt. Auf Basis ihrer Forschungen entstand die Monographie über 41 Pestblätter des XV. Jahrhunderts, erstmals erschienen 1901 in Straßburg und 1918 in überarbeiteter Form erneut veröffentlicht.[2] Unabhängig von Heitz und Schreiber beschäftigte sich auch Karl Sudhoff mit diesen Frühdrucken, nahm sie in sein Verzeichnis der ersten medizinischen Inkunabeln auf und veröffentlichte weitere Funde im Archiv für Geschichte der Medizin.[3] Im eigentlich Wortsinne des lateinischen pestilentia (Seuche, Epidemie, Pestilenz) werden heute gelegentlich auch Einblattdrucke zu anderen Krankheiten wie Syphilis als Pestblätter bezeichnet.[4]

Literatur

  • Thilo Esser: Pest, Heilsangst und Frömmigkeit. Studien zur religiösen Bewältigung der Pest am Ausgang des Mittelalters. (Münsteraner Theologische Abhandlungen 58) Altenberge 1999.
  • Paul Heitz, Wilhelm Ludwig Schreiber (Hrsg.): Pestblätter des XV. Jahrhunderts. (= Einblattdrucke des fünfzehnten Jahrhunderts, 2) Heitz und Mündel, Straßburg 1901, 2. Aufl. ebenda 1918 (online)
  • Jan Marr: Kriege und Seuchen. Spätmittelalterliche Katastrophen und ihre Reflexion in den deutschen Einblattdrucken von 1460 bis 1520. Universität Trier, 2010. (online)

Einzelnachweise

  1. ↑ vgl. Heitz, Schreiber 1918, S. 1ff.
  2. ↑ Marr 2010, S. 55
  3. ↑ Marr 2010, S. 55
  4. ↑ Marr 2010, S. 56



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Pestbrief

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Pestbrief der Stadt Avignon von 1637

Ein Pestbrief war ein Gesundheitspass[1] bzw. Gesundheitsbrief, der aufgrund der Pestpandemie des 14. Jahrhunderts im Jahre 1374 in Venedig eingeführt wurde. Er diente als Grundlage für die Entscheidung, ob ein Reisender, dessen Waren oder ein Schiff und seine Besatzung einreisen durften, eine bestimmte Zeit in Quarantäne verbringen mussten oder ganz abgewiesen wurden. Übliche Bezeichnungen waren fede di sanità, patente di sanità, Gesundheitspass oder Gesundheitszeugnis. Noch während der Choleraepidemien des 19. Jahrhunderts wurden solche Dokumente gefordert.

Den Gesundheitspass stellte im Mittelmeerraum nicht die Hafenbehörde des Herkunftshafens aus, sondern ein Konsul des Ziellandes. In Mittel- und Nordeuropa wurden Gesundheitspässe in der Regel von der Obrigkeit am Abreiseort ausgestellt.

Der Pass wurde noch außerhalb des Hafens mit eisernen Zangen von Schiff zu Schiff gereicht und durch Räuchern über Schwefel entseucht. Er konnte „rein“ sein, d. h. seinen Besitzer als Reisenden aus einem nicht pestverseuchten Gebiet ausweisen, oder „unrein“, wenn der Inhaber aus einem seuchengefährdeten oder verseuchten Herkunftshafen kam.

Der Pestbrief gilt als Vorläufer des späteren Reisepasses.

Siehe auch

  • Gesundheitsbrief

Literatur

  • Hans-Peter Franke: Der Pest-„Brief an die Frau von Plauen“. Studien zu Überlieferung und Gestaltwandel (= Untersuchungen zur mittelalterlichen Pestliteratur. Band III, 2). Pattensen bei Hann. (jetzt Würzburg) 1977 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 9). Zugleich Medizinische Dissertation Würzburg.
  • Stefan Winkle: Kulturgeschichte der Seuchen. Komet, Düsseldorf/Zürich 1997, ISBN 3-933366-54-2
  • Alexandra Bamji: Health passes, print and public health in early modern Europe. In: Social History of Medicine. Band 32, 2019, S. 441–464.
  • Jürgen Beyer: Gesundheitspässe und Impfatteste. In: Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. Mitteilung 100, 2021, S. 21–29.

