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Anguana

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Als Anguana (von lat. aqua = Wasser; auch Aguana, Guana, Gana, Eguana, Agana, Enguana) bezeichnet man eine Dämonin aus der ladinischen bzw. romanischsprachigen Mythologie, vgl. Südtiroler Sagen.

Es heißt, dass sie ein Leben lang Unglück bringen sollen, wenn man sie beleidigt. Sie sind zumeist in der Nähe von Quellen und Bächen anzutreffen, weshalb eine Verbindung mit den Nixen nicht ausgeschlossen ist. Sie können sowohl als schöne, junge, attraktive Frauen, als auch als alte, hässliche Frauen mit Ziegenfüßen in Erscheinung treten. Sie weisen Ähnlichkeiten mit den Vilen auf. Vom Wesen her sollen sie gutartig sein und ein Glückssegen ihrerseits soll dieses auch wirklich bewirken.

Angeblich leben sie an Bächen, Quellen oder in Höhlen und waschen Leinen. Auch sollen sie sich nur zur Morgen- und Abenddämmerung blicken lassen. Zuweilen sollen sie auch Ehen mit den Menschen eingehen, ähnlich wie auch die Feen, allerdings darf der Mann dann nicht ihr blondes Haar berühren. Darüber hinaus sollen sie „unendliche Geschenke“ (also Dinge, die nie zu Ende gehen) überreichen.

Am Nonsberg glaubte man, dass sie Hexen oder andersartige Wesen wären, die aber durch das Konzil von Trient gebannt worden seien und deshalb nicht mehr „herumspuken“ könnten.

In der ladinischen Sprache werden sie verkürzt als Gana (Einzahl) oder Ganes (Mehrzahl) bezeichnet. Neben den Ganes gibt es noch die Salvans (Salvangs) als Waldmenschen (von lat. silva ‚Wald‘).

Literatur

  • Norbert Borrmann: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89602-233-4
  • Ulrike Kindl: Märchen aus den Dolomiten. Eugen Diederichs Verlag, München 1992, ISBN 3-424-01094-4
  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 3. Auflage, Beck, München 2003, Seite 22–23 ISBN 3-406-49451-X



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Anguana aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Annabelle (Puppe)

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Annabelle ist der Name einer besonders in den USA bekannten Stoffpuppe, die von einem Dämon besessen gewesen sein soll. Die Geschichten zu ungewöhnlichen Vorkommnissen in ihrem Umfeld inspirierten auch Verfilmungen.[1][2][3] Die Puppe wird heute im Warren Occult Museum in Monroe, Connecticut ausgestellt.

Beschreibung

Annabelle ist im Stil der Raggedy Ann gestaltet. Sie hat knapp schulterlange, rote Haare aus dicken Stoffsträngen, Sommersprossen und eine dreieckige, rote Nase. Sie trägt eine geblümte Bluse und ein weißes Schürzenkleid sowie rot-weiß geringelte Kniestrümpfe. Ihre Schuhe sind schwarz und mit roten Schnürriemen verziert. Annabelle hat etwa die Größe eines vierjährigen Kindes.[1][2][3]

Hintergründe

Annabelle wurde durch das Ehepaar Ed und Lorraine Warren bekannt, die sich in den USA mit Vorträgen und Buchveröffentlichungen einen Namen als „Spukforscher“ gemacht hatten. Diese gingen dem Fall um Annabelle nach. Die Puppe gehörte ursprünglich einer Schwesternschülerin namens Deirdre „Donna“ Bernard, welche die Puppe 1970 zum 28. Geburtstag erhalten hatte. Donna wohnte damals mit einer Zimmergenossin in einem Wohnheim. Beide Frauen kontaktierten ein Medium, welches behauptete, in der Puppe wohne der Geist eines Mädchens namens Annabelle Higgins. Ed und Lorraine Warren untersuchten die Puppe ebenfalls und sahen diese als von einem Dämon, der eine falsche Identität vorgetäuscht hatte, besessen an und bemühten sich nach eigener Aussage um einen Exorzismus.[3]

Die Beschreibungen des Falles bei den Autoren und Skeptikern Robert B. Durham, Robert Young und Karen Stollznow nennen übereinstimmend einige ungewöhnliche Vorkommnisse, die von den Vertretern dieser Legende mit der Puppe in Verbindung gebracht wurden, wie zum Beispiel Bewegungen oder das Auftauchen von ungewöhnlichen schriftlichen Mitteilungen und blutähnlichen Flüssigkeiten.[1][2][3] Die Schilderungen von Young und Durham, die mit der privaten parapsychologischen Organisation American Institute of Parapsychology verbunden sind, gehen über die von Karen Stollznow, die bei einigen amerikanischen Skeptikermagazinen publiziert wurde, deutlich hinaus.[1][2]

