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Zabro

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026

Zabro ist eine Sagengestalt, die im 13. Jahrhundert in der Gegend um Rattelsdorf im heutigen Landkreis Bamberg gelebt haben soll. Zabro wird beschrieben als Mann von kleinem Wuchs mit dickem Kopf und langem Bart.

Die Sage vom Zwerg von Freudeneck

Der Ritter Kunemund von Giech mit seinen Helfern Ritter Gottfried von Helfenroth und Ritter Kunz von Freudeneck versetzten die Lande mit ihren gewalttätigen Rauben und Plünderungen in Angst und Schrecken. Zabro war der gemeinsame Diener von Gottfried und Kunz. Zu seinen Diensten gehörte auch das Auskundschaften von Objekten für die Raubzüge, die dann von den drei Raubrittern ausgeführt wurden. In der Sage brachte der listige und hinterlistige Zabro durch geschickte Falschinformationen und Intrigenspiel die Raubritter dazu, sich gegenseitig zu ermorden. Nachdem am Ende auch Kunemund umgebracht wurde, kehrte wieder Ruhe in die Gegend ein. Die geraubten Schätze wurden in geheimen Kellern verborgen, die bis heute nicht gefunden werden konnten und vom Geist des Zabro bewacht werden.

Literatur

  • Eugen Schneyer – Georg Kunzelmann (Hrsg.): Der Zwerg von Freudeneck – Eine Sage vom Itz und Baunachgrunde. Heimatkundliche Schriften, Heft 2; Eigenverlag, Zapfendorf 1980 (Nachdruck aus dem Bamberger Stadt- und Landkalender 1925)



🔮 Noir24 Archiv-Hinweis

Dieser Eintrag basiert auf dem Artikel Zabro aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International und ist frei verfügbar.

Zhong Kui

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026
Zhōng Kui
(Utagawa Kuniyoshi)

Zhong Kui (chinesisch 鍾馗, vereinfacht chinesisch 钟馗, japanisch Shō Ki) ist ein legendärer Dämonen-Bezwinger in China.

Beschreibung

Der Legende zufolge war Zhong Kui ein talentierter junger Gelehrter, der die chinesische Beamtenprüfung als Bester bestand, dem jedoch wegen seiner Hässlichkeit vom Kaiser der Rang des Prüfungsersten und die Aufnahme in den Staatsdienst verweigert wurde. Zhong Kui soll sich daraufhin das Leben genommen haben. Der Höllenkönig (oder, nach einer anderen Überlieferung, der Kaiser, den seine Entscheidung reute) verlieh ihm danach den Rang eines Dämonenjägers mit dem Auftrag, bösartige Geister und Dämonen zu töten. Zhong Kui wird meistens mit wildem Bart, großen runden Augen, einem dicken Gewand und festen Stiefeln dargestellt. Häufige Begleiter sind Fledermäuse und ein Heer von Geistersoldaten.

Die erste Darstellung des Zhong Kui soll der chinesische Maler Wu Daozi (吴 道子, 680–ca. 760) geschaffen haben. In Japan erschien Zhong Kui zum ersten Mal auf den Bildrollen „Jigoku zoshi“ (地獄 草紙) im 12. Jahrhundert. Bis heute ist Zhong Kui als glückverheißendes Motiv in der darstellenden Kunst Chinas und Japans populär.

Das japanische Nō-Drama Kōtei zeigt, wie Zhong Kui den Dämonen vernichtet, der die Geliebte des Kaisers Xuanzong krank gemacht hatte. Verbreitet ist die Legende, dass der Kaiser selbst von Dämonen befallen war.

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Shō Ki. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993, ISBN 4-06-205938-X, S. 1408.
  • Dschung Kuei, Bezwinger der Teufel. Übersetzt von Clemens du Bois-Reymond. Potsdam 1923. (Bearbeitete Neuauflage als: Zhong Kui, Bezwinger der Teufel. Altchinesisches Volksbuch. Leipzig, Weimar 1978.)

Weblinks

  • Webseite zu 鍾馗 in der Kotobank, japanisch



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Welthund

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026

Der Welthund (im Oberbaselbiet Bachpfattli genannt) ist eine Sagengestalt aus dem deutschen Sprachraum. Er wird als Hund beschrieben, der ein Auge „mitten auf dem Kopf“ trägt. Geht es den Bewohnern und Bauern der Landschaft gut, ist er dünn und mager. Plagen Seuchen und Armut das Land, ist er dagegen gut genährt.