Anmerkungen

  1. ↑ Vgl. auch Gernot Rath: Ein Würzburger Gesundheitspass des Jahres 1666. In: Sudhoffs Archiv für Geschichte der Medizin. Band 37, 1953, S. 346–350.



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Die Pest (Fernsehserie)

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Fernsehserie
Titel Die Pest
Originaltitel La peste
Produktionsland Spanien
Originalsprache Spanisch
Genre
  • Historiendrama,
  • Krimi
Länge 50 Minuten
Episoden 12 in 2 Staffeln
Produktions­unternehmen Movistar+
Idee
  • Alberto Rodríguez Librero,
  • Rafael Cobos
Musik Julio de la Rosa
Erstausstrahlung 12. Jan. 2018 – 15. Nov. 2019 auf Movistar+
Deutschsprachige Erstausstrahlung 19. Juli 2018 – 25. Dez. 2019 auf Sky Atlantic
→ Besetzung und Synchronisation →

Die Pest (Originaltitel La peste) ist eine spanische Fernsehserie, die am 30. September 2017 auf Movistar+, einem Pay-TV-Sender, der zur Telefónica gehört, ihre Premiere feierte. Die Idee zur Serie stammt von dem Regisseur Alberto Rodríguez Librero und dem Drehbuchautor Rafael Cobos, die bereits bei mehreren Filmproduktionen, unter anderem 7 Jungfrauen und La isla mínima – Mörderland, zusammengearbeitet haben. Noch vor der Erstausstrahlung der Serie wurde diese um eine zweite Staffel verlängert, die wie die erste sechs Folgen umfassen soll.[1] In Spanien erreichte die erste Staffel sehr hohe Einschaltquoten, die den bisherigen Bestwert der US-amerikanischen Serie Game of Thrones übertrafen.[2]

Die zweite Staffel der Serie wurde am 15. November 2019 veröffentlicht.[3]

Handlung der ersten Staffel

Im Jahr 1597 bricht in Sevilla die Beulenpest aus, zudem leidet die Mehrheit der Bevölkerung unter einer Hungersnot. Mateo, ein ehemaliger Soldat, musste vor vielen Jahren aus der Stadt fliehen, da er von der Inquisition zum Tode verurteilt wurde, weil er verbotene Bücher über Protestantismus gedruckt hat. Nun kehrt er nach Sevilla zurück, da er seinem verstorbenen Freund Germán versprochen hatte, dessen unehelichen Sohn Valerio aus der Stadt zu bringen, sollte es eine Epidemie geben. Mateo kommt vorerst im Palast seines besten Freundes Luis de Zúñiga unter. Dieser ist inzwischen ein äußerst wohlhabender Kaufmann und wird im Verlauf der Serie Mitglied des Stadtrats. Mateo sucht Valerio, der aus dem Waisenhaus, in dem er lebte, geflohen ist. Er findet ihn auch, allerdings wird Mateo kurz darauf verhaftet und soll wegen Ketzerei hingerichtet werden.

Der Generalinquisitor der Katholiken, Celso de Guevara, bietet Mateo die Begnadigung an, wenn er als Gegenleistung in einem Mordfall ermittelt. Das Opfer ist Ignacio Azuaga, ein mächtiger Geschäftsmann. Er erlitt einen äußerst qualvollen Tod durch Pfählung, zudem ist seine Leiche vollkommen blutleer. Des Weiteren weist er an Händen und Füßen Stigmata auf. Azuaga bleibt nicht das einzige Opfer. Lucina Utera, Tochter des Protestantenführers Capitan Utera, und Alejandro de Dresdner, der aus Dresden stammende Schatzmeister des Palastes, werden auf dieselbe Art ermordet. Monardes, ein Arzt, hilft Mateo, indem er Autopsien an den Leichen durchführt, eine Praktik, die von der Kirche verboten wurde. Monardes hilft zudem Leandra, einer Freundin von Valerio, deren Vater an der Pest starb und die befürchtet, ebenfalls erkrankt zu sein.

