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Feuerputz

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026

Der Feuerputz, der auch Brünnling, Feuerpütz, Feurputz, Glühender, Züsler, am häufigsten aber Feuermann genannt wird, ist ein feuriger Spuk und eine Sagengestalt.

Obwohl dieser Dämon in vielerlei Gestalt auftreten kann, wird er als überwiegend anthropomorph beschrieben. Die häufigsten Gestalten sind ein brennendes, glühendes Gerippe, ein schwarzer Mann in einer Feuersäule, ein feuriger Reiter, ein brennender Pflüger oder eine Feuerkugel (sehr heller Meteor).

Renward Cysat, ein Luzerner Geschichtsschreiber, soll einst einem Feuermann begegnet sein und schreibt darüber:

„Allda sachen wir am Kestenboum vnd Langensand dem Seew nach estlich dry oder 4 dieser Züslern, die mitthin von kleinem Glussen zuo einem Füwrvffgiegent vnd mitthin vmb einandren schwäbtend, an Orten vnd Enden, da keine Hüser sind, noch Lüt Nachts mit Liechtern wandletend.“ Weiterhin beschreibt er die Züsler, wie sie in der Schweiz heißen, als Gerippe, welchen „Füwr durch den Lyb, durch die Sytten, Rippen, Augen, Mund, Nasen und Ohren usschlahe“.

Auch in der Sächsischen Weltchronik wird erwähnt, dass die Wächter von zwei benachbarten Burgen einen solchen Feuerputz sahen, der wie eine Fackel geleuchtet haben soll, wie dieser von der Mauer der einen Burg über ein Feld zur anderen ging. Dies soll sich im Jahre 1120 ereignet haben.

Feuermänner sind Seelen, die sich im Leben versündigt haben und dies nun abbüßen müssen. Ihre feurige Erscheinung ist also ihr Fegefeuer. Die Art der Schuld, die diese Seelen auf sich geladen haben, kann sehr unterschiedlich sein: „Krämer mit falschem Maß und Gewicht, betrügerische Waisenpfleger, unredliche Verwalter, Urkundenfälscher, Meineidige, gewalttätige Vögte und Amtleute, ungerechte Richter, hartherzige Kaufleute, Felddiebe, Brandstifter, Streitsüchtige, diebische Glöckner, Kirchen- und Kreuzholzschänder, Totschläger, Selbst- und Doppelmörder, reuelos Hingerichtete, alle denen ein Fluch in das Grab nachfolgt.“ wie es bei Freudenthal heißt. Cysat hingegen nennt als vornehmliche Sünde die, den Nächsten durch Abpflügen oder versetzen des Grenzsteins zu übervorteilen.

Feuerputze versuchen Erlösung zu erlangen, was dazu führt, dass sie sich Menschen gegenüber freundlich verhalten und ihnen gar den Weg mit dem Schein des brennenden Körpers erleuchten. Schon ein schlichtes „Vergelt's Gott“ soll dabei ausreichen, um den Feuermann zu erlösen.[1][2]

Der Feuerputz findet man heute auch in der moderner Fantasy-Literatur und den Fantasy-Spielen.[3]

In niederländischen und niederdeutschen Raum war der Feuerpütz auch eine sagenhafte Feuerquelle oder ein Feuerbrunnen: in Westfriesland schoss an einem Berg ein Feuerpütz aus der Erde und aus dieser Öffnung flog ein feuerspeiender Drache heraus.[4]

Literatur

  • Herbert Freudenthal: Das Feuer im deutschen Glauben und Brauch, Berlin und Leipzig 1931
  • Leander Petzoldt: Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister, 3. Auflage München 2003, Seite 74–75 (Lemma Feuermann) ISBN 3-406-49451-X

Einzelnachweise

  1. ↑ Der Feuerputz in Hall, abgerufen am 19. März 2010. Siehe auch Züsler, Glühende Männer, Der glühende Schab bei sagen.at
  2. ↑ Ludwig Bechstein: Winkender Feuermann. In: Thüringer Sagenbuch. Erster Band, Nr. 55. C. A. Hartlebens Verlags-Expedition, Wien / Leipzig 1858, S. 88 (wikisource.org). 
  3. ↑ eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, Feuerputz in der Schattenbrecher Wiki
  4. ↑ Bechstein (1930): Der Feuerpütz. In: Deutsches Sagenbuch. Nr. 156. F. W. Hendel Verlag, Meersburg / Leipzig 1930, S. 125–126 (zeno.org – Erstausgabe: Verlag von Georg Wigand, Leipzig 1853). 



