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Alastor

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Alastor (altgriechisch Ἀλάστωρ Alástōr) ist in der griechischen Mythologie der Dämon des auf Frevel beruhenden Fluches. Insbesondere bezieht es sich auf den Fluch, der auf dem Haus des Atreus lastete, ursprünglich verursacht durch den Mord des Orestes an seiner Mutter Klytaimnestra.[1] Alastor bringt die Verfluchten dazu, neue Freveltaten zu begehen, wodurch der Fluch sich erneuert, entsprechend dem bekannten Schiller-Zitat: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“[2]

Dieser Fluchdämon wird auch als persönlicher Begleiter personifiziert, d. h. der Verfluchte wird von seinem Alastor verfolgt. So ist etwa Ödipus bei Sophokles,[3] von einem Alastor besessen bzw. wird sogar als Alastor bezeichnet, ähnlich Orestes bei Aischylos.[4]

Allgemein als böser Geist erscheint Alastor in den „Persern“ des Aischylos.[5]

„Alastor“ erscheint auch als Beiname rächender Gottheiten, insbesondere der Erinnyen, aber auch von Zeus. So gab es in der Nähe von Thasos einen dem „Zeus Alastor“ geweihten Altar.[6]

In späterer Zeit wird Alastor zum Schimpfwort („Frevler“)[7] und in der christlichen Dämonologie zum Namen eines Teufels.

Schließlich erscheint Alastor auch als Name für eines der schwarzen Pferde im Viergespann des Hades.[8]

Literatur

  • Konrad Wernicke: Alastor 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 1292 f.
  • Hans von Geisau: Alastor. In: Der Kleine Pauly (KlP). Band 1, Stuttgart 1964, Sp. 230.

Weblinks

  • Alastor im Theoi Project (engl.)

Einzelnachweise

  1. ↑ Aischylos, Agamemnon 1468ff, 1560ff
  2. ↑ Friedrich Schiller, Die Piccolomini V,1
  3. ↑ Sophokles Ödipus auf Kolonos 788
  4. ↑ Aischylos, Eumeniden 236
  5. ↑ Aischylos, Die Perser 354
  6. ↑ Susan Guettel Cole: Civic Cult and Civic Identity. In: Mogens Herman Hansen: Sources for the Ancient Greek City-State: Symposium August, 24–27 1994. Royal Danish Academy of Sciences and Letters, Kopenhagen 1994, S. 310.
  7. ↑ Suda, Stichwort Alastor (Ἀλάστωρ), Adler-Nummer: alpha 1082, Suda-Online
  8. ↑ Claudius Claudianus, de Raptu Proserpinae I,286



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Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Alastor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Alḱ

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Als Alḱ (armenisch für Schlucht oder Weltinneres) werden in der armenischen Mythologie böse Geister „mit gräßlichen Frauengesichtern“ bezeichnet, die zur Gruppe der Devs gehören.

Die Alḱ sind Feinde allen Lebens und fügen sowohl Neugeborenen als auch Ungeborenen Schaden zu.

Literatur

  • Carsten Colpe: Götter und Mythen der Kaukasischen und Iranischen Völker. Band 4. Klett-Cotta, Stuttgart 1986, ISBN 3-12-909840-2, S. 83 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  • Knaurs Lexikon der Mythologie. Droemer Knaur, Augsburg 2001, ISBN 3-8289-4154-0, S. 25. 



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Achiyalatopa

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026

Achiyalatopa ist ein Vogeldämon aus der Zunischen Mythologie. Die Zuñi waren ein Stamm der Pueblo-Indianer. Der menschenmordende Dämon tritt in der Gestalt eines riesigen Vogels auf und trägt statt eines Feder- ein Messer-Kleid. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Raubvogel, der in der griechischen Mythologie über Jahrhunderte an der Leber von Prometheus nagt und der dann von Herakles eher zufällig befreit wird.