Luis steigt in den Stadtrat auf, nachdem Morata, der über ihm steht, an der Pest stirbt. Mateo trifft sich mit Teresa Pinelo, Germáns Witwe. Eigentlich erbte sie von ihrem Mann eine Textilfabrik, jedoch führt ihr Verwalter diese, da ihr als Frau dies nicht gestattet ist. In der Fabrik arbeiten zum Missfallen der Mächtigen viele Prostituierte. Mit Teresas Hilfe findet Mateo heraus, dass Germán nicht ertrank, sondern mit einem Speer erstochen wurde. Mateo kommt zu dem Schluss, dass Ledesma, ein stadtbekannter Protestant, der Mörder sein muss. Es stellt sich heraus, dass Pedro Lanzas, ein alter Freund von Mateo, hinter Ledesma steckt. Dieser begeht Selbstmord, um der Inquisition zu entgehen. In einem geheimen Buch finden sich Informationen, dass mit im Hafen versteckten Geld Protestanten bei einer Schlacht in Flandern unterstützt werden sollten. Anhand einer Liste werden Luis, Capitan Utera, Benjamin Azuaga, der Besitzer einer Indigofabrik, und weitere, nicht namentlich genannte Personen verhaftet. Sie werden während eines Stadtfestes auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es stellt sich schließlich heraus, dass Celso die Morde eingefädelt hat, um Ledesma und möglichst viele weitere Protestanten aus dem Weg zu räumen. Mateo verlässt Sevilla auf einem Schiff Richtung Indien. Valerio bleibt in Sevilla und tritt sein Erbe, die Fabrik seines verstorbenen Vaters, an.

Besetzung

Die Synchronisation der Serie wird bei der @alpha Postproduktion nach Dialogbüchern von Robert Golling und unter der Dialogregie von Peter Woratz erstellt.[4]

Die Besetzung bei einer Vorstellung beim San Sebastian Filmfestival
Figur Darsteller Deutscher Sprecher
Mateo Núñez Pablo Molinero Stefan Günther
Luis de Zúñiga Paco Léon Manou Lubowski
Valerio Huertas Sergio Castellanos Felix Mayer
Teresa Pinelo Patricia López Arnaiz Claudia Urbschat-Mingues
Celso de Guevara Manolo Solo Walter von Hauff
Leandra Lupe del Junco Lea Kalbhenn
Monardes Tomás Del Estal Christoph Jablonka
Verwalter von Teresa Paco Tous Dieter Memel
Eugenia Cecilia Gómez Shanti Chakraborty
Morata Antonio Gil Erich Ludwig
Arquímedes Manuel Morón Gudo Hoegel
Enzo Carlo D'Ursi Daniel Pietzuch

Episodenliste

Staffel 1

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung Spanien Deutsch­sprachige Erst­veröffent­lichung (D) Regie Drehbuch
1 1 Das Wort La Palabra 12. Jan. 2018 19. Juli 2018 Alberto Rodríguez Librero Rafael Cobos & Fran Araújo
2 2 Der Pakt El Pacto 12. Jan. 2018 19. Juli 2018 Alberto Rodríguez Librero Rafael Cobos & Fran Araújo
3 3 Der Buchdrucker El Impresor 12. Jan. 2018 26. Juli 2018 Alberto Rodríguez Librero Rafael Cobos & Fran Araújo
4 4 Der Sklave El Esclavo 12. Jan. 2018 26. Juli 2018 Paco R. Baños Rafael Cobos & Fran Araújo
5 5 Der Sohn El Hijo 12. Jan. 2018 2. Aug. 2018 Paco R. Baños Rafael Cobos & Fran Araújo
6 6 Die neue Welt El Nuevo Mundo 12. Jan. 2018 2. Aug. 2018 Alberto Rodríguez Librero Rafael Cobos & Fran Araújo