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Feuerputz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Casper (Geist)

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026

Casper, in früheren deutschsprachigen Veröffentlichungen Casimir (original: Casper the friendly Ghost), ist die Hauptfigur einer Reihe von gleichnamigen, von Famous Studios produzierten Zeichentrickserien[1], einer gleichnamigen, seit 1952 von Harvey Comics produzierten Comicserie[2] sowie entsprechend betitelter Filmproduktionen, darunter ein Kinofilm von 1995.

Figur

Bei Casper handelt es sich um einen kleinen Geisterjungen. Er ist gewöhnlich weiß, kann sich aber, wie die anderen Geister in seiner Welt, unsichtbar machen. Auch kann er wie die anderen Geister durch Wände gehen. Casper hat an den Händen vier Finger, aber keine Zehen an den Füßen. In manchen Verfilmungen hat er nicht mal Beine, sondern lediglich einen Geisterzipfel am unteren Körper. Er hat eine Nase, zwei Augen und einen Mund, aber keine Ohren.

Geschichte

Casper ist kein Geist wie alle anderen, da er nur freundlich sein will, was die anderen Geister aber nicht freut. Noch dazu fürchten sich die meisten Leute, Tiere und manchmal sogar Gegenstände vor ihm, obwohl es in den Geschichten meist üblich ist, dass kein Geist einem Sterblichen wirklich Schaden zufügt. Meistens wohnt Casper in einem alten Haus mit drei Geistern zusammen. Im amerikanischen Original sind sie seine Brüder, doch später werden sie zu seinen Onkeln.[3]

Weitere Figuren

  • Geistertrio: Casper wohnt mit den drei Geistern Stretch, Fatso und Stinkie zusammen. Sie erschrecken gerne andere Leute und ärgern auch Casper manchmal. Dennoch sind sie nicht ernstlich böse.
  • Wendy: Wendy ist eine kleine Hexe, die blonde Haare und einen roten Hexenanzug mit Hut trägt. Wie Casper will sie nicht böse sein und ist sehr gut mit ihm befreundet. Beide sind sogar ein bisschen ineinander verliebt. Eine weitere Gemeinsamkeit mit Casper ist, dass sie mit drei älteren Vertreterinnen ihrer Zunft zusammenlebt, die anfangs als ihre Schwestern, später aber als ihre Tanten bezeichnet werden.
  • Spooky: Spooky ist Caspers Cousin. Er sieht Casper sehr ähnlich, hat aber eine schwarze Nase, Sommersprossen und trägt eine Melone auf dem Kopf. Im Gegensatz zu Casper liebt er es, Leute zu erschrecken. Manchmal kann er auch hilfreich sein, aber meistens nur, wenn es sich für ihn auszahlt.
  • Nightmare: Nightmare ist ein Geisterpferd. Es hilft Casper oft, tritt aber manchmal auch ohne ihn in den Comics auf. Es wird nie genau bestimmt, welchem Geschlecht es angehört, da es in einigen Geschichten weiblich, in manchen männlich zu sein scheint.

Fernsehserien

Von Casper wurden einige Zeichentrickserien produziert:

  • Matty's Funday Funnies (1959–1961)
  • The New Casper Cartoon Show, dt. Casimir und Co. (1963–1970)
  • Casper and the Angels (1979–1980)
  • The Spooktacular New Adventures of Casper (1996–1998)
  • Casper’s Scare School, dt. Caspers Gruselschule (2009–2012)

Verfilmungen

Es wurden auch einige Filme produziert:

  • Casper (1995)
  • Casper: Wie alles begann (1997)
  • Casper trifft Wendy (1998)
  • Casper – Verzauberte Weihnachten (2000)
  • Caspers Gruselschule (2006)

Während die ersten drei davon noch mit realen Schauspielern gespielt wurden, waren die anderen computeranimiert.