Verbleib und Nachwirkung

Karen Stollznow nennt Annabelle zusammen mit einem älteren Fall, der Puppe Robert, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Key West Aufsehen erregte. Die Aussage „Robert hat’s getan“ sei dort mittlerweile sprichwörtlich. Stollznow sieht eine mögliche Ursache für urbane Legenden um besessene Puppen in dem eher leeren oder dauernd lächelnden Gesichtsausdruck von Puppen, der eine solche Zuordnung erleichtere. Sowohl Robert als auch Annabelle sind mittlerweile in Museen untergebracht, beide inspirierten auch Verfilmungen.[3]

Annabelle wird im The Warren’s Occult Museum in Monroe, Connecticut als Attraktion ausgestellt. Sie ist in einem Schaukasten eingeschlossen, an der Glastür hängt ein Zettel mit der Aufschrift: Warning! Positively do not open! („Warnung! Auf keinen Fall öffnen!“).[1]

Rezeption

Der Fall Annabelle diente als Inspiration für die Eröffnungsszene des US-amerikanischen Horrorfilms Conjuring – Die Heimsuchung aus dem Jahr 2013, in dem die Puppe in abgewandelter Erscheinung auftritt, und dessen Spin-Off Annabelle aus dem Jahr 2014, welcher das Narrativ in deutlich übersteigerter Form wiedergibt,[1][3][4][5] sowie dessen Prequel Annabelle 2 aus dem Jahr 2017. Im Jahr 2019 folgte der dritte Teil Annabelle 3.

Die Puppe Annabelle hatte kurze Cameoauftritte in James Wans Filmen Conjuring 2 aus dem Jahr 2016 und Aquaman aus dem Jahr 2018,[6] sowie im Horror-Mystery-Thriller Lloronas Fluch und der Comicverfilmung Shazam! aus dem Jahr 2019.[7]

Literatur

  • Robert Young: Parapsychology: Ghosts and Hauntings. Lulu.com, Raleigh (North Carolina) 2015, ISBN 0-9926404-3-1.
  • Robert B. Durham: Modern Folklore. Lulu.com, Raleigh (North Carolina) 2015, ISBN 978-1-312-90969-4.
  • Karen Stollznow: Language Myths, Mysteries and Magic. Palgrave Macmillan, New York 2014, ISBN 1-137-40486-8.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f Robert Young: Parapsychology, S. 148–149.
  2. ↑ a b c d Robert B Durham: Modern Folklore, S. 15–17.
  3. ↑ a b c d e f Karen Stollznow: Language Myths, Mysteries and Magic, S. 211–212.
  4. ↑ Scott Foundas: Film Review: 'Annabelle'. In: variety.com. 2. Oktober 2014, abgerufen am 30. Januar 2016 (englisch). 
  5. ↑ Stefan Tieß: True Story: Die wahre Geschichte hinter Annabelle. In: moviepilot.de. 9. Oktober 2014, abgerufen am 30. Januar 2016. 
  6. ↑ Christopher Fiduccia: The Evil Annabelle Doll Makes a Cameo in James Wan's Aquaman Movie. In: Screen Rant. 6. Dezember 2018, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch). 
  7. ↑ John Squires: Did You Spot the Cameo Appearance from the Annabelle Doll in ‘Shazam’? In: Bloody Disgusting. 8. April 2019, abgerufen am 13. Oktober 2019 (englisch). 



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Antaura

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Antaura ist ein weiblicher Dämon aus der griechischen und später römischen Mythologie, der Migräne hervorruft. Sie steigt aus dem Meer, um die Menschen heimzusuchen. Antaura wird oft mit einem Wind gleichgesetzt. Antaura geht auf Abyzou, einen sumerischen weiblichen Dämon zurück, der Kinder tötet.

Antaura kennt man u. a. seit dem Fund eines Goldtäfelchens aus dem 3. Jahrhundert n. Ch., das in Carnuntum, dem österreichischen Petronell-Carnuntum, in einem römischen Grab gefunden wurde. Dabei wird beschrieben wie Antaura aus dem Meer steigt, um die Menschen heimzusuchen und die griechische Göttin Artemis dies verhindert.

Diese Darstellung wurde in christlicher Zeit umgewandelt, aus Artemis, der Verhinderin der Migräne, wurde in der Folge Jesus Christus oder in der Ostkirche auch der Heilige Gregorius. Die Migräne wird dabei aufgefordert, sich Tieren oder der unbelebten Natur zuzuwenden, um den Menschen zu verschonen (Schadzauber).

Mythologische Wurzeln

Die Wurzel zu Antaura ist in dem weiblichen Dämon Abyzou zu suchen, die in Mythen und den Erzählungen des sumerischen Nahen Osten vorkommt. Abyzou wird oft für Fehlgeburten und Kindersterblichkeit verantwortlich gemacht, da sie, die selber unfruchtbar ist, Mütter beneidet.