Staffel 2

Nr.
(ges.)
Nr.
(St.)
Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung Spanien Deutsch­sprachige Erst­veröffent­lichung (D) Regie Drehbuch
7 1 Feuerland El nuevo mundo 15. Nov. 2019 11. Dez. 2019 Alberto Rodríguez Librero Rafael Cobos & Fran Araújo
8 2 Die Bruderschaft der Diebe Escalante 15. Nov. 2019 11. Dez. 2019 Alberto Rodríguez Librero & David Ulloa Rafael Cobos & Fran Araújo
9 3 Die Jungfrau des Lichts Pontecorvo 15. Nov. 2019 18. Dez. 2019 David Ulloa Rafael Cobos & Fran Araújo
10 4 Eugenia Eugenia 15. Nov. 2019 18. Dez. 2019 David Ulloa Rafael Cobos & Fran Araújo
11 5 Das Wappen des Königs Conrado 15. Nov. 2019 25. Dez. 2019 David Ulloa Rafael Cobos & Fran Araújo
12 6 Die alte Welt El viejo mundo 15. Nov. 2019 25. Dez. 2019 David Ulloa Rafael Cobos & Fran Araújo

Rezeption

„Es dauert, bis die Figuren vor diesem von Komparsen wimmelnden Hintergrund an Kontur gewinnen. Ob der an den Haaren herbeigezogene Plot (Buch Rafael Cobos), dessen Intrigenpart auch die ‚Sopranos‘ erfreut haben könnte, dabei hilft, wird sich zeigen. Der Erfolg der Serie in Spanien – die zweite Staffel ist schon angekündigt – könnte sich auch der Tatsache verdanken, dass in ‚Die Pest‘ das Ganze mehr zählt als der Einzelne. Dieses Ganze hat einen anderen Charakter als die amerikanischen Serien, und es hat viel zu bieten: Macht, Sex, religiösen Wahn und politische Korruption, dazu eine unkontrollierbare Epidemie und als Überbau das sich seinem Ende zuneigende Goldene Zeitalter Spaniens. Jede Menge Stoff also, um sich zurückzuziehen und die Zeit zu vertreiben.“

– Ursula Scheer: Frankfurter Allgemeine Zeitung[5]

Julian Ignatowitsch vom Deutschlandfunk befindet, „die Serie kann es also in jeder Hinsicht mit den großen internationalen Serienproduktionen aufnehmen, (…) auch weil die erste Staffel in Spanien zuletzt erfolgreicher war als Game of Thrones. In Optik und Setting sind sich beide Serien durchaus ähnlich. Auch in der düsteren, intriganten Atmosphäre. Beim Plot dagegen weniger: “Die Pest” ist klaustrophobischer, konzentrierter, hat keine Drachen oder Untote und fokussiert sich ganz auf seinen Protagonisten, nämlich den gebrochenen Helden Mateo. Also kein Abklatsch, sondern großes Historiendrama“.[6]

Weblinks

Commons: Die Pest – Sammlung von Bildern
  • Die Pest bei IMDb
  • Die Pest bei Fernsehserien.de

Einzelnachweise

  1. ↑ Marta Medina: 'La peste': asesinatos, prostitución y epidemias en la Sevilla del Siglo de Oro. In: El Confidencial. 30. September 2017, abgerufen am 28. August 2019 (spanisch). 
  2. ↑ Amalia Bulnes: 'La peste' o un viaje en el tiempo a la altura de las grandes series. In: eldiario.es. 10. Januar 2018, abgerufen am 28. August 2019 (spanisch). 
  3. ↑ Mercedes Arroyo: 'La Peste': todo sobre la segunda temporada de la serie. In: Diez Minutos. 15. November 2019, abgerufen am 25. Dezember 2019 (spanisch). 
  4. ↑ Die Pest. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 28. August 2018. 
  5. ↑ Ursula Scheer: Durch sämtliche Kreise der Hölle. In: faz.net. 19. Juli 2018, abgerufen am 28. August 2018. 
  6. ↑ Julian Ignatowitsch: Der schwarze Tod in Sevilla. In: Deutschlandfunk. 19. Juli 2018, abgerufen am 28. August 2018. 