Einzelnachweise

  1. ↑ Mark Arnold: The Best of the Harveyville Fun Times! Lulu.com, 2006, ISBN 978-1-84728-368-9, S. 40. 
  2. ↑ M. Keith Booker: Comics through Time: A History of Icons, Idols, and Ideas [4 volumes]: A History of Icons, Idols, and Ideas. ABC-CLIO, 2014, ISBN 978-0-313-39751-6, S. 62. 
  3. ↑ Michael Eury: RetroFan #11. TwoMorrows Publishing, 21. Oktober 2020 (google.com [abgerufen am 12. Juli 2022]). 



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Chōchin-bi

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026
Der Chōchin-bi, wie er in Sekiens Konjaku Gazu Zoku Hyakki erscheint.

Ein Chōchin-bi, (提灯火; „Chōchin-Feuer“, „Laternenfeuer“) ist ein fiktives Wesen aus der japanischen Folklore und gehört zur Gruppe der Yūrei. Er ist den Hitodama und Kitsunebi sehr ähnlich und gilt als eigentlich harmlose Spukerscheinung.

Beschreibung

Der Chōchin-bi wird als faust- bis fußballgroßer, bläulicher Feuerball beschrieben, der etwa einen Meter über dem Boden schwebt und entweder gemächlich dahintreibt oder (seltener) umherhuscht, als ob er etwas suchen würde. Er soll sich bevorzugt über Reisfeldern oder Feuchtwiesen und Sümpfen aufhalten oder auf Friedhöfen herumspuken. Es heißt, wen man Chōchin-bi begegnet, sollen sie dem Wanderer ein Weilchen in gebührendem Abstand folgen oder verschwinden, sobald man ihnen zu nahe kommt. Zur Entstehung von Chōchin-bi liegen zahlreiche, lokale Anekdoten vor. Es soll sich schlicht um kleine Irrlichter oder Feuergeister handeln, die aus Chōchin und Andon entfleucht sind. Oder es sind von Kitsune und Tanuki beschworene Feuerbälle, die irgendwie einen eigenen Willen erlangt und sich verselbstständigt haben.

Hintergrund

In Japan bezeichnet Chōchin (提灯) große, traditionelle Laternen aus Papier oder (seltener) Seide. Als Andon (行燈) bezeichnet man traditionelle, kastenförmige Stehlaternen.

Der Chōchin-bi wird erstmals im Sammelwerk Konjaku Gazu Zoku Hyakki (今昔画図続百鬼; Bilderbuch der 100 Dämonen von einst und jetzt) von Toriyama Sekien aus dem Jahr 1779 abgebildet und beschrieben. Sekien merkt in seiner Bildbeschreibung an, dass der Chōchin-bi von zauberkundigen Yōkai in mitgeführten Laternen in Prozessionen beschworen würde und dass solche Laternenprozessionen aus den Präfekturen Shiga und Nara bekannt seien.

Siehe auch

  • Sōgen-bi: Irrlicht-ähnlicher Geist eines Mönchs, der für seine Bosheit und Falschheit bestraft wurde.

Literatur

  • Hiroko Yoda, Matt Alt: Japandemonium Illustrated: The Yokai Encyclopedias of Toriyama Sekien. Dover Publications, New York/Mineola 2017, ISBN 978-0-486-80035-6, S. 109.
  • Murakami Kenji: 妖怪事典. Mainichi shinbun, Tokio 2000, ISBN 978-4-620-31428-0, S. 215.
  • Shigeru Mizuki: 妖鬼化. Softgarage, 2004, ISBN 978-4-86133-027-8, S. 106.



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Cock Lane Ghost

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026
Eine zeitgenössische Darstellung der Cocklane, das Gespenst soll in dem dreigeschossigen Gebäude rechts aufgetreten sein.

Beim Cock Lane Ghost (Gespenst in der Cock Lane) handelt es sich um eine umstrittene Geistererscheinung im London des Jahres 1762.