In der jüdischen Tradition wird Abyzou mit Lilith identifiziert, im koptischen Ägypten mit Gylou. Weitere Namen (Obizu, Obizuth, Obyzouth, Byzou, Alabasandria) existieren, da sie zehntausend Namen haben soll.

Abyzou ist oft mit Fisch- oder Schlangenattributen dargestellt.

Im Testament Salomos ist Abyzou mit einem grünlich leuchtenden Gesicht mit schlangenartigen Haaren beschrieben. Abyzou bezeugt Salomon, dass sie nicht schläft, sondern die Welt auf der Suche nach Frauen durchwandert, die kurz vor der Niederkunft stehen, und, wenn es ihr möglich ist, die Neugeborenen erwürgt. Sie kann nicht schlafen, bevor sie nicht pro Nacht ein Kind getötet hat. Abyzou bezeichnet sich auch als die Ursache für anderen Schaden, z. B. Taubheit, Augenprobleme und Schmerzen. Darauf lässt Salomon sie an ihren Haaren vor dem Tempel aufhängen.

Antaura im Altertum

In der Antike wurde mit Antaura als weiblicher Dämon bezeichnet, der Kopfschmerzen hervorruft. Der Name Antaura bezeichnet einen bösen Gegenwind, z. B. den Scirocco oder den Föhn (beides sind klassische Auslöser für Migräneanfälle).[1][2]

Durch am Körper getragene Schutzamulette (Phylakterion) versuchte man den Dämon abzuwehren.

In der Nähe des antiken Carnuntum, dem heutigen Petronell-Carnuntum, der wichtigen Limesstadt der römischen Grenze an der Donau, wurde bei einer Ausgrabung eines Steinsarkophages eine kleine Goldtafel gefunden. Der griechische Text stammt aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. und soll gegen die Migräne helfen (damals waren viele Soldaten aus dem griechischsprachigen Ostteil des römischen Reiches an der Donau stationiert).

Der Text lautet:[3]

Antaura stieg aus dem Meer,
sie schrie wie ein Hirsch,
sie erhob ein Gebrüll wie ein Rind.
Es begegnete ihr Artemis Ephestia:
„Antaura, wohin führst du das Kopfweh?
Doch nicht in die -----“

Hier bricht der Text durch eine Beschädigung der Tafel ab.

Aus Analogien kann man den Text weiter rekonstruieren: Antaura wollte sich in den Köpfen der Menschen niederlassen und Migräne hervorrufen. Artemis verbot ihr das und verbannte sie an einen anderen Ort.

Weiterwirken im christlichen Mittelalter

Auch das Mittelalter folgt der Tradition, Krankheiten mit Amuletten und entsprechenden Sprüchen und Beschwörungen zu bekämpfen.[4]

Dabei wurde die antike Darstellung der Antaura aber in christliches Gedankengut eingebettet. Nun sind es Jesus Christus oder ein Erzengel wie der Heilige Gregorius, der die Dämonin fragt, „wohin sie den halbseitigen Kopfschmerz, den Schmerz, der Kopf und Augen trifft und Entzündung, Tränen und Schwindel hervorruft“, trägt. Er warnt sie auch, sollte sie nicht davon ablassen, so wird sie in das menschenleere Gebirge verband, „wo kein Hund bellt und kein Hahn kräht“.[5][6]

Aus der griechischen Antaura wird in den mittelalterlichen Texten entweder Aura („Windsbraut“) oder die neutrale Form Migräne.

Weblinks

  • Beschreibung von Abyzou und Antaura in der englischsprachigen Wikipedia
  • Das jüdische Amulett von Halbturn. Ein Zeugnis früher jüdischer Präsenz. (Memento vom 21. März 2012 im Internet Archive) www.burgenland.at
  • Anhänger mit Kameo: Krankheitsdämon Antaura, Kunsthistorisches Museum Wien

Einzelnachweise

  1. ↑ A. A. Barb: Antaura. London 1966, OCLC 462166649, S. 2–5.
  2. ↑ Georg Luck: Arcana Mundi: Magic and the Occult in the Greek and Roman Worlds. A Collection of Ancient Texts. The Johns Hopkins University Press, 1985/2006, ISBN 0-8018-8345-8, S. 281 (online)
  3. ↑ Otto Weinreich: Ausgewählte Schriften. III: 1937–1970. John Benjamins Publishing Company, 1979, ISBN 90-6032-116-2, S. 217 (online)
  4. ↑ Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Walter de Gruyter, ISBN 3-11-015455-2, S. 422.
  5. ↑ Michael Hagner: Der Geist bei der Arbeit: Historische Untersuchungen zur Hirnforschung. Wallstein Verlag, 2006, ISBN 3-8353-0064-4, S. 77 (online)
  6. ↑ Otto Weinreich: Ausgewählte Schriften. III: 1937–1970. John Benjamins Publishing Company, 1979, ISBN 90-6032-116-2, S. 218.