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Die Pest in Florenz

Noir24admin Pest 22. Juni 2026
Film
Titel Die Pest in Florenz
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1919
Länge restaurierte Fassung: 103 Minuten
Altersfreigabe
  • FSK 12[1]
Produktions­unternehmen Decla-Film-Gesellschaft, Berlin
Stab
Regie Otto Rippert
Drehbuch Fritz Lang
Produktion Erich Pommer
Musik Bruno Gellert
Kamera
  • Willy Hameister
  • Emil Schünemann
Besetzung
  • Theodor Becker: Franziskus, Einsiedler
  • Marga Kierska: Julia, Kurtisane
  • Julietta Brandt: Die Pest
  • Otto Mannstaedt: Cesare, Herrscher von Florenz
  • Anders Wikmann: Lorenzo, Cesares Sohn
  • Karl Bernhard: Lorenzos Vertrauter
  • Erner Hübsch: Mönch
  • Franz Knaak: Kardinal
  • Hans Walter: Julias Vertrauter
  • Auguste Prasch-Grevenberg: Julias Dienerin
  • Erich Bartels: Narr

Die Pest in Florenz ist ein zur Zeit der italienischen Renaissance spielender, deutscher Ausstattungsfilm aus dem Jahr 1919 in Form eines spätmittelalterlichen Sittengemäldes. Regie führte Otto Rippert.

Handlung

Julia, eine Kurtisane von großer Schönheit, kommt aus dem sinnenfrohen und ausschweifenden Venedig in das frömmelnde, sittenstrenge Florenz. Die Kirche in ihrer asketischen Frömmigkeit, mit ihren Prozessionen und Pilgerzügen kontrolliert den Alltag. Auf der weltlichen Seite herrscht der strengen moralischen Prinzipien gehorchende Rat der Alten über der Stadt. Er wird angeführt von Cesare. Julias Schönheit bedeutet eine große Versuchung für die sittenstrengsten unter den Honoratioren. Die Kirche beäugt argwöhnisch die Ankunft der weiblichen Versuchung aus dem lockeren Venedig. Bald kann der mächtige Cesare Julias Reizen nicht länger widerstehen und auch sein attraktiver Sohn Lorenzo verliebt sich in die junge Kurtisane. Zu spät erkennt Cesare, dass er den Verführungskünsten Julias hemmungslos ausgeliefert ist. Wie ein liebestoller, alter Narr schleicht er sich in Julias Haus, um ihr nahe zu sein. Doch sie weist ihn zurück und gibt sich seinem Sohn hin. Als Cesare sich ihrer mit Gewalt bemächtigen will, stürzt sich sein Filius auf ihn. Julias Schönheit droht beide ins Verderben zu stürzen, als ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt. Im letzten Moment lässt der Alte von Lorenzo und trollt sich.

So lockern sich bald die Sitten in Florenz. Die Jugend der Stadt macht mit ihren Feiern das Haus der lebensfrohen Venezianerin zu einer Stätte der Freude und des Lasters, der Lust und der Wollust. Zähneknirschend muss die Kirche in Person des mächtigen Kardinals erkennen, dass sie den Kampf um Sitte und Anstand zu verlieren droht. Doch der Kardinal will nicht aufgeben. Gemeinsam mit dem rachsüchtigen Cesare veranlasst er den Rat der Alten, Julia als Ketzerin anzuklagen und sie der Folter auszusetzen. Inmitten eines ihrer rauschenden Feste wird Julia von bewaffneten Schergen verschleppt. Lorenzo jedoch reagiert rasch. Er ruft das Volk zusammen, um die kirchliche wie staatliche Despotie der Stadtoberen, die verordnete florentinische Sinnenfeindlichkeit, zu beenden. Wutentbrannt stürmt die Menge den Palast der Alten, Lorenzo vorneweg. Sein Vater stellt sich ihm entgegen. Lorenzo schwingt eine Axt und lässt sie auf seinen Vater und Konkurrenten um Julias Gunst niedersausen.

Die Herrschaft der venezianischen Verführerin hat nun begonnen. Die Kirche ist besiegt, ihre Priester flüchten. In den Gotteshäusern hat ebenfalls der Sittenverfall Einzug gehalten, auch sie dienen einzig als Hort der Ausschweifung und körperlichen Liebe. Als Julia eines Tages auf einem Fest zur Liebeskönigin von Florenz gekrönt werden soll, erscheint eine finster wirkende Gestalt in einer Mönchskutte, um dem wüsten Treiben Einhalt zu gebieten. Eine kräftige Stimme hebt sich aus dem Trubel hervor und droht warnend: „Weh Euch, Florentiner! Weh Euch, Sodom und Gomorrha! Wenn Ihr mir nicht glaubt -- die Steine werden für mich reden!“. Doch die tausenden Stimmen der übermütigen Festbesucher lachen ihn nur aus; ihn: den heiligen Einsiedler mit seiner Mission. Dann geht der finstere Mann wieder.