Die Entstehung des Welthunds wird je nach Version der Sage unterschiedlich erklärt: Mal war es ein bösartiger Landesherr, der Bauern peinigte und von ihnen übermäßig den Zehnten eintrieb und dafür von Gott dazu verdammt wurde, als Welthund sein weiteres Leben zu fristen, mal war es ein Oberst oder Schiffskapitän, der seine Seele an den Teufel verkaufte.

Fast allen Schilderungen des Welthunds gemeinsam ist, dass er bei Moorlandschaften, Sümpfen oder Flussläufen auftritt.

2008 lief in den Kulturkinos der Nordwestschweiz der Film Welthund,[1] der auf dem Fortsetzungsroman „Ein etwas anderer Sommer“ von Barbara Saladin basiert. Der Roman verwebt mehrere Baselbieter Sagen zu einer Geschichte, wobei die Sage des Welthunds den Haupthandlungsstrang des Films bildet.

Weblinks

  • https://www.sagen.at/texte/sagen/deutschland/niedersachsen/hannover/welthund.html

Einzelnachweise

  1. ↑ Website zum Film Welthund



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Wila (Mythologie)

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026
Tanzende Wilen über dem Wasser („Le Villi“, Gemälde von Bartolomeo Giuliano, 1906)

Die Wila (russisch вила, ukrainisch віла, polnisch wiła, tschechisch víla, serbokroatisch-kyrillisch vila), auch Samowila oder Samodiwa, ist ein weiblicher Naturgeist der slawischen Mythologie. Wilen (oder Wilis) werden als Gruppenwesen beschrieben und überwiegend mit dem Wasserelement verbunden, treten aber auch in Wäldern, auf dem Feld und im Gebirge auf. Verwandte Geister sind die Rusalkas, deren Verehrung eng mit dem Totenkult verknüpft ist und die im Gegensatz zu den Wilen meist verhängnisvoll wirken.

Über ihre Verehrung im Rahmen des vorchristlichen Kultes berichtet bereits Prokopios von Caesarea im 6. Jahrhundert. Er nennt allerdings nicht den slawischen Namen, sondern bezeichnet sie als Nymphen. Mittelalterliche russische Traktate bringen sie mit der Göttin Mokosch in Verbindung. Ihre Anbetung war noch im 11. und 12. Jahrhundert ausdrücklicher Bestandteil kirchlicher Verbote. Neuzeitliche ethnografische Dokumente belegen den Glauben an die Wilen vor allem im süd- und ostslawischen Bereich, in Bulgarien wurde zu Pfingsten ein Samovila-Fest gefeiert.

In den Volkserzählungen sind Wilen schöne Mädchen mit durchsichtigem Körper und langen Haaren. Verlieren sie auch nur ein einziges Haar, bedeutet dies ihren Tod. Ihre Tanzplätze in den Wäldern sind am niedergetretenen oder hochgewachsenen Gras zu erkennen oder an Pilzen oder Erdbeeren, die im Kreis wachsen; sie zu betreten gilt als gefährlich. Sie können sich aber auch in Tiere verwandeln und treten dann in Gestalt eines Schwans, eines Pferdes oder eines Wolfes auf. Den Menschen gegenüber sind sie meist wohlgesinnt, auch Hochzeiten zwischen einer Wila und einem Menschen kommen in den Erzählungen vor. Sie rächen sich aber für Beleidigungen und können auch Menschen verwirren und vom Weg abführen. Im slowakischen Volksglauben sind Wilen Wiedergängerinnen: Bräute, die vor der Hochzeit gestorben sind und im Grab keine Ruhe finden. Mit ihnen zu tanzen ist für einen jungen Mann lebensgefährlich.

In der Kunst wurde das Motiv der tanzenden „Willis“ als Sage aus dem Schwarzwald von Heinrich Heine in De l’Allemagne (1835) und von Alphonse Karr in Les Willis (1856) literarisch verarbeitet und in der Ballettoper Le Villi von Ferdinando Fontana (Musik von Giacomo Puccini) sowie im Ballett Giselle von Théophile Gautier aufgenommen. In der Harry-Potter-Serie von Joanne K. Rowling werden Wila im englischen Original der Aussprache entsprechend veela geschrieben und in der deutschen Übersetzung als Veela übernommen.

Siehe auch

  • Fee
  • Nymphe
  • Mawka
  • Mittagsfrau

Literatur

  • Samovila. In: Rolf Wilhelm Brednich u. a. mit Unterstützung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens : Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Band 11: Prüfung – Schimäremärchen. Walter de Gruyter, Berlin, New York 2004, ISBN 3-11-017565-7, S. 1105 ff. 
  • Naďa Profantová, Martin Profant: Encyklopedie slovanských bohů a mýtů. Nakladatelství Libri, Praha 2000, ISBN 80-7277-011-X.
  • Zdeněk Váňa: Mythologie und Götterwelt der slawischen Völker. Die geistigen Impulse Ost-Europas. (Originaltitel: Svět slovanských bohů a démonů.). Urachhaus, Stuttgart 1992, ISBN 3-87838-937-X.
  • Zora Devrnja Zimmerman: The Changing Roles of the “Vila” in Serbian Traditional Literature. In: Journal of the Folklore Institute, Band 16, Nr. 3, September–Dezember 1979, S. 167–175.