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Aka Manah

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Aka Manah (avestisch: „böses Denken“, „böser Geist“) oder Akaman (mittelpersisch) ist im Zoroastrismus der Name eines Dämons („Daeva“ bzw. Diw). Er entspricht dem Div Akwān-e Dīw, kurz auch Akvan (bei Rückert Akwan), im Schāhnāme[1] des Dichters Firdausi.

Szene aus Schāhnāme: Akvan Div wirft den Helden Rostam ins Meer.

Wirken

Er ist einer der Erzdämonen und ein Diener Ahrimans. Er soll die Menschen zu bösem Sinnen und Trachten verführen und soll sogar, auf Geheiß Ahrimans, vergeblich versucht haben Zarathustra/Zoroaster, den Propheten des guten Gottes Ahura Mazda zu verführen und zum Bösen zu verleiten.[2] Er ist der immerwährende Gegenspieler des Vohu Manah, eines unsterblichen Heiligen, wird aber von diesem zu Fraschokereti, dem Ende der bekannten Welt, endgültig besiegt.[3]

Im Schahname schlich er sich an den schlafenden Helden Rostam heran, hob ihn mitsamt der umgebenden Erde hoch und warf ihn ins Meer. Anschließend besiegt Rostam aber den Dämon Akvan.[4]

Literatur

  • Grundriss der iranischen Philologie. Bd 2. Literatur, Geschichte und Kultur., Verlag: de Gruyter; Nachdruck d. Ausgabe von 1896/1904, 1974, ISBN 3-11-002493-4, S. 637 Online

Weblinks

  • Lexikon der Paranormologie

Einzelnachweise

  1. ↑ Jürgen Ehlers (Hrsg. und Übers.): Abū'l-Qāsem Ferdausi: Rostam – Die Legenden aus dem Šāhnāme. Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2002, S. 214–223 (Der Div Akvān)
  2. ↑ http://www.rafa.at/11_a.htm
  3. ↑ Götter und Mythen der Kaukasischen und Iranischen Völker, S. 254 Online
  4. ↑ Peter Lamborn Wilson, Karl Schlamminger: Weaver of Tales. Persian Picture Rugs / Persische Bildteppiche. Geknüpfte Mythen. Callwey, München 1980, ISBN 3-7667-0532-6, S. 30–45 (The Devils / Die Dämonen), hier: S. 38 (Rostam und der Dämon Akhvan).



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Akephalos

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Akephalos (griechisch aképhalos „ohne Kopf“) bezeichnet einen kopflosen Dämon.

Dämonen dieser Art sind in beinahe allen Kulturen bekannt und werden dabei oft als unheilbringend betrachtet. Im antiken Volksglauben waren die Akephaloi noch hingerichtete Verbrecher, die fortan kopflos umgehen mussten. Später dann wurde der Akephalos in der griechisch-ägyptischen Zauberliteratur als Gott betrachtet, dem alles offen ist. Ganz allgemein ist er jedoch ein Spukwesen und ein Morddämon.

Er wird zu magischen Zwecken sogar noch in der Volksmedizin des 15. bis 18. Jahrhunderts angerufen.

Der deutschsprachige Volksmund machte diese Dämonen zu Wiedergängern, die einen vorzeitigen, gewaltsamen oder auf andere Weise unnatürlichen Tod erlitten und so lange wandeln müssen, bis sie das von Gott ursprünglich festgesetzte Alter erreichen. Auch jene werden zu ihnen gezählt, die aufgrund ihrer verbrecherischen Taten den Tod verdient hätten, im Leben aber nie dafür bestraft wurden. Sie sollen als kopflose Dämonen im Gefolge der Wilden Jagd erscheinen, wobei zumeist der Wilde Jäger selbst ein Akephalos sein soll. Ein kopfloser Schatten soll zudem dem, der ihn erblickt, baldigen Tod bringen.

Kopflose Tiere, darunter z. B. Pferde, Hunde, Kälber und Katzen, sind überdies ebenfalls Manifestationen dieser Geister. Meist handelt es sich bei diesen aber einfach nur um eine Verwandlung der formwandelnden Akephaloi.

Siehe auch

  • Acephale (Volk)
  • Kopfloser Reiter

Literatur

  • Karlhans Abel: Akephalos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband XII, Stuttgart 1970, Sp. 9–14.
  • Philippe Derchain: Akephalos. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band I, Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, Sp. 114.
  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister. 3. Auflage. München 2003, ISBN 3-406-49451-X, S. 13–15.



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  1. Alastor
  2. Alḱ
  3. Achiyalatopa
  4. Adramelech (Dämon)

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