Einzig Julia bekommt seitdem den Finsterling nicht mehr aus ihrem Kopf. Er ist so vollkommen anders als alle anderen Männer, denen sie hier begegnet ist. Sie will ihn haben, sehnt sich nach seinem spröden, kargen Wesen. Auf einer Jagd erscheint sie vor seiner Höhle. Auch der Einsiedler, Franziskus heißt er, hat die Kurtisane nicht vergessen können. Schwer ringt er mit sich, gefangen zwischen seinem Glauben und seinen Überzeugungen einerseits und dem Verlangen nach der schönen „Sünderin“ andererseits. Franziskus betet zu seinem Gott -- doch die Fleischeslust siegt. Am nächsten Morgen präsentiert Julia stolz der Obrigkeit von Florenz ihre neue Eroberung: Franziskus. Sein erstes Opfer ist zugleich sein Nebenbuhler, Lorenzo, den er mit eigenen Händen in Julias Gemach erwürgt.

Florenz ist jetzt endgültig zur Stätte des Lasters und des hemmungslosen Sittenverfalls degeneriert. Längst hat der Papst die Stadt mit dem Bannfluch belegt. Da beginnen „die Steine zu reden“, wie Franziskus unheilsschwanger vorausgesagt hatte. Das Gespenst des Todes kehrt ein, die Pest, und legt ein grau-gelbes Leichentuch über die verkommene Bevölkerung. Franziskus lässt die Stadttore schließen, um die Gefahr zu bannen. Vergeblich. Das Volk tanzt weiter, wie von Sinnen im Todesrausch. Franziskus fordert ein Wunder von Gott. Da erscheinen an der Wand himmlische Flammenzeichen: „Mene tekel upharsin! Geprüft, gewogen, und zu leicht befunden!“ Franziskus erkennt seine Schuld. Die Stadt soll von Gott für ihren Sündenfall gestraft werden und er, der wieder bekehrte Franziskus, wird sein Werkzeug sein. Durch die Katakomben schleicht er vor die Stadtmauern, um zu büßen und fortan die Pestkranken zu pflegen.

Doch auch ihn befällt die Seuche (vgl. Schwarzer Tod) und nun ist ihm klar: er selbst ist ausersehen, um Florenz zu strafen. Durch die Katakomben wankt er zurück in den Sündenpfuhl und platzt mitten hinein in Julias neuestes ausschweifendes Fest. Berauscht vom Zustand unbändigen Liebesglücks erkennt ihn die Kurtisane. Als sie zu ihm eilt und sich an seine Brust werfen will, werden ihr Augen starr vor Schreck: Hinter ihm, dem bekehrten Geliebten, reckt sich grinsend das Haupt eines Phantoms: die Pest. Noch einige Schritte, und Julia sinkt zu Boden. Die Gäste rasen auseinander, doch schon im nächsten Augenblick hat sie der Tod ereilt. Als letzter von ihnen stirbt auch Franziskus, der vom Saulus zum Paulus Bekehrte, und sinkt auf seine Julia hinab. Und der fröhlich auf der Geige fiedelnde Pesttod zieht an den Leichen links und rechts seines Weges vorbei und verlässt den Festpalazzo der Sünde, um sein Werk andernorts fortzusetzen.

Produktion

Die Dreharbeiten begannen im Juni und endeten Ende September 1919. Der sieben Akte lange Film wurde am 23. Oktober 1919 im Berliner Marmorhaus-Kino uraufgeführt.

Der Hauptdarsteller Theodor Becker hatte für die anstehenden Dreharbeiten Anfang Juni 1919 seine Gastspielreisen unterbrochen und die Vorbereitungsphase zum Film für einen Auftritt am Schauspielhaus Berlin genutzt, wo er mit Erfolg den Coriolanus im gleichnamigen Shakespeare-Stück spielte.