Ablauf

William Kent, ein Geldverleiher aus Norfolk hatte nach dem Tod seiner Frau Elizabeth Lynes – sie starb bei der Geburt des gemeinsamen Kindes – eine Beziehung mit deren Schwester Fanny begonnen. Die beiden konnten nicht heiraten, aber wohnten zusammen in der Cock Lane bei der Familie Parsons. Die Cock Lane war zu dieser Zeit eine eher übel beleumundete Gegend in der Innenstadt Londons. Nachdem Fanny an den Pocken gestorben war, zog Kent aus. Parsons behauptete, dass der Geist von Fanny in seinem Haus spuke und insbesondere seine knapp zwölfjährige Tochter Elizabeth plage. Mit Klopfen und Kratzen wurde die Ruhe der Familie gestört, diese begann sich mittels eines Ja/Nein-Systems mit dem vermeintlichen Geist zu unterhalten. So wurden Botschaften übermittelt, dass William Kent Fanny mit Arsen vergiftet habe und dass es eben nicht die Pocken gewesen wären, die zu ihrem frühen Tod geführt hätten. Kent wurden die Vorwürfe erst etliche Zeit später bekannt, er wurde angeklagt und entkam nur knapp einer Verurteilung.

Folgen

Der Fall erregte erhebliches öffentliches Aufsehen und wurde unter anderem von Londons damals bereits aufstrebender Presseöffentlichkeit begierig aufgenommen. Zeitweise standen Hunderte Menschen in der Straße Schlange, um die vermeintlichen Geistererscheinungen mitzuverfolgen. Kent beteiligte sich an verschiedenen Seancen und wies die Vorwürfe des „Geistes“ zurück. Eine offizielle Kommission, an der unter anderem Samuel Johnson beteiligt war, untersuchte den Fall und befand, es handele sich um eine Täuschung, bei der Elizabeth Parsons von ihrem Vater entsprechend verleitet worden war. Richard Parsons wurde an den Pranger gestellt und zu einer Haftstrafe verurteilt, erhielt aber viel Unterstützung durch die Öffentlichkeit. Die Geistererscheinung wurde vielfach literarisch verewigt, so von Charles Dickens oder William Hogarth.

Eine weitere Rolle spielte der Fall in der Auseinandersetzung zwischen Methodisten und der Kirche von England, namentlich zwischen dem Methodisten John Moore und dem Anglikaner Stephen Aldrich.[1] Die Methodisten waren eher bereit, an eine Geistererscheinung zu glauben, denn bereits John Wesley hatte bei seiner eigenen Familie Spukerscheinungen wahrgenommen. In Gegensatz zu rein materialistischen Weltanschauungen hielt Wesley solche Erscheinungen für ein wichtiges Argument gegen den Deismus und den Atheismus. Dem Methodismus wurde daraufhin Glaube an Spukerscheinungen unterstellt.[2] Die Anglikaner hielten solche Vorkommnisse dagegen für quasi-heidnische Relikte der katholischen Vergangenheit. Der Konflikt spielte noch bei der 1845 erschienenen Autobiographie Horace Walpoles eine Rolle.[3]

Literatur

  • Paul Chambers: The Cock Lane Ghost : Murder, Sex and Haunting in Dr. Johnson's London. Sutton, Stroud 2006, ISBN 0-7509-3869-2.
  • Owen Davies: The Haunted: A Social History of Ghosts. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2009, ISBN 978-0-230-23710-0.
  • Grant Douglas: The Cock Lane ghost. Macmillan, London 1965, OCLC 215222.

Weblinks

Commons: Cock Lane Ghost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Paul Chambers: The Cock Lane Ghost: Murder, Sex and Haunting in Dr. Johnson's London. Sutton, Stroud 2006, ISBN 0-7509-3869-2, S. 47–54, 87.
  2. ↑ Owen Davies: The Haunted: A Social History of Ghosts. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2009, ISBN 978-0-230-23710-0, S. 12–14.
  3. ↑ Horace Walpole: Memoirs of the Reign of King George the Third. Lea & Blanchard, 1845, S. 146–147 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 



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Der Blutige Baron

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026

Weiterleitung nach:

  • Figuren der Harry-Potter-Romane#Der Blutige Baron
  • Wikidata: Blutiger Baron (Q15241967)



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  1. Bleichermädchen
  2. Bloody Bones
  3. Brown Lady
  4. Gespenst

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» Marlon & Zoe – Wenn die Dunkelheit Code schreibt und Legenden zum Leben erwachen. «


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