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Adramelech (Dämon)

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026
Darstellung Adramelechs im Dictionnaire Infernal des Collin de Plancy.

In der christlichen Dämonologie ist Adramelech der Garderobier Satans. Manchmal wird er auch als Kanzler der höllischen Regionen, teuflischer Befehlshaber und Vorsitzender des hohen Rats der Teufel gedeutet. Dargestellt wird er als Mischwesen aus menschlichem Torso und Esel.

Adramelech erscheint als Titel eines Gedichtes von Friedrich Hölderlin und als besiegte Teufelsfigur in John Miltons Paradise Lost. Dort gehört er zu den Kriegern Satans, die nach der Schlacht um das Paradies verschwinden.[1]

Anmerkungen

  1. ↑ Grant McColley: Paradise Lost: In: The Harvard Theological Review, Band 32, Nr. 3 (Juli 1939), S. 181–235, S. 196.

Literatur

  • Helmut Freydank u. a.: Lexikon Alter Orient. Ägypten * Indien * China * Vorderasien, VMA-Verlag, Wiesbaden 1997, ISBN 3-928127-40-3
  • Brigitte Groneberg: Die Götter des Zweistromlandes. Kulte, Mythen, Epen, Artemis & Winkler, Stuttgart 2004, ISBN 3760823068



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Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Adramelech (Dämon) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Aeshma

Noir24admin Dämonen 16. Juni 2026
Eine Darstellung des in der jüdischen Mythologie bekannten „Asmodäus“, einer verbalen Rezeption des Aeshma-Daeva.

Aeshma (avestisch: „Raserei“) ist ein Dämon aus dem Buch Avesta.[1] In der zoroastrischen Tradition erscheint er in der mittelpersischen Form Ešm oder Xešm, im „Buch der Könige“ Schāhnāme der iranischen Mythologie in der neupersischen Entwicklung Xašm.[2]

Aeshma wird oft irrtümlicherweise mit Asmodis gleichgesetzt, Letzteres ist jedoch eine eigenständige Figur des Judentums und damit auch in der christlichen Tradition. Der Name Asmodis leitet sich jedoch wahrscheinlich von dem avestischen Aeshma-Daeva ab.[3]

Aeshma ist ein sogenannter Daeva, eine Bezeichnung für unheilbringende Geister und Dämonen, die Begierde und Zorn über die Menschen bringen. Aeshma gilt als Personifikation von Gier, Mord, Rausch und Zorn und ist der Feind der Rinder.

Er wurde vielfach als einer der sieben Erzdämonen des Zoroastrismus gesehen, mehrfach wird er aber auch als kleiner, haariger Dämon geschildert, der die Menschen zu Grausamkeiten verleitet.

Aeshma ist auch bekannt dafür, mit seinem Verbündeten Astovidatu zum Himmel aufsteigende Seelen zu rauben, was ihn zum erklärten Feind des Seelenführers Sraosha macht.[4] Diesem wird Aeshma aber im endgültigen Kampf mit dem Bösen unterliegen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Rosemary Guiley: The Encyclopedia of Demons and Demonology. 2009, ISBN 978-1-4381-3191-7, S. 4, 18, 20, 51, 284, 285 (englisch, 321 S.). 
  2. ↑ Aeshma Daeva. Prachtvoll zieht Stille ihren Weg. 2014, ISBN 978-3-7357-8504-6 (92 S.). 
  3. ↑ Friedrich Spiegel: Erânische Alterthumskunde. Volume, Nr. 2. Creative Media Partners, LLC, 2018, ISBN 978-0-274-11846-5 (650 S.). 
  4. ↑ William W. Malandra: An Introduction to Ancient Iranian Religion. Readings from the Avesta and Achaemenid Inscriptions. University of Minnesota Press, ISBN 978-0-8166-1114-0, S. 136 (englisch, 195 S.). 



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  1. Ah puch
  2. Aḫḫazu
  3. Dämon
  4. Aatxe

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