Die größten Aktiva dieses Renaissance-Bilderbogens sind die von Willy Hameister und Emil Schünemann perfekt eingefangenen umfangreichen, mittelalterlichen und sehr beeindruckenden Filmbauten, die von einem gewaltigen Komparsenheer bevölkert werden. Hermann Warm zeichnete für die Atelierbauten im Lixie-Atelier von Berlin-Weißensee verantwortlich, Baurat Franz Jaffé und Warm gestalteten die Außendekorationen des Marktplatzes. Walter Reimann und Walter Röhrig übernahmen die Malarbeiten.

Für Fritz Lang war Die Pest in Florenz einer seiner letzten Aufträge als Drehbuchautor für einen anderen Regisseur.

Die Kostüme lieferte die Firma F. & A. Diringer aus München.

Kritik

In der Lichtbild-Bühne ist zu lesen: „Die von Fritz Lang der „italienischen Renaissance nach erzählten sieben Kapitel“ zeigen in verblüffenden Bildern, die von außerordentlichem Stilgefühl und Kunstverständnis zeugen, die Sittenverderbnis des mittelalterlichen Florenz und die Strafe, die über die lebenslustige Stadt in Gestalt der Pest zuletzt hereinbrach. […] Dem Einsiedler Franziskus, ein Paulus, aus dem ein Saulus und später wieder ein Paulus wird, verlieh Theodor Becker den Fanatismus seines Blickes und eine ekstatische verhaltene Wut. Daß man den heiligen Franziskus und seine Versuchungen (die ja wohl eigentlich dem heiligen Antonius zugeschrieben werden) in die Savonarola-Epoche verlegte, die römischen Katakomben nach Florenz und noch einige andere historische Kühnheiten sich gestattete, sei schon deswegen verziehen, weil die Regie gerade hierbei Außerordentliches leistete und beispielsweise in der waldumdüsterten Höhle des Einsiedlers, durch die seine Visionen geistern, Meisterhaftes bot. Otto Rippert hat hier eine geniale Hand bewiesen.“[2]

In der Ersten Internationalen Film-Zeitung wird von der Premierenvorstellung wie folgt berichtet: „Herrliche Bilder (Baurat Jaffé zeichnet verantwortlich für die Außen-, Maler Warm für die Innenarchitektur) um den ganzen wilden Kampf: Die Piazza del Signorii mit dem schwerwuchtenden Palast, mit der luftig-zierlichen Loggia del Lanzi. . . Die Prozession der Feinde aller Schönheit zieht vorbei, der pfäffischen Pächter des Himmels. Und den Büßern begegnet die irdische Liebe: die Kurtisane aus Venedig, von Mohren getragen -- Symbol der Venus und der Schönheit, die sich frei verschenkt. Und dann rollt das Schicksal vorüber durch die sechs Kapitel, das Schicksal der Stadt, der Menschen und der Priesterin der Venus.. . . Die schöne Marga Kierska spielt so, als ob sie das hergäbe, was ihr Allereigenstes ist. Das Parkett fühlt es, denn noch ist die Tragödie nicht ausgereift, da füllt sich die Loge, in der die schöne Frau persönlich sitzt, mit kostbaren Blumen. Bescheiden wehrt sich Otto Rippert, der vielleicht Verdienstvollste des Abends, vor der von der Menge gewünschten Ovation. Freunde ziehen ihn „ans Tageslicht“, neben die Kierska und die andern. Und nun wird der Beifall Sturm.“[3]

Auch das Fachblatt Der Film fand nach der Premiere durchgehend lobende Worte: „Der Uraufführungsabend im Marmorhaus wurde ein Ereignis. Aufs neue bewies hier die deutsche Filmindustrie, daß sie gesonnen ist, mit allen Kräften den Wettkampf gegen das Ausland aufzunehmen, und daß ihre Chancen durchaus gut sind. Der vom Autor Fritz Lang in sieben Kapitel eingeteilte Film führt uns in abwechslungsreichen, stimmungsvollen Szenen nach Florenz zur Zeit der Renaissance. Stilechte, bis ins Kleinste der Zeit entsprechende Kostüme, buntbewegte Festszenen, groß angelegte Massenbilder, dramatische Geschehnisse fesseln von Anfang bis zu Ende das Auge und beweisen wieder einmal das vorzügliche Organisationstalent, den hochentwickelten Kunstsinn des Regisseurs Otto Rippert. Ein riesiges Heer wohldisziplinierter Komparsen stellt unter seiner zielbewußten, energischen Leitung Massenszenen, denen gegenüber man fast vergißt, hier Theater zu sehen -- wie lebendigste Wahrheit muten die Bilder, die sich vor uns in geschickter Gliederung abrollen, an.“[4]