Weblinks

  • vile. In: Hrvatska enciklopedija. Leksikografski zavod Miroslav Krleža, abgerufen am 2. Oktober 2020 (kroatisch). 



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Yūrei

Noir24admin Geister und Gespenster 21. Juni 2026
Yūrei aus dem Gazu Hyakki Yakō von Toriyama Sekien, um 1781
Yūrei auf einem Bild von Katsushika Hokusai

Yūrei (japanisch 幽霊, „dunkler, stiller Geist, besser: Seele der Unterwelt“) oder Bōrei (亡霊, „Verstorbenengeist, besser: Totenseele“) sind japanische Gespenster. Wie ihren westlichen Gegenstücken bleibt ihnen wegen bestimmter Ereignisse ein friedliches Leben nach dem Tod verwehrt. Dies kann entweder durch das Fehlen eines ordentlichen Begräbnisses oder Suizid zustande kommen.

Yūrei sollen typischerweise zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang erscheinen und umherschweben, um diejenigen zu ängstigen und zu quälen, die ihnen dies antaten, jedoch ohne Schaden anzurichten.

Merkmale

Traditionell sind Yūrei Frauen in einem weißen Kimono, der typischen Begräbniskleidung im alten Japan. Sie besitzen keine Beine (in Theaterstücken werden sie mithilfe eines sehr langen Kimonos dargestellt) und werden häufig von einem Paar aus schwebenden Flammen oder Irrlichtern (Hi no Tama) in schaurigen Farben, wie Blau, Grün und Lila, umgeben dargestellt. Diese geisterhaften Flammen sind eher getrennte Teile als unabhängige Geister. Yūrei haben oft ein dreieckiges Papier- oder Kleidungsstück auf ihrer Stirn, das Hitai-Eboshi (額烏帽子, „Stirnmütze“) bzw. Hitaikakushi (額隠, „Stirnverberger“). Einige werden mit langem schwarzen Haar dargestellt. Wie viele Monster der japanischen Mythologie können bösartige Yūrei mit Ofuda (御札), heiligen Shintō-Zetteln, abgewehrt werden.

Rachsüchtige Geister andererseits, Onryō (怨霊) genannt, suchen eine Person oder einen Ort heim als Racheakt für etwas, das ihnen zu Lebzeiten angetan wurde. Sie sind ein Beispiel des japanischen Konzeptes von Urami (怨み, „Hass, Zorn“). Yūrei erscheinen auch, um die Nachfahren oder Verwandten des Toten zu bestrafen, wenn die Rituale zur Ahnenverehrung (Tatari oder Tataru) nicht ordentlich durchgeführt werden.

Buddhistische Priester wurden angeheuert, um Rituale auf diejenigen zu vollziehen, deren ungewöhnliche oder unglückliche Tode sie in rachsüchtige Geister verwandeln würde – ähnlich dem Exorzismus. Manchmal wurden diese Geister auch vergöttlicht, um sie zu besänftigen.

Verwendung in Literatur und Film

Lafcadio Hearns Kwaidan zeigt beispielhaft „klassische“ japanische Yūrei- und Yōkai-Geschichten. Japanische Horrorfilme seit den 1990er-Jahren, oft „J-Horror“ genannt, sind Beispiele für moderne Yūrei-Erzählungen. Die zweite Staffel der Fernsehserie The Terror erzählt von der Heimsuchung durch einen Yūrei vor dem Hintergrund der Internierung japanischstämmiger Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs.

Siehe auch

  • Obon-Fest

Literatur

  • Elisabeth Scherer: Spuk der Frauenseele. Weibliche Geister im japanischen Film und ihre kulturhistorischen Ursprünge. transcript, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1525-8. 
  • Elisabeth Scherer (Hrsg.): Unheimlich prominent. Yōkai und yūrei in der japanischen Kulturgeschichte (= Düsseldorfer Japanstudien (DJAS). Band 4). 2012, ISSN 2194-8267 (docserv.uni-duesseldorf.de). 

Weblinks

  • Religion in Japan: Gespenster und Totengeister



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  1. Weiße Frau
  2. Weiße Frau von Bernstein
  3. Tanuki-bi
  4. Tera-tsutsuki

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