Das große Personenlexikon des Films nannte Die Pest in Florenz einen „opulent bebilderten […], kostüm- und ausstattungsintensiven […] Renaissance-Bilderbogen“.[5]

Heinrich Fraenkels Unsterblicher Film glaubte in dem Film bereits Fritz Langs thematische Vorlieben zu erkennen: „Es ist überhaupt sehr bezeichnend für Lang, daß die Thematik seiner späteren weltberühmten Filme schon in den allerersten Arbeiten zu finden ist. Das Thema der „femme fatale“ findet sich schon in Die Pest in Florenz und Die Frau mit den Orchideen…“[6]

Oskar Kalbus’ Vom Werden deutscher Filmkunst wies vor allem auf den enormen Aufwand bei der Herstellung dieses Ausstattungsspektakels hin: „Otto Rippert beauftragte den bekannten Berliner Baurat Jaffé und den Maler Warm, im Weichbild Berlins ganze Stadtteile der 'Königin der oberitalienischen Städte' in geschichtlicher und architektonischer Treue für den Film „Pest in Florenz“ (1919) zu bauen. Hunderte von deutschen Bauleuten gingen mutig ans Werk und schufen auf dem Freigelände der Berliner Ufa-Ateliers den Palazzo Vecchio, den einstigen Sitz der Signoria, mit seinem hohen Wachturm, mit dem Wehrgang und den historischen Wappenbildern. Dicht an den Palazzo Vecchio baute Jaffé den Palazzo degli Uffizi, den einst der Maler Vasari (1560–74) geschaffen hat. Die Uffizien wurden durch die berühmte Loggia dei Lanzi teilweise flankiert und ihre graziöse Architektonik durch die gewaltigen Bogenhallen der Loggia unterstrichen. Diese Zentralbauten wurden durch zahlreiche andere Paläste und Prunkbauten umrahmt, und es entstand dadurch ein Entwicklungsraum für 10–15000 Komparsen. In diesen herrlichen Bauten sollte die Sittenverderbnis des mittelalterlichen Florenz und die Strafe geschildert werden, die über die lebensdurstige Stadt in Gestalt einer furchtbaren Pest hereinbrach. Im Mittelpunkt der Handlung stehen eine Circe (Margarete Kierska) und der Einsiedler und Fanatiker Franziskus (Theodor Becker).“[7]

Literatur

  • Ursula von Keitz: Üppige Sinnlichkeit und tödlicher Furor. Der historische Sittenfilm „Pest in Florenz“ (1919) und seine Ikonografie der Zeitenwende. In: Filmblatt, 17. Jg., Nr. 50 Winter 2012/13, S. 21–33.

Weblinks

  • Die Pest in Florenz bei IMDb
  • Die Pest in Florenz bei filmportal.de

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Die Pest in Florenz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 234610; abgerufen am 17. April 2026).
  2. ↑ Lichtbild-Bühne Nr. 43 vom 25. Oktober 1919, S. 14
  3. ↑ Erste Internationale Film-Zeitung Nr. 42 vom 25. Oktober 1919, S. 33.
  4. ↑ Der Film, Nr. 44 vom 2. November 1919. S. 44.
  5. ↑ Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 6: N – R. Mary Nolan – Meg Ryan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 546.
  6. ↑ Heinrich Fraenkel: Unsterblicher Film. Die große Chronik von der Laterna Magica bis zum Tonfilm. Kindler Verlag München 1956. S. 141
  7. ↑ Oskar Kalbus: Vom Werden deutscher Filmkunst. 1. Teil: Der stumme Film. Berlin 1935. S. 44



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